Empfang für verdiente AHS und BMHS-Pädagoginnen und Pädagogen

Für 140 AHS und BMHS-Lehrerinnen und -Lehrer, davon 20 aus der Schulverwaltung, gab es im Konzerthaus Klagenfurt einen Empfang anlässlich ihrer Ruhestandsversetzung durch Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair.

In seiner Rede betonte Kaiser, dass er auch mit einem weinenden Auge im Konzerthaus stehe: „Mit ihrer Pensionierung gehen dem Bildungsland Kärnten geballte Kompetenz und pädagogische Erfahrung, ebenso wie geistige, intellektuelle und kreative Fähigkeiten verloren. Sie wissen welchen Stellenwert Bildung in unserer Gesellschaft besitzt und haben in ihrem pädagogischen Wirken Großartiges geleistet „, dankte der Landeshauptmann den Anwesenden. Es sei nicht leicht, mit einem Schlag 140 Pädagoginnen und Pädagogen zu verlieren. Dies könne man von einem Tag auf den anderen Tag nicht kompensieren.

Gleichzeitig richtete der Landeshauptmann die Bitte an die pensionierten Pädagoginnen und Pädagogen, Kärnten auch weiterhin möglichst viel von ihren Erfahrungen zur Verfügung zu stellen, sei es in ihren Familien und Freundeskreisen oder auch in einer ehrenamtlichen Tätigkeit. „Ich darf mich namens des Landes Kärnten bei Ihnen für das, was sie geleistet haben, auf das Herzlichste bedanken“, so Kaiser.

Seitens des Landeshauptmanns wurden auch kurz drei Aspekte über die Entwicklung der Bildung bzw. der Bildungslandschaft angeschnitten. Erfreulich für ihn sei, dass es in Spitzenfunktionen im Bildungsbereich immer mehr Frauen gebe. „Die Bildung ist weiblich. Mittlerweile gibt es sieben Bildungsreferentinnen in den Landesregierungen Österreichs“. Der wachsende Stellenwert der Bildung spiegelt sich auch im Landesbudget wider. „Vom Gesamtbudget sind 23,73 Prozent für den Bildungsbereich budgetiert“, gab Kaiser bekannt. Dass der Stellenwert der Schulen als Institution in den letzten Jahren einen großen Wandel erlebte, wurde seitens des Bildungsreferenten ebenfalls hervorgehoben. „Die Schulen müssen immer mehr gesellschaftliche Aufgaben des Elternhauses übernehmen, was die Lehrinnen und Lehrer noch mehr fordert“.

Auch Bildungsdirektor Robert Klinglmair bedauerte, dass die, nun aus dem Schuldienst ausscheidenden, Pädagoginnen und Pädagogen mit ihrer großen Erfahrung Kärnten verloren gehen. „Sie haben federführend die Schullandschaft mitgestaltet und auch Vieles erlebt. Ich freue mich, Ihnen meine Wertschätzung für ihre tolle Arbeit entgegenbringen zu dürfen“, so der Bildungsdirektor.

Die derzeit laufende Bildungsreform ist für Klinglmair die größte Strukturreform im Schulbereich. „Bei ihr wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Sie stehen mit ihrer Kompetenz und ihrem Weitblick leider nicht mehr aktiv zu Verfügung. Ich ersuche sie trotzdem ihre Erfahrungen und ihre Expertise weiterhin in die Bildungslandschaft einzubringen“, lautete seine Bitte an die ausscheidenden Lehrkräfte.

Die Pädagoginnen und Pädagogen erhielten Ehrenurkunden. Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgte die Gruppe „KonseQuent“.

Text: LPD Kärnten/Michael Zeitlinger
Fotos: LPD Kärnten/fritzpress