Internationales Netzwerktreffen an Universität in Peking

Auf Einladung von IIDEA, dem internationalen Netzwerk zur Fortbildung von akademischen Ingenieuren, hielt LSI Dr. Zafoschnig einen viel beachteten Vortrag zum Thema Wirtschaftskooperationen, Diplomarbeiten und Ingenieurprojekte, sowie Innovationswettbewerbe an österreichischen HTL.

Auf Einladung von IIDEA, dem internationalen Netzwerk zur Fortbildung von akademischen Ingenieuren, hielt LSI Dr. Zafoschnig im Rahmen des zweitägigen Workshops „Cross-sector Collaborations in Engineering Education“ vor 150 TeilnehmerInnen von 30 Universitäten aus ganz China an der berühmten Tsinhua Universität in Peking einen viel beachteten Vortrag zum Thema Wirtschaftskooperationen, Diplomarbeiten und Ingenieurprojekte, sowie Innovationswettbewerbe an österreichischen HTL. Gemeinsam mit den Professoren Jennifer DeBoer (MIT Boston), Lueny Morell (New Engineering University, Silicon Valley), Reinhart Poprawe (RWTH Aachen) und Jörg Steinbachn (TU Berlin), sowie den Gastreferenten der Firma MathWorks Ken Dunstan und David Chen, wurde im Rahmen der internationalen Konferenz versucht, neue Perspektiven und Trends für den Bereich Personalentwicklung an den technischen Universitäten aufzuzeigen und zu diskutieren, sowie die neuesten Lehr- und Lernmethoden im Technikbereich zu evaluieren. Die chinesischen KollegInnen zeigten sich von den professionellen und inhaltlich beispielgebenden Präsentationen der internationalen ReferentInnen sehr beeindruckt und beschäftigten sich im Rahmen der Podiumsdiskussionen und der Gruppenarbeiten äußerst interessiert an einer Umsetzung an ihren eigenen Lehrstandorten. Die Themen neue Lehr- und Lernmethoden sowie Industriekooperationen für Lehre und Forschung stehen auch an den chinesischen Hochschulen und Universitäten im Brennpunkt der Strategieentwicklung und pädagogischen Planung. Die Ziele des Workshops, nämlich globale und lokale Best-Practice-Beispiele darzustellen und so neue Perspektiven zu entwickeln, sind vollständig erfüllt worden. Die Tsinghua Universität in Peking hat als größte technische Universität ihre Verantwortung wahrgenommen, die Verbreitung der neuesten pädagogischen und didaktischen Trends in ganz China zu gewährleisten und hat, sowohl was die Vorbereitung als auch die Organisation und Durchführung des Workshops betrifft, hervorragende Arbeit geleistet. Auch das Feedback der TeilnehmerInnen war hervorragend. Weiters wurden in der konstruktiven Nachbesprechung Möglichkeiten einer Neuauflage im Jahr 2015 besprochen und von chinesischer Seite wurde der Wunsch geäußert, alle Ergebnisse in einem Technik-Journal zusammenzufassen. Für die IGIP, die Internationale Gesellschaft für Ingenieurpädagogik, deren Vize-Präsident Dr. Zafoschnig ist, war es eine ehrenvolle Aufgabe, bei dieser Konferenz vertreten zu sein und dort nicht nur die österreichischen HTL zu repräsentieren, sondern auch das weltweit höchst erfolgreiche Zertifikat „ING PEAD IGIP“ – „Internationaler Ingenieurpädagoge“ vorzustellen. Die chinesischen Partner haben an diesem Zertifikat, das auch an der PH Kärnten vergeben wird, ein großes Interesse bewiesen, sodass davon auszugehen ist, dass schon in naher Zukunft einige IGIP Training Centers an chinesischen Universitäten eingerichtet werden können. Die Teilnahme von LSI Dr. Zafoschnig hat jedenfalls aufgezeigt, dass die österreichische Ingenieurpädagogik und die höhere Berufsbildung speziell mit dem Ausbildungstyp HTL zwei Erfolgsmodelle darstellen, die weltweit Anerkennung finden und zur ausgezeichneten Reputation der österreichischen TechnikerInnen im Ausland beitragen.