Chemieboxenübergabe des VCÖ „Alles Chemie – nachhaltig und innovativ“

Jedes zweite Jahr organisiert der VCÖ – Verband der Chemielehrer/innen Österreichs mit über 3000 Mitglieder/innen im In- und Ausland einen österreichweiten Chemie-Projektwettbewerb, an welchem auch heuer wieder 200 Schulen (AHS, NMS, Polytechnikum, HLW, HAK) teilgenommen haben.

Unter dem Motto „Alles Chemie – nachhaltig und innovativ“ fand in der Wirtschaftskammer Kärnten eine Chemieboxenübergabe zum 15. Chemieprojektwettbewerb des VCÖ statt, wo den teilnehmenden Schulen in Anwesenheit von Dr. Helga Voglhuber und den Sponsoren sowie DI Dr. Alexander Bouvier, dem Vorstandsvorsitzenden der Treibacher Industrie AG und Obmannstellvertreter des FCIO ein Set mit Experimentiermaterialen zur Projektunterstützung im Wert von 1000 Euro übergeben wurde.

Aus Kärnten nahmen Vertreter/innen folgender 11 Schulen (8 AHS, 3 NMS) erfreut die Experimentiersets entgegen, die von Kärntner Industriebetrieben und vom Fachverband der Chemischen Industrie FCIO gesponsert wurden:

  • NMS Annabichl, Viktor Frankl Schule, Klagenfurt (Dipl.-Pädin.Edith Plesnitzer, Dipl.-Pädin.Monika Persoglia)
  • NMS Bad Eisenkappel (Jana Kacianka)
  • NMS Bleiburg (Robert Poppernitsch)
  • BG/BRG Lerchenfeld, Klagenfurt (Maga. Monika Lippusch, Maga. Andrea Steyskall)
  • Europagymnasium Klagenfurt, Völkermarkter Ring (Maga. Silke Guggenberger)
  • BG/BRG Mössingerstraße, Klagenfurt (Maga. Christina Fleiß)
  • Alpen Adria Gymnasium, Völkermarkt (Maga. Katharina Smolinger)
  • Stiftsgymnasium St. Paul (Maga. Monika Veidl)
  • BG/BRG St. Martin, Villach (Maga. Gudrun Käferle)
  • BG Porcia, Spittal an der Drau (Maga. Andrea Wirth)
  • BRG Spittal/Drau (Mag. Wolfgang Knauder, Maga. Katrin Haidvogl)

Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair freut sich über die rege Teilnahme der Kärntner Schulen und die Experimentierfreudigkeit der Lehrpersonen, die mit den Chemieboxen frischen Wind in den Unterricht bringen: „Um junge Menschen für Chemie zu begeistern, bietet der jährlich ausgeschriebene Projektwettbewerb unseren Schulen eine gute Gelegenheit, um sich nachhaltig mit Zukunftsthemen zu beschäftigen. Wenn Schülerinnen und Schüler selbstständig etwas in der Praxis ausprobieren und erarbeiten können, werden Hemmschwellen abgebaut und Interessen  entfacht. Eine tolle Unterstützung bieten dabei die von den Kärntner Industriebetrieben und vom Fachverband der Chemischen Industrie geförderten Chemieboxen, deren enthaltene Experimentiersets ein gutes Rüstzeug für die späteren Anforderungen am zukünftigen Arbeitsmarkt mitgeben.“

Text: Dr. Helga Voglhuber, Bildungsdirektion für Kärnten/Lautischer

Fotos: Dr. Helga Voglhuber

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7 BundessiegerInnen des BG/BRG Villach St. Martin räumten beim BIBER der Informatik ab

Den Schülerinnen und Schülern des BG/BRG Villach St. Martin ist beim österreichweiten Computerwettbewerb BIBER der Informatik ein noch nie dagewesener Erfolg gelungen. Gleich 7 Schülerinnen und Schüler wurden dank ihrer außerordentlichen Leistungen zu BundessiegerInnen gekürt, drei davon sogar mit der maximal zu erreichenden Punkteanzahl.

Demnach haben in der Kategorie „Benjamin“ (5. und 6. Schulstufe) Alina Rumpl, Emilia Smetana, Katarina Vukicevic sowie Lorenz Weber den Österreichsieg errungen. In dieser Alterskategorie ist das BG/BRG Villach St. Martin mit den meisten Erstplatzierten sogar die erfolgreichste Schule Österreichs. Die 4 PreisträgerInnen stellen damit in Kärnten auch 4 der insgesamt 5 LandessiegerInnen.

In der Kategorie „Meteor“ für die 7. und 8. Schulstufe wurde Jasmin Lassnig mit der maximal erreichbaren Punkteanzahl souverän Bundessiegerin. In Kärnten ist sie damit auch eine der zwei LandessiegerInnen.

In der 9. und 10. Schulstufe gewinnen ebenfalls mit maximaler Punkteanzahl Lara Pregelj und Marie Wernitznig eindrucksvoll in ihrer Kategorie „Junior“ und zählen damit zu den Besten in Österreich.

Im Rahmen der schulischen Siegerehrung überbrachten Direktorin Roswitha Errath, Informatik-Fachgruppenleiter Heimo Senger, Schulsprecher Cedric Keller sowie die BIBER-Verantwortlichen René Scheriau und Armin Wernisch allen PreisträgerInnen ihre Glückwünsche und dankten allen teilnehmenden SchülerInnen der Schule für ihre Mitwirkung sowie den Informatiklehrkräften für die organisatorische Abwicklung. Auch Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair gratuliert der Schule herzlich zu den sensationellen Erfolgen, die zeigen, dass den Digitalisierungsstrategien auf allen Ebenen Rechnung getragen wird und eine Forcierung auf MINT-Fächer sich in Hinblick auf zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen besonders auch für Mädchen lohnt.

„Dieser noch nie dagewesene Erfolg ist eine enorme Bestätigung der bereits vor 20 Jahren an unserer Schule für alle Schülerinnen und Schüler etablierten qualitätsvollen informatischen Ausbildung und stellt einen sehr großen Ansporn dar, diesen erfolgreichen Weg fortzusetzen,“ meint Direktorin Roswitha Errath.

Für den Leiter der Fachgruppe Informatik der Schule Heimo Senger sind die heurigen Ergebnisse auch aus einem weiteren Grund so sensationell: „Wir haben in den letzten 7 Jahren erfreulicherweise immer zwischen 1 und 3 Bundessieger beim BIBER gehabt, doch diesmal haben sich erstmals die Frauen komplett durchgesetzt. Von den 7 SiegerInnen sind 6 Mädchen, die in Informatik zur Spitze Österreichs zählen. Gerade im technischen Fach Informatik mit einem großen Gender-Gap und hoher Männerlastigkeit ist das ein wirklich großartiges Resultat!“

Der BIBER der Informatik ist ein jährlich in 5 Alterskategorien von der Grundschule bis zur Sekundarstufe 2 stattfindender europaweiter Informatikwettbewerb für Schülerinnen und Schüler, der seit 2008 in Österreich von der Österreichischen Computergesellschaft organisiert wird (https://www.ocg.at/de/biber-der-informatik ). Das BG/BRG Villach St. Martin nimmt von Beginn an daran teil und zählt mit seinen Erfolgen zu den erfolgreichsten Schulen des Landes.

Text: BG/BRG Villach St. Martin, Bildungsdirektion für Kärnten/Lautischer
Foto: BG/BRG Villach St. Martin

58. Präventionsforum zu Gesundheitsthemen

Einmal im Quartal lädt die Präventionsstelle des Klagenfurter Gesundheitsamtes zum Präventionsforum ein. Diese wichtige Informationsplattform für PädagogInnen der Klagenfurter Pflichtschulen hat das Ziel, den Kontakt zu AnbieterInnen herzustellen, die Initiativen in der Prävention gesetzt haben oder Angebote von spezifischen Einrichtungen und Foren vorstellen möchten. Jeweils stehen relevante, präventionsbezogene Themen im Mittelpunkt.

Gesundheitsreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz und die Abteilung Gesundheit haben Klagenfurter Volksschulen im Beisein von Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair zum 58. Präventionsforum in den Gemeinderatssaal ins Rathaus eingeladen und folgende drei Themenschwerpunkte präsentiert:

– „Gemeinsam stark werden“ ist ein Unterrichtsprogramm zur psychosozialen Gesundheitsförderung von Kindern im Volksschulalter (1. – 4- Schulstufe). Das Ziel des Programms ist die Stärkung jener Lebenskompetenzen, die eine Voraussetzung für ein gesundes, selbstbestimmtes und erfülltes Leben sind.
– Im September 2019 startete erneut das Projekt „Down & Up“, das übergewichtige und adipöse Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren auf den Weg in eine gesündere, fittere und glücklichere Zukunft begleiten soll.
– „SchülerInnen machen Radio“: In Basicworkshops lernen SchülerInnen aller Altersstufen und Schultypen bei Radio Agora, wie Berichte im Radio bestmöglich erstellt werden und Medienkompetenz im Allgemeinen.

Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair hob in seinen Begrüßungsworten hervor, wie wichtig Präventionsinitiativen an unseren Schulen sind. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass die regelmäßig stattfindenden Präventionsforen sehr gut angenommen werden und zudem nicht ausschließlich jenem Präventionsgedanken Rechnung getragen wird, der in der öffentlichen Darstellung oftmals auf die Alkohol- oder Drogenproblematik reduziert wird. In Zeiten des gesellschaftlichen Wandels wird gerade die nachhaltige Verankerung von gesunder Ernährung und Bewegung im Schulalltag und in der Freizeit zunehmen und es gilt im Zuge der Digitalisierung, welche auch vor unseren Schulen nicht Halt macht, die Medienkompetenz und den sicheren Umgang mit den sozialen Medien zu forcieren. Abschließend dankte er den engagierten Pädagoginnen und Pädagogen für ihr Engagement und wünschte kreative Inputs, da jeder Euro, der in Prävention investiert wird, sich – je nach Thematik – 5- bis 7-fach rechnet.

Text: Magistrat Klagenfurt, Bildungsdirektion für Kärnten/Lautischer
Fotos: Magistrat Klagenfurt

Bildungscampus#Süd: Sanierte NMS Kneippgasse eröffnet

Mit einem Tag der offenen Tür feierte die Neue Mittelschule 12 St. Ruprecht ihre abgeschlossene Generalsanierung, die über zwei Jahre gedauert hat. Dabei wurden etwa 6.300 m² Nutzfläche saniert. Die Arbeiten gliederten sich in drei große Abschnitte, da vorwiegend nur in den Ferien ungestört gearbeitet werden konnte. Rund 6,3 Millionen Euro betrug die Investition in den Standort. 75 Prozent davon stammten aus dem Schulbaufonds des Landes Kärnten.

Gemeinsam mit der benachbarten VS 11 Friedensschule und der Polytechnischen Schule Leonardo da Vinci wurde die rundum erneuerte NMS Kneippgasse unter dem Dach des „Bildungscampus#Süd“ von Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair und LAbg. Stefan Sandrieser, SchülerInnen und Eltern sowie VertreterInnen aus der Stadtpolitik und der Bildungsdirektion für Kärnten offiziell eröffnet und willkommen geheißen.

„St. Ruprecht ist das Herzstück einer modernen Schulentwicklung. Neben der frisch sanierten NMS hat sich die Polytechnische Schule ebenfalls an dem Standort angesiedelt“, erklärte Bildungsreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz.

„Ein wesentliches Ziel der Kärntner Bildungslandschaft ist – neben einer Forcierung von Ganztagesschulen – der weitere Ausbau von Bildungszentren, wo baulich sowie pädagogisch ein durchgängiges Bildungsangebot unter einem Dach geschaffen wird. Zudem wird am neuen „Bildungscampus#Süd“ nicht nur von Integration gesprochen, sondern tagtäglich erfolgreich gelebt,“ hob Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair hervor.

St. Ruprecht ist zum größten Bildungsstandort in Klagenfurt aufgestiegen. Rund 2.500 Kinder und Jugendliche besuchen die verschiedenen Bildungseinrichtungen in St. Ruprecht. Neben der NMS und der Polytechnischen Schule gibt es hier noch eine Volksschule, ein Gymnasium, eine HTL und einen Kindergarten. Im neu sanierten Gebäude drücken 232 Kinder die Schulbank, 191 sind es in der NMS und 141 in der PTS. Die Buben und Mädchen stammen übrigens aus über 30 Nationen.

Die Räume der NMS entsprechen den neuesten pädagogischen Erkenntnissen. Es wurden vier Cluster zu je drei Klassenräumen plus gemeinsamen Aufenthaltsraum und Sanitäranlagen errichtet. Die Klassenräume sind vom Gang einsichtbar und lichtdurchflutet. Insgesamt gibt es im NMS-Bereich 12 Klassen- und acht Gruppenräume und für die PTS sechs Klasseräume und sechs zugeordnete Gruppenräume. Außerdem wurden eine Bibliothek, ein Nachmittagsbetreuungsbereich, ein Physiksaal und ein EDV-Raum errichtet. Im Kellergeschoß gibt es noch zwei Lehrküchen und diverse Werkstätten.

Text: StadtPresse Klagenfurt, Bildungsdirektion für Kärnten/Lautischer
Fotos: NMS 12 St. Ruprecht

Neue Ausbildungszweige für den Schulstandort Kärnten

Jedes Jahr verlassen Schülerinnen und Schüler Kärnten, um in einem anderen Bundesland eine Ausbildung mit Matura im agrarischen Bereich zu absolvieren. Denn eine solche Möglichkeit gab es bislang in Kärnten nicht in allen Fachrichtungen. Mit der Schulkooperation zwischen der HBLA Pitzelstätten und der HTL Lastenstraße ändert sich das.

Bundesministerin Elisabeth Köstinger, Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Martin Gruber stellten neue Ausbildungszweige vor, die ab dem Schuljahr 2019/2020 an den beiden Schulen absolviert werden können. Gemeinsam mit Ingrid Weinhandl, Direktorin der HBLA, und HTL-Direktor Michael Archer wurde der fünfjährige Maturazweig „Land- und Umwelttechnik“ an der HTL Lastenstraße sowie der dreijährige Aufbaulehrgang „Land-, Umwelt- und Energietechnik“ an der HBLA Pitzelstätten präsentiert. In Zukunft wird dadurch der Maturabschluss für Absolventinnen und Absolventen der landwirtschaftlichen Fachschulen in allen vier Fachbereichen (Landwirtschaft, Gartenbau, Pferdewirtschaft, Betriebs- und Haushaltsmanagement) möglich.

In beiden Ausbildungen kooperieren die Schulstandorte auf mehreren Ebenen miteinander und bilden damit zukünftig ein landwirtschaftlich-landtechnisches Kompetenzzentrum. Während die landwirtschaftlichen Kurse für die Schülerinnen und Schüler beider Schulen auf dem rund 50 Hektar großen Gelände in Pitzelstätten durch Lehrkräfte der HBLA abgehalten werden, erfolgt der technische Unterricht für beide Zweige in den modernen Werkstätten und Labors der Lastenstraße durch die Fachkräfte der HTL. Die Lehrgänge werden mit der Reife- bzw. Diplomprüfung abgeschlossen. Die Kooperation ermöglicht eine Ausbildung, die nicht nur in Kärnten, sondern auch in den benachbarten Bundesländern einzigartig ist. Vergleichbare Ausbildungen für Landtechnik findet man nur in Niederösterreich und Oberösterreich. Einem „Brain-Out“, d.h. der Abwanderung junger Kärntnerinnen und Kärntner in andere Bundesländer aufgrund fehlender Ausbildungsmöglichkeiten in der Heimat, wird damit entgegengesteuert.

Bildungsreferent LH Peter Kaiser betonte, das Bildungsland Kärnten habe es sich immer zum Ziel gesetzt, am Puls der Zeit zu sein. „Bildung soll junge Menschen dazu befähigen, in einer sich immer schneller verändernden Welt zu reüssieren. Politik hat die wichtige Aufgabe, die Rahmenbedingungen für die Bildung zu schaffen“, so Kaiser. Gemeinsam mit dem Bund, der Bildungsdirektion und den beiden Schulen würden mit der neuen Kooperation genau diese Weichenstellungen vorgenommen. „Genau solche Weichenstellungen ermöglichen es, dass Kärnten bei den aktuellen Entwicklungen an erster Stelle steht“, informierte Kaiser. Zusammen mit den Sozialpartnern wurden in der aktuellen Regierungsperiode bereits zahlreiche Bildungsprojekte umgesetzt. Der Bildungsreferent nannte die Industrie-HAK in Althofen und die erste Chemie-Klasse in der HTL Mössingerstraße als Beispiele. „In allen Bereichen versuchen wir, Alleinstellungsmerkmale zu erreichen. So auch bei dieser Kooperation und dieser einzigartigen Zusammenarbeit der beiden Schulen“, erklärte der Landeshauptmann, der sich bei allen Beteiligten – allen voran bei den beiden Direktoren Ingrid Weinhandl und Michael Archer – für ihr Engagement bedankte. Die Kooperation würde für eine beträchtliche Anzahl von Schülerinnen und Schülern Verbesserungen bringen, so Kaiser.

Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair begrüßt den zukunftsträchtigen Ausbildungszweig, wo die technische Expertise der HTL 1 Lastenstrasse und die landwirtschaftliche Expertise der HBLA Pitzelstätten kombiniert werden. „Der HTL 1 Lastenstrasse ist es gelungen, digitale Kompetenzen wie „Smart Farming“ auch in den landwirtschaftlichen Bereich hinein zu bringen und hat damit eine Win-Win-Situation für alle geschaffen, “ so Klinglmair.

„Die Ausbildung Land- und Umwelttechnik an der HTL Lastenstraße umfasst umfassende praktische und theoretische Kenntnisse in den Bereichen landwirtschaftliche Maschinen, Agromechatronik, „Smart Farming“ und Erneuerbare Energien“, hob HTL-Direktor Dr. Michael Archer hervor.

„Wir sind stolz im Rahmen dieser einzigartigen Kooperation einen Meilenstein in der Ausbildung angehender Betriebsführerinnen und Betriebsführer gesetzt zu haben“, unterstrich HBLA-Direktorin Pitzelstätten Ingrid Weinhandl die Bedeutung des Projektes.

Die Absolventinnen und Absolventen der beiden Ausbildungen sind für den modernen landwirtschaftlichen Betrieb gerüstet und in der Lage, mit den Herausforderungen der Digitalisierung und der Landwirtschaft 4.0 umzugehen. Zusätzlich werden sie nach Abschluss der Ausbildung über ein großes technisches Wissen sowie Know-How im Bereich der Unternehmensgründung verfügen. Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben sich daher nicht nur in landwirtschaftlichen Bereichen, sondern auch in den Sektoren Maschinenbau und Mechatronik.

Imagevideo zur „Land- und Umwelttechnik“

Text: LPD Kärnten/ Wedenigg/Rauber, Bildungsdirektion für Kärnten/ Lautischer
Foto: LPD Kärnten/Just

IBOBB 2019 – Information, Beratung und Orientierung für Bildung und Beruf

Die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Kärnten und das Institut Berufspädagogik mit Johann Wintersteiger, MA BEd von der Pädagogischen Hochschule Kärnten organisierte auch in diesem Schuljahr die Bildungsmesse „IBOBB“ für LehrerInnen, Eltern und Interessierte. Kooperationspartner wie z. B. die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, die Fachhochschule Kärnten und das Mädchenzentrum sowie das AMS bereicherten im Festsaal der Wirtschaftskammer Kärnten die Veranstaltung durch weiterführende Informationen an ihren Messeständen.

Bei der IBOBB Messe konnten die BesucherInnen Initiativen zum Thema Berufsorientierung kennenlernen und sich miteinander austauschen. Neben der Ausstellung und Präsentation von einzelnen Institutionen wurden zwei interessante Vorträge für die Gäste der Messe angeboten:
Univ.-Prof. Dr. Aljoscha Neubauer referierte zum Thema „Mach, was du kannst – Erkenne, was du kannst. Warum wir so wenig über die eigenen Begabungen wissen.“ Florian Kandutsch, MSc. präsentierte “Aktuelle Befunde über das Wirtschaftswissen der Erwerbsbevölkerung.“

Auch Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair stattete der Bildungsmesse einen Besuch ab, da die Berufsorientierung einen immer größeren Stellenwert in der individuellen Bildungskarriere einnimmt und in vielen Schulen bereits gut verankert ist. „Schülerinnen und Schüler benötigen Unterstützung bei ihrer Berufs- und Ausbildungswahl, sodass sie einen ihren Kompetenzen entsprechenden Bildungsweg einschlagen können. Die IBOBB Messe bietet dazu jedes Jahr eine gute Gelegenheit, um in diesem Zusammenhang entsprechende Informationen über das vielfältige Berufsangebot zu bekommen,“ so Klinglmair.

Text: IBOBB, Bildungsdirektion für Kärnten/ Lautischer
Foto: autArK

Workshops Schüler/innen helfen Schüler/innen

Um den Inhalt und die pädagogische Arbeit zum Thema „Peer-Mediation“ an den Kärntner Schulen zusätzlich zu unterstützen, werden auch wieder in diesem Schuljahr in den Räumlichkeiten der Bildungsdirektion für Kärnten ausgewählte Veranstaltungen und Workshops angeboten. Diese sind inhaltlich sowohl für bereits ausgebildete und zukünftige Peer-Mediator/innen sowie für Buddies und jene Schüler/innen, die helfend und unterstützend anderen Schüler/innen zur Seite stehen, konzipiert und werden von der Schulmediation in Kooperation mit verschiedenen Institutionen gestaltet.

• Workshop I: „Gewaltfreie Kommunikation“
• Workshop II: „Net Attack – Wenn dir das Internet blöd kommt! Wehr dich gegen Mobbing im Netz“
• Workshop III: „Wenn sich zwei streiten…“ – Umgang mit Konflikten
• Workshop IV: „Der Klassenrat“
• Workshop V: „Arbeit mit Gruppen – Kooperation & Teamarbeit“
• Workshop VI: „Phasen der Mediation – Rollenspiele und Übungen“
• Vernetzungstreffen der Peer-Coaches

Im Dezember 2018 fanden die ersten Workshops dieser Veranstaltungsreihe zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ statt, welche von Anna Maria Gabalier, BEd MA gestaltet wurden – gefolgt von den Workshops zum Thema „Net Attack – Wenn dir das Internet blöd kommt! Wehr dich gegen Mobbing im Netz“, welche von Mag. (FH) Martina Kugi und Mag. Eva Krainer vom Mädchenzentrum Klagenfurt am 15. und 17. Jänner 2019 Umsetzung fanden.

Insgesamt nahmen bis jetzt an den beiden Workshopangeboten 121 engagierte Schüler/innen mit ihren begleitenden Pädagog/innen von neun unterschiedlichen Schulstandorten des Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Höheren Schulbereichs teil. Es folgen weitere Workshops mit verschiedene Themenfeldern, welche in den nächsten Monaten Umsetzung finden und teilweise bereits jetzt schon ausgebucht sind.

Mit großem Interesse und viel Engagement waren die Schüler/innen bei der Sache. Miteinander wurden in den ersten Workshops die Grundlagen und unterschiedlichen Schritte der Gewaltfreien Kommunikation spielerisch erarbeitet, geübt und reflektiert, um eine gewaltfreie Konfliktaustragung zu verstärken. Es gab viele neue Informationen zu Gefahren, Potenziale, Vor- und Nachteile neuer Medien sowie Zusammenhänge zu (Cyber-)mobbing, damit die Schüler/innen in Zukunft gezielter gewalttätige Handlungen im Netz wahrnehmen, benennen und vielleicht sogar mithelfen können diese zu vermeiden. Zusätzlich konnten sich die Schüler/innen und Pädagog/innen miteinander vernetzen und voneinander wissen lassen, wie an ihren Schulstandorten helfend und unterstützend gearbeitet wird.

Text&Fotos: Anna Maria Gabalier, BEd MA

„inspire! Lab“ – Raum für Kreativität, Ideen und Innovationen

Schülerinnen und Schülern, Studierenden und jungen Entrepreneuren Raum für Kreativität, Ideen und Innovationen zu geben, ist das Ziel des „inspire! Labs“ im Klagenfurter Lakeside-Park. Durch Vernetzung mit Alumni, Partnern, Start-Ups und etablierten Unternehmen soll aufstrebenden Innovatorinnen und Innovatoren bei ihren gesellschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Lösungen tatkräftig unter die Arme gegriffen werden. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Instituts für Innovationsmanagement und Unternehmensgründern der Alpen-Adria-Universität, der Bildungsdirektion sowie den Handelsakademien und Handelsschulen Kärntens.

Seitens des Regierungskollegiums stellten sich Landeshauptmann Peter Kaiser und LR.in Sara Schaar als Gratulanten bei der Feier zum einjährigen Bestehen ein. Bildungsreferent LH Kaiser betonte, das „inspire! Lab“ sei eine der innovativsten Ideen in der universitären Landschaft. „Es freut mich, dass heute so viele Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bereich der Bildung hier sind. Ich wünsche mir noch viele inspirierende Ideen aus dem „inspire! Lab“, die wir möglicherweise auch in der Politik umsetzen können“, so Kaiser.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair bezeichnete das „inspire! Lab“ als innovativen Raum, der Ideen schaffen will. „Ich freue mich sehr über die Erfolge der Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden“, so Klinglmair, der der Institution noch viele weitere Jahre wünschte.

Universitäts-Vizerektorin Doris Hattenberger bezeichnete das heutige Jubiläum als etwas ganz Besonderes. „Mit dem ersten Geburtstag hat das „inspire! Lab“ sein erstes Bewährungsjahr erfolgreich absolviert. An die 1.000 Studentinnen und Studenten haben hier gearbeitet und es sind ebenso wissenschaftliche Publikationen aus diesem Raum erschienen“, so die Vizerektorin. Es sei ein sehr überzeugendes Projekt, erklärte Hattinger. „Die Labor-Idee ist ein hervorragender Rahmen für die Freiheit der Gedanken. Wir können uns damit als Universität mit Unternehmen und Schulen vernetzen. Lassen sie sich weiterhin inspirieren!“, so die Vizerektorin.

Institutsvorstand Universitätsdekan Erich Schwarz und Klaus-Peter Haberl, Leiter des Pädagogischen Dienstes, begrüßten die zahlreich anwesenden Gäste und gaben einen kurze historische Zusammenfassung über die Entwicklung des Labors. „Mit dem „inspire! Lab“ hat die Universität Klagenfurt, gemeinsam mit ihren Partnern, einen weiteren Baustein für Kärntens unternehmerisches Ökosystem gesetzt. Viele Absolventinnen und Absolventen sind hier sehr erfolgreich geworden, in diesem Labor werden Ideen direkt in Prototypen übersetzt“, so Schwarz, der sich bei allen Kooperationspartnern und Sponsoren des Projekts herzlich für die Unterstützung bedankte. Das „inspire! Lab“ werde zukünftig kontinuierlich weiterentwickelt und weiterhin die Rolle eines „Ideen-Inkubators“ übernehmen, so Schwarz.

Als Keynote-Speakerin referierte die Bildungsinnovatorin und Gründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“, Margret Rasfeld, über die notwendigen Bildungssysteme der Zukunft. Diese sollen mutige, begeisterungsfähige, kreative und verantwortungsvolle Zukunftsgestalterinnen und -gestalter hervorbringen, so Rasfeld. Durch das Programm führte der Künstler und Kabarettist Christian Hölbling. Angeboten werden im „inspire! Lab“ unter anderem innovative Veranstaltungsangebote mit Platz für Schüler/innen- und Studierendengruppen bis zu 30 Personen. Mehr Informationen zu den Angeboten sind unter www.aau.at/inspire abrufbar.

Text: LPD Kärnten/ Fabian Rauber
Foto: LPD Kärnten/fritz-press

1. Kärntner Lehrlingsmesse informiert über spannende Welt der Lehrberufe

Im Seepark Hotel in Klagenfurt wurden Details über den aktuellen Stand für die erste Kärntner Lehrlingsmesse, sie geht vom 31. Jänner bis 2. Februar am Klagenfurter Messegelände über die Bühne, bekanntgegeben. Seitens des Regierungskollegiums nahmen Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Lehrlingsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig an der Pressekonferenz teil.

Der Landeshauptmann zeigte sich erfreut, dass die Lehrlingsmesse ins Leben gerufen wurde und hofft, dass sie sich als fixe Einrichtung in den nächsten Jahren etablieren werde. Gleichzeitig dankte er allen teilnehmenden Unternehmen, dass sie ihre Erfahrungen an Lehrstellensuchende weiter geben würden, sowie den Sozialpartnern, der Messe und dem Medienpartner. „Bei der Messe wird interessierten, talentierten, jungen Menschen die Möglichkeit geboten sich ausführlich über diverse Berufsarten zu informieren“, betonte Kaiser. Gleichzeitig gab es von ihm ein klares Bekenntnis zum dualen Ausbildungssystem. „Mit ihm gewinnt die Lehre an Attraktivität und Qualität“.

„Ich bin ein Fan der Kärntner Lehrlinge. Jede Berufsbranche braucht gut ausgebildete Lehrlinge und ich freue mich über die Initiative und den breiten Schulterschluss aller“, hob Lehrlingsreferentin Schaunig hervor. Der Wirtschaftsstandort Kärnten brauche in der Zukunft die klügsten Köpfe und Hände. „Sie sind für das Land wichtig und die beste Werbung“, sagte Schaunig.

Zur schulbezogenen Veranstaltung wurden seitens der Bildungsdirektion Kärnten 2.400 Schülerinnen und Schüler ab der 7. Schulstufe aus ganz Kärnten eingeladen. Sie werden an zwei Tagen von 9 bis 16 Uhr von FachberufsschullehrerInnen und BerufsschülerInnen durch sechs Messe-Stationen (Industrie Aussteller, Industrie Hands-on, Lebende Baustelle, Gewerbe & Handwerk, Handel & Gewerbe & Handwerk-Aussteller, Gastronomie/Dienstleistung/Office/Gesundheit, Karriere-/Service- Lounge) geführt. Dabei soll ihnen ein Ein- und Überblick über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei den diversen Lehrberufen gegeben werden. Am 2. Feber ist die Lehrlingsmesse für alle Interessierten als öffentlicher Familientag von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Weitere Gesprächspartner waren Bildungsdirektor Robert Klinglmair, Berufsschul-Landesschulinspektor Herbert Torta, IV Kärnten Präsident Timo Springer, der Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, Jürgen Mandl und AK Kärnten Vizepräsident Gerald Loidl. Im Rahmen des Abends wurde auch die Online-Video Plattform „Lehrlings.TV“ präsentiert.

„In einer von Strukturwandel und Digitalisierung gekennzeichneten Arbeitsgesellschaft und den damit diskutierten Fachkräftemangel liegt der Fokus sehr stark auf der höchsten Qualifikationsebene, wie etwa Studienabsolventinnen und -absolventen in MINT-Fächern. Die Basis und das Rückgrat einer funktionierenden Wirtschaft sind jedoch die Fachkräfte auf mittlerer Qualifikationsebene; gerade die duale Ausbildung, ein einzigartiges Erfolgsmodell um das uns die ganze Welt beneidet, bietet mit über 200 verschiedenen Lehrberufen eine exzellente Ausbildung mit enormen Zukunftschancen,“ hob Bildungsdirektor Klinglmair hervor. Die „1. Kärntner Lehrlingsmesse“ versucht einerseits durch einen Schulterschluss von Politik, Wirtschaft, Bildung und weiteren relevanten Stakeholdern das Image sowie den Stellenwert der Lehre weiter zu erhöhen und bietet gleichzeitig die praktische Möglichkeit eines den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entsprechenden Ausbildungsweg zu finden, um den Fachkräftenachwuchs- speziell im technischen Bereich- für den Kärntner Wirtschaftsstandort zu sichern und junge Menschen bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. „Auf diesem Wege darf ich der Lehrlingsmesse viel Erfolg wünschen und hoffe, im nächsten Jahr noch breiter aufgestellt eine Fortsetzung zu unterstützen“, begrüßt Bildungsdirektor Robert Klinglmair die gemeinsame Initiative. Auch freue es ihn, dass im Bereich der Lehrlingsausbildung zwischen Angebot und Nachfrage ein Umdenkprozess hin zu Innovation und Digitalisierung stattfindet und mit „Lehrlings.TV“ eine zeitgemäße Online-Video Plattform in den Startlöchern steht.

Text: LPD Kärnten/Michael Zeitlinger, Bildungsdirektion für Kärnten/Claudia Lautischer
Fotohinweis: LPD Kärnten/Helge Bauer

An der HTL-Mössingerstraße stimmt die Chemie

In der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt wurde im Rahmen einer Pressekonferenz von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, gemeinsam mit Bildungsdirektor Robert Klinglmair, Axel Zafoschnig von der Bildungsdirektion, Schuldirektor Hubert Lutnik , Alexander Bouvier, von der Treibacher Industrie und Vorsitzender der Fachvertretung der Chemischen Industrie Kärnten und Initiator Klaus Raunegger (Geschäftsführer Merck-Spittal), der neue, schulautonome Ausbildungsschwerpunkt „Analytische Chemie und Digitalisierung“ vorgestellt. Mit der Chemie-Klasse bzw. dem neuen Chemieschwerpunkt ab dem Schuljahr 2019/20 soll dem Fachkräftemangel proaktiv vorgebeugt werden.

„Eine der innovativsten Schulen Kärntens regiert auf die Entwicklungen am Arbeitsmarkt und bietet den ersten Chemie-Schwerpunkt Kärntens an“, zeigte sich der Landeshauptmann über das Pilotprojekt äußerst erfreut. Mit dem neuen Ausbildungsschwerpunkt könne sich Kärnten als Bildungsland weiter etablieren und biete für den Arbeitsmarkt ein weiteres, fundiertes, kreatives und innovatives Bildungs- und Ausbildungsangebot an, das sich an den Anforderungen der Arbeitswelt orientiere. „Damit geben wir jungen Menschen die Möglichkeit, sich bei uns in Kärnten das Rüstzeug zu holen, um sich später beruflich erfolgreich verwirklichen zu können. Die technische Ausbildung vor Ort ist wichtig, damit wir die Menschen in Kärnten halten“, betonte Kaiser. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf einen weiteren neuen Ausbildungszweig in Kärnten zwischen der HBLA Pitzelstätten und der HTL Klagenfurt Lastenstraße.

Für Bildungsdirektor Robert Klinglmair ist der neue Chemie-Schwerpunkt ein innovativer Akt, der dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirkt. Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels stellt die zu geringe Verfügbarkeit von qualifiziertem Humankapital einen Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung und Positionierung Kärntens als Technologiestandort dar. „Umso erfreulicher ist es, dass die HTL Mössingerstraße bereits die Spezialisierungsmöglichkeiten der Schulautonomie nutzt und auf innovativem Wege die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft verstärkt ausbaut. Nur so kann dem Fachkräftemangel proaktiv vorgebeugt werden“, ist der Bildungsdirektor überzeugt. Seitens der Bildungsdirektion wird die Adaptierung des Chemiesaales finanziell unterstützt.

Axel Zafoschnig betonte, dass ein derartiges Projekt nur mit einem innovativen Direktor und motivierten Lehrern umzusetzen sei. „Die Schulautonomie ist der Schlüssel zur schulischen Freiheit und ermöglicht so ein Projekt. Das Ziel für ganz Kärnten muss es sein, den Fachkräftenachwuchs zu sichern und damit die Abwanderung zu stoppen“, so Zafoschnig.

Hubert Lutnik gab bekannt, dass man 30 Schülerinnen und Schüler in die Chemie-Klasse aufnehmen werde und die Lehrpläne für die praktische Ausbildung zusammen mit den Industrievertretern festgelegt werden. Den Ausbildungszweig Biomedizin- und Gesundheitstechnik besuchen 250 Jugendliche, von denen 50 Prozent Mädchen sind.

Alexander Bouvier hob die Bedeutung der Chemischen Industrie für Kärnten hervor. „Ihr gehören 48 Betriebe mit 3.000 Beschäftigten an und sie bringt eine Wertschöpfung von 1,1 Milliarden Euro“, teilte er mit.
Die Fachvertretung der Chemischen Industrie Kärnten unterstützt das Projekt mit 20.000 Euro bzw. mit Praktika und Chemikalien. Ein Großteil der apparativen Erstinvestition wird durch den KWF mit 100.000 Euro finanziert. „Die Chemie-HTL-Klasse soll langfristig eine qualitativ hochwertige Ausbildung künftiger Mitarbeiter sicherstellen. Daher war es selbstverständlich, dass wir uns an der Ausbildung auch finanziell beteiligen“, erklärte Bouvier.

Initiator Klaus Raunegger sprach von einer klugen Zusammenarbeit und Kooperation, da die Chemische Industrie und Analytische Chemie über ein großes Potential in Kärnten verfüge. „Junge Leute, die sich für eine derartige Ausbildung interessieren haben tolle Berufsaussichten und einen sicheren Arbeitsplatz“, strich er hervor.

Text: LPD Kärnten/Michael Zeitlinger
Foto: LPD Kärnten/Helge Bauer

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