Alternativtage „Sommer am Eis“

Rund 150 Kinder bekamen heuer erstmals, im Zuge der Alternativtage, einen Einblick, was es heißt, den Sommer auf Eis zu verbringen. In Zusammenarbeit mit den United World Games, dem Kärntner Eishockeyverband und dem Österreichischen Eishockeyverband konnten viele Schülerinnen und Schüler aus dem Raum Villach, Klagenfurt und Feldkirchen, in den von Regionalentwicklungstrainer Florian Mühlstein geführten Einheiten, neue Erfahrungen und Erlebnisse am Eis sammeln. Zu Beginn war es für einige Schülerinnen und Schüler eher ungewöhnlich bei heißen Außentemperaturen auf dem rutschigen Untergrund zu gehen, wobei sich aber relativ schnell der Spaß an der Bewegung in den Vordergrund drängte. Es war es eine gelungene und unfallfreie Veranstaltung mit vielen lachenden Kindern, welche auch im Sommer den Spaß am Eislaufen gefunden haben. 

Text&Fotos: Regionalentwicklungstrainer Kärnten /Florian Mühlstein

Hervorragende Leistungsbilanz der Kärntner Schüler/innen im Schuljahr 2018/19

Rund 60.200 Kärntner Schüler/innen haben im abgelaufenen Schuljahr – neben zahlreichen Wettbewerbserfolgen – sehr viel geleistet und das zeigt auch die positive Leistungsbeurteilungsbilanz der Kärntner Schulen: „Insgesamt wird in Kärntens Schulen 500.000 Mal die Bestnote „Sehr gut“ im Zeugnis stehen“, zogen Kärntens Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair, die sich auch bei den Pädagog/innen für ihr Engagement in einem zunehmend fordernderen Beruf bedanken, und ihnen sowie allen Schüler/innen erholsame Ferien wünschen, eine erfreuliche Bilanz. Und weiter: „Alle Schülerinnen und Schüler sind Botschafter des Bildungslandes Kärnten. Alle mit positivem Zeugnis können richtig stolz auf sich sein, sie haben die sehr hohen An- und Herausforderungen toll gemeistert und sollten auch jene motovieren, denen es heuer vielleicht nicht so gut gegangen ist.“

361.000 „Einser“ entfallen auf den allgemeinen Pflichtschulbereich. Bei den 33.500 Schüler/innen aus Volksschulen, Neuen Mittelschulen, Sonderschulen sowie Polytechnischen Schulen wird es 60 Prozent„Sehr gut“ geben. Insgesamt 26.700 Schüler/innen aus dem Allgemeinbildenden, mittleren und höheren Schulbereich (AHS+BMHS) haben knapp 130.000 „Sehr gut“ erreicht. 13.500 Schüler/innen der 21 Kärntner Gymnasien werden heuer 78.500 „Sehr gut“, davon 3.890 Schüler/innen einen „Ausgezeichneten Erfolg“ und 2.190 Schüler/innen einen „Guten Erfolg“ mit nach Hause bringen. Die Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (9 Handelsakademien & -schulen, 5 Höhere technische Lehranstalten, 1 BafEp, 13 Humanberufliche Schulen,) verzeichnen bei einer insgesamten Schüler/innenzahl von 13.200 heuer 50.000 „Sehr gut“, davon weisen 1.685 Schüler/innen einen „Ausgezeichneten Erfolg“ und 1.792 Schüler/innen einen „Guten Erfolg“ auf.

Erfreulich waren auch die Ergebnisse der diesjährigen Reifeprüfungen, wo sich die Kärntner Schüler/innen als Spitzenreiter im österreichweiten Vergleich präsentierten. Bei der schriftlichen Zentralmatura haben die Kärntner Maturant/innen in vier von sechs Fächern (AHS: Deutsch, Mathematik und Englisch, BHS: Deutsch) die höchste Durchkommens-Quote in ganz Österreich erreicht. 99,6 Prozent der Jugendlichen, die zur schriftlichen Deutsch-Matura angetreten sind, haben diese nach der Kompensationsprüfung auch bestanden. Österreichweit beträgt diese Quote 98,8 Prozent. In Englisch haben es 99,2 Prozent der AHS-Maturant/innen geschafft, um ein Prozent mehr als im Österreichvergleich. in Mathematik bestanden 97,5 Prozent der Kärntner Schüler/innen, bundesweit waren es 95,2 Prozent.

Bei den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) zeigten sich Kärntens Schüler/innen unschlagbar und erreichten in Deutsch mit unglaublichen 99,5 Prozent die Durchkommens-Quote in Österreich (dort schafften es 99,2 Prozent). 95,6 Prozent der Kärntner BHS-Maturant/innen haben die schriftliche Reifeprüfung in Englisch geschafft, österreichweit waren es 96,8 Prozent. In Mathematik liegt die Durchkommens-Quote in Kärnten bei 94,2 Prozent, in Österreich sind es 95 Prozent.

Diese ausgezeichneten Ergebnisse seien aber kein Grund sich auf den Lorbeeren auszuruhen. „Im Durchschnitt sind wir sehr gut, jetzt müssen wir schauen, dass wir auch in der Spitzengruppe dorthin kommen, wo wir wollen. Wir wissen, wo wir ansetzen müssen, um den Erfolg im nächsten Jahr noch weiter ausbauen zu können“, gibt sich der Bildungsdirektor optimistisch. Bereits frühzeitig wird mit der Begabungs- und Begabtenförderung in diesem Bereich gearbeitet.

Eine wesentliche Neuerung im abgelaufenen Schuljahr war die Einrichtung der Bildungsdirektion für Kärnten; der bisherige Landesschulrat für Kärnten sowie die Schulabteilung im Amt der Kärntner Landesregierung wurden mit 1. Jänner 2019 in einer neuen „Bund-Länder-Behörde zusammengeführt, die nun für 357 Schulen mit rund 60.200 Schüler/innen sowie 7000 Pädagog/innen in Kärnten verantwortlich zeichnet und gemeinsam mit den Schulen Projekte, Initiativen und zeitgemäße Schwerpunkte im Zuge des Autonomiepaketes entwickelt.

„Die Umstellung ist im Großen und Ganzen gut vonstattengegangen, auch wenn es natürlich noch Ecken und Kanten gibt, die abgeschliffen werden müssen. Es wäre auch vermessen zu erwarten, dass die Zusammenführung von zwei Systemen, die 150 Jahre lang getrennt waren, von heute auf morgen funktionieren würde“, so Klinglmair. Die Behörde arbeitet aber mit Hochdruck daran, die Abläufe klarer und effizienter zu gestalten und verfolgt in erster Linie das Ziel, die Basis für entsprechende Ausbildungen zu legen, um junge Menschen bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

Der Schuljahresleitsatz 2018/19 lief unter dem Schlagwort „Schulautonomie“, wo im Rahmen der Bildungsreform ein Gestaltungsspielraum für Schulen durch pädagogische, organisatorische aber auch personelle Freiräume geschaffen wurde, den es nachhaltig zu nutzen gilt. Weitere Schwerpunkte wie Mehrsprachigkeit, Internationalisierung sowie digitale Grundbildung und digitale Kompetenzen werden auch im Schuljahr 2019/20 weiterhin ausgebaut.

Weiterhin intensiv widmen wird man sich seitens der Bildungsdirektion in Zusammenarbeit mit Schulen und Eltern auch dem Thema Gewalt an Schulen. „Wir haben viele Projekte, Workshops, Aktionen und Veranstaltungen, die proaktiv wirken. Präventionsmaßnahmen von Schulmediation, Schulpsychologie, Schulärztlicher Dienst, Beratungslehrer/innen und Schulsozialarbeit zeigen bereits Wirkung.

Das Schulsystem wird dieser Pflicht aber nicht alleine nachkommen können, sondern vor allem Eltern und die Gesellschaft müssen mit in die Verantwortung genommen werden“, so Klinglmair. Mit einer eigens erstellten Anti-Mobbingfibel und Notfallmappe, aber auch vielen Initiativen wie u.a. Peer-Mediation & Buddy-Programmen, der Infoveranstaltung „Hass im Netz“ vom Land Kärnten, sowie mit Angeboten von KiJA, Mädchenzentrum Klagenfurt, Präventionsplattform Klagenfurt oder den Präventivbeamten der Polizei, reagiert man gemeinsam auf herausfordernde Situationen.

Weiter zugenommen hat die Zahl der Schüler/innen in der Ganztagesbetreuung. Im Schuljahr 2018/2019 wurden an 168 Standorten, 338 Gruppen mit 6.329 Schüler/innen geführt. Davon gab es 10 Standorte mit 44 Klassen und 836 Schüler/innen in verschränkter Form. Auch im kommenden Schuljahr wird der Ausbau der schulischen Ganztagesbetreuung als Schulform der Zukunft einen wichtigen Schwerpunkt darstellen.

Jene 283 Schüler/innen, die aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse dem Unterricht nicht folgen konnten, wurden in 21 Deutschförderklassen sowie 390 Schüler/innen in Deutschförderkursen das gesamte Schuljahr über sprachlich fit gemacht. „Im Zweifelsfall sollen die Kinder länger in einer Deutschklasse bleiben als sie zu früh in eine Regelklasse zu schicken,“ betont der Bildungsdirektor und hebt auch andere Projekte im Bereich der sprachlichen Bildung hervor.

Für die meisten Schüler/innen ist der Zeugnistag ein Freudentag, denn es beginnen die Ferien. Bei einigen ist die Freude durch negative Noten getrübt. Für diese Schüler/innen gilt es nicht zu verzagen, sondern zu überlegen, mit welchen Maßnahmen sie ihren Leistungsstand verbessern können. Beratung und Unterstützung erhalten sowohl Schüler/innen als auch Eltern von dem Schulpsycholog/innen, die das ganze Jahr über in allen Bezirken als Ansprechpartner/innen zur Verfügung stehen. Aus Anlass des Jahreszeugnisses sind in allen Beratungsstellen Kärntens Schulpsycholog/innen am 5. Juli 2019 von 8 bis 13 Uhr für telefonische und persönliche Anfragen erreichbar. Zudem begrüßt die Bildungsdirektion für Kärnten Initiativen einer kostenlosen Nachhilfe, um sich entsprechend auf mögliche Nachprüfungen vorzubereiten.

Text: Bildungsdirektion für Kärnten/Claudia Lautischer

Der „Klub der klugen Köpfe“ im Planetarium

Am 13. Juni 2019 fand die Abschlussveranstaltung des begabungsfördernden Projektes „Klub der klugen Köpfe“ im Planetarium in Klagenfurt statt. Während des Schuljahres 2018/19 nahmen 218 Kinder aus 39 Schulen an diesem Projekt teil. Die Schülerinnen und Schüler erhielten in regelmäßigen zeitlichen Abständen Arbeitsmaterialien zum Thema „Ein Blick ins Weltall – Geheimnisse des Universums“, die von den Kindern freiwillig und während der Unterrichtszeit zusätzlich bearbeitet wurden. Sie beschäftigten sich sehr intensiv mit den Planeten des Sonnensystems, recherchierten im Internet zum Thema Raumfahrt, beantworteten knifflige Fragen, schrieben Texte und erstellten Bastelarbeiten.

Die Kinder, die ihre Mappen bis zum Projektende im Mai erfolgreich bearbeitet hatten, wurden zum Klubtreffen am 13. Juni 2019 nach Klagenfurt ins Planetarium eingeladen. 99 Kinder aus 23 Schulen besuchten mit ihren Begleitpersonen die Abschlussveranstaltung.

Das Highlight dieses Vormittags war die spannende Planetariumsshow mit dem Titel „Planeten – Expedition ins Sonnensystem“. Mond und Mars konnten so naturgetreu gezeigt werden, als stünden die Zuschauer/innen selbst auf dem Planeten. Nach einer Erfrischungspause erhielten die Kinder ihre Projektmappen zurück. Die Urkundenverleihung bildete den Abschluss der Veranstaltung. Diese wurde von der Referentin im Fachstab Inklusion, Diversität und Sonderpädagogik, Dr. Dagmar Zöhrer und der Projektorganisatorin, MMag. Ida Bacher vorgenommen.

Text&Fotos: MMag. Ida Bacher

Kreativprojekt der VS Lind ob Velden „KinderKunstBahnhof“& „Eisenbahn-Lied“

Die Künstlerin Gerda Madl-Kren, Vorsitzende der Kindermalschule Velden, hatte die Idee, Kinder auf den Bahnhof einzuladen, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, vor Ort zum Thema „Eisenbahn und Bahnhof“ zu malen. Nach einer Kontaktaufnahme mit der VS Lind ob Velden unterstützte Schulleiter Christian Zeichen mit unermüdlichem Einsatz das gemeinsame Projekt „Kunstschiene Wörthersee – KinderKunstBahnhof Velden“.

Hauptakteur/innen des Projektes waren die beiden 4. Klassen. In zwei Gruppen fuhren die Kinder mit dem Zug von Lind ob Velden nach Velden und gestalteten in ehemals leerstehenden Räumlichkeiten des Bahnhofs  mit Kohlestiften und Acrylfarben ihre Kunstwerke. Parallel zum Malprojekt entstand auch das Eisenbahn-Lied. Das viersprachige Lied, das eigens dafür in einem Team getextet wurde, studierte Lehrerin Elvira Sabotnik ein. Mit viel Engagement besangen die Kinder die Freude am Schaffen und Gestalten von Bahnhofskunst. Auch die Begeisterung und Freude am Reisen mit der Bahn kommt im Lied zum Ausdruck.

Die Kunstwerke der Kinder sowie das Eisenbahn-Lied wurden in Velden unter anerkennendem Beifall präsentiert. Die Begeisterung über das Projekt war beim ÖBB Regionalmanager Reinhard Wallner so groß, dass das Eisenbahn-Lied mit seiner Unterstützung mittlerweile als CD aufgenommen werden konnte.

Das gesamte Projekt haben die ÖBB, der Kunstbahnhof Velden sowie die Marktgemeinde Velden am Wörthersee unterstützt.

Link zum Eisenbahn –Lied: https://we.tl/t-XXNTtEDJ8I

Text&Fotos: VS Lind ob Velden

VS 22 Ponfeld trumpfte bei Bewerben auf

Ob beim „Energy Globe Award“, „Biber der Informatik“ oder „Kinderkongress 2019“, die Schüler/innen und Pädagog/innen der Volksschule 22 Ponfeld standen in diesem Schuljahr bei namhaften Bewerben im Rampenlicht. Mitte Mai wurde im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung der „Energy Globe Award Kärnten 2019“ von Landesrätin Sara Schaar überreicht. Dieser Award ist einer der angesehensten Umweltpreise weltweit und würdigt regional, wie auch international Initiativen rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die VS 22 Ponfeld gewann in der Kategorie „Jugend“ den 1. Platz und wurde zusätzlich mit dem 2. Platz in der Gesamtwertung aller Sieger/innen ausgezeichnet! Eine Verpflichtung für die „Ponfelder Powerchecker“ sich noch intensiver mit Themen der Co²-Reduktion zu beschäftigen.

Stolz und überglücklich konnte die VS 22 Ponfeld bereits zum zweiten Mal in Folge den 1. Platz beim diesjährigen Kinderkongress der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt entgegennehmen. Das Institut für Informatikdidaktik will mit diesem Kongress die Kreativität, Problemlösekompetenzen und digitalen Kompetenzen der Schüler/innen schon in frühen Jahren fördern. Die Volksschule konnte mit ihren Leseirrwegen und QR-Code-Arbeiten überzeugen. Die Schüler/innen durften ihre Arbeiten den staunenden Besucher/innen zeigen und konnten danach auch an anderen Stationen forschen und ausprobieren.

Nur die Besten wurden von der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG), der Uni Linz und der TU Wien zur Preisverleihung in den Festsaal der Johann Kepler Universität Linz eingeladen. Mit dem 1. Platz national in ihrer Altersklasse konnte Mattea Pirker, Schülerin der 4. Klasse der VS 22, einen aufregenden Tag in Linz verbringen. Neben der Preisverleihung gab es auch noch interessante Workshops für die Preisträger/innen rund um Informatik und digitale Bildung.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair gratuliert den Schüler/innen und Pädagog/innen der VS 22 Ponfeld zu ihren großartigen Erfolgen und hervorragenden Leistungen.

 

Text: VS 22 Ponfeld, Bildungsdirektion für Kärnten, Büro LR Mag. Schaar

Fotos: VS 22 Ponfeld, Büro LR Mag. Schaar

Land zeichnet Kärntens junge Talente aus

Die Koordinationsstelle der BBF Kärnten (Begabungs- und Begabtenförderung Kärnten) organisiert unter der Leitung von Marianne Kriegl-Pernjak seit dem Schuljahr 2013/14 Werkstätten für außerordentlich begabte und interessierte Schüler/innen. Am 3.7.2019 fand im Mozartsaal des Konzerthauses in Klagenfurt die Zertifikatsverleihung für Teilnehmer/innen statt, die regelmäßig an den Kursen teilgenommen haben. Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser und Bildungsdirektor Dr. Robert Klingmair luden die Teilnehmer/innen, Eltern und Kursleiter/innen ein.

Unser Schulsystem ist die unverzichtbare Basis auch für Kinder mit außerordentlichen Talenten. Aber wir bauen mit den Werkstätten und den Talentecamps Vorhandenes noch aus, die Kinder entwickeln sich gemeinsam mit Gleichgesinnten weiter. Entscheidend dafür sind aber auch die Eltern und das pädagogische Umfeld“, betonte Kaiser. Um die Kinder entsprechend fördern zu können, sei es wesentlich, dass sich auch die Pädagoginnen und Pädagogen ständig weiter entwickeln. „Niemand darf stehen bleiben, jeder muss täglich dazu lernen“, betonte Kaiser und wies vor rund 200 Eltern, Kindern und Jugendlichen darauf hin, dass das auch ihn betreffe.

„Wir haben diese Woche junge Sportlerinnen und Sportler geehrt, Österreich-Preisträger in der HTL Mössingerstraße ausgezeichnet, Lehrlinge mit österreichweiten Preisen versehen und heute sind unsere jungen Talente aus den Volksschulen dran, sie vor den Vorhang zu holen. Das sind unsere jungen Kräfte in allen Bereichen, das ist unsere Zukunft“, so Kaiser.

Seit sechs Jahren gibt es die außerschulischen Werkstätten für Schülerinnen und Schüler der Volksschulen, die über außerordentliche Fähigkeiten verfügen. Die Werkstätten wurden von der Bildungsdirektion für Kärnten ins Leben gerufen, damit die Volksschulkinder in altersgemischten Gruppen an anspruchsvolle Themen herangehen, ihre Interessensgebiete vertiefen und mit ähnlich begabten Kindern zusammenarbeiten.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair sieht in diesem Zusammenhang die Bildungsdirektion für Kärnten als Beratungsstelle für die hochbegabten Kinder ebenso wie für die Eltern. „Unser Bildungssystem macht beides möglich: es fördert jene, die sich schwerer tun und es forciert diejenigen, die besondere Fähigkeiten besitzen“, fasste Klinglmair zusammen.

89 Zertifikate und Urkunden konnten an Schüler/innen aus der Volksschule, Neuen Mittelschule und der AHS von LH Dr. Peter Kaiser, BD Dr. Robert Klinglmair, Mag. Georg Niedersüß (Vorstand des Vereins Wirtschaft für Bildung) und Marianne Kriegl-Pernjak (Organisatorin des Projekts) verliehen werden.

Die Schüler/innen hatten während des Schuljahres regelmäßig an den außerschulischen Werkstätten in den Fachbereichen Mathematik (Kursleitung: Stefan Lobnig, BEd und Mag. Mara Pomassl), Deutsch (Kursleitung: Mag. Christine Prochazka), Chemie (Kursleitung: Mag. Karl Brachtl), Chemie/Physik (Kursleitung: Ing. Andreas Wind, BEd), Biologie (Kursleitung: Dr. Christina Morgenstern) und Mathematik/Physik (Kursleitung: Stefan Lobnig, BEd) teilgenommen. Die Kursleiter/innen hatten mit den Kindern altersunabhängig und schulunabhängig an anspruchsvollen Themen gearbeitet. Die Schüler/innen beschäftigten sich am Nachmittag mit Kryptogrammen, führten chemische und physikalische Experimente durch, erstellten Lapbooks und experimentierten mit Gedichten. Sie untersuchten biologische Lebewesen und erforschten den Zusammenhang zwischen Elektrizität und Magnetismus, um nur einige Beispiele zu nennen.

Im Schuljahr 2017/18 haben rund 430 Volksschulkinder teilgenommen und Kurse besucht, das Interesse war jedoch wesentlich höher, sodass im Schuljahr 2018/19 das Programm auf 60 Werkstätten ausgeweitet worden ist und rund 650 teilnehmende Kinder gezählt wurden. Georg Niedersüß vom Verein Wirtschaft und Bildung betonte, dass es eine „Kunst ist, spezielle Begabungen in den Kinder zu wecken, was alleine in der Schule nicht möglich ist“, daher wurden die Werkstätten ins Leben gerufen. Der Schwerpunkt der Werkstätten liegt auf Mathematik, Naturwissenschaften und Sprache, und werden außerschulisch, einmal im Monat an einem Nachmittag durchgeführt. In Mathematik ging es heuer um Kryptogramme, Zahlenfolgen, Lösen von Aufgaben und Zahlenspiele, in Deutsch befasste man sich mit digitalen Formulierungen, Rollen, Gedichte und Leseabenteuer, in den Naturwissenschaften beschäftigten sich die Kinder mit Chemie, Physik, entsprechenden Experimenten und in Biologie nahm man sich mittels Mikroskopen und Lupen der Lebewesen an.

Der Verein Wirtschaft und Bildung, die Landesregierung, die Bildungsdirektion für Kärnten, BIKO mach MINT sowie der Verein INIZIA sponsern das Projekt „Werkstätten“ seit dem Schuljahr 2017/18. Die Talentecamps werden von der Industriellenvereinigung Kärnten unterstützt und mitfinanziert. „Als Industriellenvereinigung sehen wir uns verantwortlich für die Jugend und müssen ihre Talente erkennen und sie unterstützten. Sie sind unsere Zukunft“, so Claudia Mischensky, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung.

Musikalisch wurde die Feier von Julias Schantl (Horn) und Petra Wiesflecker (Klavier) umrahmt. Der junge Künstler, der 2019 den 1. Preis beim Prima la musica Landeswettbewerb erspielte, verzauberte die anwesenden Kinder, Jugendlichen, Eltern und Ehrengäste mit seiner Darbietung.

Der Verleihung im Konzerthaus beigewohnt haben LAbg. Stefan Sandrieser, Dr. Dagmar Zöhrer (Fachreferentin für Begabungsförderung), Mag. Barbara Bergner (Abteilungsleitung der Bildungsregion Ost), Mag. Gerlinde Duller (Verein INIZIA und Organisatorin der Talentecamps) und Dr. Claudia Mischensky (GF der IV Kärnten).

Text: LPD Kärnten/ Gerlind Robitsch, Bildungsdirektion für Kärnten/ Marianne Kriegl-Pernjak, BEd
Fotos: LPD Kärnten/Fritzpress

Schulpsychologinnen und Schulpsychologen helfen zum Schulschluss

Für die meisten Schülerinnen und Schüler ist der Zeugnistag ein Freudentag, denn es beginnen die Ferien. Bei einigen ist die Freude durch negative Noten getrübt. Für diese Schülerinnen und Schüler gilt es nicht zu verzagen, sondern zu überlegen, mit welchen Maßnahmen sie ihren Leistungsstand verbessern können.

Beratung und Unterstützung erhalten Schülerinnen und Schüler sowie Eltern von den Schulpsychologinnen und Schulpsychologen der Bildungsdirektion für Kärnten, die das ganze Jahr über in allen Bezirken als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Nähere Information unter dem nachfolgenden Link:

Erreichbarkeiten Schulpsychologie

In FBS Villach lebt man Insektenschutz

Rund um die Fachberufsschule 1 in Villach blühen seit dem Frühjahr zwei große Bienenwiesen. Nun lebt auch ein vom Bienenschutzverein umgesiedelter Bienenschwarm auf dem Schulgelände. Für die fleißigen Insekten wurde extra eine Bienenwiese gebaut.

„Wir haben an der Fachberufsschule gemeinsam mit dem Bienenschutzverein das Projekt ins Leben gerufen“, erklärt Schulleiter Walter Werner. „Da wir REWE-Schwerpunktschule sind, ist für uns das Thema Nachhaltigkeit besonders wichtig und auch Inhalt des Lehrplanes.“ Die Schülerinnen und Schüler haben sich für den Bienenschutz entschieden – und deshalb wurden an zwei Stellen im Außenbereich Futterwiesen für die nützlichen Insekten angelegt.

„Herr Funke vom Bienenschutzverein hat einen wilden Bienenschwarm eingefangen und auf dem Schulgelände angesiedelt. Außerdem hat er die Jugendlichen über das Leben und Wirken der Bienen aufgeklärt“, so Werner. Und damit sich die Nektarsammler auch wohlfühlen und optimale Bedingungen für den Naturwabenbau vorfinden, wurde eine Bienenwiege installiert.

Schon im Herbst soll der erste Honig geerntet werden. Auch die Bienenwiege soll in Produktion gehen.

Text: Claudia Fischer/Kronenzeitung

Fotos: Fachberufsschule Villach 1

HTL Mössingerstraße räumte groß ab

In der HTL-Mössingerstraße wurden von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser im Beisein von Bildungsdirektor Robert Klinglmair, Schulqualitätsmanager Axel Zafoschnig, HTL-Direktor Hubert Lutnik und Elektrotechnik-Vorstand Walter Auernig, Schülerinnen und Schüler für ihre außergewöhnlichen Leistungen bei Wettbewerben mit Anerkennungsurkunden ausgezeichnet. Von den 18 Diplomarbeiten der Abteilung Elektrotechnik haben nicht weniger als sieben Projekte Auszeichnungen bei diversen Wettbewerben (AUT Standing, FH Kärnten Maturawettbewerb, ADXAWARD, Technik fürs Leben, jugend: innovativ, innovation@school) gewonnen. Mit fünf Siegen, zwei zweiten Plätzen, vier dritten Plätzen, vier Sonderpreisen, einem vierten Platz, einem Top-5-Platz und einer Semifinal-Nominierung kann die Elektronik-Abteilung der Schule mit einer einzigartigen Bilanz im heurigen Schuljahr aufwarten.

Der Landeshauptmann zeigte sich stolz über die Ergebnisse und gratulierte den Schüler/innen aber auch den Lehrkräften zum Erfolg. „Wenn es um neue Entwicklungen geht, ist die HTL Mössingerstraße an vorderster Front. Ihr gebt ein tolles Bild für Kärnten ab, seid innovativ und eure Selbstdisziplin ist bewundernswert. Eure Leistungen sind phänomenal und die Projekte in Verbund mit Konzernen bzw. Firmen nützen auch der Allgemeinheit“, stellte er fest. Allen Schüler/innen wünschte er viel Glück auf ihrem weiteren Berufsweg und bat sie gleichzeitig kärntenaffin zu bleiben. „Solche Köpfe wie Euch braucht unser Land“, so Kaiser.

Klinglmair hob ebenfalls die beeindruckenden Projekte hervor und meinte, dass die HTL-Mössingerstraße als Vorzeigeschule im heurigen Schuljahr nicht umsonst den Preis für die innovativste Schule Kärntens bekommen habe. „Die konsequente Arbeit der Projektbetreuer/innen, die ausgezeichneten Kontakte zu Firmenpartnern sowie hochmotivierte Schülerinnen und Schüler ergaben diesen Erfolgscocktail“, so der Bildungsdirektor.

Zafoschnig zeigte sich begeistert von der Präsentationsfähigkeit der Schüler. „Dank eurer Ideen und Kreativität seid ihre vorne dabei und eure Arbeiten sind ein Erfolgsmodell“, sagte er.

Lutnik dankte den Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz. „Ihr habt Euch einem hohen Anforderungsniveau gestellt. Eure konsequente, jahrelange Aufbauarbeit hat Früchte getragen“, so der Schulleiter.

Seitens der Abteilung Elektrotechnik an der HTL Mössingerstraße wird die Teilnahme an diversen Wettbewerben gefördert. Damit soll sowohl die Motivation der Schülerinnen und Schüler gesteigert werden als auch dem Betreuerteam die Möglichkeit für eine Standortbestimmung geboten werden.

I N FO: Folgende Projekte bzw. Schüler/innen errangen Erfolge:

Text: LPD Kärnten/ Michael Zeitlinger
Foto: LPD Kärnten/Peter Just

HTL-Wolfsberg baute eigenen Escape Room

Als Jahresprojekt entwickelten die Schüler/innen der HTL Wolfsberg einen eigenen Escape Room. Die Räume, aus welchen man auszubrechen versucht, indem man sich durch eine Reihe Rätsel „kämpft“, liegen momentan stark im Trend und weckten das Interesse der Schüler/innen. Das Szenario: ein alter Schulraum mit Tafel, Spinde, Tische, Sessel, Landkarte – alles ist vorhanden. Unsere Gruppe hatte anfangs keine sehr hohe Erwartungshaltung – zu unrecht, wie sich herausstellen sollte.

Da der finanzielle Rahmen nicht groß war, wurde der HTL-Fundus durchsucht und alles zusammengetragen. Als Raum dient nun eine alte Lagerkammer. Auch die Herausforderungen blieben nicht aus. Manches hat im Labor super funktioniert und dann im Raum auf einmal nicht mehr. Schließlich konnte die Klasse den Escape Room aber vor Kurzem fertigstellen.

Nächstes Schuljahr soll die kommende 3AHWII den Raum übernehmen. Aber auch die „Erfinder-Klasse“ will sich weiterhin einbringen. „Wir wollen den Raum auch von Gruppen aus NMS-Klassen bespielen lassen, weil man so sehen kann, was in der HTL alles möglich ist“, so die Schüler/innen. Ebenfalls im Raum steht, aus dem Projekt ein Mini-Unternehmen zu machen, das von denSchüler/innen selbst betrieben wird, um den Raum auch außerschulischen Gruppen zugänglich zu machen. „Diese Idee schauen wir uns nächstes Schuljahr an“, sagt Direktor Jürgen Jantschgi.

Text: KLZ/Sandra Müllauer

Foto: KLZ/Helmuth Weichselbraun