Meinungsaustausch mit Kärntner Schülervertreter/innen zu Klima-Demos

Die Diskussion um die aktuellen „Friday for future“-Klima-Demonstrationen von Schülerinnen und Schüler in ganz Österreich nahm Kärntens Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser zum Anlass, um die Betroffenen selbst zu einem Meinungsaustausch einzuladen. Gemeinsam mit dem Kärntner Bildungsdirektor Robert Klinglmair begrüßte Kaiser eine Abordnung von Landesschülervertreter/innen im Amt der Kärntner Landesregierung.

Einhelliger Tenor: „Die Bundesregierung muss Sorge dafür tragen, dass Lücken im Schulunterrichtsgesetz geschlossen werden und einen Kompromiss zwischen dem Recht der Schülerinnen und Schüler auf freie Meinungsäußerung und der Anwesenheitspflicht im Unterricht finden.“ Eine Möglichkeit wäre etwa, die für die Teilnahme an einer Demonstration notwendigen Stunden an einem anderen Wochentag einzuarbeiten.

„Ich habe mich immer dafür eingesetzt, dass sich junge Menschen auch politisch engagieren. Wenn die Bundesregierung es, wie ich, ernst damit meint und auch etwas gegen die Politikverdrossenheit von jungen Menschen tun will, dann wird sich eine vernünftige Regelung finden lassen“, betont Kaiser und verweist auf die Notwendigkeit, „Schülerinnen und Schüler, die an Demonstrationen teilnehmen, vor Sanktionen – im Pflichtschulbereich drohen Verwaltungsstrafen von bis zu 440 Euro, in weiterführenden Schulen Schulverweise – zu schützen.

Wie für Kaiser gehören auch für Bildungsdirektor Robert Klinglmair Demonstrieren und das Recht auf freie Meinungsäußerung zu den menschlichen Grundrechten. „Diese gelten natürlich auch für Schülerinnen und Schüler, andererseits ist die schulrechtliche Situation eindeutig und gilt ein Fernbleiben vom Unterricht zum Zwecke der Teilnahme an einer Schülerdemonstration nicht als eine gerechtfertigte Verhinderung vom Unterricht“, spricht sich auch Klinglmair dafür aus, beides sinnvoll miteinander zu verbinden.

Die Landesschülervertreter werden das Thema auch in der nächsten Sitzung des Schülerparlaments behandeln. Dort sollte dann ein entsprechender Antrag der Schülerinnen und Schüler beschlossen werden. Der Landeshauptmann sagte jedenfalls zu, einen entsprechenden Antrag an die Bundesregierung zu übermitteln. Seitens der Bildungsdirektion wird angestrebt, auch mit den Schulleiterinnen und Schulleitern in einen konstruktiven Dialog zu treten.

Am Gespräch mit Landeshauptmann Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair nahmen seitens der Landesschülervertretung Stefanie Strutzmann (AHS, Ingeborg Bachmann Gymnasium), Julia Gruber (BMHS, WIMO Klagenfurt) und Peter Hartl (KTS Villach) teil.

Text: LPD Kärnten, Schäfermeier/Rauber
Foto: LPD Kärnten/Sucher

Gemeinschaft fördern. Kompetenzen bilden. Demokratie leben.

Zum Schwerpunkt „Schüler/innen helfen Schüler/innen“ fand am 21. März 2019 in den Räumlichkeiten der Bildungsdirektion für Kärnten eine Einführung in die Grundlagen und Umsetzung des Klassenrats für interessierte Peer-Mediator/innen, Buddies und Peer-Coaches statt.

Der Klassenrat ist eine institutionalisierte, regelmäßige Zusammenkunft aller Schüler/innen einer Klasse (+ Lehrer/in) mit deutlich strukturiertem Ablauf und klarer Rollenverteilung, mit dem Ziel, soziales Verhalten, Verantwortungsbewusstsein, Problemlösefähigkeiten und Gemeinschaftsgefühl zu fördern.

Der Klassenrat ist somit das demokratische Forum einer Klasse, in dem die Schüler/innen über selbstgewählte Themen beraten, diskutieren und entscheiden. Peer-Mediator/innen und Buddies übernehmen und unterstützen oftmals die Einführung und/oder die Moderation des Klassenrates an ihrem Schulstandort.

Sie ermöglichen dadurch jüngeren Schüler/innen an ihrem Schulstandort das Einüben von sozialen und demokratischen Handlungskompetenzen, schaffen gemeinsam mit ihren Lehrer/innen einen geschützten Rahmen, in welchem demokratische Prozesse erlebt und erfahren werden können und ermöglichen, dass über das Zusammenleben in einer Klasse gesprochen, verhandelt und gestaltet wird.

Vertreter/innen der Schulstandorte EUREGIO HTBLVA Ferlach, Ingeborg-Bachmann-Gymnasium und Waldorfschule Klagenfurt nahmen mit viel Engagement, Freude und Umsetzungswillen an diesem Workshop teil, der von der Wanderausstellung „Minderheitenschulwesen. Sprachliche Vielfalt mit Geschichte“ nicht nur visuell sondern auch thematisch umrahmt wurde.

Text&Fotos: Anna Maria Gabalier, BEd MA

Strahlende SiegerInnen beim BHS Fremdsprachenwettbewerb 2019

Ganz im Zeichen der Begabtenförderung im Bereich Fremdsprachen stand auch heuer der Fremdsprachenwettbewerb der BHS am 14. März. Aus 16 Schulen (4 HAK, 5 HTL, 5 HUM) stammten die 37 Kandidat/innen, die am Landesfinale teilgenommen haben. Internationale Kommunikation, interkulturelle Kompetenzen und Mehrsprachigkeit sind beim Fremdsprachenwettbewerb keinesfalls bloße Schlagworte. Seit Wochen hatten sich die Teilnehmer/innen in den Schulen auf den Wettbewerb vorbereitet und zeigten nun beeindruckende Leistungen.

In den Bewerben Englisch, Italienisch, Französisch und Spanisch sowie in den Bewerben „simultane Mehrsprachigkeit“ (Englisch-Italienisch, Englisch-Französisch) wurden die Landessieger/innen gekürt.

Einige Schüler/innen wurden gefragt, was sie motiviert, Fremdsprachen zu lernen und sich diesem schwierigen Bewerb zu stellen.

Die Antworten reichten von „Erhöhte Jobchancen“ über „Interesse an anderen Kulturen“ bis hin zu „Ich reise gerne, ich will die Welt kennenlernen“.

Über viele schöne Preise konnten sich die Sprachtalente freuen, denn viele Firmen unterstützten auch dieses Jahr diese Veranstaltung, u.a. Industriellenvereinigung, Generali Versicherung, Kärntner Sparkasse, Cooltours, Feuerberg Mountain Resort, Arbeiterkammer, ÖAMTC Fahrsicherheitszentrum, WIFI Kärnten, Buchhandlung Heyn und viele andere.

Text&Fotos: Mag. Astrid Gerjol, Mag. Ulrike Tiefling

Ergebnisliste

Minderheitenschulwesen: Sprachliche Vielfalt mit Geschichte

Zehn Stationen zum Thema Minderheiten umfasst die Wanderausstellung, die 2016/2017 im Auftrag des damaligen Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch das Demokratiezentrum Wien erstellt wurde. Am 19. März 2019 wurde diese Ausstellung unter dem Namen „Das Österreichische Minderheitenschulwesen. Sprachliche Vielfalt mit Geschichte“ anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Minderheiten-Schulgesetzes in der Bildungsdirektion für Kärnten von Landeshauptmann Peter Kaiser eröffnet. Ziel der Ausstellung ist die Stärkung der Identität und das Bewusstseins für die eigene Geschichte innerhalb, sowie Bewusstseinsbildung außerhalb österreichischen Minderheiten. Zielgruppe der Ausstellung sind Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I.

„Die heutige Veranstaltung hat uns eine sehr vielfältige Darstellung sowohl geschichtlich, als auch pädagogisch und didaktisch präsentiert und die Ausstellung versucht alles das zusammenzufassen“, sagte Bildungsreferent Kaiser in seiner Eröffnungsrede und verwies auf die bewegte Geschichte des Minderheitenschulwesens. Minderheiten hätten nur Bestand, wenn sie innerhalb eines Gemeinwesens Gehör finden und gefördert würden. „Aufgabe der Politik ist es, für Klarheit zu sorgen und zielgerichtet richtige Schwerpunkte zu setzen“, appellierte Kaiser auch an Bildungsminister Heinz Faßmann.

Besonders hingewiesen hat Kaiser auf die zentrale Bedeutung der frühen sprachlichen Bildung: „Der elementarpädagogische Zugang ist ein entscheidender. Wir haben 14 zweisprachige Kindergärten, wo mit sehr viel Engagement gearbeitet wird, was dazu führt, dass im Volksschulbereich schon entsprechende Sprachkenntnisse da sind, die wesentlich sind und dann zur Weiterentwicklung beitragen.“ Hervorgehoben wurde vom Landeshauptmann auch die tertiäre Bildung, wo die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt ein ganz besonderer Standpfeiler der slowenischen Sprache sei. „Die Zweisprachigkeit in Kärnten hat einen hohen Stellenwert“, betonte der Landeshauptmann.

Auch Bildungsdirektor Robert Klinglmair betonte die große Wichtigkeit von kultureller und sprachlicher Vielfalt. „Zweisprachigkeit ist ein Asset, das sowohl persönlich bereichert als auch zu besseren Chancen am Arbeitsmarkt führt.“ Aktuell gebe es über 4.000 Anmeldungen zum Slowenisch-Unterricht, das bedeute, dass sich die Anzahl mehr als verdoppelt habe. Der Bildungsdirektor verwies aber auch auf Problemfelder, so würden beispielsweise die Anmeldungen nach der Primarstufe wieder zurückgehen. „Das ist schwierig für einen nachhaltigen Spracherwerb“, so Klinglmair.

Generalsekretär Martin Netzer vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) richtete Grüße von BM Faßmann aus und beleuchtete die Entwicklung seit 1959. „Das Minderheiten-Schulgesetz war eine historische Lösung und eine große Leistung der damals politischen Verantwortlichen.“ Vielfalt sei als Bereicherung einer Gesellschaft zu sehen und sei gerade in einem Europa, wo die Zentrifugalkräfte zunehmen, sehr positiv.

“Gedanken zum 60-jährigen Bestehen des Minderheiten-Schulgesetzes für Kärnten“ gab es von Theodor Domej, dem ehemaligen Fachinspektor für Slowenisch an mittleren und höheren Schulen in Kärnten. Sabine Sandrieser, Abteilungsleiterin für Minderheitenschulwesen, dankte dem Bildungsministerium für die Unterstützung und ganz besonders Jan Sisko von der Stabsstelle für das Minderheitenschulwesen im BMBWF, mit dem schon viele Projekte umgesetzt werden konnten. Sisko berichtete über aktuelle Projekte und Schwerpunkte wie beispielsweise den Übergang vom Kindergarten zur Volksschule. Die Projektleiterin der Ausstellung und Chefin des Demokratiezentrums Wien, Gertraud Diendorfer-Ratzenböck, stellte die Ausstellung „Das Österreichische Minderheitenschulwesen. Sprachliche Vielfalt mit Geschichte“ vor.

Unter den zahlreichen Gästen waren Landtagspräsident Reinhart Rohr, Landtagsabgeordnete Ana Blatnik, Landtagsabgeordneter und Pflichtschul-Lehrerpersonalvertreter Stefan Sandrieser, Landesamtsdirektor-Stellvertreter Markus Matschek, Gert Klösch, Bezirkshauptmann von Völkermarkt, Milan Predan, Generalkonsul der Republik Slowenien und Volksgruppenbüroleiter Peter Karpf. Für die musikalische Begrüßung sorgten die 19 Schülerinnen und Schüler der zweisprachigen Volksschule Zell Pfarre/Sele. Für ihre Bereitschaft am schulfreien Festtag des Landespatrons aufzutreten, erhielten sie viel Applaus und Büchergutscheine vom Bildungsdirektor.

Text: LPD Kärnten/ Ulli Sternig
Fotos: LPD Kärnten/Peter Just

Neue Bildungsdirektion offiziell aus der Taufe gehoben

Mit dem stattgefundenen Frühjahrsempfang im Spiegelsaal der Landesregierung wurde die neue Bildungsdirektion für Kärnten offiziell im Beisein von Landeshauptmann Peter Kaiser aus der Taufe gehoben. Seit 1. Jänner 2019 gibt es nach einer Bildungsreform diese neue Behörde, die nach der vollzogenen Umstrukturierung in Kärnten 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wird. „Es war ein vier Jahre lang dauernder Prozess, ich danke allen, die sich eingebracht haben und ich danke vor allem für die Geduld. Wir haben eine neue Struktur, neue Abläufe und heute wollen wir ein Signal setzen, um zu zeigen, dass wir als Bildungsdirektion bereit sind, die neuen Herausforderungen anzugehen“, erklärte Bildungsdirektor Robert Klinglmair in seinem Statement. Die Bildungsreform sei laut Klinglmair die größte Reform der letzten Jahrzehnte und nun gilt es die Chance wahrzunehmen, die beste Bildung Kindern aller sozialen Schichten zu Gute kommen zu lassen.

Landeshauptmann Peter Kaiser erinnerte in seiner Rede auch daran, dass kürzlich in einer 150-Jahr-Feier der Landesschulrat für Kärnten als Behörde zu Grabe getragen worden ist. „Ich war seit dem Startschuss für die neue Bildungsdirektion im September 2014 dabei und habe nicht immer geglaubt, dass es gelingen wird, viele unterschiedliche Interessen zu vereinen. Es ist gelungen und wir erleben heute eine neue Behörde, quasi die gemeinsame Geburt der Bildungsdirektion“, so Kaiser. Es sei dies der Start in einem Bereich, der der verantwortungsvollste in einem Land, einem Staat sei, da er sich mit der Bildung der Kinder und Jugendlichen beschäftigt und damit mit der Zukunft. „Die Verantwortung der Gesellschaft liegt in den Händen der neuen Bildungsdirektion, ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es wurden neue Rahmenbedingungen geschaffen, es gibt neue Strukturen und es gab personelle Veränderungen. Damit sind nun Synergien frei, finanziell und personell, um die Qualität, wo es am wichtigsten ist, zu steigern, nämlich in den Klassenzimmern“, betonte Kaiser. Richtung Bund stellte Kaiser klar, dass das Bildungsministerium in Kärnten einen Partner finde, die wechselseitige Kritik weiterhin wesentlich sei, um auch in Zukunft die Qualität in der Bildung zu forcieren.

In Vertretung von Bundesminister Heinz Faßmann nahm der Generalsekretär des Bildungsministeriums, Martin Netzer, am Frühjahrsempfang teil. Netzer bedankte sich in seiner Rede bei allen, die dazu beigetragen haben, die neue Behörde zu installieren und mit dieser Feierlichkeit nach außen sichtbar zu machen. „Ohne Unterstützung des Landes wäre die neue Bildungsdirektion nicht umsetzbar gewesen. Ich weiß, dies hat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Zeit und auch Nerven gekostet und dafür danke ich. Das Land hatte es nicht immer leicht mit dem Bund, aber Bildungsdirektor Klinglmair hat Flagge gezeigt, denn wir gehen bei der Reform tief in die Struktur, aber auch in die Kultur, um in Zukunft als eine behördliche Einheit gesehen zu werden“, so Netzer. Ziel sei es jedenfalls die Qualität in Strukturen und Prozessen in der Bildung zu verbessern und eine höhere Bedarfsgerechtigkeit in den Schulen sicher zu stellen. Netzer sprach mit den Themen Digitalisierung, die Reform der Neuen Mittelschule und der AHS mit einer Leistungsabstufung und dem Ethikunterricht ab 2020 auch die Herausforderungen für die Zukunft an.

Zentralpersonalvertretungs-Obmann Gernot Nischelwitzer stellte klar, dass die Personalvertretung Reformen gegenüber offen sei und hob die Wichtigkeit der rechtzeitigen und durchgängigen Kommunikation im Zuge von Reformprozessen hervor.

Musikalisch umrahmt wurde der gemeinsame Frühjahrsempfang von Bildungsdirektion für Kärnten und Land Kärnten sowie von den Schülern Merna Abdalla (Gesang) und Marko Wrulich (Klavier). Bildungsdirektor Klinglmair konnte zudem Landtagsabgeordneten Stefan Sandrieser, Landesamtsdirektor Dieter Platzer, Präsidialleiter Peter Wieser und den Pädagogischen Leiter Klaus-Peter Haberl begrüßen. Kurt Gasser, Vizepräsident der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft hielt einen Kurzvortrag zum Thema „Das Potenzial der Gruppe – Veränderung als Chance“.

Die Bildungsreform des Bundes sah die Errichtung von Bildungsdirektionen in jedem Bundesland als gemeinsame neue Behörde des Bundes und des jeweiligen Bundeslandes vor. Die Aufgaben der Bildungsdirektion sind die Vollziehung des Schulrechtes, die Qualitätssteigerung in der Bildung, die Schulaufsicht und das Bildungscontrolling, der Vollzug des Dienstrechtes sowie des Personalvertretungsrechtes der LehrerInnen an öffentlichen Schulen.

Text: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD Kärnten/Helge Bauer

1000 Studieninteressierte am Tag der offenen Tür der AAU

Die Alpen-Adria-Universität kennenlernen. Erfahren wie ein Studium funktioniert. Schnuppervorlesungen und vieles mehr. Dieses Angebot nahmen rund 1000 Studieninteressierte am Tag der offenen Tür wahr.

Jedes Jahr lädt die Universität Klagenfurt im März zum Tag der offenen Tür. Auch heuer haben wieder viele SchülerInnen und Studieninteressierte die Einladung angenommen. Alle Studienrichtungen der Universität sowie weitere Bildungseinrichtungen aus Kärnten waren vor Ort vertreten und beantworteten Fragen rund um den Studienstart sowie zu den Inhalten der einzelnen Studien.

Vor Ort wurden die BesucherInnen beim Check-In mit einem Goodie Bag begrüßt und konnten dann an Campusführungen, Bibliotheksführungen und Schnuppervorlesungen teilnehmen.

Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair stattete seiner ehemaligen Schaffensstätte auch einen Besuch ab und begrüßte die BesucherInnen sowie die AustellerInnen. Er zeigte sich begeistert von dem großen Angebot und den vielen vertieften Gesprächen.

Mit spannenden Schnuppervorlesungen, wie zum Beispiel „Warum Präsident Trump nicht an den Klimawandel glaubt“, „Die Dynamik der Liebe“ und „Endlich gute Entscheidungen treffen“, zeigten die WissenschaftlerInnen der Universität Klagenfurt, mit welchen Themen sich die einzelnen Studienrichtungen beschäftigen und sorgten für viele interessierte Gesichter.

Ziel war es, einen Einblick in die Bandbreite an Studienrichtungen der Universität zu geben und zu zeigen, mit welchen Lehr- und Forschungsinhalten sich die Universität Klagenfurt beschäftigt.

 

Text: Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Fotos: riccio photography

 

Chinesische Provinzen wollen mit Kärnten kooperieren

Sehr an Bildungskooperationen mit Kärnten interessiert sind die beiden chinesischen Provinzen Henan und Guizhou, dessen große Delegationen von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser im Spiegelsaal der Landesregierung empfangen wurden. Zusammengezählt haben die beiden Provinzen über 140 Millionen Einwohner, in Henan gibt es 140 und in Guizhou 72 Hochschulen, die nach der Reifeprüfung besucht werden können. Neun der Top-Universitäten aus Henan sind auch in der Delegation vertreten. Konkret geht es den Chinesinnen und Chinesen um den Austausch von Studierenden und Lehrenden sowie um gemeinsame wissenschaftliche Projekte. Weil Henan und Guizhou bedeutende Tourismusstandorte sind, wollen sie insbesondere auch in der Tourismusausbildung mit Kärnten kooperieren.

„Ich freue mich, dass wir uns über Bildung austauschen, eines der wichtigsten und die Zukunft prägendsten Themen“, sagte Kaiser. Er stellte den Gästen aus China das österreichische Bildungssystem kurz vor und ging auf die Schwerpunkte in Kärnten ein. Der Landeshauptmann sagte, dass Kärnten knapp 24 Prozent des Jahresbudgets für Bildung aufwende. „Bildungsarbeit beginnen wir schon im frühesten Kindesalter und haben insgesamt ein lebensbegleitendes Bildungssystem“, so Kaiser. Er spannte den Bogen von der Elementarpädagogik über die duale Ausbildung bis hin zur universitären.

Der Bildungsminister von Henan, Diao Yuhua, sagte, dass es in seiner Provinz 140 Hochschulen gebe. Henan habe rund 100 Millionen Einwohner, 28 Millionen davon seien Lehrkräfte, Professoren, Studierende, Schülerinnen und Schüler. „Internationale Kooperationen sind sehr wichtig für uns, im Bildungsbereich arbeiten wir mit 60 Ländern, vor allem mit Deutschland, Italien und Frankreich, in 270 Projekten zusammen“, so Diao. Österreich bezeichnete er als besonders interessant für Kooperationen, weil es in einigen Bildungsbereichen Vorreiter sei. Der Minister verwies auch auf mögliche Stipendien für Kärntner Studierende, die an einem Austauschprogramm mit Henan interessiert wären.

Die Vize-Bildungsministerin von Guizhou, Wang Hui, sagte, dass es in ihrer Provinz 181 Höhere Schulen gebe, außerdem 72 Hochschulen, von denen man 29 mit dem Bachelor und 14 mit dem Masterstudium abschließen könne. Von den 42 Millionen Einwohnern seien über zehn Millionen, also rund ein Viertel, Lehrkräfte, Professorinnen und Professoren, Studierende, Schülerinnen und Schüler.

Technologie- und Forschungsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig nannte die Kärntner Lehrwerkstätten, die duale Ausbildung und die vielen Erfolge bei internationalen Lehrlingswettbewerben. „Bildungs- und Ausbildungsschwerpunkte setzen wir vor allem auch bei Kärntens Stärken in erneuerbarer Energie und Mikroelektronik“, so Schaunig.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair zeigte sich an möglichen Kooperationen mit den beiden chinesischen Provinzen sehr interessiert. Er sagte, dass die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt eine sehr offene Uni sei und weltweit über 200 Partnerunis habe. Auch im Bereich der Höheren Schulen könnte man Projekte starten.

Von Kärntner Seite waren beim Gesprächstermin u.a. auch Landtagspräsident Reinhart Rohr, Landesamtsdirektor Dieter Platzer und sein Stellvertreter Markus Matschek sowie Klaus-Peter Haberl und Peter Wieser vom Führungsteam der Bildungsdirektion anwesend. Die chinesische Delegation besuchte noch die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, den Lakeside Science & Technology Park sowie die Fachhochschule Kärnten in Villach.

Redaktion: LPD Kärnten/Markus Böhm
Foto: LPD Kärnten/Jannach

Gold, Silber und Bronze an besonders bewegungsfreundliche Schulen

Mit Schulsportgütesiegel in Gold, Silber und Bronze wurden 35 besonders bewegungsfreundliche Kärntner Schulen ausgezeichnet. Aus den Händen von Landeshauptmann und Bildungsreferenten Peter Kaiser sowie Bildungsdirektor Robert Klinglmair erhielten acht Schulen eine goldene Auszeichnung, 17 Schulen konnten sich über Silber und 10 Schulen über das Sportgütesiegel in Bronze freuen.

Kaiser zeigte sich angetan vom großen Engagement der Pädagoginnen und Pädagogen und über so viele bewegungsfreundliche Schulen. „Es ist immer wieder ein schöner Moment, wenn wir Schulsportgütesiegel verleihen dürfen, denn das zeigt, dass unsere Schulen permanent in Bewegung sind – und wenn wir in Bewegung sind, dann haben wir damit einer der wichtigsten Voraussetzungen für die Prophylaxe und Prävention Rechnung getragen.“ Der Landeshauptmann betonte, dass von Kärnten aus mit Abstand am meisten Schülerinnen und Schüler aller Bundesländer an Schulsportveranstaltungen teilnehmen würden. Dieser Erfolg werde durch personelle und finanzielle Förderungen erreicht. Derzeit seien 164.000 Kärntnerinnen und Kärntner aktiv in Sportvereinen tätig, informierte der Landeshauptmann. „Die heutigen Auszeichnungen sind ein kleines Danke an sie alle, dass sie dazu beitragen, die besonderen Momente des Sports zu ermöglichen“, so Kaiser.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair zeigte sich sichtlich stolz über die Leistungen der Pädagoginnen und Pädagogen. „Bewegung und Sport sind die Basis für eine gute psychische, kognitive und physische Entwicklung. Der Sport vermittelt zudem weitere wichtige Kompetenzen. Ich danke allen Pädagoginnen und Pädagogen, die hinter dieser wichtigen Sache stehen“, so Klinglmair.

Fachinspektor Hannes Wolf wies darauf hin, dass immer mehr Schulen in Kärnten als bewegungsfreundlich gelten. „Das Fach Bewegung und Sport wird immer sichtbarer und genießt einen immer größeren Stellenwert“, so Wolf.

Moderiert wurde die Verleihung der Sportgütesiegel von Birgit Morelli, für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte das Jazz-Ensemble des BRG Klagenfurt-Viktring unter der Leitung von Richard Peterl. Unter den Gästen waren unter anderem Landtagsabgeordneter und ZA-Vorsitzender Stefan Sandrieser, Barbara Bergner, Abteilungsleiterin der Bildungsregion Ost, und Sportkoordinator Christoph Hölzl.

Schulsportgütesiegel werden seitens des Bundessministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung an Volksschulen, Sonderschulen, Neue Mittelschulen, Polytechnische Schulen, Allgemeine Bildende Höhere Schulen, Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen vergeben und sind vier Jahre lang gültig. Ausgezeichnet werden dabei Schulen, die besondere Akzente in den Bereichen Sport und Bewegung setzen und entsprechend vielseitige Sportmöglichkeiten anbieten.

I N F O:

Das Schulsportgütesiegel in GOLD wurde an folgende Schulen vergeben: BHAK/BHAS Wolfsberg, NMS Lavamünd, NMS 2 Klagenfurt, NMS Bleiburg, VS Metnitz, VS Ludmannsdorf, VS Velden, VS St. Andrä, VS Weißenstein, VS Ebental

Das Schulsportgütesiegel in SILBER wurde an folgende Schulen vergeben: FBS Spittal/Drau, FBS Wolfsberg, BG/BRG Lerchenfeld, BG/BRG I. Bachmann, NMS Friesach, NMS Völkermarkt, NMS St. Jakob/Rosental, VS Jakling, VS Treffen, VS Tröpolach, VS Sittersdorff, VS St. Ulrich, VS Meiselding, VS 7 Völkermarkt, VS St. Georgen, VS St. Michael, VS Eitweg

Das Schulsportgütesiegel in BRONZE wurde an folgende Schulen vergeben: HBLA f. Wirtschaftl. Berufe, BHAK/BHAS Klagenfurt, NMS Nockberge, NMS 10 Ebental, NMS 2 Spittal, VS Seeboden, VS Kraig, VS Obermühlbach

Text: LPD Kärnten/Fabian Rauber
Fotohinweis: LPD Kärnten/Jannach

Vernetzt im Kampf gegen Süchte

Ganz klar hinschauen und handeln will man in Kärnten, wenn es um Suchtmittelmissbrauch in Schulen geht. Die Suchpräventionsstelle des Landes, die Bildungsdirektion für Kärnten und die Pädagogische Hochschule haben zu einer Fachtagung geladen, mit dem Ziel, sich zu vernetzen und dem Prinzip „helfen statt strafen“ zu folgen. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser eröffnete die Tagung mit weit über 200 Teilnehmenden an der Pädagogischen Hochschule. Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner bezeichnete Prävention als „unsere stärkste Waffe“.

„Einen Menschen aufzugeben, kommt für uns nicht in Frage“, stellte Kaiser klar. Ihm geht es darum, die Jugendlichen menschlich zu stärken und objektiv über Suchtgefahren zu informieren. Kaiser wies darauf hin, dass sich das Wort Sucht von einem alten germanischen Begriff für Krankheit ableite. „Sucht ist eine Krankheit, Betroffene sollen daher nicht a priori kriminalisiert werden“, betonte er. Auch der Landeshauptmann bezeichnete Prävention – also Sucht gar nicht erst entstehen zu lassen – als größte Chance. Prävention wirke, bedeute aber auch eine große Herausforderung. In diesem Sinne dankte Kaiser allen Teilnehmenden für ihr intensives Mitwirken und das Übernehmen von Verantwortung.

Gesundheitsreferentin Prettner sagte, dass Süchte zu oft schon im Jugendalter beginnen. „Sucht hat nicht nur eine Ursache und es gibt auch nicht nur eine Lösung“, warf sie ein. Gegen das gesamtgesellschaftliche Problem setze Kärnten auf Vernetzung, Sensibilisierung und Information. Mit der entsprechenden Tagung sei das Land Vorreiter. Prettner erwähnte noch eine aktuelle Studie. Laut dieser rauchen 19 Prozent der 17-jährigen Jugendlichen täglich und trinken 21 Prozent der 15-Jährigen wöchentlich. Cannabis hat laut Studie schon jeder fünfte Jugendliche über 15 Jahren einmal konsumiert.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair verwies auf die Wichtigkeit des frühzeitigen Handelns. Es gehe um Bewusstseinsbildung und Aufklärung an den Schulen sowie darum, zu handeln statt zu strafen. Strafe würde oft in einem Ausbildungsabbruch resultieren, was die Abwärtsspirale in Gang setze. Klinglmair hob neben der Suchtprävention aber auch die im Bildungsbereich laufenden Schwerpunkte für gesunde Ernährung, Bewegung, psychologische Thematiken, Umwelt sowie gegen Mobbing und Cybermobbing hervor.

Vizerektorin Gabriele Khan zitierte den Namensgeber der Pädagogischen Hochschule Kärnten, Viktor Frankl. Dieser meinte, dass Sucht entstehe, wenn bei Menschen ein „existenzielles Vakuum“ vorliege. Frankl habe hier von Erwachsenen gesprochen, bei Kindern sei die Thematik aber noch schwerwiegender. Das erfordere frühzeitiges Handeln, betonte auch Khan, die ebenso auf die Handy- und Spielsucht hinwies.

Als Leiterin der Suchtpräventionsstelle Kärnten begrüßte Barbara Drobesch die Anwesenden. „Wir wollen alle Player mit ins Boot holen“, sagte sie zum Ziel der Vernetzung. Sie verwies auf die Vorträge der hochkarätigen Fachleute, am Nachmittag werde man in Workshops zusammenarbeiten.

Unter den Teilnehmenden der Tagung waren Schulleiterinnen und -leiter, Schulärztinnen und -ärzte, Schulpsychologinnen und -psychologen, Vertreterinnen und Vertreter aus Schulsozialarbeit und Jugendcoaching. Titel der Tagung war „Drogen – (k)ein Thema an Schulen?!“. Primarius Wolfgang Wladika vom Klinikum Klagenfurt referierte über die Entstehung von Abhängigkeitserkrankungen, Suchtprophylaxe-Experte Andreas Prenn sprach über den § 13 des Suchtmittelgesetzes (dieser regelt, was die Schule bei Hinweisen auf einen Suchtmittelkonsum zu tun hat). Der Verein Neustart präsentierte das Frühinterventionsprogramm „Way out“, Kinder- und Jugendneurologe Rudolf Winkler sprach über die Wichtigkeit der Früherfassung.

Infos unter: www.suchtvorbeugung.ktn.gv.at

Text: LPD Kärnten/Markus Böhm
Fotohinweis: LPD Kärnten/Bauer

Eröffnung der Fachtagung „Drogen – (k)ein Thema an Schulen?!“ hinschauen und handeln Pädagogische Hochschule Kärnten

Drogen – (K)ein Thema in unseren Schulen?

„19 Prozent der 17-jährigen Jugendlichen rauchen täglich. 21 Prozent der 15-jährigen trinken wöchentlich. Und jeder fünfte Jugendliche über 15 Jahren hat schon einmal Cannabis konsumiert“, wies Gesundheitsreferentin Beate Prettner im Rahmen einer Pressekonferenz auf ernüchternde Zahlen hin. „Süchte sind eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Sie verlangen daher eine Vernetzung vieler Berufsgruppen und ein Hinschauen aller.“ Weil Süchte sehr oft im Kinder- und Jugendalter beginnen, sei es gerade in der Schule wichtig, präventiv zu wirken und „im Fall des Falles Hinweise für einen Suchtmittelkonsum zu registrieren und dann die entsprechenden Unterstützungen anzubieten“, so Prettner. Diese Unterstützung habe dem Prinzip „Helfen statt strafen“ zu folgen: „Wir dürfen die betroffenen Jugendlichen keinesfalls ins Eck stellen, sie diskriminieren oder gar kriminalisieren. Vielmehr müssen wir Schüler/innen, die in eine Sucht abdriften oder die eine riskante Konsumation von Suchtmitteln – und dazu gehört auch Alkohol – aufweisen, abfangen und sie in ein Beratungssystem bekommen“, appellierte die Gesundheitsreferentin.

Was die Schule bei Hinweisen auf einen Suchtmittelkonsum zu tun hat, ist im sogenannten Suchtmittelgesetz § 13 geregelt. „Allerdings eröffnen sich auf dem Weg von der Theorie zur Praxis immer zahlreiche Fragen. Genau diese Fragen werden in einer Fachtagung, die Kärnten als erstes und einziges Bundesland anbietet, geklärt“, informierte Prettner. Eingeladen wurden dazu die Schulleiter/innen aller 130 Schulen ab der NMS sowie Schulärzt/innen und Schulpsycholog/innen – mehr als 200 Teilnehmende haben sich für die morgige Tagung angemeldet.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair hielt fest, dass „durch die wachsenden gesellschaftlichen Anforderungen die Zahl der physischen und psychischen Beeinträchtigungen steigt. Schule muss sich diesen Herausforderungen stellen und gezielt gegensteuern.“ Was keinesfalls passieren dürfe, sei, aufgrund von Unsicherheiten wegzuschauen – „im Gegenteil: Wir müssen hinschauen und handeln. Daher wird die Fachtagung auch von der Bildungsdirektion unterstützt. Es geht um ein professionelles gemeinsames Handeln.“

Wie Klinglmair erklärte, agiere Schule beim Thema Sucht auf drei Ebenen: „Zum einen stärken wir Prävention; zum anderen werden Pädagog/innen weiter sensibilisiert, um noch genauer hinzuschauen und sollte der worst case eintreffen und es Hinweise auf einen Suchtmittelmissbrauch geben, dann sollen die handelnden Personen an den Schulen dafür gewappnet sein und wissen, was zu tun ist.“ Das Schlimmste wäre, wenn man die betroffenen Schüler/innen aufgeben würde – „denn dann kommt eine Abwärtsspirale in Gang, die in einer tatsächlichen Suchtkarriere, in Arbeitslosigkeit und in Kriminalität enden kann.“ Der Bildungsdirektor kündigte an, bei den gerade im Aufbau befindlichen Strukturen der neuen Bildungsdirektion der psychischen Gesundheit an Schulen noch mehr Platz einzuräumen. „Schulpsycholog/innen wird eine höhere Bedeutung beigemessen, wir werden vernetzte Teams schaffen und Angebote, die bereits vorhanden sind, stärken und bündeln.“

Details zur Fachtagung erläuterte die Leiterin der Suchtpräventionsstelle Kärnten, Barbara Drobesch. „Wir haben hochkarätige Expert/innen eingeladen, die am Vormittag Fachreferate halten werden. Am Nachmittag werden Workshops angeboten, bei denen es um konkrete Fälle geht und um die Frage, wie man hier richtig und zielführend vorzugehen hat.“ Wie Drobesch informierte, seien Anzeigen das allerletzte Mittel – und „ausschließlich für den Fall, dass gedealt wird, vorgesehen. Ansonsten stehen das Helfen und Unterstützen im Vordergrund.“ Bei verdächtigen Schüler/innen seien Lehrer/innen angehalten, den Jugendlichen genauer zu beobachten: Verändert sich sein Verhalten, häufen sich die Fehlstunden, gibt es einen Leistungsabfall, wird er zum Einzelgänger? Dann müsse die Direktion Schularzt, Schulpsychologen und Eltern informieren. „Nach einem gemeinsamen Gespräch sind ganz konkrete Schritte zu setzen: Der Schüler muss sich in eine Behandlung begeben und die Einhaltung dieser Behandlung wird kontrolliert. Sollte sich der Betroffene weigern, muss die Gesundheitsbehörde informiert werden. Ansonsten bleibt der Fall intern.“

„Gemeinsam mit der Bildungsdirektion, den Schulen, den Schulärzt/innen und Schulpsycholog/innen knüpfen wir unser Netz im Kampf gegen Süchte enger. Die morgige Fachtagung ist ein starkes Zeichen dafür“, dankte Prettner den pädagogischen „Mitstreitern“.

I N F O:
Eröffnung der Fachtagung „Drogen – (k)ein Thema an Schulen?!“ hinschauen und handeln
7. März 2019, 08.30 Uhr, Pädagogische Hochschule Kärnten, Hubertusstraße 1, 9020 Klagenfurt am Wörthersee

Text: Büro LHStv.in Prettner, Grabner/Rauber
Fotos: Büro LHStv.in Prettner