Chancen der Bildungsreform gemeinsam nutzen

Bildungsreform und der Start der Bildungsdirektion bringen viele Veränderungen, Herausforderungen – aber vor allem auch Chancen – für die Schulen. Die Direktorinnen und Direktoren der Kärntner Pflichtschulen wurden vom Zentralausschuss für allgemeinbildende Pflichtschulen (ZA) zu einer Informationsveranstaltung ins Casineum Velden eingeladen. Als Bildungsreferent nahm dabei auch Landeshauptmann Peter Kaiser Stellung.

Es gehe u.a. darum, dass mehr Bildungsangebote im Klassenzimmer landen und auch um eine Entpolitisierung, meinte Kaiser über die Bildungsreform, an der er auch selbst mitgearbeitet hat. „Lassen Sie uns das gemeinsam umsetzen und Bildungsziele anstreben“, richtete er sich an das Auditorium. Kärnten investiere viel in die Bildung, gebe 23,59 Prozent des 2,5 Milliarden Euro schweren Budgets 2019 für diesen Bereich aus. Bildung sei zudem ein prioritärer Standortfaktor, was man derzeit auch beim Erstellen eines Standortmarketingkonzeptes für Kärnten klar festlege. „Ohne Bildung ist in keinem Bereich Verbesserung oder Fortschritt möglich“, so Kaiser.

Dem Landeshauptmann ist der Ausbau ganztägiger Schulformen wichtig und er verwies auf die Bildungszentren, die insbesondere auch die demographische Entwicklung mitberücksichtigen würden. „Gut ist, dass ein Umdenken einsetzt von Kinderbetreuungs- zu Kinderbildungseinrichtungen“, meinte er die Elementarpädagogik ansprechend. Das Soziale, das Kreative und vor allem digitale Fähigkeiten seien den Kindern und Jugendlichen ebenso zu vermitteln. Kaiser verhehlte nicht, dass sich die gesellschaftlichen Aufgaben der Schule erweitern würden: „Immer öfter ist Elternhauserziehung zu kompensieren oder zu ersetzen.“

„Bildung ist nichts Starres, für immer Gültiges. Sie ist ein Prozess, der gestaltet werden muss, damit wir als Gesellschaft nicht stehen bleiben“, sagte er weiters. Er rief in diesem Sinne auch zu einem kritischen Evaluieren der Bildungsreform auf. Auf jeden Fall berge die Reform viele Chancen in sich, die es gemeinsam zu nutzen gelte.

Als Gastgeber ging Personalvertreter Landtagsabgeordneter Stefan Sandrieser in seinen Ausführungen speziell auf die Schulautonomie ein sowie auf die nunmehr neue Lehrerauswahl durch die Schulleitungen bei Nachbesetzungen. Wie seine Stellvertreterin Evelin Nuart versicherte er die Unterstützung durch die Personalvertretung und kündigte weitere Informationsveranstaltungen in den Bezirken an.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair informierte u.a. über den Stand der Einrichtung der Bildungsdirektion als neue gemeinsame Behörde sowie die Umsetzung der Bildungsreform. Ein Kernstück, um Kärntens Bildungssytem für die Herausforderungen der Zukunft zu wappnen, sind die neuen SchulqualitätsmanagerInnen (früher Schulaufsicht), welche bildungspolitische Reformvorhaben konzipieren und gemeinsam mit den SchulleiterInnen die standort-und regionsspezifische Schulentwicklung weiterführen sollen. Als Ziel für das Jahr 2019 steht die überlegte Strukturierung des pädagogischen Dienstes im Vordergrund; es sollen aber auch im Bereich der Mehrsprachigkeit und Internationalisierung sowie Digitalisierung Schwerpunkte gesetzt werden. Auch gilt es den weiteren Ausbau von Bildungszentren und Ganztagesschulen voranzutreiben.

Am Podium saß auch der Veldener Volksschuldirektor Thomas Millonig. Er veranstaltet Jour fixe für Schulleiterinnen und Schulleiter, in denen man „Themen, die die Schule bewegen, bespricht und als Multiplikatoren hinausträgt“.

Text: Markus Böhm/LPD Kärnten, Claudia Lautischer/Bildungsdirektion für Kärnten
Foto: ZA/Krebs

„EU aktuell“ – Eugen Freund im Dialog mit SchülerInnen der WIMO Klagenfurt

Mitte Dezember besuchte der bekannte ehemalige ORF Journalist und EU Abgeordnete Eugen Freund die WIMO Klagenfurt und stellte sich den interessanten Fragen der Jugendlichen zum Thema „EU aktuell“. Die Veranstaltung mit 200 Schülerinnen und Schülern wurde moderiert von Junior EU Botschafterin Meryem Amet (4CHW) und Nico Sprachmann (4DHW). Eingeleitet wurde die Veranstaltung von Schulqualitätsmanagerin HR Dr. Renate Kanovsky-Wintermann in ihrer Funktion als Leiterin des EU-Büros in der Bildungsdirektion Kärnten sowie von Prof. Mag. Ilse Geson-Gombos, der Senior Botschafterin des EU Parlaments.

Die WIMO Klagenfurt ist Botschafterschule des Europäischen Parlaments und über mehrere Erasmus-Projekte sowie über eTwinning-Projekte europaweit vernetzt. Seit mehr als 10 Jahren absolvieren die Schülerinnen und Schüler ihr dreimonatiges Pflichtpraktikum im europäischen „Ausland“. Die aktuellen Entwicklungen in Europa werden an der WIMO in mehreren Unterrichtsfächern genau beobachtet. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Expertinnen und Experten aus Brüssel immer wieder Gäste an der WIMO sind und den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort stehen.

„Im Rahmen unserer „EU-aktuell“ – Veranstaltung, war es für die vierten und fünften Jahrgänge der WI‘MO eine große Freude, Eugen Freund, MEP „Member of European Parliament“, näher kennenlernen zu dürfen. Wir hatten in Vorbereitung auf das Treffen viel recherchiert und uns sehr viele Fragen für unseren Gesprächspartner überlegt. Die Themen, die Herr Freund sehr ausführlich beantwortete, bezogen sich auf seine Entscheidung, vom Journalismus in die Politik zu wechseln, seine Arbeitsbereiche als Abgeordneter zum Europäischen Parlament, Abläufe und Abstimmungen im EU Parlament, die EU und Umwelt sowie zur Außen- und Flüchtlingspolitik der EU. Wir waren sehr beeindruckt von seinen Ausführungen und anschaulichen Beispielen, und es hat uns dazu motiviert, uns im Vorfeld zu den EU-Wahlen im nächsten Jahr noch ausführlicher zu EU-Politik und Abläufen im EU-Parlament zu informieren. Außerdem war es ein besonderes Erlebnis und Vergnügen, diese Veranstaltung moderierend mitzugestalten, “ zeigten sich Meryem Amet und Nico Sprachmann begeistert.

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Text&Fotos: OSTR Prof. Mag. Hermann Wilhelmer/Die WIMO

Bildungsdirektion nahm Arbeit auf

Die Möglichkeiten der Bildungsreform, wie etwa der neuen Schulautonomie, bestmöglich ausschöpfen und Kärnten als Bildungsstandort weiter zu attraktivieren – das sind die Ziele von Bildungsdirektor Robert Klinglmair, Klaus Peter Haberl als pädagogischem Leiter und Peter Wieser als Leiter des Präsidialbereichs. Gemeinsam leiten sie die Agenden der seit 1. Jänner 2019 bestehenden Bildungsdirektion für Kärnten. Dort sind ab sofort die Aufgaben des bisherigen Landesschulrates und Teile der Schulabteilung des Landes vereint. Damit sollen künftig mehr Transparenz und Effektivität in der Schulverwaltung einhergehen.

„Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten sind nicht nur wichtig, um der Abwanderung vorzubeugen, sondern auch ein wesentlicher Standortfaktor: Unternehmen ebenso wie hochqualifizierte Arbeitskräfte aus anderen Ländern in und außerhalb Österreichs, lassen sich dort nieder, wo sie bestens ausgebildete Fachkräfte bzw. die besten Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für ihre Kinder vorfinden“, weiß auch Bildungsreferent LH Peter Kaiser um die Bedeutung und Chance der neu entstandenen Institution.

Voller Motivation sieht auch Bildungsdirektor Robert Klinglmair den künftigen Aufgaben entgegen: „Wir wollen pädagogisch durchstarten und die Möglichkeiten des Bildungsreformpakets für eine regionsspezifische Weiterentwicklung des Bildungsstandortes Kärnten ausschöpfen.“ Einen bildungspolitischen Schwerpunkt will Klinglmair in Bezug auf die Digitalisierung und die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) wie auch eine verstärkte Vernetzung von Schule und Wirtschaft legen. Geplant sei auch der weitere Ausbau von Bildungszentren aber auch der Ganztagesschule in Kärnten.

Text: LPD Kärnten/Susanne Stirn

Foto: LPD Kärnten

KTS-Schülerinnen erfolgreich bei AEHT Wettbewerben

Dieses Jahr war die Kärntner Tourismusschule wieder bei den Wettbewerben der AEHT – Association of European Hotel und Tourism Schools präsent, welche in Leeuwarden/Niederlande stattfanden. Die Schule wurde von einer Mädchengruppe mit Nikoletta Chalkia (Patisserie), Lisa Mara Stöffler (Restaurantservice), Jennifer Hubmann (Weinsommelier) und Sarah Lee Schuster (Barista) vertreten. Die KTS-Frauenpower trat gegen insgesamt 355 WettkämpferInnen aus über 29 Nationen an. Alle konnten mit wertvollen Erfahrungen, und Lisa Mara Stöffler und  Sarah Lee Schuster mit einer Bronzemedaille, heimkehren. Für die kräftige Unterstützung und Begleitung bedankt sich das Team bei FOL Dipl.-Päd. Heinrich Strasser BEd und FOL Dipl-Päd. Hermann Rauter. Für die Chance teilzunehmen ein herzliches Dankeschön an Dir. Mag. Dr. Gerfried Pirker, Fachvorstand Dipl-Päd. Josef Trieb BEd und an die Sponsoren Villacher Bier, Kärntner Milch, RUEFA Reisen, Trauner Verlag, Giesser Messer und den Elternverein der KTS.

Text&Fotos: KTS Villach

Erasmus+ Budget verdoppelt – Fortsetzung für das Erfolgsförderprogramm

Eine Kärntner Delegation bestehend aus Landesschulinspektorin Renate Kanovsky-Wintermann, Michael Mattersdorfer, Martin Tänzer und Günther Malle folgte der Einladung von Bundesminister Heinz Faßmann Ende November ins Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung nach Wien. Bei einem freundlichen Empfang im Rahmen einer Feierstunde wurde von Bundesminister Heinz Faßmann die weitere Unterstützung für Erasmus+ Projekte für die neue Förderperiode versichert, da die Verhandlungen über die Zukunft des Programms im Rahmen der Austrian Presidency of the Council of the European Union 2018 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten.

Für das neue EU Programm für Bildung, Jugend und Sport wird in der Förderperiode von 2021 bis 2027 ein Budget von 30 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, mit dem verstärkt physische wie auch virtuelle Mobilitäten für die Teilnahme von rund 12 Millionen Menschen gefördert werden sollen. Die grenzüberschreitende Mobilität für Menschen aller Altersgruppen und die Zusammenarbeit im Rahmen europäischer Projekte soll weiterhin im Mittelpunkt stehen. Für Österreich ist auf Basis der mindestens 30 Mrd. Euro für das Gesamtprogramm ein Budget von 523.740.000 für die sieben Programmjahre zu erwarten. Das bedeutet eine Erhöhung um 125% im Vergleich zu Erasmus+.

„Das Plus hat eine Symbolkraft und das Nachfolgeprogramm von Erasmus+ soll nicht nur finanziell ausgeweitet, sondern auch attraktiver, flexibler und effizienter werden, d.h. mehr Studierende, Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Lehrlinge sollen in das Programm aufgenommen werden und ein niederschwelligerer Zugang für Menschen mit Benachteiligungen ermöglicht werden. Wer Europa selbst erlebt, entwickelt auch eine europäische Identität“, so Bundesminister Faßmann, dem es wichtig ist, ein Europa des Wissens, des Friedens und der Völkerverständigung zu schaffen.

„Durch die Erhöhung des Fördergeldes werden In Zukunft noch weitere Schulen, die bisher noch nicht in den Genuss von Auslandsmobilitäten gekommen sind, Bewilligungen für die Durchführung ihrer Projekte bekommen“, so Erasmus+ Kärnten Koordinatorin Renate Kanovsky-Wintermann, für die es Teil jeder Ausbildung sein sollte, über den Tellerrand zu blicken und andere Kulturen kennenzulernen.

Text: LSR/Claudia Lautischer

Foto: BMBWF/Martin Lusser

 

Feierstunde für pensionierte Pädagoginnen und Pädagogen

Im Klagenfurter Konzerthaus wurden Ende November rund 160 Pädagoginnen und Pädagogen aus Berufsbildenden Höheren Schulen, Gymnasien, Allgemeinbildenden Pflichtschulen und Fachberufsschulen von Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Kaiser eröffnete die Feierstunde mit seinem Dank an die anwesenden Pädagoginnen und Pädagogen. „Ich stehe heute als Bildungsreferent mit einem lachenden und einem weinenden vor ihnen. Mit einem weinenden Auge, weil es nicht leicht ist, von einem Tag auf den anderen auf so viele wichtige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verzichten zu müssen. Das lachende Auge teilt ihre Freude, dass sie ihre jahrzehntelange Berufung zu einem erfolgreichen Ende gebracht haben“, so Kaiser. Der Bildungsbereich genieße in Kärnten einen hohen Stellenwert, für den auch die Lehrerinnen und Lehrer immer gekämpft haben. „23 Prozent des Landesbudgets gehen in den Bildungsbereich, das ist auch der Verdienst ihrer guten Arbeit. Ihr Wirken hat damit das erreicht, was es erreichen sollte. Ich danke im Namen der Kärntner Landesregierung jedem und jeder Einzelnen für ihr Wirken zum Wohle des Landes – genießen sie ihren Ruhestand möglichst lange“, so der Landeshauptmann.

Klinglmair drückte seine große Freude und Ehre aus, als Bildungsdirektor bei diesem würdevollen Empfang dabei sein zu können und brachte den Lehrkräften seine Wertschätzung für ihre wichtige Arbeit in den letzten Jahrzehnten entgegen. „Bildung ist das wesentlichste Gut, das wir haben. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn sie ihre große Expertise auch in Zukunft in den Bildungsbereich einbringen würden und so auch unseren Nachwuchs unterstützen können“, so Klinglmair.

Auch Landtagsabgeordneter Stefan Sandrieser, Vorsitzender des Zentralausschusses für Allgemeine Pflichtschulen, sprach den Pädagoginnen und Pädagogen seine Wertschätzung für ihr jahrzehntelanges Wirken aus. Die Lehrerschaft sei gerade in den letzten Jahren immer wieder kritisch von der Öffentlichkeit betrachtet worden. „Unser Berufsstand hatte es nicht immer leicht und ihr seid vielen Veränderungen ausgesetzt gewesen. Ich danke euch für euer Engagement und hoffe, ihr bringt euch weiterhin in wichtige Bildungsdiskussionen ein“, erklärte Sandrieser.

Die Pädagoginnen und Pädagogen erhielten Ehrenurkunden und kleine Präsente. Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgte „DuettNett“ – Nina Reyes an der Querflöte und Vukašin Mišković an der Gitarre. Unter den Ehrengästen waren unter anderem Klubobmann und Landtagsabgeordneter Markus Malle, Landesschulratsdirektor Peter Wieser sowie der ZA-FBS-Vorsitzende Johann Schnögl.

Text: LPD Kärnten/Fabian Rauber

Fotos: LPD Kärnten/fritzpress

Die LEA XIV ist geschafft!

Nachdem vor einiger Zeit die Ausbildung der Generation XIV der Leadership – Akademie in Alpbach zu Ende gegangen ist, werden die Absolventinnen und Absolventen nun von Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser vor den Vorhang geholt. Die Netzwerkkoordinatoren Maria Wobak und Siegfried Torta erhielten vor kurzem die erfreuliche Nachricht einer bevorstehenden Ehrung der Teilnehmenden im Spiegelsaal. Diese wird Anfang des nächsten Jahres stattfinden. 14 Führungskräfte aus dem Bildungsbereich haben die einjährige Leadership – Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen. Dass das auch von den Verantwortlichen wahrgenommen und geschätzt wird, freut die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Einziger Wehrmutstropfen bei der Sache ist, dass diese Ausbildung nach 13 Jahren nicht mehr fortgesetzt wird.

 

Absolventinnen und Absolventen der LEA XIV

Fanta Hilda, Pädagogische Hochschule Kärnten

Grengl Peter, HTL1 Klagenfurt

Jäger Norbert, Pädagogische Hochschule Kärnten

Jarnig Maria, Centrum Humanberuflicher Schulen (CHS) Villach

Kofler Corinna, CHS Villach

Latschen Doris, Landesschulrat für Kärnten

Leitgeb Birgit, BHAK Althofen

Lichtner Wolfgang, HLW Spittal/Drau

Mair Christine, Volksschule St. Veit an der Glan

More Elisabeth, Volksschule Pusarnitz im Schulverbund m. VS Möllbrücke

Moser Michaela, Volksschule Klein St. Paul

Oberzaucher-Riepl Sabine, PH Kärnten, Viktor Frankl Hochschule

Pichler Manuel, Landesschulrat für Kärnten

Seher Michael, HTL Villach/BORG Klagenfurt

Stromberger-Puggl Monika, PBZ Wolfsberg

Suntinger Hemma, Volksschule Großkirchheim/Schulverbund

Tänzer Martin, HLW des Kärntner Caritasverbandes

Torta Silvia, Volksschule Kraig

Weißegger-Ellersdorfer Rosemarie, Volksschule Krumpendorf

Wimmer Roswitha, BHAK 1 International

Wintersteiger Johann, Pädagogische Hochschule Kärnten

Woitischek Barbara, Neue Mittelschule St.Veit/Glan

Zusätzlich hat Siegfried Torta als Netzwerkkoordinator der Leadership Academy für Kärnten die Qualifizierung zur „Systematischen Prozessbegleitung und Beratung“ abgeschlossen.

 

Text&Fotos: LSR/Siegfried Torta

 

Erfolgreicher Firmentag an der HTL1 Lastenstraße

Einzigartig, zukunftsorientiert, innovativ: Die HTL1 Lastenstraße bestätigte am Firmentag 2018 ihren hervorragenden Ruf einer praxisnahen und zukunftsträchtigen Schule, die am „Puls der Zeit“ bleibt.

Mit neuen wegweisenden Projekten, entsprechend der aktuellen Entwicklungen der Technik, bietet die HTL1 optimale Möglichkeiten für einen erfolgreichen Berufseinstieg durch beste Vorbereitung auf die gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen aus der Welt der Technik und Wirtschaft. Wie der jährliche Firmentag, geleitet und organisiert von AV DI Helmut Kampl und DI Michael Steiner, beweist, ist es für die zukünftigen kompetenten und selbstständigen Technikerinnen und Techniker enorm wichtig, den Kontakt zu zahlreichen national und international erfolgreichen Unternehmen, die mit der HTL1 eine Kooperation haben, durch Ferialpraxisstellen oder Diplomarbeitsprojekte zu intensivieren.

„Die intensive Zusammenarbeit zwischen der HTL1 und der Wirtschaft – eine Win-win-Kooperation – hat enorme Synergieeffekte und ein entscheidendes Synergiepotenzial, welches es auch in Zukunft auszuschöpfen gilt“, bestätigten sowohl Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair als auch Direktor Dr. Michael Archer am Firmentag.

Kurzfilm zum Firmentag 

Text&Fotos: HTL1 Lastenstraße

Kärntner Industrielehrlinge stellten ihr Wissen unter Beweis

63 Lehrlinge aus 23 Kärntner IV-Mitgliedsbetrieben matchten sich beim 9. „INLehre“-Landeslehrlingswettbewerb der Industriellenvereinigung in Treibach. Sie stellten in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik ihr Wissen unter Beweis.

Bei der Eröffnung des Wettbewerbs bezeichnete Landeshauptmann Peter Kaiser das heimische, duale Ausbildungssystem in der Lehre als „europaweit einzigartig“. Mit einem Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent sei Kärnten derzeit an zweiter Stelle aller österreichischen Bundesländer. „Dies ist eine Leistung von uns allen, also auch von euch“, so Kaiser, der den Lehrlingen Mut für den kommenden Wettbewerb zusprach. „Ich spüre eine große Zuversicht bei euch, vertraut auf eure Leistungsfähigkeit. Es soll sich jeder als Siegerin oder Sieger fühlen, denn für mich seid ihr das jetzt schon. Wir sind stolz auf euch und eure Leistungen“, so der Landeshauptmann. 55 Prozent der Wertschöpfung käme von der Industrie, dies würde ihren hohen Stellenwert für Kärnten unterstreichen, so Kaiser. Das Land unterstützt Betriebe und Lehrlinge mit einer Vielzahl von Maßnahmen, so etwa mit Zuschüssen für Lehr- und Ausbildungsbetriebe, Förderungen für die Errichtung von Lehrwerkstätten und mit dem Heimkostenzuschuss für Lehrlinge während der Berufsschulzeit.

IV-Präsident Timo Springer betonte, die Industrielehre biete den Lehrlingen viele Möglichkeiten. „Mit einer Industrielehre steht euch die Welt offen“, so Springer zu den Teilnehmenden. Drei Viertel aller Lehrlinge schaffen ihren Abschluss mit sehr gutem oder gutem Erfolg, zudem sei herauszustreichen, dass unter den Industrielehrlingen bereits 20 Prozent weiblich seien, so Springer.

Für Bildungsdirektor Robert Klinglmair ist die duale Ausbildung „ein Erfolgsmodell, um das uns die ganze Welt beneidet“. In Österreich seien über 200 Lehrberufe zu erlernen, diese Lehrlingsausbildungen seien auch für die derzeit positiven Entwicklungen am Jugendarbeitsmarkt mitverantwortlich, erklärte Klinglmair. Im Kärntner Pflichtschulbereich gilt es den Stellenwert sowie die Attraktivität der Lehre weiter zu erhöhen und auf die zukunftsträchtigen Möglichkeiten am Arbeitsmarkt nach einem erfolgreichen Lehrabschluss hinzuweisen. Gleichzeitig soll mittels frühzeitiger und gezielter Bildungs- und Berufsberatung für jede/n Jugendlichen eine den Neigungen und Fähigkeiten entsprechende Ausbildung gefunden werden, um damit den Fachkräftenachwuchs – speziell im technischen Bereich – für den Kärntner Wirtschaftsstandort zu sichern.

Treibacher-Vorstand Alexander Bouvier begrüßte als Hausherr alle Lehrlinge und Ausbildner sehr herzlich in den Räumen der Treibacher Industrie AG. „Ich bin sehr gespannt auf eure Leistungen, diese Standortbestimmung ermöglicht euch eine Weiterentwicklung. Ich wünsche euch allen eine tolle Veranstaltung und alles Gute“, so Bouvier.

Die Preisgelder für die drei Gewinnerinnen und Gewinner, je 1.000 Euro, werden von der Kärntner Sparkasse zur Verfügung gestellt. Zudem werden nach dem Wettbewerb Sachpreise, gestiftet von der Treibacher Industrie AG, unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlost. Die Lehrlinge kommen in diesem Jahr aus den Betrieben 3M Precision Grinding GmbH, ANEXIA Internetdienstleistungs GmbH, Chemson Polymer-Additive AG, Donau Chemie AG, Fleischmann & Petschnig Dachdeckungs-Gesellschaft m.b.H, flex, Flowserve Control Valves GmbH, FunderMax GmbH, Griffnerhaus GmbH, HASSLACHER Gruppe, Infineon Technologies Austria AG, KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, Lam Research AG, MAHLE Filtersysteme Austria GmbH und Mondi Frantschach GmbH.

Text: LPD Kärnten/Fabian Rauber
Fotohinweis: LPD Kärnten/Jannach

Erfolgreiches Projekt mit den Nationalpark-Partnerschulen geht in die Verlängerung

Das erfolgreiche Partnerschulprojekt zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und den Schulen der Nationalparkgemeinden geht in die Verlängerung. Konkret geht es um die Zusammenarbeit mit den Volksschulen Heiligenblut, Großkirchheim, Mörtschach, Obervellach, Mallnitz, Malta, Winklern und der Mittelschule Winklern, die mit dem Nationalpark Hohe Tauern im Beisein von Nationalparkreferentin LR Sara Schaar für weitere vier Jahre besiegelt wurde. „Der Grundstein für diese gegenseitig bereichernde Partnerschaft wurde bereits im Jahr 2002 durch die feierliche Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und der Nationalparkmittelschule Winklern gelegt, die somit zur ersten Nationalparkpartnerschule Österreichs wurde“, erklärt Schaar.

„Mit dem speziellen Nationalpark-Schulprogramm werden die Schülerinnen und Schüler in der Region von Kindesbeinen an für die großartige Natur- und Kulturlandschaft sensibilisiert und mit den Zielen des Nationalparks Hohe Tauern vertraut gemacht“, so die Nationalpark-Referentin. Während der gesamten Schulzeit werden die Klassen von ihrem persönlichen Nationalpark-Ranger begleitet und nach einem speziellen Nationalpark-Lehrplan, der im regulären Lehrplan verankert ist, unterrichtet. „Hierbei wird auf Wissensvermittlung, verbunden mit Erlebnissen, Wert gelegt“, so Schaar. „Die Unterrichtskonzepte sind an das jeweilige Alter der Kinder angepasst.“

Jedes Unterrichtsjahr widmet sich einem speziellen Thema: In der ersten Schulstufe ist es der Nationalpark mit seinen Besonderheiten, in der zweiten Klasse die bergbäuerliche Kulturlandschaft. In der dritten Klasse stehen das Thema Wasser und die Erkundung von Gebirgsbächen, im vierten und letzten Schuljahr die Klimaschule mit Experimenten zum Staunen und Ausprobieren im Mittelpunkt. In einer eigenen Nationalpark-Mappe dokumentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Unterrichtserlebnisse. Abgerundet wird das Unterrichtskonzept mit dem Titel „NaturSportSpaß“ durch Exkursionen. „Die Schwerpunktthemen werden im Unterricht vorbereitet und dann bei Ausflügen in die Nationalparkregion mit den Nationalpark-Rangern bearbeitet“, erklärt Schaar. Unterstützt wird die Partnerschaft zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und den Nationalparkschulen von der österreichischen Biomarke „Ja! Natürlich“.

Text: LPD Kärnten/ Pinter, Robitsch
Foto: Peter Schober