Ein Dankeschön an Kärntner Schülerlotsen

Sie sind bei jedem Wetter im Einsatz und stehen früher auf als ihre MitschülerInnen, um ihren Dienst zu versehen: die Kärntner Schülerlotsen. Seit 48 Jahren gibt es in Kärnten bereits den Schülerlotsendienst. Beim Schülerlotsentag 2014 wurde ihnen von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und vom Amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates, Rudolf Altersberger, sowie von Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik und Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß gedankt.

Kaiser dankte den 113 Schülerinnen und Schülern und acht Begleitpersonen aus Villach sowie aus den Bezirken Villach/Land, Völkermarkt und St. Veit für ihre selbstlose und ehrenamtliche Tätigkeit. „Für euch ist Sicherheit eine Herzensangelegenheit. Als Schülerlotsen leistet ihr einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und ihr sorgt vorbildlich dafür, dass gefährliche Verkehrsstellen gesichert werden und eure Mitschülerinnen und Mitschüler sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen. Das ist nichts Selbstverständliches und muss daher besonders anerkannt werden“, betonte Kaiser. Als Katastrophenschutzreferent verwies Kaiser auch auf die Bedeutung der LAWZ als wichtige Koordinationsstelle, wie beispielsweise gestern bei dem Hagelunwetter und dem heurigen Schneechaos.

Für Altersberger sind die Schülerlotsen Botschafter der Sozialkompetenz. „Egal bei welchem Wetter, ihr seid stets einsatzbereit“, dankte er ihnen. Gleichzeitig hob er die wichtige Rolle der Polizei im Rahmen der Schülerlotsenausbildung hervor. „Sie ist ausgezeichnet“.

Meschik verwies darauf, dass er aus St. Jakob im Rosental stamme, wo am 29. Juli 1966 der erste Schülerlotsendienst vor der Hauptschule auf die Beine gestellt wurde. Die Initiative ging auf das Engagement der dortigen Lehrer zurück. Kohlweiß betonte, dass sie stolz sei, dass Schüler bereit seien, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und sich mit Sicherheitsfragen auseinandersetzen würden.

Dem St. Jakober Beispiel sind viele gefolgt. Heute gibt es rund 170 Schülerlotsen in Kärnten. Um Schülerlotse zu werden, muss man das zwölfte Lebensjahr vollendet haben. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen der Neuen Mittelschulen bzw. Hauptschulen. Seitens der Polizei gibt es in jedem Bezirk bzw. bei den Stadtpolizeikommandos Klagenfurt und Villach eigene Schülerlotsenbetreuer, die die Jugendlichen ausbilden.

Die spannenden Feuerwehr-, Polizei-, Bergrettungs- und Wasserrettungsvorführungen, die Hubschrauberlandung sowie das Video und die Infos über die LAWZ, die Rettungs- und Einsatzorganisationen aus erster Hand verfolgten auch der Präsident des Zivilschutzverbandes, zweiter Landtagspräsident Rudolf Schober, und Ausbildungsleiter Klaus Tschabuschnig vom Kärntner Landesfeuerwehrverband.

Redaktion: Zeitlinger/Bürger
Fotohinweis: LPD/Just