Gold, Silber und Bronze an besonders bewegungsfreundliche Schulen

Mit Schulsportgütesiegel in Gold, Silber und Bronze wurden 35 besonders bewegungsfreundliche Kärntner Schulen ausgezeichnet. Aus den Händen von Landeshauptmann und Bildungsreferenten Peter Kaiser sowie Bildungsdirektor Robert Klinglmair erhielten acht Schulen eine goldene Auszeichnung, 17 Schulen konnten sich über Silber und 10 Schulen über das Sportgütesiegel in Bronze freuen.

Kaiser zeigte sich angetan vom großen Engagement der Pädagoginnen und Pädagogen und über so viele bewegungsfreundliche Schulen. „Es ist immer wieder ein schöner Moment, wenn wir Schulsportgütesiegel verleihen dürfen, denn das zeigt, dass unsere Schulen permanent in Bewegung sind – und wenn wir in Bewegung sind, dann haben wir damit einer der wichtigsten Voraussetzungen für die Prophylaxe und Prävention Rechnung getragen.“ Der Landeshauptmann betonte, dass von Kärnten aus mit Abstand am meisten Schülerinnen und Schüler aller Bundesländer an Schulsportveranstaltungen teilnehmen würden. Dieser Erfolg werde durch personelle und finanzielle Förderungen erreicht. Derzeit seien 164.000 Kärntnerinnen und Kärntner aktiv in Sportvereinen tätig, informierte der Landeshauptmann. „Die heutigen Auszeichnungen sind ein kleines Danke an sie alle, dass sie dazu beitragen, die besonderen Momente des Sports zu ermöglichen“, so Kaiser.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair zeigte sich sichtlich stolz über die Leistungen der Pädagoginnen und Pädagogen. „Bewegung und Sport sind die Basis für eine gute psychische, kognitive und physische Entwicklung. Der Sport vermittelt zudem weitere wichtige Kompetenzen. Ich danke allen Pädagoginnen und Pädagogen, die hinter dieser wichtigen Sache stehen“, so Klinglmair.

Fachinspektor Hannes Wolf wies darauf hin, dass immer mehr Schulen in Kärnten als bewegungsfreundlich gelten. „Das Fach Bewegung und Sport wird immer sichtbarer und genießt einen immer größeren Stellenwert“, so Wolf.

Moderiert wurde die Verleihung der Sportgütesiegel von Birgit Morelli, für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte das Jazz-Ensemble des BRG Klagenfurt-Viktring unter der Leitung von Richard Peterl. Unter den Gästen waren unter anderem Landtagsabgeordneter und ZA-Vorsitzender Stefan Sandrieser, Barbara Bergner, Abteilungsleiterin der Bildungsregion Ost, und Sportkoordinator Christoph Hölzl.

Schulsportgütesiegel werden seitens des Bundessministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung an Volksschulen, Sonderschulen, Neue Mittelschulen, Polytechnische Schulen, Allgemeine Bildende Höhere Schulen, Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen vergeben und sind vier Jahre lang gültig. Ausgezeichnet werden dabei Schulen, die besondere Akzente in den Bereichen Sport und Bewegung setzen und entsprechend vielseitige Sportmöglichkeiten anbieten.

I N F O:

Das Schulsportgütesiegel in GOLD wurde an folgende Schulen vergeben: BHAK/BHAS Wolfsberg, NMS Lavamünd, NMS 2 Klagenfurt, NMS Bleiburg, VS Metnitz, VS Ludmannsdorf, VS Velden, VS St. Andrä, VS Weißenstein, VS Ebental

Das Schulsportgütesiegel in SILBER wurde an folgende Schulen vergeben: FBS Spittal/Drau, FBS Wolfsberg, BG/BRG Lerchenfeld, BG/BRG I. Bachmann, NMS Friesach, NMS Völkermarkt, NMS St. Jakob/Rosental, VS Jakling, VS Treffen, VS Tröpolach, VS Sittersdorff, VS St. Ulrich, VS Meiselding, VS 7 Völkermarkt, VS St. Georgen, VS St. Michael, VS Eitweg

Das Schulsportgütesiegel in BRONZE wurde an folgende Schulen vergeben: HBLA f. Wirtschaftl. Berufe, BHAK/BHAS Klagenfurt, NMS Nockberge, NMS 10 Ebental, NMS 2 Spittal, VS Seeboden, VS Kraig, VS Obermühlbach

Text: LPD Kärnten/Fabian Rauber
Fotohinweis: LPD Kärnten/Jannach

Vernetzt im Kampf gegen Süchte

Ganz klar hinschauen und handeln will man in Kärnten, wenn es um Suchtmittelmissbrauch in Schulen geht. Die Suchpräventionsstelle des Landes, die Bildungsdirektion für Kärnten und die Pädagogische Hochschule haben zu einer Fachtagung geladen, mit dem Ziel, sich zu vernetzen und dem Prinzip „helfen statt strafen“ zu folgen. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser eröffnete die Tagung mit weit über 200 Teilnehmenden an der Pädagogischen Hochschule. Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner bezeichnete Prävention als „unsere stärkste Waffe“.

„Einen Menschen aufzugeben, kommt für uns nicht in Frage“, stellte Kaiser klar. Ihm geht es darum, die Jugendlichen menschlich zu stärken und objektiv über Suchtgefahren zu informieren. Kaiser wies darauf hin, dass sich das Wort Sucht von einem alten germanischen Begriff für Krankheit ableite. „Sucht ist eine Krankheit, Betroffene sollen daher nicht a priori kriminalisiert werden“, betonte er. Auch der Landeshauptmann bezeichnete Prävention – also Sucht gar nicht erst entstehen zu lassen – als größte Chance. Prävention wirke, bedeute aber auch eine große Herausforderung. In diesem Sinne dankte Kaiser allen Teilnehmenden für ihr intensives Mitwirken und das Übernehmen von Verantwortung.

Gesundheitsreferentin Prettner sagte, dass Süchte zu oft schon im Jugendalter beginnen. „Sucht hat nicht nur eine Ursache und es gibt auch nicht nur eine Lösung“, warf sie ein. Gegen das gesamtgesellschaftliche Problem setze Kärnten auf Vernetzung, Sensibilisierung und Information. Mit der entsprechenden Tagung sei das Land Vorreiter. Prettner erwähnte noch eine aktuelle Studie. Laut dieser rauchen 19 Prozent der 17-jährigen Jugendlichen täglich und trinken 21 Prozent der 15-Jährigen wöchentlich. Cannabis hat laut Studie schon jeder fünfte Jugendliche über 15 Jahren einmal konsumiert.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair verwies auf die Wichtigkeit des frühzeitigen Handelns. Es gehe um Bewusstseinsbildung und Aufklärung an den Schulen sowie darum, zu handeln statt zu strafen. Strafe würde oft in einem Ausbildungsabbruch resultieren, was die Abwärtsspirale in Gang setze. Klinglmair hob neben der Suchtprävention aber auch die im Bildungsbereich laufenden Schwerpunkte für gesunde Ernährung, Bewegung, psychologische Thematiken, Umwelt sowie gegen Mobbing und Cybermobbing hervor.

Vizerektorin Gabriele Khan zitierte den Namensgeber der Pädagogischen Hochschule Kärnten, Viktor Frankl. Dieser meinte, dass Sucht entstehe, wenn bei Menschen ein „existenzielles Vakuum“ vorliege. Frankl habe hier von Erwachsenen gesprochen, bei Kindern sei die Thematik aber noch schwerwiegender. Das erfordere frühzeitiges Handeln, betonte auch Khan, die ebenso auf die Handy- und Spielsucht hinwies.

Als Leiterin der Suchtpräventionsstelle Kärnten begrüßte Barbara Drobesch die Anwesenden. „Wir wollen alle Player mit ins Boot holen“, sagte sie zum Ziel der Vernetzung. Sie verwies auf die Vorträge der hochkarätigen Fachleute, am Nachmittag werde man in Workshops zusammenarbeiten.

Unter den Teilnehmenden der Tagung waren Schulleiterinnen und -leiter, Schulärztinnen und -ärzte, Schulpsychologinnen und -psychologen, Vertreterinnen und Vertreter aus Schulsozialarbeit und Jugendcoaching. Titel der Tagung war „Drogen – (k)ein Thema an Schulen?!“. Primarius Wolfgang Wladika vom Klinikum Klagenfurt referierte über die Entstehung von Abhängigkeitserkrankungen, Suchtprophylaxe-Experte Andreas Prenn sprach über den § 13 des Suchtmittelgesetzes (dieser regelt, was die Schule bei Hinweisen auf einen Suchtmittelkonsum zu tun hat). Der Verein Neustart präsentierte das Frühinterventionsprogramm „Way out“, Kinder- und Jugendneurologe Rudolf Winkler sprach über die Wichtigkeit der Früherfassung.

Infos unter: www.suchtvorbeugung.ktn.gv.at

Text: LPD Kärnten/Markus Böhm
Fotohinweis: LPD Kärnten/Bauer

Eröffnung der Fachtagung „Drogen – (k)ein Thema an Schulen?!“ hinschauen und handeln Pädagogische Hochschule Kärnten

Drogen – (K)ein Thema in unseren Schulen?

„19 Prozent der 17-jährigen Jugendlichen rauchen täglich. 21 Prozent der 15-jährigen trinken wöchentlich. Und jeder fünfte Jugendliche über 15 Jahren hat schon einmal Cannabis konsumiert“, wies Gesundheitsreferentin Beate Prettner im Rahmen einer Pressekonferenz auf ernüchternde Zahlen hin. „Süchte sind eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Sie verlangen daher eine Vernetzung vieler Berufsgruppen und ein Hinschauen aller.“ Weil Süchte sehr oft im Kinder- und Jugendalter beginnen, sei es gerade in der Schule wichtig, präventiv zu wirken und „im Fall des Falles Hinweise für einen Suchtmittelkonsum zu registrieren und dann die entsprechenden Unterstützungen anzubieten“, so Prettner. Diese Unterstützung habe dem Prinzip „Helfen statt strafen“ zu folgen: „Wir dürfen die betroffenen Jugendlichen keinesfalls ins Eck stellen, sie diskriminieren oder gar kriminalisieren. Vielmehr müssen wir Schüler/innen, die in eine Sucht abdriften oder die eine riskante Konsumation von Suchtmitteln – und dazu gehört auch Alkohol – aufweisen, abfangen und sie in ein Beratungssystem bekommen“, appellierte die Gesundheitsreferentin.

Was die Schule bei Hinweisen auf einen Suchtmittelkonsum zu tun hat, ist im sogenannten Suchtmittelgesetz § 13 geregelt. „Allerdings eröffnen sich auf dem Weg von der Theorie zur Praxis immer zahlreiche Fragen. Genau diese Fragen werden in einer Fachtagung, die Kärnten als erstes und einziges Bundesland anbietet, geklärt“, informierte Prettner. Eingeladen wurden dazu die Schulleiter/innen aller 130 Schulen ab der NMS sowie Schulärzt/innen und Schulpsycholog/innen – mehr als 200 Teilnehmende haben sich für die morgige Tagung angemeldet.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair hielt fest, dass „durch die wachsenden gesellschaftlichen Anforderungen die Zahl der physischen und psychischen Beeinträchtigungen steigt. Schule muss sich diesen Herausforderungen stellen und gezielt gegensteuern.“ Was keinesfalls passieren dürfe, sei, aufgrund von Unsicherheiten wegzuschauen – „im Gegenteil: Wir müssen hinschauen und handeln. Daher wird die Fachtagung auch von der Bildungsdirektion unterstützt. Es geht um ein professionelles gemeinsames Handeln.“

Wie Klinglmair erklärte, agiere Schule beim Thema Sucht auf drei Ebenen: „Zum einen stärken wir Prävention; zum anderen werden Pädagog/innen weiter sensibilisiert, um noch genauer hinzuschauen und sollte der worst case eintreffen und es Hinweise auf einen Suchtmittelmissbrauch geben, dann sollen die handelnden Personen an den Schulen dafür gewappnet sein und wissen, was zu tun ist.“ Das Schlimmste wäre, wenn man die betroffenen Schüler/innen aufgeben würde – „denn dann kommt eine Abwärtsspirale in Gang, die in einer tatsächlichen Suchtkarriere, in Arbeitslosigkeit und in Kriminalität enden kann.“ Der Bildungsdirektor kündigte an, bei den gerade im Aufbau befindlichen Strukturen der neuen Bildungsdirektion der psychischen Gesundheit an Schulen noch mehr Platz einzuräumen. „Schulpsycholog/innen wird eine höhere Bedeutung beigemessen, wir werden vernetzte Teams schaffen und Angebote, die bereits vorhanden sind, stärken und bündeln.“

Details zur Fachtagung erläuterte die Leiterin der Suchtpräventionsstelle Kärnten, Barbara Drobesch. „Wir haben hochkarätige Expert/innen eingeladen, die am Vormittag Fachreferate halten werden. Am Nachmittag werden Workshops angeboten, bei denen es um konkrete Fälle geht und um die Frage, wie man hier richtig und zielführend vorzugehen hat.“ Wie Drobesch informierte, seien Anzeigen das allerletzte Mittel – und „ausschließlich für den Fall, dass gedealt wird, vorgesehen. Ansonsten stehen das Helfen und Unterstützen im Vordergrund.“ Bei verdächtigen Schüler/innen seien Lehrer/innen angehalten, den Jugendlichen genauer zu beobachten: Verändert sich sein Verhalten, häufen sich die Fehlstunden, gibt es einen Leistungsabfall, wird er zum Einzelgänger? Dann müsse die Direktion Schularzt, Schulpsychologen und Eltern informieren. „Nach einem gemeinsamen Gespräch sind ganz konkrete Schritte zu setzen: Der Schüler muss sich in eine Behandlung begeben und die Einhaltung dieser Behandlung wird kontrolliert. Sollte sich der Betroffene weigern, muss die Gesundheitsbehörde informiert werden. Ansonsten bleibt der Fall intern.“

„Gemeinsam mit der Bildungsdirektion, den Schulen, den Schulärzt/innen und Schulpsycholog/innen knüpfen wir unser Netz im Kampf gegen Süchte enger. Die morgige Fachtagung ist ein starkes Zeichen dafür“, dankte Prettner den pädagogischen „Mitstreitern“.

I N F O:
Eröffnung der Fachtagung „Drogen – (k)ein Thema an Schulen?!“ hinschauen und handeln
7. März 2019, 08.30 Uhr, Pädagogische Hochschule Kärnten, Hubertusstraße 1, 9020 Klagenfurt am Wörthersee

Text: Büro LHStv.in Prettner, Grabner/Rauber
Fotos: Büro LHStv.in Prettner

Arbeitsplatz Schule: Gesund lehren, gesund führen, gesund leben

Ende Februar veranstaltete die BVA-Gesundheitsförderung Landesstelle Kärnten das 2. BVA-Symposium im Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt, dessen Einladung 120 interessierte Pädagog/innen sowie Gesundheitsreferentin Beate Prettner und Bildungsdirektor Robert Klinglmair gefolgt sind. Ziel der Tagung: Was können Lehrer tun, um an ihrem Arbeitsplatz Schule gesund zu bleiben? Neben einem Kurzreferat zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz Schule bis hin einem Impulsvortrag zu Stimm- und Sprechtechnik im Unterricht standen bewegte Pausen sowie ein Gesundheitskabarett am Programm. In 4 Workshops wurden innovative Ansätze vorgestellt, wie zum Beispiel „10 Basics für mehr Lebensqualität“, darunter unter anderem ‚Bewegung nützt nicht nur dem Körper, sondern fördert auch die Konzentrationsfähigkeit‘.

Fotos: Büro LHStv.in Prettner

„Wenn sich zwei streiten…“ – Umgang mit Konflikten

Zu diesem Thema im Rahmen der Workshopreihe „Schüler/innen helfen Schüler/innen“ fanden am 21. und 22. Februar 2019 in den Räumlichkeiten der Bildungsdirektion für Kärnten Workshops statt, welche von der Schulmediation unter der Leitung von Anna Maria Gabalier, BEd MA gestaltet wurden. Diesmal waren die Schulstandorte BRG Viktring, BG Tanzenberg, HTL Villach, HLW Spittal sowie die Waldorfschule mit insgesamt 72 ausgewählten Schüler/innen und Peer-Coaches vertreten, um in weiterer Folge Schüler/innen an ihren Schulstandorten in herausfordernden Situationen noch besser helfend zur Seite stehen zu können. Konflikttheoretische Grundlagen wurden altersgerecht miteinander erarbeitet und reflektiert. So beschäftigten sich die Schüler/innen damit, was das Sichtbare und Unsichtbare in Konflikten ist, was konflikthafte Situationen zum Eskalieren und Deeskalieren bringt und welche Handlungsoptionen es zur Verbesserung einer Situation geben kann. Sie übten sich im Aktiven Zuhören und einander Fragen stellen und erprobten miteinander Übungen und Rollenspiele. Von der Konfrontation zur Kooperation, Brücken bauen anstatt Mauern aufstellen, voneinander lernen und miteinander Konflikte lösen, waren die Themen. Großer Dank gebührt allen engagierten Schüler/innen und Lehrer/innen für das Bemühen am Bauen einer konstruktiven, kooperativen Konfliktkultur und eines respektvollen Miteinanders.

Text&Fotos: Anna Maria Gabalier, BEd MA

Projekt „LEA“ zur Stärkung von Führungskräften im Bildungsbereich

Die Leadership Academy (LEA) ist ein österreichweites institutionenübergreifendes Qualifizierungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung für Führungspersonen im Bildungsbereich. Ende Februar fand im Spiegelsaal der Landesregierung die Ehrung der 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Leadership Academy XIV aus Kärnten durch Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair statt.

„Es ist ein sehr erfreulicher Anlass für den Bildungsreferenten Menschen, die sich weit über das normale Maß hinausgehend weiterbilden, zu gratulieren und offiziell zu bedanken“, sagte der Landeshauptmann. Das Feld der Fort-und Weiterbildung im Rahmen der Leadership Academy umfasse mehrtägige Teilveranstaltungen im Congress Centrum Alpbach in Tirol. „Daraus resultiert maximale Vernetzung und Austausch, was wiederum dem System und im Besonderen dem Bildungsbereich zugutekommt. Am Ende stehen die Zertifizierung und die Aufnahme in das Leadership-Netzwerk“, informierte der Bildungsreferent.

Zwei Kernanliegen der Leadership Academy seien Führungskräfte im Bildungsbereich in ihrer Rolle zu stärken und sie entlang der nationalen strategischen Schwerpunktthemen bei der Umsetzung ihrer standortspezifischen Entwicklungsvorhaben zu begleiten. Die Führungspersonen würden vom kollegialen Austausch profitieren und professionelles Lernen weiter entwickeln. Ein wesentlicher Bereich sei auch das soziale Miteinander. „Mir ist es wichtig, Menschen, die mehr machen, als sie machen müssten, vor den Vorhang zu holen – vielen Dank dafür“, sagte der Landeshauptmann.

Aktuelle Informationen gab es von Bildungsdirektor Klinglmair: „Dieser 14. Kurs ist wahrscheinlich der letzte dieser Reihe, aber es werden weitere Formate auf den Weg gebracht werden.“ Die gegenwärtigen systemischen Herausforderungen würden hohe Ansprüche an Schulen stellen. „Es ist eine Zeit des Wandels für das Bildungssystem“, meinte Klinglmair. So seien beispielsweise kürzlich die Bildungsdirektionen eingeführt worden und der Pädagogische Dienst sei neu im Entstehen.

„Der Wandlungsprozess erfordert qualifiziertes Personal, um Schule weiterzuentwickeln“, betonte der Bildungsdirektor. Es sei auch wichtig, über den Tellerrand zu blicken, um für die großen Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. „Damit Führungskräfte ihrer Verantwortung gerecht werden, müssen sie sich in ihrer persönlichen Führungskompetenz entwickeln, ich danke und gratuliere Ihnen für Ihr über das normale Maß hinausgehende Engagement.“

Unter den Anwesenden waren auch Landesrätin Sara Schaar, Pflichtschullehrer-Personalvertreter LAbg. Stefan Sandrieser, Marlies Krainz-Dürr, Rektorin der Pädagogischen Hochschule und Schulqualitätsmanagerin Renate Kanovsky-Wintermann.

Die Geehrten:
MMag.a Dr.in OStRin Hilda Fanta (Pädagogische Hochschule Kärnten)
Ing. Peter Grengl, BEd MA (HTBL Klagenfurt)
Ing. Norbert Jäger, BEd MA (Pädagogische Hochschule Kärnten)
Mag.a Maria Jarnig (CHS Villach)
Mag.a Dr.in Corinna Kofler (CHS Villach)
Dipl.Päd.in Doris Latschen, BEd BEd MA (Bildungsdirektion für Kärnten)
Mag.a Birgit Leitgeb (BHAK Althofen)
Mag. Wolfgang Lichtner (HLW Spittal/Drau)
VDin OSRin MMag.a Christine Mair (VS St. Veit an der Glan)
VDin Elisabeth More (VS Pusarnitz im Schulverbund mit VS Möllbrücke)
VDin Michaela Moser (VS Klein St. Paul)
Mag.a Dr.in Sabine Oberzaucher-Riepl (Pädagogische Hochschule Kärnten)
MMag.a Monika Stromberger-Puggl (PBZ Wolfsberg)
VDin Hemma Suntinger (Volksschule Großkirchheim/Schulverbund)
Mag. Martin Tänzer (HLW des Kärntner Caritasverbandes)
VDin Silvia Torta (Volksschule Kraig)
VDin Rosemarie Weißegger-Ellersdorfer (Volksschule Krumpendorf)
Mag.a Roswitha Wimmer (BHAK 1 International)
Prof. Johann Wintersteiger, BEd MA (Pädagogische Hochschule Kärnten)
Dir.inNMS Mag.a Dr.in Barbara Woitischek (Neue Mittelschule St. Veit/Glan)
HR MMag. Siegfried Torta (Bildungsdirektion für Kärnten)

Text: LPD Kärnten/Ulli Sternig
Fotos: LPD Kärnten/fritzpress

Schüler/innen der VS Sörg als digitale Expert/innen

Die Volksschule in Sörg nimmt eine Vorreiterrolle ein, wenn es um Innovationen im Unterricht geht: neben verschiedenster Auszeichnungen u.a. als Ökologschule, ist die Schule Träger des Umweltzeichens und M.I.N.T-Gütesiegels. Auch als eEducation-Expertschule leistet ein Team aus engagierten Pädagoginnen und Pädagogen einen wichtigen Beitrag zur digitalen Bildung für Schülerinnen und Schüler.

eEducation-Expertschulen haben die Möglichkeit, einen „Expert+-Status“ zu erhalten. Ende Februar fand in der Volksschule Sörg erstmalig eine abschließende Zertifizierungsprüfung dazu statt. Bei dieser Prüfung traten Schülerinnen und Schüler als digitale Expertinnen und Experten auf und erklärten den Schülerinnen und Schülern der Partnerschule VS Friesach digitale Inhalte aus ihrem Schulalltag.

Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair stattete der VS Sörg zu diesem Anlass einen Besuch ab und hob die Wichtigkeit der Digitalisierung als Unterrichtselement hervor. „Die Digitalisierung ist das Schlagwort der Stunde und macht auch vor dem Schulsystem nicht halt. Kärnten entwickelt sich gerade mit dem Ausbau von Infineon in Richtung eines Hochtechnologiestandortes, die Forschungsquote liegt über dem österreichischen Durchschnitt. Neben der Entwicklung des „Masterplan Digitalisierung“, wo auch Lehrerinnen und Lehrer entsprechend der neuen Herausforderungen ausgebildet sein sollen, wird es künftig gut ausgebildete Kinder und Jugendliche benötigen, welche die entsprechenden Fähigkeiten am Arbeitsmarkt einbringen können. Die Volksschule Sörg setzt hier einen vorbildlichen Schritt in eine zukunftsorientierte Richtung“, zeigte sich der Bildungsdirektor begeistert und überbrachte der innovativen Schule seine Glückwünsche.

Der Fokus liege in der Elementarpädagogik aber weiterhin auf den Grundkompetenzen. „Die Basis werden immer die Grundkompetenzen bleiben und der Erwerb digitaler Fähigkeiten soll daher NEBEN Lesen, Schreiben und Rechnen als vierte Grundkompetenz frühzeitig bereits in der Volksschule implementiert werden, ohne dabei Schülerinnen und Schüler zu überfordern,“ so Klinglmair.

Text: Bildungsdirektion für Kärnten/Claudia Lautischer

Foto: Edmund Huditz

Jugendgesundheitstag der KGKK 2019 – Gesunde Jugend mit Selbstwertgefühl

Bereits zum vierten Mal bot sich beim Jugendgesundheitstag die Chance, kostenlose Angebote rund um das Thema Gesundheit in Anspruch zu nehmen. Über Selbstbestimmung in einer schnelllebigen Zeit referierte EU-Jugendbotschafter Ali Mahlodji. Rund 390 Jugendliche folgten der Einladung der Service Stelle Schule der Kärntner Gebietskrankenkasse zum 4. Jugendgesundheitstag ins KUSS – Convention & Eventcenter in Wolfsberg. Die Veranstaltung, die von der Bildungsdirektion Kärnten und der Stadt Wolfsberg unterstützt wurde, stand ganz im Zeichen der Selbstwertstärkung. „Du bestimmst, wer du bist – deine Geschichte schreibst du selbst“, lautete der Titel des Referates des EU-Jugendbotschafters, bekannten Influencers und Autors Ali Mahlodji. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir Jugendliche inspirieren und aufzeigen, worauf es im Leben und im schnellen Wandel der Zeit ankommt und warum der Erfolgsfaktor Mensch wichtiger ist denn je“, erklärte KGKK-Obmann Georg Steiner, MBA.

„Der Kärntner Gebietskrankenkasse ist die Gesundheit von Jugendlichen ein wichtiges Anliegen“, betont KGKK-Direktor Dkfm. Maximilian Miggitsch und fügt hinzu: „Am Jugendgesundheitstag besteht für sie die Möglichkeit, sich umfassend über Gesundheitsförderung und Prävention sowie die Herausforderungen im Zeitalter der Digitalisierung zu informieren“. Den ganzen Vormittag konnten Schülerinnen und Schüler aus Wolfsberg kostenlos ein abwechslungsreiches Programm nutzen. Am Marktplatz der Jugendgesundheit erwarteten sie zahlreiche Informationsstände, an denen Fragen zu unterschiedlichsten Gesundheitsthemen beantwortet wurden.

„Viele Dinge passieren auch abseits der Schule. Gerade die Gesundheitsförderung ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Thema. Schule reagiert nicht nur, sondern agiert auch“, so Mag. Hannes Wolf, Fachinspektor für Bewegung und Sport.

Vertreten waren neben der Kärntner Gebietskrankenkasse und der Bildungsdirektion für Kärnten auch das Landesjugendreferat, die Aidshilfe Kärnten, das Frauengesundheitszentrum, die Kinder- und Jugendanwaltschaft Kärnten, das Mädchenzentrum, JUNO Klagenfurt, die Mobile Jugendarbeit Wolfsberg, die Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg – Referat für Jugend und Familie, die Caritas Kärnten, die Katholische Jugend Lavanttal, das Katholische Jugendzentrum Avalon, die Spielsuchtambulanz de la Tour und [aspHALT] – Mobile Jugendarbeit Wolfsberg.

Text: KGKK

Foto: KGKK/Zangerle

Kärntens Schülerinnen und Schüler auf „mathematischer Überholspur“

Sehr erfreulich fallen aus Kärntner Sicht die Ergebnisse der jüngsten Standardkompetenzüberprüfung im Bereich der Mathematik der 4. Schulstufe aus. Wie Kärntens Bildungsdirektor Robert Klinglmair bekannt gab, sei im Vergleich zur Testung 2013 ein enormer und erfolgreicher Aufholprozess gelungen. „Das Gesamtergebnis konnte um 29 Punkte, das ist im Bundesländervergleich der dritthöchste Anstieg, auf 549 Punkte erhöht werden.“ In Österreich fiel der Zuwachs mit einem Plus von 18 Punkten deutlich geringer (551 Punkte) aus.

Der Unterschied zwischen Kärnten und Österreich wurde damit von 13 (im Jahr 2013) auf 2 Punkte (2018) reduziert. Gemessen an Kompetenzstufen wurde der Anteil jener Schülerinnen und Schüler, welcher die Bildungsstandards in Kärnten nicht erreicht haben, um die Hälfte auf sechs Prozent reduziert (Österreich: acht Prozent). Auch der Anteil von Stufe 2 („teilweise erreicht“) sank im Zeitablauf um drei Prozentpunkte auf zehn Prozent (Österreich: zehn Prozent). Gleichzeitig dazu wurde der Anteil „Bildungsstandards erreicht“ auf 69 Prozent erhöht, die Spitzengruppe „übertroffen“ wurde ebenfalls nahezu verdoppelt und liegt mit 14 Prozent nur noch zwei Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt (16 Prozent). „Somit übererfüllen insgesamt 83 Prozent die Standards und wir liegen damit um ein Prozent besser als der Österreichschnitt“, so Klinglmair.

„Erfreut und motiviert“ zeigte sich ob der Ergebnisse Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, der sich auch bei den Pädagoginnen und Pädagogen für ihr Engagement bedankt: „Die Einführung der Bildungsstandards zeigt positive Wirkung. Kärntens Schülerinnen und Schüler befinden sich wie unser Bundesland insgesamt auf der Überholspur. Daran gilt es jetzt anzuknüpfen und unsere Bemühungen, aber auch die Möglichkeiten, die die Bildungsreform etwa in Form von mehr Autonomie der Schulen bietet, zu forcieren. Dazu braucht es auch noch stärkere Chancengerechtigkeit für alle Kinder, darf ihre schulische und berufliche Ausbildung nicht länger so stark vom Bildungsabschluss der Eltern abhängen“, erklärte Kaiser. Die Politik habe die entsprechenden pädagogischen Rahmenbedingungen konsequent weiterzuentwickeln, etwa unter anderem durch den Ausbau von Ganztagesschulen. Der Bildungsreferent kann sich auch die Einführung eines Frühwarnsystems vorstellen, um Risikoschülerinnen und -schüler identifizieren zu können und präventiv entsprechende Fördermaßnahmen zukommen zu lassen. Daran arbeite man gemeinsam mit der Bildungsdirektion für Kärnten.

Klinglmair betonte die Bedeutung der Bildungsstandards: „Durch deren Einführung wurde eine nachhaltige Ergebnisorientierung in der Planung und Durchführung von Unterricht bewirkt. Die evidenzbasierte Steuerung gewinnt im Zuge des im Jahr 2017 gestarteten Bildungsreformprozesses zunehmend an Bedeutung. Bildungscontrolling, die Erarbeitung eines Ressourcen-Ziel- und Leistungsplans wie auch die verstärkte Schulautonomie in Hinblick auf Unterrichts- und Personalentwicklung basieren auf dieser Entwicklung.“ Der konsequente Weg der Kompetenzentwicklung in einem so zentralen Fach wie Mathematik sei der Richtige, aber es gelte den Fokus verstärkt auf den Anteil jener zu richten, welche noch nicht reüssieren könnten.

Text: LPD Kärnten/Schäfermeier, Zeitlinger, Bildungsdirektion für Kärnten

Special Olympics MATP Sportbewerb am CHS VILLACH

Unter dem Motto „CHS meets Special Olympics“ findet seit Herbst 2018 eine Kooperation mit dem Verein „Special Olympics – Herzschlag Kärnten“ und dem CHS Villach statt.

Die Klasse 3CHW der Höheren Lehranstalt für Wirtschaftliche Berufe am CHS, mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Soziales sowie Sport und Ernährung, hat das MATP (Motor Acitivty Training Program) Anfang Februar erfolgreich und mit starkem Engagement durchgeführt.

„Das Besondere an diesem Projekt ist das Erlebnis, für und mit intellektuell beeinträchtigten Menschen zu arbeiten. Soziales Engagement und sportliches Miteinander sind immer eine Bereicherung und eine wertvolle Erfahrung für uns alle“, freuen sich Schulleiterin Petra Mayer und Projektbetreuerin Linda Haluschan-Springer über die gelungene Zusammenarbeit.

Die Organisation eines sportlichen Bewerbes im Rahmen von Special Olympics Österreich ist für Schülerinnen und Schüler eine wunderbare Möglichkeit, die gelernte Theorie in gelebte Praxis umzusetzen.„Es war schön zu sehen, dass die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler so viel Freude an dem Bewerb hatten und dass sie so lebensfroh sind“, zeigte sich Marina Egger aus der 3CHW begeistert.

MATP ist für Menschen mit hohem oder höchstem Förderbedarf entwickelt worden, die nicht oder noch nicht an weiterführenden Bewerben von Special Olympics teilnehmen können. Der Bewerb kann daher auch bei Bedarf mit Hilfe (durch eine Betreuungsperson) absolviert werden. MATP legt größeres Augenmerk auf Training und Aktivität als auf Wettkampf. Nachdem das MATP in den USA und in anderen Staaten in der Praxis getestet wurde, trägt es jetzt zur Erfüllung der Verpflichtung von Special Olympics bei, allen Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung Sport- und Trainingsmöglichkeiten zu bieten. Die SportlerInnen müssen zehn Stationen absolvieren – mit oder ohne Hilfe – je nach Grad der Beeinträchtigung. Zu den Stationen zählen zum Beispiel Slalom, Ballwurf im Sitzen, Tunneldurchquerung, Kegeln oder Geräuschwahrnehmung.

Text&Fotos: CHS Villach, Special Olympics