Lust auf Erasmus+ in Villach

In Kärnten präsentierten eine Vielzahl von Einrichtungen aus dem Bildungs- und Jugendbereich an den Aktionstagen #Erasmusdays 2019 in Kärnten ihre Erasmus+ Aktivitäten. Das Europabüro der Bildungsdirektion für Kärnten hat zu diesem Anlass zu einem Empfang in die Kärntner Tourismusschule in Villach eingeladen. Das vielfältige Programm beinhaltete eine Präsentation aktueller Projekte aus dem Europabüro, Kurzfilme mit Interviews ehemaliger Auslandspraktikant/innen sowie spannende Diskussionen und Workshops. Musikalisch wurde der Empfang von der KTS Villach und der CHS Villach begleitet. Der kulinarische Ausklang fand am „European Streetfood Market“ an den Marktständen der KTS Villach statt.

Als glühende Europäer/innen zeigten sich die rund 200 Besucher/innen u.a. Erster Präsident des Kärntner Landtages Reinhart Rohr, Lehrer-Personalvertreter LAbg. Stefan Sandrieser und BKS-Vorstand Alexander Novak sowie die Vertreter/innen aus Kärntner Schulen und der Wirtschaft begeistert über den spannenden und informativen aber trotzdem eventreichen Vormittag, wo über Strategien und Projekte der europäischen Union diskutiert wurde. Außerdem beehrten die Veranstaltung Bereichsleiter Erasmus+ Berufsbildung Martin Prinz und Georg Paschinger von der Nationalagentur.

Zehn Millionen Europäer/in haben mit Erasmus+ und seinen Vorgängerprogrammen im Ausland gelernt, studiert, unterrichtet oder ein Praktikum absolviert. Österreich nimmt seit 1992 am EU-Mobilitätsprogramm teil. Weit mehr als eine Viertelmillion Österreicher/innen waren seit damals mit Erasmus im Ausland. Allein 2019 flossen und fließen mehr als 47 Mio. Euro an EU-Fördermittel in den österreichischen Bildungsbereich – ein Plus von 25,7 Prozent gegenüber 2018. Damit konnten Auslandsaufenthalte von rund 23.000 Studierende, Schüler/innen, Lehrende, Lehrlinge und im Bildungsbereich Tätige bewilligt werden.

In die aktuelle Erasmus+ Programmperiode (2014–2020) investierte die EU-Kommission mehr als 14,7 Mrd. Euro, mit dem Ziel, vier Mio. Europäer/innen einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen und in transnationalen Projekten zu kooperieren. Das Nachfolgeprogramm ab 2021 soll mit deutlich mehr Budget Bildungsaufenthalte für zwölf Mio. Menschen ermöglichen und die Anzahl der Kooperationsprojekte erhöhen.

Kärnten holte seit Beginn der aktuellen Programmgeneration Erasmus+ im Jahr 2014 11,4 Mio. Euro Fördermittel für Hochschulbildung, Berufsbildung, Schulbildung sowie für die Erwachsenenbildung aus Brüssel ab. Über 6.300 Kärntner/innen nutzten die Gelegenheit, am internationalen Länderaustausch teilzunehmen, zudem wurden 218 länderübergreifende Bildungsprojekte mit internationalen Partnereinrichtungen umgesetzt. Allein im Jahr 2019 konnten 1.480 Kärnter/innen mit Erasmus+ Erfahrungen im Ausland sammeln, 2,7 Mio. Euro wurden an Fördermittel überwiesen.

Text: Science Communications/Mag. Bertram Schütz, Bildungsdirektion für Kärnten/Mag. Claudia Lautischer

Fotos: Gert Steinthaler

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