Erfolge können wiederholt werden
SchülerInnen der HTL Mössingerstraße Klagenfurt stellten bei der diesjährigen Zero Emission Challenge (ZEC) in Wien erneut ihr technisches Können im Bereich E-Mobilität unter Beweis. Gleich zwei Teams gingen beim österreichweiten Elektro-Gokart-Wettbewerb in der Kategorie Advanced an den Start und kehrten mit zwei Stockerlplätzen nach Hause zurück.
Nach den Erfolgen im vergangenen Jahr war die Motivation groß, an die Leistungen anzuknüpfen. 2025 konnte das Team “Klagifornia Wild Worms” in der Advanced-Klasse bereits den 1. Platz im statischen Bewerb sowie den 2. Platz in der Gesamtwertung erreichen. Heuer trat die HTL Mössingerstraße mit den Teams „Klagifornia Wild Worms“ und „Klagifornia Lake Lions“ gleich doppelt an – und das mit dem gleichen erfolgreichen Ergebnis. Die Wild Worms sicherten sich erneut den 1. Platz im statischen Bewerb, während die Lake Lions den hervorragenden 2. Platz in der Gesamtwertung erreichten.
Insgesamt stellten sich rund 20 Teams aus ganz Österreich sowie ein internationales Team aus Spanien den Herausforderungen in der Advanced-Klasse. Rund 500 Personen waren bei der Veranstaltung mit dabei.
Von der Konstruktion bis zur Rennstrecke
Bei der Zero Emission Challenge dreht sich alles um selbst entwickelte und gebaute Elektro-Karts. Der österreichweite Wettbewerb zum Thema Elektromobilität wurde 2022 vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) ins Leben gerufen und von Magna initiiert. Ziel ist es, junge technische Talente durch interdisziplinäre Zusammenarbeit, Innovation und nachhaltiges Denken zu fördern.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen dabei nicht nur fahrerisches Können beweisen. Besonders anspruchsvoll sind die statischen Bewerbe: Hier werden die Konstruktion und die technischen Berechnungen der E-Karts, die Fertigungstechnik sowie die Qualitätssicherung genau unter die Lupe genommen. Zusätzlich müssen die Teams einen computerbasierten Wissenstest rund um das Thema Elektromobilität absolvieren.
Auch auf der Rennstrecke ist einiges geboten. Die dynamischen Bewerbe umfassen eine Beschleunigungsfahrt über 30 Meter, einen Slalom, den Skidpad-Bewerb zur Überprüfung der Kurvenperformance sowie eine Ausdauerfahrt über rund acht Kilometer. Hier zählen neben der technischen Auslegung vor allem Fahrverhalten, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz der selbstgebauten Fahrzeuge.
Nachtschichten, Zeitdruck und jede Menge Teamgeist
Dass solche Erfolge nicht von selbst kommen, wissen die SchülerInnen nur zu gut. Wie so oft wurde auch dieses Jahr mit den Vorbereitungen etwas später begonnen als ursprünglich geplant. Die Folge waren zahlreiche Nachtschichten, intensive Arbeitsphasen und jede Menge Zeitdruck. Frei nach dem Motto: „Nur unter Druck entstehen Diamanten!“
Kurz vor dem Wettbewerb standen schließlich noch mehrere Testfahrten auf dem Programm, bei denen die letzten Verbesserungen und Abstimmungen vorgenommen wurden. In diesen entscheidenden Stunden zeigte sich einmal mehr, wie wichtig Zusammenhalt, Durchhaltevermögen und die gemeinsame Begeisterung für Technik sind.
Die HTL Mössingerstraße beweist damit eindrucksvoll, dass Elektromobilität, Innovation und praktische Ausbildung hervorragend zusammenpassen. Und eines ist sicher: Nach zwei Jahren mit jeweils zwei Podestplätzen ist die Motivation für 2027 größer denn je!
AV DI Harald Huber