Ein dickes „plus“ für die Suchtprävention

„Prävention beginnt im Kindesalter. Daher setzen wir in Kärnten bei der Suchtvorbeugung schon in den Schulen an. Und das nicht mit Projekttagen, sondern mit einem Programm, das die Kinder vier Jahre lang begleitet – dem Lebenskompetenzprogramm plus“, erklärte Gesundheitsreferentin Beate Prettner. Sie überreichte im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung an 48 Lehrerinnen und Lehrer aus zwölf Schulen das „plus“-Abschlusszertifikat. „Ich danke den engagierten Pädagoginnen und Pädagogen für diese so wichtige Basisarbeit. Mit Basisarbeit meine ich im positivsten Sinn die Aufklärung, die im Kindes- und Jugendalter am effektivsten und nachhaltigsten wirkt“, betonte Prettner.

Gestartet wurde das „plus“-Programm im Jahr 2019. „Mittlerweile verfügen wir in Kärnten über 216 zertifizierte „plus“-Pädagog/innen, insgesamt wurden 434 Lehrer/innen in diesem Programm erfolgreich geschult“, so die Gesundheitsreferentin.

Konkret handelt es sich bei „plus“ um ein Lebenskompetenzprogramm mit sucht-, gewalt- und suizidpräventiver Ausrichtung für die fünfte bis achte Schulstufe. Der Umgang mit Suchtmitteln wird dabei alters- und geschlechtsspezifisch ebenso thematisiert wie andere Risikoverhaltensweisen von Jugendlichen. „Neue Medien, Konsumverhalten, Nikotin oder Alkohol sind genauso Teil des Programms wie die Förderung von Kommunikationsfähigkeit oder Stress- und Konfliktbewältigung“, erklärte Drobesch. Angeboten wird das Programm in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule und der Bildungsdirektion für Kärnten.

An der Verleihung nahmen auch Bildungsdirektor Robert Klinglmair und die Leiterin der Abteilung Prävention und Suchtkoordination, Barbara Drobesch, teil.

Die heute ausgezeichneten Schulen sind: NMS Wolfsberg, NMS St. Paul/Lav., BRG Mössinger, NMS Seeboden, NMS Winklern, NMS Spittal 2, NMS Villach-Lind, NMS Villach-Völkendorf, NMS Nötsch, NMS und RNMS Feldkirchen, NSM Straßburg.

Text: Büro LHStv.in Prettner, Grabner/Rauber

Foto: Büro LHStv.in Prettner

Ein dickes „plus“ für die Suchtprävention. LHStv.in Prettner und Bildungsdirektor Robert Klinglmair bei der Zertifikatsverleihung

Kärnten ist bei der EU-Förderung wiederholt Erasmus+ „Bildungs-Millionär“

Ein erklärtes Bildungsziel des Landes Kärnten und der Bildungsdirektion für Kärnten lautet, Schülerinnen und Schüler für eine Welt der Internationalität und wirtschaftlichen Verflechtung vorzubereiten. In Zusammenarbeit mit der „Nationalagentur Erasmus+ Bildung“ werden Auslandspraktika besonders gefördert. Schülerinnen und Schüler werden zu internationalen „European Citizen“ ausgebildet und mit hoher Sprachkompetenz und interkulturellen Qualifikationen ausgestattet, die in Zeiten der Globalisierung immer wichtiger werden.

In der neu genehmigten Antragsrunde von Mai 2019 im Bereich von Erasmus+ und Berufsbildung (Mobilität) werden für Kärnten Fördermittel für 19 Projekte in der Höhe von rund 1.6 Millionen Euro bewilligt. Rund 500 Schüler/innen und Lehrpersonen haben dadurch die Möglichkeit, Berufserfahrungen im Ausland zu sammeln und werden dafür jährlich in einer Ehrung vor den Vorhang geholt. Im Spitzenfeld der Projektschulen liegen die Höheren Bundeslehranstalten für wirtschaftliche Berufe (HLW) und Tourismusschulen sowie die Höheren Technischen Bundeslehranstalten (HTL). Bildungsdirektor Robert Klinglmair und Schulqualitätsmanagerin Renate Kanovsky-Wintermann sowie Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser freuen sich über die bisher höchste EU-Förderung für berufsbildende Schulen in Kärnten.

Insgesamt rund 1.5 Millionen Euro werden für Kärntner Auslandsschulpraktika von der EU zur Verfügung gestellt. Das Geld wird dazu verwendet, dass die Schülerinnen und Schüler in den Sommerferien ihr Pflichtpraktikum im europäischen Ausland durchführen können. Die beliebtesten Zieldestinationen sind England, Italien, Deutschland, Spanien und Frankreich. In einigen Projekten gibt es auch für Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit, pädagogische Erfahrungen im Ausland zu sammeln und diese nachhaltig in unsere Klassenzimmer zu bringen.

Die Praktika werden in Berufsfeldern durchgeführt, die den Lehrplänen der unterschiedlichen berufsbildenden Schulen oder Berufsschulen entsprechen:

Tourismusschulen und HLW: Praktika im Tourismus (Reisebüros, Hotels, Restaurants)

Sozialschulen: Praktika in Sozialbetreuungseinrichtungen (Altenheime, Kindergärten)

HTL: Praktika in technischen Bereichen (Industrie, technische Büros)

HAK: Praktika im kaufmännischen Bereich (Banken, Versicherungen)

Die Qualitätssicherung der Auslandsaufenthalte wird durch die Anwendung europäischer Qualitätssicherungssyteme wie z.B. ECVET ermöglicht. Für Bildungsdirektor Robert Klinglmair sind Mehrsprachigkeit und Interkulturalität wesentliche Faktoren für die Integration von Jugendlichen in eine offene Gesellschaft und eine globalisierte Arbeitswelt. „Daher werden seit mehreren Jahren in Kärnten Auslandspraktika mit großer Unterstützung der Bildungsdirektion für Kärnten und der Nationalagentur Erasmus+ Bildung besonders gefördert, wodurch Kärnten wieder zu den Spitzenreitern im bundesweiten Vergleich zählt“, betont der Bildungsdirektor.

„Kärnten hat sich in den letzten Jahren zu einem Vorzeigeland der EU-Förderung im Bereich der BMHS in Kärnten entwickelt“, meint SQM und ECVET-Expertin Renate Kanovsky-Wintermann. „Schüler/innenaufenthalte im Ausland führen zu nachweislichen Verbesserungen in der beruflichen und sprachlichen Bildung. Auslandsmodalitäten sind sowohl für Schulen als auch für Lehrerinnen und Lehrer ein Mehrwert im Privatleben und in der Berufslaufbahn“, so Kanovsky-Wintermann.

Der Fokus soll in den nächsten Jahren besonders auf den Bereich der Pflichtschulen und Berufsschulen gelegt werden. „Da insgesamt die Förderungen für die nächste EU-Förderperiode von 2021 bis 2027 erhöht wurden, können in Zukunft auch Schulen, die noch nicht in den Genuss von Auslandspraktika gekommen sind, Bewilligungen für ihre Projekte bekommen“, freut sich der Pädagogische Leiter Klaus-Peter Haberl.

Soziale Schulprojekte: Zwei Kärntner Schulen geehrt

70 Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen von zwei Kärntner Gymnasien, die am Projekt „Compassion“ teilnahmen, wurden von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair im Spiegelsaal des Amtes der Kärntner Landesregierung im Rahmen eines Empfanges mit Urkunden ausgezeichnet. Compassion ist ein Projekt des sozialen Lernens. Es umfasst ein zweiwöchiges Sozialpraktikum im Gesamtausmaß von 60 Wochenstunden in Krankenhäusern, Altersheimen, in Betreuungseinrichtungen oder sozialen Betrieben. Soziale Verantwortung, Kompetenz, Mitmenschlichkeit und Solidarität stehen bei den Praktika im Mittelpunkt.

„Ihr wart in unterschiedlichen Institutionen, bei jungen und alten Menschen tätig. Jedes Praktikum macht viel Sinn. Mit eurem Einsatz habt ihr mir Bewunderung abgerungen. Eure Leistung ist einmalig“, dankte der Landeshauptmann den Schülerinnen und Schülern für ihren sozialen Einsatz. Dank gab es auch für die Pädagoginnen und Pädagogen, welche die Schülerinnen und Schüler während der Planungs- und Durchführungsphase begleitet haben.

Für den Landeshauptmann ist „Compassion“ auch der Beweis, dass neben der geistigen, manuellen und kreativen Bildung, die soziale Komponente im Schulalltag nicht zu kurz kommen darf. „Humanität, Solidarität, soziale Sensibilität und Wertschätzung sind wichtiger denn je und sollten eigentlich selbstverständlich sein.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair bedankte sich ebenfalls bei den Schülerinnen und Schülern und den Pädagoginnen und Pädagogen für ihr Engagement. „Neben der fachlichen Kompetenz soll im Schulsystem auch die menschliche Kompetenz gefördert werden. Ihr habt es mit eurem Praktikum bewiesen“, betonte der Bildungsdirektor. Die Vorfälle an einer Wiener HTL seien nicht das tatsächliche Bild der Schulen. „Der Wilde Westen hat sich in keiner Schule etabliert“, so Klinglmair. Er gab auch bekannt, dass ab dem Schuljahr 2020 das Fach Ethik im Unterricht Einzug halten werde.

Für LAbg. und Pflichtschul-Zentralausschussvorsitzenden Stefan Sandrieser beinhaltet der Begriff Compassion neben dem Wort Leidenschaft auch das Miteinander. „Im Schulbereich kann alles nur miteinander gelöst werden“, hob er hervor.

Mannigfaltig waren die Praktikumsplätze. Die Schülerinnen und Schüler der 7a und 7b des BG Tanzenberg waren bei autArK, im Caritas Shop und Lerncafe, in verschiedenen Kindergärten bzw. Kindertagesstätten (Bimbuli, Annabichl, Maiernigg, Maria Saal, St. Peter, Friesach, St. Veit, Frauenstein, Wölfnitz), im Tageszentrum Platzner KG, der Nachmittagsbetreuung Obermühlbach, im Pflegezentrum Sene Cura Kreuzbergl, im Weltladen Klagenfurt, in der VS St. Thomas am Zeiselsberg, der Theodor Körner Schule, der Inklusionsklasse der NMS St. Veit, in der SEF und SBZ Klagenfurt Gutenberg, in der Sozial Therapeutischen Werk- und Wohnstätte Camphill Liebenfels, im Marienhof Maria Saal, dem Haus Sonnhang, im SozialMarkt Kärnten, im Klinikum Klagenfurt, Krankenhaus St. Veit, in Arztpraxen bzw. beim Österreichischen Roten Kreuz tätig. Die Schülerinnen und Schüler der 7a und 7b des RG/ORG St. Ursula absolvierten ihre Praktika in diversen sozialen Einrichtungen.

Der Ehrung wohnten auch Direktor Hans Omann (St. Ursula) und die Klassenvorstände Ludwig Grosse (Tanzenberg) bzw. Ulrike Prechtl und Karin Peterl (St. Ursula) bei. Das Bischöfliche Gymnasium St. Ursula sorgte mit Sophie Fankhauser (Gitarre), Lukas Wagner (E-Piano) und Linqi Xu (Gesang) für die musikalische Umrahmung der Feierstunde. Moderatorin war Birgit Morelli.

Redaktion: LPD Kärnten/Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD Kärnten/Helge Bauer

Bildungszentrum Frantschach-St. Gertraud erhielt Landesauszeichnung für „Gesunde Schuljause“

Über eine besondere Auszeichnung konnte sich dieser Tage das Bildungszentrum Frantschach-St. Gertraud freuen. Die Neue Mittelschule St. Gertraud mit Direktor Michael Drießen und die Volksschule St. Gertraud mit Direktorin Gabriele Traußnig wurden für ihr Engagement im Zusammenhang mit gesunder Ernährung im Schulalltag ausgezeichnet. Schulwart Kurt Hofbauer als Verantwortlicher des Schulbuffets kreierte in Kooperation mit der Knusperstube Café in St. Gertraud Pausensnacks, die den Anforderungen einer ausgewogenen und bedarfsgerechten Ernährung für die Schulkids entsprechen. So wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass der Zucker- und Fettkonsum eingeschränkt wird, darüber hinaus Obst und Gemüse ein wesentlicher Bestandteil des Jausen Angebotes sind.

Daniel Kuchling vom Gesundheitsland Kärnten überbrachte den Dank für diese besonderen Bemühungen von LH-Stv. Beate Prettner als Gesundheitsreferentin des Landes Kärnten und lobte die großartige Zusammenarbeit mit dem Schulteam. Für Bildungsdirektor Robert Klinglmair leistet die kostenlose Initiative „Gesunde Schuljause“ vom Land Kärnten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und zu einem nachhaltigen Ernährungsbewusstsein und unterstützt Buffetbetreiberinnen und Buffetbetreiber, das Verpflegungsangebot in Kärntens Schulen gesund, nachhaltig und qualitativ hochwertig zu gestalten. „Gesunde Ernährung ist ein zentraler Baustein einer optimalen Lehr- und Lernumgebung“, betont der Bildungsdirektor und gratuliert dem Bildungszentrum Frantschach-St. Gertraud zur wohlverdienten Auszeichnung für ihr gesundes Verpflegungsangebot.

Bürgermeister Günther Vallant dankte den Anwesenden für die ausgezeichnete Kooperation zwischen den Schulen des Bildungszentrums sowie nicht zuletzt Geschäftsführer Peter Storfer und Irmgard Joham von der Knusperstube St. Gertraud für das gelungene Schuljausenprojekt. Im Anschluss an die Zertifikatsverleihung stürmten die Kids der VS St. Gertraud das vorbereitete Buffet und ließen sich die nunmehr offiziell anerkannte „Gesunde Schuljause“ entsprechend schmecken.

Text: Ing. Roland Kleinszig, Bildungsdirektion für Kärnten

Fotos: Ing. Roland Kleinszig

Bildungszentrum Ludmannsdorf eröffnet

Auch in der Gemeinde Ludmannsdorf/Bilčovs sind jetzt Kindergarten und Volksschule inklusive Ganztagesbetreuung ganz im Sinne des Kärntner Schulstandortekonzepts unter einem Dach. Ins neue Bildungszentrum wurden insgesamt 2,5 Mio. Euro aus Landes-, Bundes- und Gemeindemitteln investiert. Die bestehende Volksschule wurde generalsaniert und erweitert, der Kindergarten vom Wirtschaftshof hierher verlegt. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser nahm die offizielle Eröffnung im Beisein von Bildungsdirektor Robert Klinglmair vor, der in Ludmannsdorf „eine Lernumgebung, in der sich Kinder wohlfühlen“, ortet. Die Volksschule besuchen derzeit 57 und den Kindergarten 45 Kinder.

Das neue Bildungszentrum gebe dem Bildungsstandort Ludmannsdorf Zukunft, betonte Kaiser die Vorteile durch das gemeinsame pädagogische und bauliche Dach: „Hier können die Kinder mit- und voneinander lernen.“ Der Landeshauptmann dankte allen Beteiligten und meinte, dass „Investitionen in die Bildung die wichtigsten und am meisten menschlichen Zinsen tragen“. Für das neue Bildungszentrum hatte er noch ein Bücherpaket dabei.

Bürgermeister Manfred Maierhofer sagte, dass am Bauprojekt viele Betriebe aus der Region beteiligt waren. Für Kinder von einem bis zehn Jahre habe man hier ein klimaaktiv zertifiziertes Musterhaus geschaffen. Der Bürgermeister verwies zudem auf die künstlerische Gestaltung durch Meina Schellander. Das Projekt wurde von Architekt Gerhard Kopeinig näher vorgestellt, Ingmar Höbarth vom ebenfalls fördergebenden Klima- und Energiefonds des Bundes sprach Grußworte. Pfarrer Janko Krištof nahm die Segnung vor. Die Kinder des Bildungszentrums begeisterten die Gäste – unter ihnen auch Bundesratspräsident Bürgermeister Ingo Appé, die Landtagsabgeordneten Ana Blatnik, Silvia Häusl-Benz und Stefan Sandrieser sowie Bezirkshauptmann Johannes Leitner – mit Liedern und Gedichten.

Text: LPD/Markus Böhm
Foto: LPD Kärnten/Just

Gold und Bronze für AUT bei EUSO 2019

Die zwei Kärnterinnen Sophie Klaus (Europagymnasium) und Victoria Kalla (BG/BRG Mössingerstraße) erkämpften gemeinsam mit Elias Hohl (Bischöfliches Gymnasium Graz) Gold bei der Europäischen Scienceolympiade (EUSO) im portugiesischen Almada. Dies ist die erste EUSO Goldmedaille seit vier Jahren für ein österreichisches Team.

Die fantastische Goldmedaille als fünftbestes von insgesamt 50 Teams im schwierigen Wettbewerb wurde noch von einer großartigen Bronzemedaille vom jungen österreichischen B-Team mit Johannes Esterl (BG/BRG Mössingerstraße), Lukas Rost (BG St. Pölten) und Moritz Hofer (BRG Zell am See) ergänzt.

Die österreichischen Teams absolvieren seit Jahren einen Teil des Trainings gemeinsam mit den beiden deutschen Teams an der BIKO mach MINT im Educational Lab des Lakeside Parks Klagenfurt. Die dort fantastischen Arbeitsbedingungen ermöglichen dem erfahrenen Trainer/innenteam, Christina Morgenstern und Sigrid Holub (NAWImix – Educational Lab), Peter Holub (BIKO mach MINT – Educational Lab) und Dieter Winkler (Fachdidaktikzentrum Physik – Graz) sowie Stefan Lobnig (BIKO mach MINT – Educational Lab), Karl Brachtl (RN Kärnten) und Magdalena Lederbauer (Sir Karl Popper Schule) das Talent der jungen Wissenschaftlerinnen eindrucksvoll zu fördern.

Zwei Goldmedaillen gingen an die Teams aus Deutschland, die im Educational Lab trainiert hatten, somit konnte das BIKO Team heuer drei der insgesamt sechs begehrten Goldmedaillen nach Hause nehmen. Bildungsdirektor Robert Klinglmair gratuliert den beiden engagierten Nachwuchswissenschaftler/innen herzlichst zu ihren beeindruckenden Leistungen und bedankt sich bei den Teamleadern und Unterstützer/innen der Europäischen Scienceolympiade für den lohnenden Einsatz.

Text&Fotos: Peter Holub, Educational Lab

Peer-Mediation – Schüler/innen helfen Schüler/innen

Im Rahmen der Workshopreihe „Schüler/innen helfen Schüler/innen“ fand am 14. Mai 2019 in den Räumlichkeiten der Bildungsdirektion für Kärnten unter der Leitung von Frau Anna Maria Gabalier von der Schulmediation für angehende Peer-Mediator/innen und deren Peer-Coaches ein Workshop zum Üben und Festigen der Phasen der Mediation statt.

In Rollenspielen wurde miteinander und voneinander gelernt und einander Feedback gegeben, um noch mehr Sicherheit in der Rolle als Peer-Mediator/in zu gewinnen. Zusätzlich wurden durch den gegenseitigen Austausch einander Einblicke in das jeweilige Peer-Mediationsprogramm an den verschiedenen Schulstandorten ermöglicht.

Die engagierten Schüler/innen und Pädagog/innen nehmen an ihren Schulstandorten bei Konflikten und Streitigkeiten unter Schüler/innen eine vermittelnde Rolle ein und unterstützen die Konfliktparteien miteinander eine tragfähige und nachhaltige Lösung für ihre Anliegen zu finden.  Die Grundausbildung zum/zur Peer-Mediator/in umfasst 40 – 60 Ausbildungsstunden und schließt mit der Überreichung eines Zertifikates ab, bevor die Schüler/innen dann in das praktische Arbeiten vor Ort gehen. Dabei erhalten sie regelmäßige Fortbildungen und Reflexionseinheiten und werden von ihren Peer-Coaches zusätzlich in ihrer Fallarbeit supervidiert.

An vielen Kärntner Schulstandorten hat die Peer-Mediation bereits eine lange Tradition, ist integrativer Bestandteil des Schulprogrammes und stellt damit einen wesentlichen Beitrag zu einer konstruktiven und kooperativen Konfliktkultur dar. Ein herzliches Dankeschön gilt allen engagierten Mitgestalter/innen zu diesem wertvollen gewaltpräventiven Angebot.

Text&Fotos: Anna Maria Gabalier, BEd MA

Bildung = Berufsbildung?! Eine empirische Analyse des Einflusses sozioökonomischer Charakteristika

Der referierte Tagungsband der 6. Berufsbildungsforschungskonferenz (BBFK) ist erschienen, darunter ein Artikel zum Finanzwissen der Kärntner Erwerbsbevölkerung und des Einflusses sozioökonomischer Charakteristika verfasst von Bildungsdirektor Robert Klinglmair gemeinsam mit Florian Kandutsch von der AAU Klagenfurt.

Angesichts komplexer werdender Wirtschaftszusammenhänge und Finanzprodukte gewinnt die finanzielle Allgemeinbildung der Bevölkerung zunehmend an Bedeutung und stellt einen sogenannten „Life Skill“ des 21. Jahrhunderts dar. Der vorliegende Beitrag hat es sich daher zum Ziel gesetzt – anhand einer erstmalig explizit für das Bundesland Kärnten durchgeführten Erhebung -, das Finanzwissen („Financial Literacy“) der Kärntner Erwerbsbevölkerung detailliert zu betrachten. Die generierten Ergebnisse liefern erste Anhaltspunkte zur Verbalisierung stimulierender Bildungsinitiativen und zeigen auf, dass gerade das Bildungsniveau der Befragten einen maßgeblichen Einfluss auf die Financial Literacy dieser nimmt.

Kandutsch, F. & Klinglmair, R. (2019): Das Finanzwissen der Kärntner Erwerbsbevölkerung. Eine empirische Analyse des Einflusses sozioökonomischer Charakteristika. In: Gramlinger, F., Iller, C., Ostendorf, A., Schmid, K., Tafner, G. (Hrsg.): Bildung = Berufsbildung?! wbv: Bielefeld, S. 269-280.

Online als „Open Access“ abrufbar unter: https://www.wbv.de/shop/themenbereiche/bildungs-und-sozialforschung/shop/detail/name/_/0/1/6004660/facet/6004660///////nb/0/category/216.html

 

 

Vortrag „Datenschutzrecht und Schulen“ an der AAU

Datenschutzrecht ist in aller Munde. Wie wichtig der richtige Umgang mit personenbezogenen Daten insbesondere auch für Schulen ist, zeigte die rege Teilnahme und das Interesse der Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Rund 150 Personen besuchten den von der School of Education organisierten Vortrag zum Thema „Datenschutzrecht in Schulen“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Nach der Begrüßung durch Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair gab Mag. Stefanie Fasching den Schulleiter/innen und Lehrer/innen eine Einführung in die Grundlagen des Datenschutzrechts und ging dabei auf spezifische datenschutzrechtliche Fragen des Schulalltags ein. Im Anschluss entbrannte eine spannende Diskussion, bei der die Teilnehmer/innen die Möglichkeit hatten, offene Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Schulverwaltung und dem Unterricht ergeben, zu klären.

Der Vortrag bildet den Ausgangspunkt einer strategischen, nachhaltigen Kooperation der Bildungsdirektion für Kärnten mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Durch den engagierten Einsatz der Kooperationspartner soll der Wissenstransfer und der Austausch zwischen Universität und Schulen gefördert und für die Kärntner Schulen ein praxisorientierter Mehrwert erzielt werden.

Text&Foto: Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Dancical „SWITCH“ setzt ein Zeichen gegen (Cyber-)Mobbing

Vom 30. April bis 4. Mai machte das Dancical „Switch. In welcher Welt lebst du?“ erneut Station in Klagenfurt. „Switch“ ist eine Produktion der „Dance Industry“ von Johannes Ellersdorfer rund um das Thema „Virtual Reality“. Das Dancical soll unsere Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken anregen und beschäftigt sich mit den Fragen:  „Wieviel Zeit verbringen wir am Handy und vor dem PC? Wie stark werden wir von Facebook und Co. beeinflusst? Wann verschwimmt die Grenze zwischen der realen und der virtuellen Welt? Wer sind deine echten Freunde und was können Worte wirklich anrichten?“, erklärt Johannes Ellersdorfer den pädagogischen Background der Show. „Es ist ein Mix aus Schauspiel und Tanz und setzt sich kritisch mit den sozialen Medien und dem Umgang der Menschen damit auseinander.“

Aktuelle Gesellschaftsthemen wie (Cyber-)Mobbing, intensive Smartphone-Nutzung, Online-Spielsucht oder der Umgang mit sozialen Medien werden angesprochen und bearbeitet. Durch die Kombination aus moderner Musik, Tanzelementen und den Einbezug von bekannten Figuren aus Computerspielen wird die Zielgruppe direkt angesprochen und mitgerissen. „Die eindrucksvolle Show, die bewegen und berühren will, transportiert schwere Themen am Puls der Zeit und setzt sich mit Internet-Mobbing, Online-Spielsucht, Versagens-und Verlustängste wie auch Ausgrenzung auseinander“, zeigte sich Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair vom Dancical begeistert.

Das Tryout im März 2018 ist auf viel positives Feedback an den Kärntner Schulen gestoßen und auch die Fortsetzungstour 2019 hat bisher schon rund 2500 Schülerinnen und Schüler erreicht. Des Weiteren ist auch eine Vertiefung mit „SWITCH in die Schule“, Vorbereitungs- und Nachbereitungsmaterialien für Lehrer/innen, Tanz-Workshops sowie ein Buch zum Stück geplant.

Foto: Dance Industry