Matura Neu im Stiftsgymnasium St. Paul

Als bisher einzige Schule Österreichs hat sich das Stiftsgymnasium St. Paul entschieden, die Matura Neu in der Vollversion 2014 durchzuführten. Die Schulpartner erläutern ihre Beweggründe.

Wir, die 7a Klasse des Stiftsgymnasiums St. Paul, haben uns entschieden, die neue Zentral-Matura 2014 durchzuführen, da wir Schüler von unseren Professoren und Professorinnen bestmöglich darauf vorbereitet werden. Für uns wird die Matura immer etwas Neues sein, da wir noch nie zuvor maturieren mussten, sei es nun das gewohnte Matura-Schema oder die neue Zentral-Matura. Die Professoren und Professorinnen sowie die Schüler und Schülerinnen unseres Stiftsgymnasiums der Benediktiner zu St. Paul sind aufgeschlossen gegenüber Neuem und so scheuen wir uns auch nicht, die Neue Matura durchzuführen.

Julia Aichholzer
Schulsprecherin

Dass die Matura reformiert werden soll, war für mich zu dem Zeitpunkt einsichtig und nachvollziehbar, als ich mich mit der Materie genauer beschäftigte. Als Schulleiter neu im Amt, habe ich die Kollegenschaft sehr ermuntert, die Fortbildungsmöglichkeiten seitens der PH in Anspruch zu nehmen – und diese Ermunterung ist auch angenommen worden.

Was wir selbst erfahren haben, haben wir in geeigneter Form unseren Schülerinnen und Schülern vermittelt – und so sind bei uns alle Beteiligten informiert und vorbereitet. Ein Aufschub des Projekts wäre da enttäuschend gewesen.

Dr. P. Thomas Petutschnig
Schulleiter

Die Elternvertreter im SGA haben sich mit den Schülern gemeinsam entschieden, dass am ursprünglichen Zeitplan für die Umsetzung
der „Neuen Matura“ festgehalten wird weil:

  • Alle betroffenen Schüler bestens darauf vorbereitet sind und es auch der ausdrückliche Wunsch aller Schüler war
  • Das Stiftsgymnasium St. Paul immer schon ein Vorreiter in Bezug auf Ausbildungsqualität war
  • St. Paul engagierte Lehrer hat, die trotz „Gegenwinds“ von der Gewerkschaftsfront auch für die Beibehaltung des ursprünglichen Fahrplans votiert haben
  • Unsere Lehrer sich auch 2 Jahre intensiv auf diesen Zeitpunkt vorbereitet haben.
  • Auch bei der Überprüfung der Bildungsstandards der 8.Schulstufe St. Paul zu den Besten in Österreich gekürt wurde

Mag. Georg Niedersüß
Obmann des Elternvereins

Das Stiftsgymnasium St. Paul hat als langjährige Pilotschule durchwegs positive Erfahrungen mit dem schriftlichen Teil der kompetenzorientierten Reifeprüfung gemacht. Deshalb bin ich als Klassenvorstand der 7. Klasse davon überzeugt, dass die Schülerinnen und Schüler durch die Kolleginnen und Kollegen bestens auf die neue Reifeprüfung vorbereitet sind und der Herausforderung ruhig entgegenblicken können.

Mag. Rosemarie Pollanz

Die notwendige Reform der Reifeprüfung an der AHS bedeutet einen zukunftsweisenden Schritt, der dazu geeignet ist, Objektivität und Vergleichbarkeit der Reifeprüfung zu vermehren und den Anschluss an europäische Standards herzustellen. In Zeiten der Globalisierung führt daran kein Weg vorbei.

In Mathematik zum Beispiel begann die Pilotphase für die standardisierte Klausur mit dem Schuljahr 2009/2010. Also haben wir uns (als Pilotschule) ab Herbst 2009 um eine intensive Zusammenarbeit mit der Universität Klagenfurt bemüht.

Beim Unterricht versuchen wir durch verschiedenste Methoden die Nachhaltigkeit zu verbessern. Was die neue Unterrichtsmethoden betrifft, so bekommen wir sowohl von den Schülern als auch von den Kollegen nur positives Feedback. Die Kollegen als auch die Schüler haben das Gefühl, dass in puncto Nachhaltigkeit Fortschritte erzielt wurden.

Nachdem unsere Schule sich also von Beginn an, in allen Gegenständen, intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hat (Ausbildung zu Multiplikatoren, Teilnahme der Kollegen an diversen Fort- und Weiterbildungen) hätte es für uns einen Rückschritt bedeutet, nicht an dem ursprünglichen Termin der Zentralmatura festzuhalten.

Mag. Elvira Steindorfer