WI’MO SchülerInnen im Gespräch mit Zeitzeugin

Zum Jahrestag des Kriegsendes traf sich die Zeitzeugin Helga Pollak-Kinsky zum Gespräch mit WI’MO SchülerInnen. Das Treffen wurde mit einer Lesung – gestaltet von den SchülerInnen – aus Helga Kinskys Theresienstädter Tagebuch eröffnet. Helga Kinsky erzählte von ihrem Leben und Überleben in Theresienstadt und Auschwitz und machte somit für zwei Stunden einen besonders tragischen Teil österreichischer Geschichte lebendig.

Die Schicksale ihrer Freundinnen und Freunde in Theresienstadt, sowie ihre eigene Biographie wurden den SchülerInnen im Gespräch bildhaft näher gebracht. Der Veranstaltung wohnten auch der Präsident des Landesschulrates Rudolf Altersberger, LSI für Humanberufliche Schulen Dr. Renate Kanovsky-Wintermann, Direktor Mag. Wilhelm Kuhn und Univ. Prof. Dr. Peter Gstettner bei.

Die folgenden Zitate wurden dem schriftlichen Feedback der Schülerinnen und Schüler entnommen:

Diese Zeit war ohne Mitleid. Viele möchten sind nicht daran erinnern, aber ich denke genauso viele wollen darüber erfahren und es ist gut so über die Vergangenheit zu erfahren. (Jasmin Oberdorfer)

Ich würde mir wünschen, dass ihre Geschichte niemals in Vergessenheit gerät. (Katharina Stromberger)

Ich kann mich glücklich schätzen, eine der wenigen Personen zu sein, die eine Geschichte des Überlebens im zweiten Weltkrieg von einer Person erfährt, die diese Geschichte selbst erlebt hat. (Bernhard Zimasl)

Ich finde es richtig und wichtig für unsere Zukunft, der gemeinsamen Zukunft der Menschheit über das was im zweiten Weltkrieg passiert ist Bescheid zu wissen. (Sofie Gruber)

Das Treffen mit Ihnen hat mich über vieles nachdenken lassen, auch über mein Leben. Ich habe schon viel über den Nationalsozialismus gehört, aber durch sie hat diese Zeit für mich ein Gesicht bekommen. (Verena Krassnig)

Ich finde es gut, dass sie das Tagebuch geschrieben haben, so können die Geschehnisse, die sie erlebt haben, nicht in Vergessenheit geraten. (Florian Strauss)

Für unsere Generation ist es sehr schwer, die grausamen Taten zur Zeit des zweiten Weltkrieges nachzuvollziehen, daher war das Gespräch eine große Chance für uns dies aus erster Hand zu erfahren. (Daniela Rader)

Das Gespräch mit einer Zeitzeugin hat mich zum Nachdenken gebracht … es bedeutet mir sehr viel … damit die heutige Jugend nicht mehr die gleichen Fehler begeht. (Daniela Mikl)

Von Ihnen ihre Überlebensgeschichte zu hören gibt mir einen anderen Blickwinkel auf das Leben heute. (Neufeld Anna-Lena)

Wir leben in einer Welt des Überflusses, in der es die wenigsten zu schätzen wissen, was wir eigentlich für ein Glück haben. Immer genug zu essen, Gewand, ein Dach über dem Kopf und FREIHEIT! (Hanna Seebacher)

Ich finde es besonders, dass in Theresienstadt trotz allem noch ein Zusammenhalt bestand. Man sollte wirklich in jeder Situation zusammenhalten und niemals aufgeben. (Magdalena Tragut)

Der Zusammenhalt der Mädchen aus dem Zimmer 28 beweist mir, dass es noch wahre Freundschaft gibt. (Lucas Rainer)

Für mich bedeutete das Gespräch zu begreifen, dass dieser Teil der österreichischen Geschichte noch nicht so lange vorbei ist, wie ich glaubte. In Zukunft werde ich viel mehr darauf achten, dass niemand ausgeschlossen wird. (Stefanie Schöffmann)

Das Schlimmste ist, wenn man schlecht behandelt wird, nur weil man eine andere Religion hat oder nicht der Gesellschaft entspricht. (Lisa Tschitschnig)