Schulrechtsfragen

Aufnahme

Aufnahme in die Volksschule

Kinder, die bis 31. 8. des Jahres das 6. Lebensjahr vollenden und schulreif sind, sind in die 1. Klasse der Volksschule aufzunehmen.

Sie sind zu den festgelegten Terminen bei der Leitung jener Volksschule einzuschreiben, deren Sprengel die einzuschreibenden Kinder angehören.

Die Erziehungsberechtigten haben die Kinder bei der Einschreibung nach Tunlichkeit persönlich vorzustellen. Bei der Schülereinschreibung ist die Geburtsurkunde und im Falle, dass die Erziehungsberechtigten nicht die leiblichen Eltern des Kindes sind, ein Nachweis über die Erziehungsberechtigung im Original vorzulegen.

Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, jedoch bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres das 6. Lebensjahr vollenden, sind auf Ansuchen ihrer Erziehungsberechtigten in die 1. Schulstufe aufzunehmen, wenn sie schulreif sind. Schulreif ist ein Kind, wenn angenommen werden kann, dass es dem Unterricht in der ersten Schulstufe zu folgen vermag, ohne körperlich oder geistig überfordert zu werden.

Das Ansuchen der Erziehungsberechtigten auf vorzeitige Aufnahme in die Volksschule ist innerhalb der Frist für die Schülereinschreibung beim Leiter jener Volksschule einzubringen, die das Kind besuchen soll. Der Schulleiter hat zur Feststellung, ob das Kind die Schulreife aufweist, die persönliche Vor-stellung des Kindes zu verlangen und ein schulärztliches Gutachten einzuholen. Ferner hat er ein schulpsychologisches Gutachten einzuholen, wenn die Erziehungsberechtigten dies verlangen oder dies zur Feststellung der Schulreife erforderlich erscheint und die Erziehungsberechtigten des Kindes dieser Untersuchung zustimmen. Der Schulleiter hat über das Ansuchen sodann ohne unnötigen Aufschub zu entscheiden.

Stellt sich nach dem Eintritt eines vorzeitig aufgenommenen Kindes in die 1. Schulstufe heraus, dass die Schulreife doch nicht gegeben ist, so ist die vorzeitige Aufnahme durch den Schulleiter zu widerrufen. Aus dem gleichen Grund können die Erziehungsberechtigten das Kind vom Besuch der 1. Schulstufe abmelden. Widerruf und Abmeldung sind jedoch nur bis zum Ende des Kalenderjahres der Aufnahme zulässig.

Kinder, die bis 31. 8. des Jahres das 6. Lebensjahr vollenden und noch nicht schulreif sind, sind in die Vorschulstufe aufzunehmen.

 

Aufnahme in die Neue Mittelschule

Die Neue Mittelschule schließt an die 4. Stufe der Volksschule an und umfasst 4 Schulstufen (5. bis 8. Schulstufe).

Die Aufnahme in eine Neue Mittelschule erfolgt, wenn der Schüler die vierte Klasse der Volksschule erfolgreich abgeschlossen hat und das Jahreszeugnis in allen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält.

Die Schüler der Neuen Mittelschule sind ohne Berücksichtigung ihrer Leistungsfähigkeit in Klassen zusammen zu fassen. Jeder Schulstufe hat eine Klasse zu entsprechen.

 

Aufnahme in eine Berufsschule

Voraussetzung für die Aufnahme in die Berufsschule ist, dass der Schüler die allgemeine Schulpflicht erfüllt hat.

Die Berufsschulpflicht beginnt mit dem Eintritt in ein Lehrverhältnis oder ein Ausbildungsverhältnis und dauert bis zu dessen Ende, längstens aber bis zum erfolgreichen Abschluss der letzten lehrplanmäßig vorgesehenen Schulstufe der in Betracht kmmenden Berufsschule. Die Berufsschulpflicht ist eine berufsbegleitende Schulpflicht für alle Lehrlinge, die nben den Verpflichtungen des Lehr- oder Ausbildungsverhältnisses zu erfüllen ist.

 

Aufnahme in eine Allgemeinbildende höhere Schule

Aufnahme in die 1. Klasse einer allgemeinbildenden höheren Schule:

Die Aufnahme in die 1. Klasse einer allgemeinbildenden höheren Schule hat zu den festgelegten Terminen bei der Leitung jener Schule zu erfolgen, die der Aufnahmsbewerber zu besuchen beabsichtigt.

Die Anmeldung zu einem späteren Zeitpunkt kann nur erfolgen, wenn wichtige, in der Person des Aufnahmsbewerbers oder seiner Erziehungsberechtigten liegenden Gründe die rechtzeitige Aufnahme verhindert haben. Die Entscheidung über das Vorliegen derartiger Gründe trifft der Schulleiter.
Die Anmeldung ist von den Erziehungsberechtigten vorzunehmen. Bei der Anmeldung ist die Schulnachricht über das erste Semester der 4. Klasse der Volksschule im Original vorzulegen.

Aufnahmsvoraussetzung für die Aufnahme in die 1. Klasse einer allgemeinbildenden höheren Schule ist, dass die 4. Stufe der Volksschule erfolgreich abgeschlossen wurde und die Beurteilung in Deutsch sowie Mathematik für die 4. Schulstufe mit „Sehr gut“ oder „Gut“ erfolgte. Eine Beurteilung mit „Befriedigend“ in diesen Pflichtgegenständen steht der Aufnahme nicht entgegen, sofern die Schulkonferenz der Volksschule festgestellt hat, dass der Schüler aufgrund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen der allgemeinbildenden höheren Schule genügen wird. Schüler die die Aufnahmsvoraussetzungen nicht erfüllen, haben eine Aufnahmsprüfung abzulegen.

Bei Erfüllen der Aufnahmsvoraussetzungen haben die Erziehungsberechtigten bis spätestens Montag, in der 1. Ferienwoche die Geburtsurkunde sowie das Jahreszeugnis der 4. Klasse der Volksschule im Original bei der Leitung der allgemeinbildenden höheren Schule vorzulegen, die der Aufnahmsbewerber zu besuchen beabsichtigt. Wenn aus Platzgründen nicht alle Aufnahmsbewerber, die die Voraussetzung für die Aufnahme als ordentlicher Schüler erfüllen, aufgenommen werden können, hat der Schulleiter die Aufnahmsbewerber zu reihen. Jedem Aufnahmsbewerber ist die Aufnahme in die Schule durch Anschlag an die Amtstafel der Schule oder auf andere geeignete Weise bekannt zu geben. Die Ablehnung der Aufnahme ist dem Aufnahmsbewerber schriftlich unter Angabe der Gründe vom Schulleiter mitzuteilen.
Aufnahme in die 5. Klasse einer allgemeinbildenden höheren Schule

Jahreszeugnis der 4. oder 5. Stufe der allgemeinbildenden höheren Schule weist in allen Pflichtgegenständen (ausgenommen in den Pflichtgegenständen Latein und Geometrisches Zeichnen sowie in zusätzlichen schulautonomen Pflichtgegenständen und in besonderen Pflichtgegenständen an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung) eine Beurteilung auf und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“.
Jahreszeugnis der 4. Klasse der Hauptschule weist in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen in der höchsten Leistungsgruppe eine positive Beurteilung oder in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Gut“ und in den übrigen Pflichtgegenständen eine Beurteilung auf, die nicht schlechter als „Befriedigend“ ist. Jahreszeugnis der 4. Klasse der Hauptschule weist in einem leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstand in der mittleren Leistungsgruppe zwar eine Beurteilung mit „Befriedigend“ auf, aber der Schüler wurde in den übrigen Pflichtgegenständen nicht schlechter als mit „Befriedigend“ beurteilt und es hat die Klassenkonferenz festgelegt, dass der Schüler aufgrund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen der Oberstufe der allgemeinbildenden höheren Schule genügen wird.

Schüler, die die Aufnahmsvoraussetzungen erfüllen, haben bis spätestens Montag in der 1. Ferienwoche die Geburtsurkunde sowie das Jahreszeugnis der zuletzt besuchten Schulstufe im Original dem Schulleiter vorzulegen.

Aufnahmsbewerber, die die Aufnahmsvoraussetzungen nicht erfüllen, haben aus jenen Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen. Um die Durchführung der Aufnahmsprüfungen zu ermöglichen ist es erforderlich, dass Schüler, die die Aufnahmsvoraussetzungen nicht erfüllen, bis spätestens Dienstag der letzten Schulwoche ihr Jahreszeugnis im Original bei der Leitung jener Schule abgeben, die sie zu besuchen beabsichtigen.

 

Aufnahme in eine Berufsbildende mittlere oder höhere Schule

Aufnahme in die 1. Klasse einer ein- oder zweijährigen berufstildenden mittleren Schule:

Aufnahmsvoraussetzung für die 1. Klasse einer ein- oder zweijährigen berufsbildenden mittleren Schule ist der erfolgreiche Abschluss der 8. Schulstufe. Der erfolgreiche Abschluss der 8. Schulstufe ist in folgenden Fällen erfüllt:

Jahreszeugnis der 8. Stufe der Volksschule, der 4. Stufe der Hauptschule oder der 4. oder 5. Stufe der allgemeinbildenden höheren Schule weist in allen Pflichtgegenständen (ausgenommen in den Pflichtgegenständen Latein und Geometrisch Zeichnen sowie in zusätzlichen schulautonomen Pflichtgegenständen und in besonderen Pflichtgegenständen an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen und sportlichen Ausbildung) eine Beurteilung auf und enthält in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“.

Der Schüler hat nach erfolgreichem Abschluss der 7. Schulstufe der Volksschule oder der 3. Klasse der Hauptschule oder der 3. Klasse einer allgemeinbildenden höheren Schule die Polytechnische Schule erfolgreich abgeschlossen.

Der Schüler hat nach mindestens 8-jähriger Schullaufbahn einen ausländischen Schulbesuch erfolgreich abgeschlossen. Sofern der ausländische Schulbesuch keinen positiven Abschluss in Deutsch enthält, ist eine Externistenprüfung über den Lehrstoff des Unterrichtsgegenstandes Deutsch in der Hauptschule abzulegen.
Schüler die die Aufnahmsvoraussetzungen erfüllen, haben bis spätestens Montag in der 1. Ferienwoche die Geburtsurkunde sowie jenes Jahreszeugnis, das sie zum Besuch einer ein- oder zweijährigen berufsbildenden mittleren Schule berechtigt, dem Schulleiter im Original vorzulegen. Schüler, die die Aufnahmsvoraussetzungen nicht erfüllen, dürfen in die Schule nicht aufgenommen werden.

Aufnahme in die 1. Klasse einer mindestens dreijährigen berufsbildenden mittleren Schule:

Jahreszeugnis der 4. oder 5. Stufe der allgemeinbildenden höheren Schule weist in allen Pflichtgegenständen (ausgenommen in den Pflichtgegenständen Latein und und Geometrisch Zeichnen sowie in zusätzlichen schulautonomen Pflichtgegenständen und im besonderen Pflichtgegenstände unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung) eine Beurteilung auf und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“.

Jahreszeugnis der 4. Klasse der Hauptschule weist in allen Pflichtgegenständen (ausgenommen Geometrisch Zeichnen sowie in zusätzlichen schulautonomen Pflichtgegenständen und in besonderen Pflichtgegenständen an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung) eine Beurteilung auf und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ und der Schüler hat darüber hinaus in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen zumindest die mittlere Leistungsgruppe besucht.

Erfolgreicher Abschluss der Polytechnischen Schule als 9. Schulstufe; diese Voraussetzung ist nur dann gegeben, wenn die Polytechnische Schule nach erfolgreichem Abschluss der 8. Schulstufe besucht wurde.

Schüler, die die Aufnahmsvoraussetzungen erfüllen, haben bis spätestens Montag in der 1. Ferienwoche die Geburtsurkunde sowie jenes Jahreszeugnis, das sie zum Besuch einer dreijährigen berufsbildenden mittleren Schule berechtigt, dem Schulleiter im Original vorzulegen.
Aufnahmsbewerber, die die Aufnahmsvoraussetzungen nicht erfüllen, haben aus jenen Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen. Um die Durchführung der Aufnahmsprüfungen zu ermöglichen ist es erforderlich, dass Schüler, die die Aufnahmsvoraussetzungen nicht erfüllen, bis spätestens Dienstag der letzten Schulwoche ihr Jahreszeugnis im Original bei der Leitung jener Schule abgeben, die sie zu besuchen beabsichtigen.

Aufnahme in den 1. Jahrgang einer berufsbildenden höheren Schule:

Jahreszeugnis der 4. oder einer höheren Stufe einer allgemeinbildenden höheren Schule weist in allen Pflichtgegenständen (ausgenommen in den Pflichtgegenständen Latein und Geometrisch Zeichnen sowie in zusätzlichen schulautonomen Pflichtgegenständen und in besonderen Pflichtgegenständen an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung) eine Beurteilung auf und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“.

Jahreszeugnis der 4. Klasse Hauptschule weist in allen Pflichtgegenständen (ausgenommen Geometrisch Zeichnen sowie in zusätzlichen schulautonomen Pflichtgegenständen und in besonderen Pflichtgegenständen an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung) eine Beurteilung auf und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ und der Schüler hat darüber hinaus in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen in der höchsten Leistungsgruppe eine positive Beurteilung oder in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Gut“.

Darüber hinaus steht der Beurteilung eines leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstandes in der mittleren Leistungsgruppe mit „Befriedigend“ der Aufnahme nicht entgegen, wenn die Klassenkonferenz festgestellt hat, dass der Schüler aufgrund der sonstigen Leistung mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen einer berufsbildenden höheren Schule genügen wird.
Jahreszeugnis der Polytechnischen Schule auf der 9. Schulstufe; diese Voraussetzung ist nur dann gegeben, wenn die Polytechnische Schule nach erfolgreichem Abschluss der 8. Schulstufe besucht wurde.

Schüler, die die Aufnahmsvoraussetzungen erfüllen, haben bis spätestens Montag in der 1. Ferienwoche die Geburtsurkunde sowie das Jahreszeugnis, das sie zum Besuch einer berufsbildenden höheren Schule berechtigt, dem Schulleiter im Original vorzulegen.
Wenn aus Platzgründen nicht alle Aufnahmsbewerber, die die Voraussetzungen für die Aufnahme als ordentlicher Schüler erfüllen, aufgenommen werden können, hat der Schulleiter die Aufnahmsbewerber zu reihen. Jedem Aufnahmsbewerber ist die Aufnahme in die Schule durch Anschlag an der Amtstafel der Schule oder auf andere geeignete Weise bekannt zu geben. Die Ablehnung der Aufnahme ist dem Aufnahmsbewerber schriftlich unter Angabe der Gründe vom Schulleiter mitzuteilen.
Aufnahmsbewerber, die die Aufnahmsvoraussetzungen nicht erfüllen, haben aus jenen Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen. Um die Durchführung der Aufnahmsprüfungen zu ermöglichen ist es erforderlich, dass Schüler, die die Aufnahmsvoraussetzungen nicht erfüllen, bis spätestens Dienstag der letzten Schulwoche ihr Jahreszeugnis im Original bei der Leitung jener Schule abgeben, die sie zu besuchen beabsichtigen.

Aufnahme in die 1. Klasse der Bundes-Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik:
Aufnahmsvoraussetzung in die 1. Klasse einer Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik ist der erfolgreiche Abschluss der 8. Schulstufe und die Ablegung einer Eignungsprüfung.

Der erfolgreich Abschluss der 8. Schulstufe ist in folgenden Fällen erfüllt:
Jahreszeugnis der 8. Stufe der Volksschule, der 4. Stufe der Hauptschule oder der 4. oder 5. Stufe der allgemeinbildenden höheren Schule weist in allen Pflichtgegenständen (ausgenommen in den Pflichtgegenständen Latein und Geometrisch Zeichnen sowie in zusätzlichen schulautonomen Pflichtgegenständen und in besonderen Pflichtgegenständen an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung) eine Beurteilung auf und enthält in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“.

Der Schüler hat nach erfolgreichem Abschluss der 7. Schulstufe der Volksschule oder der 3. Klasse der Hauptschule oder der 3. Klase einer allgemeinbildenden Pflichtschuledie Polytechnische Schule erfolgreich abgeschlossen.
Der Schüler hat nach mindestens 8-jähriger Schullaufbahn einen ausländischen Schulbesuch erfolgreich abgeschlossen. Sofern der ausländische Schulbesuch keinen positiven Abschluss in Deutsch enthält, ist eine Externistenprüfung über den Lehrstoff des Unterrichtsgegenstandes Deutsch in der Hauptschule abzulegen.
Die Eigungsprüfung der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik umfasst:

eine Prüfung in Deutsch, Lebender Fremdsprache sowie Mathematik und
eine praktische Prüfung.

Die Prüfungen in Deutsch, Lebender Fremdpsrache sowie Mathemaik entfallen in folgenden Fällen:

Das Jahreszeugnis der 4. Klasse der allgemeinbildenden höheren Schule weist in allen Pflichtgegenständen (ausgenommen in Latein und Geometrisch Zeichnen sowie in zusätzlichen schulautonomen Pflichtgegenständen und in besonderen Pflichtgegenständen an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen und sportlichen Ausbildung) eine Beurteilung auf und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“.

Das Jahreszeugnis der 4. Klasse der Hauptschule weist in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen in der höchsten Leistungsgruppe eine positive Beurteilung oder in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Gut“ oder in der mittleren Leistungsgruppe Beurteilungen mit „Befriedigend“ auf und die Klassenkonferenz festgestellt hat, dass der Schüler aufgrund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen der höheren Anstalten der Lehrerbildung und der Erzieherbildung genügen wird.

Die praktische Prüfgung müssen alle Aufnahmsbewerber ablegen. sie dürfen jedoch erst nach erfolgreicher Ablegung der Prüfung in Deutsch, Lebender Fremdsprache sowie Mathematik bzw. wenn diese Prüfungen aufgrund des Zeugnisses entfallen sind, zur praktischen Prüfung antreten.
Die praktische Prüfung dient der Feststellung, ob der Aufnahmsbewerber für die Anforderungen der zu vermittelnden berufsspezifischen Ausbildungsinhalte hinsichtlich
der musischen Bildbarkeit, insbesondere der Fähigkeit zum Erfassen und Nachvollziehen von Rhythmen und Melodien, sowie der Voraussetzung der Erlernung der im Lehrplan vorgesehenen Instumente,

der Fähigkeit zu schöpferischem Gestalten,

der körperlichen Gewandtheit und Belastbarkeit,

der Kontakt und Kommunikationsfähigkeit geeignet ist.

Schüler, die die Aufnahme in die Bundes-Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik anstreben, haben bis spätestens Dienstag der letzten Schulwoche die Geburtsurkunde sowie ihr Jahreszeugnis im Original bei der Leitung der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik vorzulegen.

 

Sonstiges

Aufnahme in Schulen für Berufstätige
Aufnahme in Fachschulen für Sozialberufe
Aufnahme in Aufbaulehrgänge und Kollegs
Aufnahme in Werkmeisterschulen

Aufnahme in Schulen für Berufstätige:

Personen, die im Laufe der regulären Schulzeit nicht das angestrebte Bildungsziel erreicht haben, wird in einem zweiten Bildungsweg die Möglichkeit geboten, den Abschluss einer berufsbildenden mittleren Schule bzw. die Reifeprüfung nachzuholen.

Aufnahmsvoraussetzungen für den Besuch einer allgemeinbildenden höheren Schule, einer höheren technischen und gewerblichen Lehranstalt sowie einer Handelsakademie für Berufstätige:

Aufnahmsvoraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss der 8. Schulstufe und die Vollendung des 17. Lebensjahres spätestens im Kalenderjahr der Aufnahme sowie der Abschluss einer Berufsausbildung oder der Eintritt in das Berufsleben.

Aufnahmsvoraussetzungen für den Besuch des Lehrganges für Sonderkindergartenpädagogik für Berufstätige

Die Aufnahme in den Lehrgang für Sonderkindergartenpädagogik für Berufstätige setzt die Befähigung zur Ausübung des Berufes der Kindergärtnerin voraus.

Aufnahme in eine Fachschule für Sozialberufe

Aufnahmsvoraussetzungen für den Besuch der Fachschule für Altendienste für Berufstätige

Vollendung des 19. Lebensjahres im Kalenderjahr der Aufnahme

Vorerfahrung im Bereich der Alten- und Behindertenarbeit

positives Ergebnis eines Aufnahmegespräches.
Fachschule für Altendienste:

Vollendung des 17. Lebensjahres im Kalenderjahr der Aufnahme

erfolgreicher Abschluss der 9. Schulstufe und

positives Aufnahmegespräch.

Aufnahmsvoraussetzungen für den Besuch der Lehranstalt für heilpädagogische Berufe für Berufstätige

Vollendung des 19. Lebensjahres im Kalenderjahr der Aufnahme

positiver Abschluss einer mittleren oder höheren Schule oder abgeschlossene Berufsausbildung

mindestens zweimonatige einschlägige Vorpraxis und berufliche Tätigkeit bei heilpädagogischen oder sonstigen Einrichtungen/Diensten

positives Ergebnis des Aufnahmegespräches.

Lehranstalt für heilpädagogische Berufe:
Vollendung des 17. Lebensjahres im Kalenderjahr der Aufnahme

positiver Abschluss einer mittleren oder höheren Schule oder abgeschlossene Berufsausbildung

positives Aufnahmegespräch und mindestens zweimonatige einschlägige Vorpraxis.

Aufnahme in Aufbaulehrgänge und Kollegs:

Aufbaulehrgänge schließen an den Abschluss einer mittleren Schule an. Kollegs erfordern den Abschluss einer allgemeinbildenden höheren Schule. ..

Welche Aufgaben haben Aufbaulehrgänge?

Aufbaulehrgänge an Handelsakademien haben die Aufgabe, in einem zwei- bis vierjährigen Bildungsgang Personen, die die Handelsschule oder einen Vorbereitungslehrgang kaufmännischer Richtung erfolgreich abgeschlossen haben, zum Bildungsziel einer Handelsakademie zu führen.

Aufbaulehrgänge an Höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe haben die Aufgabe, in einem zwei- bis dreijährigen Bildungslehrgang Personen, die eine Fachschule oder einen Vorbereitungslehrgang gleicher oder verwandter Richtung erfolgreich abgeschlossen haben, zum Bildungsziel einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe zu führen.
Aufbaulehrgänge an Höheren technischen und gewerblichen Lehranstalten haben die Aufgabe, in einem zwei- bis dreijährigen Bildungslehrgang Personen, die eine Fachschule oder einen Vorbereitungslehrgang gleicher oder verwandter Richtung erfolgreich abgeschlossen haben, zum Bildungsziel einer Höheren technischen und gewerblichen Lehranstalt zu führen.

Welche Aufgaben haben Kollegs?

Kollegs haben die Aufgabe in einem viersemestrigen Bildungsgang Absolventen von höheren Schulen eine ergänzende berufsspezifische Ausbildung zu vermitteln. Es gibt folgende Arten von Kollegs:

Kolleg für höhere technische und gewerbliche Lehranstalten
Kolleg der Handelsakademie
Kolleg der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe
Kolleg der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik

In Kärnten werden derzeit nicht alle Arten von Kollegs geführt.

Aufnahme in Werkmeisterschulen

Abgeschlossene Berufsausbildung

 

Widerspruch

Wann können Widersprüche eingebracht werden?

In welchen schulischen Angelegenheiten können Widersprüche eingebracht werden?

Widersprüche können insbesonders in folgenden Angelegenheiten eingebracht werden:

gegen die Nichtberechtigung zum Aufsteigen (sowohl am Ende des Unterrichtsjahres als auch nach Ablegung von Wiederholungsprüfungen)

gegen den negativen Abschluss der letzten Schulstufe

gegen die nichtbestandene abschließende Prüfung (Reifeprüfung, Reife- und Diplomprüfung, Abschlussprüfung)

Im Rahmen dieser Widersprüche können negativ beurteilte Pflichtgegenstände bzw. Prüfungsgebiete beeinsprucht werden. Widersprüche sind unzulässig:

gegen positiv beurteilte Pflichtgegenstände bzw. Prüfungsgebiete

gegen einen negativ beurteilten Pflichtgegenstand, wenn der Schüler zum Aufsteigen berechtigt ist.

 

Welche Frist und welche Stelle?

Widersprüche sind schriftlich innerhalb von fünf Tagen ab Zustellung der Entscheidung der Klassenkonferenz bzw. des Zeugnisses über die abschließende Prüfung vom Erziehungsberechtigten bzw. vom eigenberechtigten Schüler bei der Schule einzubringen. Verspätet oder von nicht eigenberechtigten Schülern eingebrachte Widersprüche müssen als unzulässig zurückgewiesen werden.

Nach Durchführung der Wiederholungsprüfungen im Herbst kann nicht mehr

gegen die Jahresnote am Ende des Unterrichtsjahres oder

gegen die am Ende des Unterrichtsjahres erfolgte Feststellung

der Klassenkonferenz über die Nichtberechtigung zum Aufsteigen mit der Beurteilung „Nicht genügend“ aus einem Pflichtgegenstand berufen werden.

Die Schule hat den Widerspruch mit den erforderlichen Unterlagen unverzüglich der Schulbehörde erster Instanz weiterzuleiten.

 

Behandlung der Widersprüche bei der zuständigen Schulbehörde

Wie erfolgt die Behandlung des Widerspruchs bei der zuständigen Schulbehörde?

Die Schulbehörde stellt ausschließlich auf Grund der vorgelegten Unterlagen den maßgeblichen Sachverhalt fest.
Sofern sich der Widerspruch auch auf behauptete unrichtige Beurteilungen mit „Nicht genügend“ stützt, hat die Schulbehörde diese Beurteilungen zu überprüfen.

Wenn nach Überprüfung die Schulbehörde feststellt, dass die Beurteilungen richtig sind, sind die Beurteilungen zu bestätigen.

Wenn nach Überprüfung die Schulbehörde feststellt, dass die Beurteilungen unrichtig sind, sind die Beurteilungen abzuändern.

Wenn die von der Schule übermittelten Unterlagen jedoch zur Überprüfung der Richtigkeit oder Unrichtigkeit einer negativen Beurteilung nicht ausreichen, hat die Schulbehörde eine kommissionelle Prüfung anzuberaumen. Ohne diese Voraussetzungen besteht aber nicht die Möglichkeit, dass kommissionelle Prüfungen über Antrag des Schülers oder der Erziehungsberechtigten durchgeführt werden. Die kommissionelle Prüfung wird von der Schulbehörde kurzfristig angesetzt und wird unter dem Vorsitz eines Schulaufsichtsbeamten oder eines von diesem bestimmten Vertreters durchgeführt; die kommissionelle Prüfung bezieht sich auf den Lehrstoff der gesamten Schulstufe. Die bei der kommissionellen Prüfung festgelegte Beurteilung ersetzt die bisherige Jahresbeurteilung. Bei Nichtantreten zur kommissionellen Prüfung bleibt die auf „Nicht genügend“ lautende Jahresbeurteilung aufrecht.

Die Art der Erledigung des Widerspruchs durch die Schulbehörde (Stattgebung oder Abweisung) hängt davon ab, ob alle Beurteilungen, die auf „Nicht genügend“ gelautet haben, abgeändert wurden.

Sofern sich der Widerspruch gegen die Nichtberechtigung zum Aufsteigen mit der Beurteilung „Nicht genügend“ aus einem Pflichtgegenstand richtet, hat die Schulbehörde die Feststellung der Klassenkonferenz, dass der Schüler auf Grund seiner Leistungen in den übrigen Pflichtgegenständen die Voraussetzungen zur erfolgreichen Teilnahme am Unterricht der nächsthöheren Schulstufe nicht aufweist, zu überprüfen.

Wenn nach Überprüfung die Schulbehörde feststellt, dass die Feststellung der Klassenkonferenz richtig ist, wird der Widerspruch abgewiesen.

Wenn nach Überprüfung die Schulbehörde feststellt, dass die Feststellung der Klassenkonferenz unrichtig ist, wird dem Widerspruch stattgegeben.

Weitere Auskünfte:

Hirschberger-Olinovec Mirella, Mag.Dr
BD Kärnten – Präs. 2 / Budget, Wirtschaft und Recht
Tel. +43 50534 12200
mirella.hirschberger@bildung-ktn.gv.at

 

Schulpflicht

Schulpflicht

Allgemeines zur Schulpflicht

Beginn der allgemeine Schulpflicht

Die allgemeine Schulpflicht beginnt mit dem auf die Vollendung des 6. Lebensjahres folgenden 1. September. Das bedeutet, dass Kinder, die das 6. Lebensjahr zwischen dem 1. Jänner und dem 31. August eines Jahres vollenden, am 1. September des selben Kalenderjahres schulpflichtig werden, während Kind, die zwischen dem 1. September und dem 31. Dezember eines Jahres das 6. Lebensjahr vollenden, erst am 1. September des folgende Kalenderjahres schulpflichtig werden.
Dauer der allgemeinen Schulpflicht

Die allgemeine Schulpflicht dauert 9 Schuljahre.

Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht

Weitere Möglichkeiten zur Erfüllung allgemeine Schulpflicht

Die allgemeine Schulpflicht kann auch durch Teilnahme des Kindes an einem gleichwertigen Unterricht erfüllt werden.

Es bestehen folgende Möglichkeiten:

Teilnahme am häuslichen Unterricht

Besuch von Privatschulen ohne Öffentlichkeitsrecht

Besuch von Schulen, die keiner gesetzlich geregelten Schulart entsprechen

Besuch von im Ausland gelegenen Schulen

Weitere Auskünfte erteilt die zuständige Außenstelle der BDK

 

Aufnahme in die allgemeine Schulpflicht

Vorzeitiger Aufnahme eines Kindes in die allgemeine Schulpflicht

Der vorzeitige Schulbesuch wird in die Dauer der allgemeinen Schulpflicht eingerechnet, sofern weder ein Widerruf noch eine Abmeldung vorliegt.

Im Falle des Widerrufes der vorzeitigen Aufnahme bzw. im Falle des Abmeldens vom Besuch der 1. Schulstufe können die Erziehungsberechtigten das Kind zum Besuch der Vorschulstufe anmelden. Die Dauer des Besuchs der Vorschulstufe eines vorzeitig aufgenommenen Kindes ist nur dann in die Dauer der allgemeinen Schulpflicht einzurechnen, wenn das Kind während der allgemeinen Schulpflicht die 9. Schulstufe er-folgreich abgeschlossen hat; dies ist nur dann möglich, wenn das Kind einmal im Laufe seiner Schullaufbahn eine Klasse überspringt.

Einrechung der Vorschulstufe in die allgemeine Schulpflicht‘

Der Besuch der Vorschulstufe wird in die allgemeine Schulpflicht eingerechnet, wenn der Schüler zum Zeitpunkt des Besuches der Vorschulstufe schulpflichtig war.

Im Falle des Widerrufes der vorzeitigen Aufnahme bzw. im Falle des Abmeldens vom Besuch der 1. Schulstufe wird der danach allenfalls erfolgte Besuch der Vorschule nur dann in die allgemeine Schulpflicht eingerechnet, wenn der Schüler im Laufe seiner Schullaufbahn einmal eine Klasse überspringt.

 

Schulsprengel

Allgemeines zum Schulsprengel

Der Schulsprengel ist das rechtlich umschriebene Einzugsgebiet einer Schule. Für jede öffentliche Pflichtschule hat ein Schulsprengel zu bestehen. Die Sprengeleinteilung dient einer ordnungsgemäßen und möglichst gleichmäßigen Zuweisung der schulpflichtigen Kinder an die einzelnen öffentlichen Pflichtschulen der betreffenden Schulart nach dem Territorialprinzip.

Pflichtsprengel und Berechtigungssprengel
Pflichtsprengel ist jenes Gebiet, in dem die dort wohnenden schulpflichtigen Kinder, wenn sie ihrer Schulpflicht nicht anderweitig nachkommen, verpflichtet sind, die sie betreffende Schule zu besuchen (nur bei Volksschulen, Polytechnischen Schulen, Berufsschulen).

Berechtigungssprengel ist jenes Gebiet, in dem die dort wohnenden schulpflichtigen Kinder, sowie sie zum Besuch der betreffenden Schule in Betracht kommen, berechtigt sind, diese Schule zu besuchen (nur bei Sonderschulen, Hauptschulen)

Für Hauptschulen und Hauptschulklassen mit besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung dürfen – unbeschadet bestehender Schulpflichtsprengel eigene Berechtigungssprengel gebildet werden.

Festlegung der Schulsprengel

Die Pflichtsprengel der Volksschulen und Polytechnischen Schulen so wie zumindest die Berechtigungssprengel der Hauptschulen und der einzelnen Arten der Sonderschulen haben lückenlos aneinander zu grenzen.

Die Pflichtsprengel sind so zu bilden, dass der Schulweg den Kindern zumutbar ist.
Die Schulsprengel sind durch Verordnung der Landesregierung festzulegen.
Sprengelangehörigkeit

Sprengelangehörig sind jene schulpflichtigen Kinder, die im Schulsprengel, wenn auch nur zum Zwecke des Schulbesuches, wohnen.

Deckungsgleiche Schulsprengel

Befinden sich im Gebiet einer Gemeinde mehrere Schulen gleicher Art, bei denen auch der Schulerhalter ident ist, dürfen die Schulsprengel dieser Schulen deckungsgleich gebildet werden, wenn dies zur Gewährleistung einer möglichst gleichmäßigen Organisationsform dieser Schulen und zur Erreichung gleichmäßiger Klassenschülerzahlen erforderlich ist.

Aufteilung der deckungsgleichen Schulsprengel durch den gesetzlichen Schulerhalter. Die Aufteilung auf die einzelnen Schulen hat unter Bedachtnahme auf folgende Punkte zu erfolgen:

Schulweg der Kinder

Schulbesuch von Geschwistern

Gewährleistung einer möglichst gleichmäßigen Organisationsform

Erreichung gleichmäßiger Klassenschülerzahlen.

 

Aufnahme in einen Fremden Schulsprengel

Voraussetzung für die Aufnahme eines sprengelfremden Schülers

Zustimmung des gesetzlichen Schulerhalters, der um die Aufnahme ersuchten Schule
Anhörung des Schulerhalters jener Schule, deren Sprengel der Schüler angehört
Ablehnung der Aufnahme eines sprengelfremden Schülers

Die Aufnahme eines sprengelfremden Schülers ist zu verweigern, wenn eine Überfüllung der vorhandenen Klassen oder die Notwendigkeit einer Klassenteilung eintreten würde oder wenn hiedurch in der Schule, deren Sprengel der Schüler angehört, eine Minderung der Organisation eintreten würde.

Wann darf die Aufnahme eines sprengelfremden Schülers nicht abgelehnt werden?

Bei Kindern mit Sonderpädagogischem Förderbedarf, wenn in der allgemeinen Schule des eigenen Schulsprengels eine entsprechende Förderung nicht in der gleichen Weise erfolgen kann.

Wenn ein der allgemeinen Schulpflicht unterliegender Schüler von einer Schule ausgeschlossen wurde und die zuständige Außenstelle des LSR festgelegt hat, dass der Schüler die sprengelfremde Schule zu besuchen hat.

 

Wiederholung

Wiederholung von Schulstufen (Volksschule, Neue Mittelschule, Sonderschule)

Volksschule, Neue Mittelschule oder Sonderschule

Volksschule

Ein Schüler darf eine Schulstufe der Volksschule wiederholen, wenn er zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe nicht berechtigt ist bzw. wenn der Schüler die 4. Schulstufe der Volksschule nicht erfolgreich abgeschlossen hat.

Ein Schüler, der zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt ist bzw. die 4. Schulstufe der Volksschule erfolgreich abgeschlossen hat, ist zur Wiederholung dieser Schulstufe berechtigt, wenn die Aufholung eines Leistungsrückstandes, der aus entwickungs- oder milieubedingten oder aus gesundheitlichen Gründen eingetreten ist, ermöglicht werden soll und die Einordnung des Schülers in die neue Klassengemeinschaft zu erwarten ist. Die freiwillige Wiederholung ist von den Erziehungsberechtigten zu beantragen und von der Schulkonferenz zu bewilligen, sofern die obgenannten Voraussetzungen vorliegen. Ein derartiges Ansuchen ist jedoch nur solange zulässig, als der Schüler noch nicht die nächsthöhere Schulstufe besucht.

Neue Mittelschule

Ein Schüler darf eine Schulstufe wiederholen, wenn er zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe nicht berechtigt ist und er im Falle der Wiederholung der Schulstufe die zulässige Höchstdauer des Schulbesuches nicht überschreiten würde.

Ein Schüler, der zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt ist, darf diese Schulstufe wiederholen, wenn die Aufholung eines Leistungsrückstandes, der aus entwicklungs- und milieubedingten oder aus gesundheitlichen Gründen eingetreten ist, ermöglicht werden soll und die Einordnung des Schülers in die neue Klassengemeinschaft zu erwarten ist.

Eine freiwillige Wiederholung der letzten Stufe der besuchten Schule ist unzulässig.

Die freiwillige Wiederholung ist von den Erziehungsberechtigten zu beantagen und von der Klassenkonferenz zu bewilligen, sofern die obgenannten Voraussetzungen vorliegen.

Ein derartiges Ansuchen ist jedoch nur solange zulässig, als der Schüler noch nicht die nächsthöhere Schulstufe besucht.

Sonderschule

Ein Schüler darf eine Schulstufe der Sonderschule wiederholen, wenn er zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe nicht berechtigt ist und er im Falle der Wiederholung der Schulstufe die zulässige Höchstdauer des Schulbesuches nicht überschreiten würde.

Ein Schüler, der zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt ist bzw. die letzte Stufe der Sonderschule erfolgreich abgeschlossen hat, ist zur Wiederholung dieser Schulstufe berechtigt, wenn die Aufholung eines Leistungsrückstandes, der aus entwicklungs- oder milieubedingten oder aus gesundheitlichen Gründen eingetreten ist, ermöglicht werden soll und die Einordnung des Schülers in die neue Klassengemeinschaft zu erwarten ist.

Die freiwillige Wiederholung ist von den Erziehungsberechtigten zu beantragen und von der Schulkonferenz zu bewilligen, sofern die obgenannten Voraussetzungen vorliegen.

Ein derartiges Ansuchen ist jedoch nur solange zulässig, als der Schüler noch nicht die nächsthöhere Schulstufe besucht.

 

Wiederholung von Schulstufen (AHS, BMHS)

Allgemeinbildende höhere Schulen

Berufsbildende mittlere und höhere Schule

Berechtigung zum Wiederholen einer Schulstufe

Ein Schüler, der zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt ist, darf diese Schulstufe wiederholen, wenn die Aufholung eines Leistungsrückstandes, der aus entwicklungs- und milieubedingten oder aus gesundheitlichen Gründen eingetreten ist, ermöglicht werden soll und die Einordnung des Schülers in die neue Klassengemeinschaft zu erwarten ist.

Eine freiweillige Wiederholung der letzten Stufe der besuchten Schulart ist unzulässig.

Die freiwillige Wiederholung ist von den Erziehungsberechtigten zu beantragen und von der Klassenkonferenz zu bewilligen, sofern die obgenannten Voraussetzungen vorliegen.

Ein derartiges Ansuchen ist jedoch nur solange zulässig, als der Schüler noch nicht die nächsthöhere Schulstufe besucht.
Ablegung von Wiederholungsprüfungen
Aufsteigen mit einem „Nicht genügend“

Ein Schüler ist auch dann zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt, wenn bei Wiederholen von Schulstufen das Jahreszeugnis in höchstens einem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält und dieser Pflichtgegenstand vor der Wiederholung der Schulstufe zumindest mit „Befriedigend“ beurteilt wurde.

Ein Schüler ist weiters zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt,

wenn das Jahreszeugnis zwar in einem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält, aber der Schüler nicht auch schon im Jahreszeugnis des vorhergegangenen Schuljahres in demselben Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ erhalten hat,

der betreffende Pflichtgegenstand in einer höheren Schulstufe lehrplanmäßig vorgesehen ist und

die Klassenkonferenz feststellt, dass der Schüler aufgrund seiner Leistungen in den übrigen Pflichtgegenständen die Voraussetzungen zur erfolgreichen Teilnahme am Unterricht der nächsthöheren Schulstufe im Hinblick auf die Aufgabe der betreffenden Schulart aufweist.

 

Wiederholung von Schulstufen (Berufsschulen)

Ein Schüler darf eine Schulstufe wiederholen, wenn er zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe nicht berechtigt ist und er im Falle der Wiederholung der Schulstufe die zulässige Höchstdauer des Schulbesuches nicht überschreiten würde. Hiebei ist zu beachten, dass der Besuch eine Berufsschule längstens bis um Ende des Unterrichtsjahres zulässig ist, in dem das Lehrverhältnis endet.

 

 

Veröffentlicht am 11.12.2019