Der „Klub der klugen Köpfe“ im Planetarium

Am 13. Juni 2019 fand die Abschlussveranstaltung des begabungsfördernden Projektes „Klub der klugen Köpfe“ im Planetarium in Klagenfurt statt. Während des Schuljahres 2018/19 nahmen 218 Kinder aus 39 Schulen an diesem Projekt teil. Die Schülerinnen und Schüler erhielten in regelmäßigen zeitlichen Abständen Arbeitsmaterialien zum Thema „Ein Blick ins Weltall – Geheimnisse des Universums“, die von den Kindern freiwillig und während der Unterrichtszeit zusätzlich bearbeitet wurden. Sie beschäftigten sich sehr intensiv mit den Planeten des Sonnensystems, recherchierten im Internet zum Thema Raumfahrt, beantworteten knifflige Fragen, schrieben Texte und erstellten Bastelarbeiten.

Die Kinder, die ihre Mappen bis zum Projektende im Mai erfolgreich bearbeitet hatten, wurden zum Klubtreffen am 13. Juni 2019 nach Klagenfurt ins Planetarium eingeladen. 99 Kinder aus 23 Schulen besuchten mit ihren Begleitpersonen die Abschlussveranstaltung.

Das Highlight dieses Vormittags war die spannende Planetariumsshow mit dem Titel „Planeten – Expedition ins Sonnensystem“. Mond und Mars konnten so naturgetreu gezeigt werden, als stünden die Zuschauer/innen selbst auf dem Planeten. Nach einer Erfrischungspause erhielten die Kinder ihre Projektmappen zurück. Die Urkundenverleihung bildete den Abschluss der Veranstaltung. Diese wurde von der Referentin im Fachstab Inklusion, Diversität und Sonderpädagogik, Dr. Dagmar Zöhrer und der Projektorganisatorin, MMag. Ida Bacher vorgenommen.

Text&Fotos: MMag. Ida Bacher

Kreativprojekt der VS Lind ob Velden „KinderKunstBahnhof“& „Eisenbahn-Lied“

Die Künstlerin Gerda Madl-Kren, Vorsitzende der Kindermalschule Velden, hatte die Idee, Kinder auf den Bahnhof einzuladen, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, vor Ort zum Thema „Eisenbahn und Bahnhof“ zu malen. Nach einer Kontaktaufnahme mit der VS Lind ob Velden unterstützte Schulleiter Christian Zeichen mit unermüdlichem Einsatz das gemeinsame Projekt „Kunstschiene Wörthersee – KinderKunstBahnhof Velden“.

Hauptakteur/innen des Projektes waren die beiden 4. Klassen. In zwei Gruppen fuhren die Kinder mit dem Zug von Lind ob Velden nach Velden und gestalteten in ehemals leerstehenden Räumlichkeiten des Bahnhofs  mit Kohlestiften und Acrylfarben ihre Kunstwerke. Parallel zum Malprojekt entstand auch das Eisenbahn-Lied. Das viersprachige Lied, das eigens dafür in einem Team getextet wurde, studierte Lehrerin Elvira Sabotnik ein. Mit viel Engagement besangen die Kinder die Freude am Schaffen und Gestalten von Bahnhofskunst. Auch die Begeisterung und Freude am Reisen mit der Bahn kommt im Lied zum Ausdruck.

Die Kunstwerke der Kinder sowie das Eisenbahn-Lied wurden in Velden unter anerkennendem Beifall präsentiert. Die Begeisterung über das Projekt war beim ÖBB Regionalmanager Reinhard Wallner so groß, dass das Eisenbahn-Lied mit seiner Unterstützung mittlerweile als CD aufgenommen werden konnte.

Das gesamte Projekt haben die ÖBB, der Kunstbahnhof Velden sowie die Marktgemeinde Velden am Wörthersee unterstützt.

Link zum Eisenbahn –Lied: https://we.tl/t-XXNTtEDJ8I

Text&Fotos: VS Lind ob Velden

VS 22 Ponfeld trumpfte bei Bewerben auf

Ob beim „Energy Globe Award“, „Biber der Informatik“ oder „Kinderkongress 2019“, die Schüler/innen und Pädagog/innen der Volksschule 22 Ponfeld standen in diesem Schuljahr bei namhaften Bewerben im Rampenlicht. Mitte Mai wurde im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung der „Energy Globe Award Kärnten 2019“ von Landesrätin Sara Schaar überreicht. Dieser Award ist einer der angesehensten Umweltpreise weltweit und würdigt regional, wie auch international Initiativen rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die VS 22 Ponfeld gewann in der Kategorie „Jugend“ den 1. Platz und wurde zusätzlich mit dem 2. Platz in der Gesamtwertung aller Sieger/innen ausgezeichnet! Eine Verpflichtung für die „Ponfelder Powerchecker“ sich noch intensiver mit Themen der Co²-Reduktion zu beschäftigen.

Stolz und überglücklich konnte die VS 22 Ponfeld bereits zum zweiten Mal in Folge den 1. Platz beim diesjährigen Kinderkongress der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt entgegennehmen. Das Institut für Informatikdidaktik will mit diesem Kongress die Kreativität, Problemlösekompetenzen und digitalen Kompetenzen der Schüler/innen schon in frühen Jahren fördern. Die Volksschule konnte mit ihren Leseirrwegen und QR-Code-Arbeiten überzeugen. Die Schüler/innen durften ihre Arbeiten den staunenden Besucher/innen zeigen und konnten danach auch an anderen Stationen forschen und ausprobieren.

Nur die Besten wurden von der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG), der Uni Linz und der TU Wien zur Preisverleihung in den Festsaal der Johann Kepler Universität Linz eingeladen. Mit dem 1. Platz national in ihrer Altersklasse konnte Mattea Pirker, Schülerin der 4. Klasse der VS 22, einen aufregenden Tag in Linz verbringen. Neben der Preisverleihung gab es auch noch interessante Workshops für die Preisträger/innen rund um Informatik und digitale Bildung.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair gratuliert den Schüler/innen und Pädagog/innen der VS 22 Ponfeld zu ihren großartigen Erfolgen und hervorragenden Leistungen.

 

Text: VS 22 Ponfeld, Bildungsdirektion für Kärnten, Büro LR Mag. Schaar

Fotos: VS 22 Ponfeld, Büro LR Mag. Schaar

Land zeichnet Kärntens junge Talente aus

Die Koordinationsstelle der BBF Kärnten (Begabungs- und Begabtenförderung Kärnten) organisiert unter der Leitung von Marianne Kriegl-Pernjak seit dem Schuljahr 2013/14 Werkstätten für außerordentlich begabte und interessierte Schüler/innen. Am 3.7.2019 fand im Mozartsaal des Konzerthauses in Klagenfurt die Zertifikatsverleihung für Teilnehmer/innen statt, die regelmäßig an den Kursen teilgenommen haben. Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser und Bildungsdirektor Dr. Robert Klingmair luden die Teilnehmer/innen, Eltern und Kursleiter/innen ein.

Unser Schulsystem ist die unverzichtbare Basis auch für Kinder mit außerordentlichen Talenten. Aber wir bauen mit den Werkstätten und den Talentecamps Vorhandenes noch aus, die Kinder entwickeln sich gemeinsam mit Gleichgesinnten weiter. Entscheidend dafür sind aber auch die Eltern und das pädagogische Umfeld“, betonte Kaiser. Um die Kinder entsprechend fördern zu können, sei es wesentlich, dass sich auch die Pädagoginnen und Pädagogen ständig weiter entwickeln. „Niemand darf stehen bleiben, jeder muss täglich dazu lernen“, betonte Kaiser und wies vor rund 200 Eltern, Kindern und Jugendlichen darauf hin, dass das auch ihn betreffe.

„Wir haben diese Woche junge Sportlerinnen und Sportler geehrt, Österreich-Preisträger in der HTL Mössingerstraße ausgezeichnet, Lehrlinge mit österreichweiten Preisen versehen und heute sind unsere jungen Talente aus den Volksschulen dran, sie vor den Vorhang zu holen. Das sind unsere jungen Kräfte in allen Bereichen, das ist unsere Zukunft“, so Kaiser.

Seit sechs Jahren gibt es die außerschulischen Werkstätten für Schülerinnen und Schüler der Volksschulen, die über außerordentliche Fähigkeiten verfügen. Die Werkstätten wurden von der Bildungsdirektion für Kärnten ins Leben gerufen, damit die Volksschulkinder in altersgemischten Gruppen an anspruchsvolle Themen herangehen, ihre Interessensgebiete vertiefen und mit ähnlich begabten Kindern zusammenarbeiten.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair sieht in diesem Zusammenhang die Bildungsdirektion für Kärnten als Beratungsstelle für die hochbegabten Kinder ebenso wie für die Eltern. „Unser Bildungssystem macht beides möglich: es fördert jene, die sich schwerer tun und es forciert diejenigen, die besondere Fähigkeiten besitzen“, fasste Klinglmair zusammen.

89 Zertifikate und Urkunden konnten an Schüler/innen aus der Volksschule, Neuen Mittelschule und der AHS von LH Dr. Peter Kaiser, BD Dr. Robert Klinglmair, Mag. Georg Niedersüß (Vorstand des Vereins Wirtschaft für Bildung) und Marianne Kriegl-Pernjak (Organisatorin des Projekts) verliehen werden.

Die Schüler/innen hatten während des Schuljahres regelmäßig an den außerschulischen Werkstätten in den Fachbereichen Mathematik (Kursleitung: Stefan Lobnig, BEd und Mag. Mara Pomassl), Deutsch (Kursleitung: Mag. Christine Prochazka), Chemie (Kursleitung: Mag. Karl Brachtl), Chemie/Physik (Kursleitung: Ing. Andreas Wind, BEd), Biologie (Kursleitung: Dr. Christina Morgenstern) und Mathematik/Physik (Kursleitung: Stefan Lobnig, BEd) teilgenommen. Die Kursleiter/innen hatten mit den Kindern altersunabhängig und schulunabhängig an anspruchsvollen Themen gearbeitet. Die Schüler/innen beschäftigten sich am Nachmittag mit Kryptogrammen, führten chemische und physikalische Experimente durch, erstellten Lapbooks und experimentierten mit Gedichten. Sie untersuchten biologische Lebewesen und erforschten den Zusammenhang zwischen Elektrizität und Magnetismus, um nur einige Beispiele zu nennen.

Im Schuljahr 2017/18 haben rund 430 Volksschulkinder teilgenommen und Kurse besucht, das Interesse war jedoch wesentlich höher, sodass im Schuljahr 2018/19 das Programm auf 60 Werkstätten ausgeweitet worden ist und rund 650 teilnehmende Kinder gezählt wurden. Georg Niedersüß vom Verein Wirtschaft und Bildung betonte, dass es eine „Kunst ist, spezielle Begabungen in den Kinder zu wecken, was alleine in der Schule nicht möglich ist“, daher wurden die Werkstätten ins Leben gerufen. Der Schwerpunkt der Werkstätten liegt auf Mathematik, Naturwissenschaften und Sprache, und werden außerschulisch, einmal im Monat an einem Nachmittag durchgeführt. In Mathematik ging es heuer um Kryptogramme, Zahlenfolgen, Lösen von Aufgaben und Zahlenspiele, in Deutsch befasste man sich mit digitalen Formulierungen, Rollen, Gedichte und Leseabenteuer, in den Naturwissenschaften beschäftigten sich die Kinder mit Chemie, Physik, entsprechenden Experimenten und in Biologie nahm man sich mittels Mikroskopen und Lupen der Lebewesen an.

Der Verein Wirtschaft und Bildung, die Landesregierung, die Bildungsdirektion für Kärnten, BIKO mach MINT sowie der Verein INIZIA sponsern das Projekt „Werkstätten“ seit dem Schuljahr 2017/18. Die Talentecamps werden von der Industriellenvereinigung Kärnten unterstützt und mitfinanziert. „Als Industriellenvereinigung sehen wir uns verantwortlich für die Jugend und müssen ihre Talente erkennen und sie unterstützten. Sie sind unsere Zukunft“, so Claudia Mischensky, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung.

Musikalisch wurde die Feier von Julias Schantl (Horn) und Petra Wiesflecker (Klavier) umrahmt. Der junge Künstler, der 2019 den 1. Preis beim Prima la musica Landeswettbewerb erspielte, verzauberte die anwesenden Kinder, Jugendlichen, Eltern und Ehrengäste mit seiner Darbietung.

Der Verleihung im Konzerthaus beigewohnt haben LAbg. Stefan Sandrieser, Dr. Dagmar Zöhrer (Fachreferentin für Begabungsförderung), Mag. Barbara Bergner (Abteilungsleitung der Bildungsregion Ost), Mag. Gerlinde Duller (Verein INIZIA und Organisatorin der Talentecamps) und Dr. Claudia Mischensky (GF der IV Kärnten).

Text: LPD Kärnten/ Gerlind Robitsch, Bildungsdirektion für Kärnten/ Marianne Kriegl-Pernjak, BEd
Fotos: LPD Kärnten/Fritzpress

In FBS Villach lebt man Insektenschutz

Rund um die Fachberufsschule 1 in Villach blühen seit dem Frühjahr zwei große Bienenwiesen. Nun lebt auch ein vom Bienenschutzverein umgesiedelter Bienenschwarm auf dem Schulgelände. Für die fleißigen Insekten wurde extra eine Bienenwiese gebaut.

„Wir haben an der Fachberufsschule gemeinsam mit dem Bienenschutzverein das Projekt ins Leben gerufen“, erklärt Schulleiter Walter Werner. „Da wir REWE-Schwerpunktschule sind, ist für uns das Thema Nachhaltigkeit besonders wichtig und auch Inhalt des Lehrplanes.“ Die Schülerinnen und Schüler haben sich für den Bienenschutz entschieden – und deshalb wurden an zwei Stellen im Außenbereich Futterwiesen für die nützlichen Insekten angelegt.

„Herr Funke vom Bienenschutzverein hat einen wilden Bienenschwarm eingefangen und auf dem Schulgelände angesiedelt. Außerdem hat er die Jugendlichen über das Leben und Wirken der Bienen aufgeklärt“, so Werner. Und damit sich die Nektarsammler auch wohlfühlen und optimale Bedingungen für den Naturwabenbau vorfinden, wurde eine Bienenwiege installiert.

Schon im Herbst soll der erste Honig geerntet werden. Auch die Bienenwiege soll in Produktion gehen.

Text: Claudia Fischer/Kronenzeitung

Fotos: Fachberufsschule Villach 1

HTL Mössingerstraße räumte groß ab

In der HTL-Mössingerstraße wurden von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser im Beisein von Bildungsdirektor Robert Klinglmair, Schulqualitätsmanager Axel Zafoschnig, HTL-Direktor Hubert Lutnik und Elektrotechnik-Vorstand Walter Auernig, Schülerinnen und Schüler für ihre außergewöhnlichen Leistungen bei Wettbewerben mit Anerkennungsurkunden ausgezeichnet. Von den 18 Diplomarbeiten der Abteilung Elektrotechnik haben nicht weniger als sieben Projekte Auszeichnungen bei diversen Wettbewerben (AUT Standing, FH Kärnten Maturawettbewerb, ADXAWARD, Technik fürs Leben, jugend: innovativ, innovation@school) gewonnen. Mit fünf Siegen, zwei zweiten Plätzen, vier dritten Plätzen, vier Sonderpreisen, einem vierten Platz, einem Top-5-Platz und einer Semifinal-Nominierung kann die Elektronik-Abteilung der Schule mit einer einzigartigen Bilanz im heurigen Schuljahr aufwarten.

Der Landeshauptmann zeigte sich stolz über die Ergebnisse und gratulierte den Schüler/innen aber auch den Lehrkräften zum Erfolg. „Wenn es um neue Entwicklungen geht, ist die HTL Mössingerstraße an vorderster Front. Ihr gebt ein tolles Bild für Kärnten ab, seid innovativ und eure Selbstdisziplin ist bewundernswert. Eure Leistungen sind phänomenal und die Projekte in Verbund mit Konzernen bzw. Firmen nützen auch der Allgemeinheit“, stellte er fest. Allen Schüler/innen wünschte er viel Glück auf ihrem weiteren Berufsweg und bat sie gleichzeitig kärntenaffin zu bleiben. „Solche Köpfe wie Euch braucht unser Land“, so Kaiser.

Klinglmair hob ebenfalls die beeindruckenden Projekte hervor und meinte, dass die HTL-Mössingerstraße als Vorzeigeschule im heurigen Schuljahr nicht umsonst den Preis für die innovativste Schule Kärntens bekommen habe. „Die konsequente Arbeit der Projektbetreuer/innen, die ausgezeichneten Kontakte zu Firmenpartnern sowie hochmotivierte Schülerinnen und Schüler ergaben diesen Erfolgscocktail“, so der Bildungsdirektor.

Zafoschnig zeigte sich begeistert von der Präsentationsfähigkeit der Schüler. „Dank eurer Ideen und Kreativität seid ihre vorne dabei und eure Arbeiten sind ein Erfolgsmodell“, sagte er.

Lutnik dankte den Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz. „Ihr habt Euch einem hohen Anforderungsniveau gestellt. Eure konsequente, jahrelange Aufbauarbeit hat Früchte getragen“, so der Schulleiter.

Seitens der Abteilung Elektrotechnik an der HTL Mössingerstraße wird die Teilnahme an diversen Wettbewerben gefördert. Damit soll sowohl die Motivation der Schülerinnen und Schüler gesteigert werden als auch dem Betreuerteam die Möglichkeit für eine Standortbestimmung geboten werden.

I N FO: Folgende Projekte bzw. Schüler/innen errangen Erfolge:

Text: LPD Kärnten/ Michael Zeitlinger
Foto: LPD Kärnten/Peter Just

HTL-Wolfsberg baute eigenen Escape Room

Als Jahresprojekt entwickelten die Schüler/innen der HTL Wolfsberg einen eigenen Escape Room. Die Räume, aus welchen man auszubrechen versucht, indem man sich durch eine Reihe Rätsel „kämpft“, liegen momentan stark im Trend und weckten das Interesse der Schüler/innen. Das Szenario: ein alter Schulraum mit Tafel, Spinde, Tische, Sessel, Landkarte – alles ist vorhanden. Unsere Gruppe hatte anfangs keine sehr hohe Erwartungshaltung – zu unrecht, wie sich herausstellen sollte.

Da der finanzielle Rahmen nicht groß war, wurde der HTL-Fundus durchsucht und alles zusammengetragen. Als Raum dient nun eine alte Lagerkammer. Auch die Herausforderungen blieben nicht aus. Manches hat im Labor super funktioniert und dann im Raum auf einmal nicht mehr. Schließlich konnte die Klasse den Escape Room aber vor Kurzem fertigstellen.

Nächstes Schuljahr soll die kommende 3AHWII den Raum übernehmen. Aber auch die „Erfinder-Klasse“ will sich weiterhin einbringen. „Wir wollen den Raum auch von Gruppen aus NMS-Klassen bespielen lassen, weil man so sehen kann, was in der HTL alles möglich ist“, so die Schüler/innen. Ebenfalls im Raum steht, aus dem Projekt ein Mini-Unternehmen zu machen, das von denSchüler/innen selbst betrieben wird, um den Raum auch außerschulischen Gruppen zugänglich zu machen. „Diese Idee schauen wir uns nächstes Schuljahr an“, sagt Direktor Jürgen Jantschgi.

Text: KLZ/Sandra Müllauer

Foto: KLZ/Helmuth Weichselbraun

Peraugymnasium feiert 150 Jahre

Zwar steht schon das gesamte Schuljahr ganz im Zeichen des großen 150-Jahr-Jubiläums, aber die große Kür gab es im Congress Center Villach, wo im Rahmen eines außerordentlich stimmungsvollen Festes eine wahre Leistungsschau des großen Villacher Gymnasiums geboten wurde. Unter den zahlreichen Gratulanten waren auch Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrat Sebastian Schuschnig sowie Bildungsdirektor Robert Klinglmair.

„Schule war immer ein Ort, wo jeweils die herrschende Gesellschaftsordnung reproduziert werden soll, aber wollen wir das, wollen wir nicht, dass sich junge Menschen aus dem Korsett der Reproduktion befreien“, betonte der Landeshauptmann in seiner Festrede. Kreativität, Kritikfähigkeit und Solidarität seien wichtig. „Einer alleine wird wenig, viele gemeinsam jedoch entsprechend mehr verändern können“, so Kaiser. Der Bildungsreferent bezog sich dabei auf das Plädoyer von Direktor Petautschnig für das Gymnasium und betonte, dass er dieses gerne als Schulform für alle sehen würde. Dabei erinnerte er sich auch an seine Zeit im Gymnasium: „Es hat mir nicht geschadet, eine umfassende Bildung zu bekommen, manchmal ist es gut, mehr zu wissen, zur Spezialisierung kann man auch später kommen“, sagte Kaiser und zitierte den Schweizer Philosophen und Politiker Carl Hilty: „Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.“

Eine der wesentlichsten Aufgaben der Schule und insbesondere der Lehrkräfte sei es, Schülerinnen und Schüler genau bei diesem Nachdenken zu fördern und zu unterstützen. Bildung sei der wesentliche Rohstoff dafür, dass die Jugend und die Gesellschaft insgesamt bessere Zukunftsperspektiven erhalten würden. Wichtig sei es, dass das Bildungssystem Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft gleiche Chancen für den Erwerb von Bildung ermögliche. „In diesem Sinne – ad multos annos“, sagte der Landeshauptmann.

„Ohne das Peraugymnasium wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Diese Schule gab mir das notwendige Werkzeug für mein Leben“, sagte Schuschnig als ehemaliger Schüler und Absolvent. Vieles, was er für seinen Brotberuf als Jurist und jetzt als Mitglied der Kärntner Landesregierung brauchen könne, habe er durch die umfassende Bildung im Peraugymnasium erlangt.

„150 Jahre sind ein grandioses Jubiläum, es wurde schon über das gesamte Jahr mit vielen verschiedenen Aktionen, Veranstaltungen und Projekten gefeiert“, berichtete Bürgermeister Günther Albel. Altwerden könne jeder, wichtiger seien die vielen tollen Leistungen in dieser langen Zeit. „Die hohe Qualität des Peraugymnasiums zeigen sich nicht zuletzt durch sehr viele Auszeichnungen“, so der Bürgermeister. Nun könne man mit dem Erreichten in die Zukunft gehen, aber auch Neues wagen.

Der pädagogische Eros, die Liebe zur Jugend sowie die Überzeugung, sie bestmöglich fördern und bilden zu wollen, gebietet es, heute eine Lanze für die Allgemeinbildung zu brechen“, sagte Direktor Franz Petautschnig in einem mitreißendem Plädoyer für das Gymnasium. Er kritisierte die „immer mehr umsichgreifende Standardisierung und Kompetenzorientierung“. Es sei natürlich wichtig Leistungen vergleichbar zu machen, aber nicht auf Kosten der Bildung. „Wissen darf nicht vernachlässigt werden“, so der Direktor.

Die große Festrede wurde von Philosoph Konrad Paul Liessmann, selbst Absolvent des Gymnasiums, gehalten. Am Programm stand auch eine hochkarätige Diskussionsrunde mit den Absolventen Peter Löscher (ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, heute Verwaltungsratspräsident der Sulzer AG), Peter Brabeck-Lemathe (ehemaliger Vorstandsvorsitzender und Präsident des Verwaltungsrats von Nestlé) und Michael Bünker (Bischof der Evangelischen Kirche).

Gestaltet wurde die sehr unterhaltsame und abwechslungsreiche Veranstaltung von Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit ihren Lehrkräften. Mit dabei waren auch Absolventen wie Alexander Telesko, Walter Schneider und Wolfgang Gradischnig mit dem Stück „Radl-Paraphrase“ am Klavier. Für die Moderation zuständig waren Florian und Johannes Petautschnig. Unter den vielen Besuchern waren auch Landtagspräsident Reinhart Rohr sowie die ehemaligen Direktoren Othmar Griesser und Herwig Hilber.

Das Peraugymnasium ist ein Unter- und Oberstufengymnasium in Villach. Es ist mit 1.177 Schülerinnen und Schülern sowie 107 Lehrkräften das zweitgrößte und älteste Gymnasium der Draustadt. Seit Herwig Hilber im März 2019 in den Ruhestand getreten ist, führt Franz Petautschnig bis zur Wahl eines neuen Direktors als provisorischer Leiter. Das Gymnasium ist die erste zertifizierte eLSA-Schule und einzige eLSA-Advanced-Schule in Kärnten. Als Fremdsprachen werden Englisch, Italienisch, Französisch und in der Oberstufe Russisch angeboten. Zusatzangebote sind Olympiaden in Physik, Chemie und Mathematik, Physik-Labore, Robotik und Biologie im Team. Angeboten werden die Wahlpflichtfächer „Sport und Gesundheit“ sowie „Fit für GIS und Wirtschaft“ außerdem ein Unternehmerführerschein. Ein breites Angebot gibt es auch an unverbindlichen Übungen von „Audio & Video“ bis „Volleyball“. Besonders vielfältig ist das Kulturangebot mit Schulchören, Schulband, Schultheater, Schülerzeitung, Wahlpflichtfach „Kunstwerkstatt“.

Bekannte Absolventen sind neben Konrad Paul Liessmann, der Philosoph und Psychotherapeut Paul Watzlawick oder Künstler wie Hans Bischoffshausen, Bruno Gironcoli, Cornelius Kolig und Robert Schöffmann. Außerdem Chirurg Hanno Millesi, Filmregisseur Albert Quendler, Film- und Werbemusiker Gerd Schuller sowie vom ORF Kulturjournalist Martin Traxl und Landesstudio- Chefredakteur Bernhard Bieche.

Text: LPD/Ulli Sternig
Foto: LPD Kärnten/Sepia

Vorbild-Projekt: Generationenübergreifende Kreativität ausgezeichnet

„Theater der Generationen“ heißt das erfolgreiche Kärntner Projekt, bei dem Schülerinnen und Schüler verschiedener Schultypen auf Menschen in Alten- und Pflegeheimen treffen, um sich auszutauschen und sich gemeinsam – unter der künstlerischen Leitung von Clemens Luderer – kreativ zu betätigen.

Im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung wurden die in diesem Semester teilnehmenden Schulen sowie Alten- und Pflegeheime im Beisein von Senioren- und Jugendreferentin Sara Schaar, Seniorenbeauftragter Anna Moser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair mit Urkunden ausgezeichnet. „Was beim gemeinsamen Singen, Malen, Schreiben und Theater spielen sowohl auf der künstlerisch-kreativen als auch auf der sozialen Ebene entsteht, ist besonders beindruckend. Die Treffen zwischen Jung und Alt fördern Empathie und Sensibilität auf beiden Seiten“, freut sich Schaar über den Mehrwert des generationenübergreifenden Projektes und die Freundschaften, die sich durch diese Initiative entwickeln. „Es werden Begegnungsräume geschaffen, die es in dieser Form sonst nicht geben würde. Die Menschen lernen die Lebenswelt der jeweils anderen Generation kennen und tauschen sich über ihre persönlichen Lebensthemen und Erfahrungen aus. Hemmschwellen und Berührungsängste werden schnell überwunden und Vorurteile abgebaut.“

Alle sechs „Generationen-Paare“ stellten über die Dauer eines Schulsemesters einen thematischen Schwerpunkt, der kreativ bearbeitet wurde. Am Ende wurde zu einer öffentlichen Abschlusspräsentation geladen. Auch ein Kurzfilm, der die Entwicklung des Miteinanders dokumentierte, wurde am Schluss des Projektes vorgestellt.

Begeistert vom Engagement der jungen Menschen und der aktiven Beteiligung der älteren Generation zeigt sich Generationenbeauftragte Anna Moser: „Das gemeinsame Erarbeiten autobiografischer Geschichten ist immer wieder faszinierend und eine Bereicherung für beide Seiten. Für die älteren Menschen ist Biografiearbeit ein wesentlicher Teil der Verarbeitung ihrer Lebenserfahrungen und für die jungen Menschen ermöglicht die Auseinandersetzung mit dem Gegenüber, sich selbst besser kennen lernen und ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.“

Bildungsdirektor Robert Klinglmair dankte den anwesenden Pädagoginnen und Pädagogen aber vor allem den Schülerinnen und Schülern für ihr soziales Engagement beim Generationenprojekt, das neben zahlreichen Initiativen, wo Schülerinnen und Schüler Verantwortung für jüngere Kolleginnen und Kollegen übernehmen und etwa als Peer-Mediatoren oder Schülerlotsen dafür sorgen, dass der Schulweg und das Schulumfeld sicherer gemacht werden, Vorbildcharakter hat. „Auf dieses einzigartige Projekt kann Kärnten stolz sein, denn es verbindet Jung und Alt und stellt das Miteinander in den Vordergrund mit dem Ziel, voneinander zu lernen und füreinander Verantwortung zu übernehmen“, so Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair.

Mit von der Partie und mit einer Urkunde bedacht wurden dieses Semester folgende sechs „Generationen-Paare“: die AHA Seniorenresidenz Draupark und die HAK Villach, das Haus Theresia in Feldkirchen und die VS1 Feldkirchen, das Haus St. Peter in Harbach und die Montessorischule de La Tour, das Haus Martha in Klagenfurt und die NMS 10 St. Peter, das Haus Elisabeth in St. Andrä und die Sozialfachschule St. Andrä und das Pflegeheim der Schulschwestern in Bleiburg und die VS Bleiburg.

Musikalisch umrahmt wurde der feierliche Festakt mit Darbietungen von Christine Bergmann („farbn`klang“) und Trompetenklängen von Matthias Ortner. Weiters gab es ein Live-Theater mit den jungen Schauspielern Christof und Cori, das die Arbeit des Projektes auf berührende Weise sichtbar machte.

Text: LPD Kärnten, Pinter/Robitsch
Foto: Büro LR.in Schaar

Ein Spaßtag für 150 ehrenamtliche Schülerlots/innen

Großen Dank für ihre ehrenamtliche Arbeit erhielten etwa 150 Schülerlotsinnen und -lotsen von der Polizei und dem Land Kärnten beim 53. Schülerlotsentag 2019 in St. Veit/Glan. Sie durften nicht nur Kart fahren, sondern auch wilde Fahrmanöver im ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum hautnah miterleben.

„Das ist spannend — und wohl auch ganz schön“, hörte man immer wieder von den rund 150 Schülerinnen und Schülern aus 9 NMS, die auf Einladung der Bildungsdirektion für Kärnten einen erlebnisreichen Tag mit ihren Lehrpersonen verbringen konnten. Insgesamt acht Stationen waren für die jungen Lotsinnen und Lotsen auf dem Areal in Mail aufgebaut. Die Schülerinnen und Schüler durften in einem Kart herumdüsen und in einem Auto eine Schleuderplatte testen. Aber nicht nur Spaß und Abenteuer standen auf dem Programm. Natürlich gab es auch ein Seminar rund um das Thema Sicherheit auf der Straße. Auch Polizeischülerinnen und – schüler waren im Zuge ihrer Ausbildung vor Ort und begleiteten die interessierten Lotsinnen und Lotsen.

Für Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair ist „die Organisation eines gemeinsamen Tages mit vielen actionreichen Stationen ein Dankeschön dafür, dass die Schülerlotsen tagtäglich ihre Mitschüler/innen sicher zur und von der Schule bringen.“ Um Schülerlotse zu werden, muss man das zwölfte Lebensjahr vollendet haben. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen der Neuen Mittelschulen. Seitens der Polizei gibt es beinahe in jedem Bezirk bzw. bei den Stadtpolizeikommandos Klagenfurt und Villach eigene Schülerlotsenbetreuer, die die Jugendlichen ausbilden. Jährlich werden an die 200 Schulkinder von der Polizei für die verantwortungsvolle Tätigkeit des Schülerlotsendienstes neu ausgebildet. Sie versehen ihren Dienst an über 10 Schülerlotseneinsatzstellen.

Text: Elisa Aschbach/Krone, Lautischer/Bildungsdirektion für Kärnten

Foto: Bildungsdirektion für Kärnten