Erstes „Forum Bildungszukunft Kärnten“ auf Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Eine Bestandsaufnahme und einen Ausblick über das vielfältige Bildungsangebot in Kärnten bot das erste „Forum Bildungszukunft Kärnten“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, Bildungsdirektor Robert Klinglmair und Rektor Univ. Prof. Oliver Vitouch informierten dabei Direktorinnen und Direktoren, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Schülerinnen und Schüler.

„Ein Ziel des Forums ist es, dass alle die im Bildungsbereich tätig sind, sich auch aktiv mit ihm auseinandersetzen. Daher ist es angesichts der demografischen Entwicklung notwendig für junge Menschen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, hochwertige Bildungschancen vor Ort anzubieten, damit sie in Kärnten bleiben bzw. wieder zurückkehren“, hob der Landeshauptmann in seinem Eingangsstatement hervor. Seitens des Landes fließen vom Gesamtbudget von 2,5 Milliarden Euro derzeit 23,6 Prozent in die Bildung“, nannte Kaiser konkrete Zahlen.

Dass noch immer viele Leute aus Kärnten abwandern würden, verneinte Kaiser nicht. „Wir stehen vor großen Herausforderungen. Den Begriff ‚Brain Drain‘ möchte ich jedoch in ‚Brain Circulation‘ umgewandelt sehen. Es sollen verstärkt Junge von außerhalb nach Kärnten kommen, sowie junge Kärntnerinnen und Kärntner wieder zurück“, sagte er.

Erforderlich dafür seien ein durchgängiges Bildungskonzept von der Elementarpädagogik bis hin zum tertiären Hochschulsektor, eine Kärntner Bildungsoffensive und die Präsentation Kärntens als eine Dachmarke. „Damit können wir neben vielen anderen Bereichen auch zeigen, welche vielfältigen Bildungsangebote das Land hat. Kärntens Angebot für Bildungshungrige kann sich sehen lassen“, so der Landeshauptmann. Hervorgehoben von ihm wurde die dynamische Entwicklung der Alpen-Adria-Universität mit dem neuen Sportstudium ab dem Wintersemester 2019/20 ebenso wie die vier Fachhochschulstandorte, die Pädagogische Hochschule und das Landeskonservatorium, das sich in der Zielgeraden zur Weiterentwicklung in eine Gustav Mahler Privatuniversität für Musik befindet. Ebenso erwähnte der Bildungsreferent die Kooperationen Kärntens mit den Universitäten Wien und Graz im Medizinbereich und Veterinärbereich. Weiter ausgebaut soll der Informationsfluss im Bildungsbereich werden. Enger verknüpft sollen künftig auch die Allgemeinbildenden Höheren Schulen und die Berufsbildenden Höheren Schulen mit den tertiären Bildungseirichtungen werden. Ein erster Schritt sei mit der Installierung des Bildungscampus Educational Lab (Edu Lab) im Lakeside Science & Technology Park bereits erfolgt.

Bildungsdirektor Klinglmair, er präsentierte den Anwesenden auch die Ergebnisse der Studie „Studienabsicht und Abwanderungsmotive von Kärntner Schülerinnen und Schülern“, ist überzeugt, dass mit neuen Nischenangeboten im Studienbereich Studierende im Land bleiben würden. Er plädierte zudem dafür, die Bildungsangebote an Schulen im WEB-Bereich auszubauen. Notwendig seien auch immer wieder neue Konzepte, um den Kärntner Universitätsstandort optimal zu positionieren.

Vitouch hob die Rolle der Alpen-Adria-Universität als Bildungseinrichtung, sie feiert nächstes Jahr ihr 50-Jahr Jubiläum, hervor. „Die Universität verändert sich schnell. Das Wissen über sie verändert sich jedoch langsam, die Halbwertszeit ist hoch.“ Als Beispiel führte er an, dass nach zwölf Jahren noch immer gefragt werde, ob man in Klagenfurt Technik studieren könne.

Der Informationsveranstaltung wohnte auch LAbg. und Pflichtschullehrer-Personalvertreter Stefan Sandrieser bei.

Text: LPD Kärnten/Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD Kärnten/Peter Just