Kärnten startet mit ersten Smart Learning Klassen

Mit diesem Schuljahr starten vier HTL-Standorte in Kärnten, Klagenfurt (2), Wolfsberg und Villach, mit sechs Smart Learning Pilotklassen, schaffen für 191 Schülerinnen und Schüler ein völlig neues Lernen und für die Pädagoginnen und Pädagogen ein neuartiges Lehren, um den modernen Anforderungen der Arbeitswelt gerecht zu werden. Das Besondere: Diese Form des Lehrens und Lernens wird durch eine Kooperation der Höheren Technischen Schulen mit Infineon möglich, Schule wird mit industrienaher Praxis verbunden, wie es die letzte Bildungsreform als Zielsetzung sieht.

In einer Pressekonferenz wurde diese neue Form der Didaktik in der Ausbildung in der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt vorgestellt. Bildungsdirektor Robert Klinglmair stellte gleich zu Beginn klar, um was es bei den Smart Learning Klassen geht. „Es geht um zeitgemäßes Lernen und Lehren, um eine neue Didaktik. Wir bringen mit diesem Pilotprojekt nicht Tablets in die Klassen, sondern kümmern uns um das WIE. WIE ist die Digitalisierung den jungen Menschen im Unterricht beizubringen“, fasst Klinglmair zusammen.

Für Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser ist damit klar: „Kärnten nimmt wieder eine Vorreiterrolle ein, indem wir die Bildungsvermittlung und die Industrie verbinden. Immerhin schafft die Industrie in Kärnten 55 % der Wertschöpfung und es liegt in der Verantwortung der Politik, rechtzeitigt die entsprechenden Weichenstellungen zu setzen, um moderne Bildung möglich zu machen“, so Kaiser. Kaiser nannte die Chemie HTL in Klagenfurt, die kürzlich startete und die Industrie HAK in Althofen als weitere Beispiele, die zeigen, dass Kärnten ein moderner Bildungsstandort ist, der die jungen Menschen arbeitsmarktgerecht ausbildet.

„Die Jungen sollen sehen, dass sie im eigenen Land Chancen haben auf Bildung und Jobs, dass sie mit unserem neuen Angebot mehr Wissen und Fähigkeiten erlangen als bisher“, verwies Kaiser auf Kärntens Bildungsmaßnahmen gegen den Brain Drain. Immerhin habe Kärnten die meisten Maturant/innen aller Bundesländer gemessen an der Bevölkerung. Daher bestehe die unbedingte Notwendigkeit, versierte Personen auszubilden, um die zukünftige Entwicklung des Landes zu sichern. „Wir erleben heute eine Geburt, werden das Aufwachsen und Erwachsen werden unserer Smart Learning Klassen beobachten können, damit sich unsere nächste Generation weiterentwickeln kann“, so Kaiser.
Die Smart Learning Klassen leben vor allem durch die Kooperation mit Infineon, sodass praxisnaher Unterricht ermöglicht wird. Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon sieht in der Errichtung der Smart Learning Klassen „die Kultur des Lernens und Lehrens weiterentwickelt“. „Es geht nicht um die Verwendung von Tablets, sondern um analoges, virtuelles, soziales Lernen und Lernen im Team. Die Digitalisierung wird als Instrument genutzt, um den Fachkräftemangel entgegen zu treten, die Begeisterung für die Technik zu schaffen, Praxis zur Verfügung zu stellen und vor allem eine zeitgemäße Didaktik einzusetzen“, erklärt Herlitschka das Pilotprojekt.

Möglich wurde die Kooperation von Schulen und Infineon auch durch den Bund, durch die Bildungsreform. Klemens Riegler-Picker, Sektionschef für Allgemein- und Berufsbildung im Bildungsministerium sagt zu den neuen Smart Learning Klassen: „Die regionale Bildung wollen wir am Bedarf der jeweiligen Region ausrichten. Dieses Pilotprojekt ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür und für die Zusammenarbeit von Schulen, Wirtschaft, Land und Bund!“

Das Konzept der Smart Learning Klassen sieht vor, dass analoges und digitales Lernen mit industrienaher Praxis verbunden wird. Intelligente Lernumgebungen werden ebenso geschaffen wie die Steigerung von Lernmöglichkeiten an mobilen Endgeräten. Moderne Arbeitsplätze werden simuliert und digitale Lernplattformen sowie interaktives Lernen ermöglicht. Pädagogik und Technik werden durch die Simulation von Industrieprozessen verschmolzen.

Text: LPD Kärnten/Gerlind Robitsch
Foto: LPD Kärnten/Helge Bauer

„Die Nachhaltige Schule“ auf der Herbstmesse Klagenfurt

Die Themeninsel „Die Nachhaltige Schule“ war Treffpunkt  für Schüler/innen, Pädagog/innen und Interessierte auf der Herbstmesse Klagenfurt 2019 . Jenen Besucherinnen und Besuchern, die sich für Umweltthemen und im speziellen für Maßnahmen zum Erzielen von Nachhaltigkeit in Schulen interessierten, durften sich über ein buntes und vielschichtiges Angebot und über anregende Gespräche freuen.

Mag. Gerlinde Duller vom Ökolog-Regionalteam Kärnten hat diesmal Partnerinstitutionen eingeladen, beim Messestand in der Halle „Go Green“ gemeinsam die schulischen (Kooperations-)Projekte zu präsentieren. Die inhaltlichen Schwerpunkte, die Plakate, Broschüren und Materialien sowie die Beratungsgespräche bezogen sich daher auf Themenfelder wie: “ Wie werde ich und was leistet eine Ökolog-Schule“, „die Gesunde Schule“, Präventionsmaßnahmen, „Bio Schulbuffet“, Klimawandel, Abfallwirtschaft-Umgang mit Abfall und weitere zentrale Ökolog- und Umweltthemen. Am Messestand vertreten waren neben Helga Spitzer und Gerlinde Duller vom Ökolog-Regionalteam Kärnten die „Plattform Prävention der Stadt Klagenfurt“ mit einigen Netzwerkpartnern für Prävention und Gesundheitsförderung, das Büro für Frauen, Chancengleichheit und Generationen der Stadt Klagenfurt, das Mädchenzentrum Klagenfurt, die Aids-Hilfe Kärnten, WIKI Kinderbetreuung Klagenfurt sowie die Abfallberater/innen vom Abfallwirtschaftsverband Villach.

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer aber auch interessierte Eltern, Großeltern und Projektpartner nutzten vom 11.09. bis einschließlich Sonntag 15.09.2019 die Gelegenheit, Informationen, Anregungen, Kontaktadressen und Materialien abzuholen.

Text: Bildungsdirektion für Kärnten/ Mag. Gerlinde Duller

Fotos: Bildungsdirektion für Kärnten/ Mag. Gerlinde Duller, WIMO/Margit Eberhard, Energieforum Kärnten/Mag. Berndt Triebel

Schulleiter/innen starten mit Auftaktkonferenz in neues Schuljahr

Mit einer großen Auftaktkonferenz starteten Kärntens Schulleiter/innen und Schulqualitätsmanager/innen in der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt ins neue Schuljahr, die von Moderatorin Gerlinde Duller von der Bildungsdirektion für Kärnten herzlichst begrüßt und durch einen spannenden Vormittag geführt wurden. Nach den einleitenden Worten von Landeshauptmann Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair, hielten der Erste Landtagspräsident Reinhart Rohr sowie Politikwissenschaftlerin Kathrin Stainer-Hämmerle ihre Impulsreferate zum heurigen Jahresleitsatz „Politische Bildung und Demokratie“.

Eine Ehrung gab es zu Beginn für das erfolgreiche Team aus Kärnten, das sich bei der IESO 2019 Erdwissenschaftsolympiade in Daegu in Südkorea 43 Nationen und 181 Studierenden im Alter von 15 bis 18 Jahren stellte und drei Gold-, zwei Silber- und eine Bronzmedaille in den internationalen Teamwettbewerben abräumte. Im Einzelbewerb gab es vier Bronzene für Leo Gaskin und Paul Hutze (beide BG Feldkirchen), Pascal Steiner (Perau Gymnasium Villach) und Matthias Ogris (BG St. Veit a. d. Glan). Mit ihnen fieberten Kirsten von Elverfeldt (AAU), Michael Lukas (HTL Leoben) und Delegationsleiter des Teams Austria, Christopher Wintschnig (BAfEP Klagenfurt).

Klinglmair begrüßte die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und wies darauf hin, dass Kärnten in Bezug auf das Thema „Politische Bildung und Demokratie“ eine Vorreiterrolle innehabe. Denn immerhin hat das Land ein Schülerparlament in der Verfassung verankert. Klinglmair bedankte sich bei allen Schulleiter/innen und Pädagog/innen. „Ihr Engagement geht weit über den Dienstplan hinaus, sonst wären die zahlreichen Projekte und Leistungen der Schülerinnen und Schüler nicht umsetzbar, nicht schaffbar“, so Klinglmair. Das Kärntner Bildungswesen sei vor einem Jahr vor einem Richtungswechsel gestanden, in dem zwei Kompetenzen, die des Bundes und des Landes, zu einer Mischbehörde zusammengeführt worden sind. „120.000 Eltern, 65.000 Schüler/innen und 7.500 Mitarbeiter/innen inkl. Verwaltung haben diesen Wechsel gemeinsam mit uns vollzogen und gemeinsam stellen wir uns auch, nach Startschwierigkeiten, den Herausforderungen und Neuerungen im neuen Schuljahr“, so Klinglmair.

Bildungsreferent Landeshauptmann Kaiser knüpfte daran an und forderte dazu auf, selbstkritisch die Startschwierigkeiten in Form von Verzögerungen im heurigen Schuljahr als Anlass zu nehmen, positive Schlussfolgerungen zu ziehen, aus Fehlern zu lernen, um es „nächstes Jahr besser zu machen“.
Kaiser ging vor allem auf die Wahl des Jahresleitsatzes „Politische Bildung und Demokratie“ ein. „Die Schnittmenge von Demokratie und politischer Bildung ist nirgends so eng wie in der Schule. Die Bildungsinstitutionen stehen in der Verantwortung, junge Menschen zu kritischen Bürger/innen zu erziehen, zu bilden, die sich mit den Gegebenheiten immer auseinandersetzen können“, so Kaiser. Vor allem jetzt seien andere Systeme, Diktaturen zu beobachten, sodass laut Kaiser ein „Innehalten angebracht ist und ein Nachdenken darüber, welche Form man für sich will. Denn allzu oft werden die positive Aspekte der Demokratie nur mehr als Normalität gewertet und die eigene Teilnahme nicht mehr gesehen“, fand Kaiser kritische Worte.

Alle Schulleiter/innen und alle Pädagog/innen seien laut Kaiser unverzichtbare Bezugspersonen, die eine hohe Verantwortung tragen und nun gefordert sind, die Bedeutung von politischer Bildung, von Demokratie, hervorzuheben. „Kärnten ist schon Vorreiter für alle Regionen Europas mit dem in der Verfassung verankerten Schülerparlament. Mit dieser Entscheidung wollen wir die jungen Menschen herausfordern, unterstützen und motivieren“, sagte Kaiser.

Von Seiten des Landes habe man den Schwerpunkt im Bildungsbereich auf die Schaffung von Bildungszentren und das Ganztagesschulwesen gelegt. Um Ganztagesschulen zu errichten, gebe es von Seiten des Landes daher auch eine zusätzliche Förderung, die es in keinem anderen Bundesland gibt. Kaiser verwies auch auf die enorme Entwicklung in der Elementarpädagogik, wo es in der Bildungsanstalt 54 Anmeldungen mehr zu verzeichnen gibt. „Elementarpädagogik ist unverzichtbar, ebenso wie ein zweites, verpflichtendes Kindergartenjahr es ist. Mit dem Kinderstipendium schaffen wir die Rahmenbedingungen, dass auch jedes Kind, egal aus welchem sozialen Umfeld es stammt, eine Betreuungseinrichtung besuchen kann“, berichtete Kaiser. So seien durch das Kinderstipendium rund 1.600 Kinder mehr in elementarpädagogischen Einrichtungen zu verzeichnen, als zuvor.

Auch bei den Pflichtschüler/innen sei ein Anstieg zum Vorjahr um fast 130 Kinder zu bemerken, ebenso wie beim Zulauf zu den Ganztagesschulen, wo es 360 Anmeldungen mehr als im Vorjahr gibt, in Summe 5.966.

Kaiser wünschte abschließend allen Schulleiterinnen und Schulleitern viele positive Erlebnisse im neuen Schuljahr und das Gefühl, in der „schönsten Profession der Erde tätig zu sein“.
Erster Landtagspräsident Rohr ging in seiner Rede auf die Tätigkeiten des Landtages ein, um politische Bildung bei der Jugend und im Schulwesen zu forcieren und um die Wirkungsweisen, die Aufgaben und Mechanismen der Politik zu vermitteln. Daher habe der Landtag mit dem Schülerparlament einen laufenden Dialog geschaffen.


Redaktion: LPD Kärnten/Gerlind Robitsch, Bildungsdirektion für Kärnten/Claudia Lautischer
Fotohinweis: LPD Kärnten/Eggi

TaPeThe Programm für das Schuljahr 2019/20 im Bereich Darstellende Kunst für junges Publikum

Das Jahr 2019 ist ganz dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater, -tanz und -performance – kurz: TaPeThe – gewidmet! Für das Rahmenprogramm in diesem Jahr ist die IG TTPKK – Interessensgemeinschaft Theater Tanz Performance Kärnten/ Koroška verantwortlich. Das TaPeThe Programm 2019/20 für junges Publikum bietet ein breitgefächertes Angebot für alle Altersklassen im Bereich Tanz, Performance und Theater, dargeboten von professionellen Kärntner Vereinen. Die einzelnen Produktionen werden in beiden Landessprachen Deutsch sowie auf Slowenisch in der TaPeThe Broschüre vorgestellt. Einige Produktionen werden in Theaterhäusern zur Aufführung gebracht, andere wiederum sind mobil und kommen direkt an die Schule.

Auf der Homepage www.tapethe.at finden Sie alle Informationen über die verschiedenen Produktionen.

TaPeThe Broschüre: http://feelinc.at/pdf/2019_Programmfolder_TaPeThe.pdf

Schulstart TaPeThe Mail

100 neue SPAR-Lehrlinge

Ausbildung, Weiterbildung und Begleitung – das verlässlichste Kapital jedes erfolgreichen Unternehmens sind seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus diesem Grund hat sich SPAR auch 2019 wieder zum Ziel gesetzt, in allen Filialen von SPAR, INTERSPAR, TANN sowie Hervis in Kärnten und Osttirol neue Lehrlinge aufzunehmen. Zur mittlerweile traditionellen Auftaktveranstaltung, dem Lehrlings-Eltern-Informationstag, kamen 100 neue Lehrlinge und deren Eltern in das Cineplexx Villach. Sie wurden von Landeshauptmann Peter Kaiser, Wirtschaftsreferent LR Sebastian Schuschnig und Bildungsdirektor Robert Klinglmair gemeinsam mit SPAR Kärnten und Osttirol Direktor Paul Bacher sowie Lehrlingsbeauftragter Sabrina Thaler begrüßt.

„SPAR setzt viele Akzente in der Aus- und Weiterbildung, denn es gibt nur wenige Betriebe, die eine eigene Ausbildungsakademie haben. Wie SPAR sich um seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmert ist vorbildhaft und unterstreicht die Bedeutung zufriedener Mitarbeiter für erfolgreiche Unternehmen“, sagte der Landehauptmann. Jugendliche würden hier die Chance erhalten, eine profunde Ausbildung zu absolvieren, die in weiterer Folge auch Türen in großen Unternehmen öffne. „Gerade die konkrete Verbindung von Theorie und Praxis, wie in der dualen Lehrlingsausbildung, gibt jungen Menschen neue Chancen für ihre berufliche Zukunft“, sagte Kaiser und betonte weiter, dass die duale Lehrlingsausbildung zur Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit beitrage. „Wir haben aktuell um 91 Lehrlinge mehr als in den Jahren vorher und konnten die Jugendarbeitslosigkeit um 5,2 Prozent senken, das ermutigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Der Landeshauptmann dankte dem Unternehmen im Namen des Landes und seiner Bevölkerung für die tolle Lehrlingsausbildung, aber auch dafür, dass an Schwächere gedacht werde. „Sozioökonomische Tätigkeiten und Projekte bieten diesen Menschen Chancen, zu vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft zu werden.“

„Alle Unternehmerinnen und Unternehmer betonen, dass das Rückgrat der Wirtschaft gut ausgebildete Fachkräfte sind“, sagte der Wirtschaftsreferent. Gute Ausbildung garantiere gute Zukunftsaussichten, so Schuschnig, der in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit des dualen Ausbildungssystems in Kärnten hervorhob.

Das Motto der Auftaktveranstaltung „… und Action!“ signalisiere, dass für die Lehrlinge ein neuer Lebensabschnitt begonnen habe, sagte Direktor Paul Bacher, Geschäftsführer für SPAR Kärnten und Osttirol. „Heute startet die erste Szene unseres gemeinsamen Films, der ein Blockbuster wird.“ Die Parallelen einer erfolgreichen Kinoproduktion und einer SPAR-Lehre seien unter anderem ein gutes Team und ein guter Regisseur, im Erfolg keine Grenzen nach oben und toller Einsatz.

Die wichtigsten Informationen über die Lehre bei SPAR wurden den neuen Lehrlingen zwei kurzen Filmen präsentiert. Darin erzählten Lehrlinge von ihrer Ausbildung und dem Lehrlingsalltag bei SPAR, INTERSPAR, TANN und Hervis und gaben ihren zukünftigen Kolleginnen und Kollegen hilfreiche Tipps. Die Lehrlingsverantwortliche Sabrina Thaler stellte die Lehre bei SPAR vor. Aktuell werden in Österreich 2.300 Lehrlinge ausgebildet, in Kärnten sind es 100 in elf unterschiedlichen Sparten. Für jene Lehrlinge, die während der gesamten Ausbildung in der Schule hervorragende Leistungen erbracht haben, gab es eine Führerschein-Ehrung, sie erhielten den B-Führerschein gesponsert.

Text: LPD Kärnten/Ulli Sternig
Foto: SPAR/Daniel Gollner

Das bringt das neue Schuljahr 2019/20

Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair informierten im Rahmen einer Pressekonferenz im Medienraum der Kärntner Landesregierung über das Schuljahr 2019/20. Neben neuen Schulstatistikdaten gab es auch ausführliche Informationen über Schulorganisatorische Veränderungen, die Umsetzung des Schul-Standortekonzeptes bzw. der Bildungszentren, über die schulische Ganztagesbetreuung, die Fachberufsschulen und die Projektschwerpunkte in den einzelnen Schulformen.

Der Landeshauptmann, er informierte über den Pflichtschulbereich und die Elementarpädagogischen Einrichtungen, stellte fest, dass entgegen den Szenarien und der demografischen Entwicklung es ein leichtes Plus im Pflichtschulbereich bei Schüler/innen und Klassen gebe. 2019/20 wird es in Kärnten 33.494 Pflichtschüler/innen geben. Das sind 22 mehr als im Vorjahr. Um 78 gestiegen ist auch die Zahl der Volksschulkinder (2019/20: 20.512 – Vorjahr: 20.434). Auch bei den Taferlklassler/innen gibt es eine Steigerung. Für 5.622 Kinder beginnt der Schulalltag, das ist um 26 mehr als im Vorjahresvergleich. Gestiegen ist auch die Gesamtklassenanzahl. Sie beträgt 1.911, das sind um 13 Klassen mehr als Vorjahr. Ein Plus an Klassen gibt es im Volksschulbereich (+ 15) und bei den PTS-Klassen (+2). Weniger Klassen gibt es im NMS-Bereich (-1) und den Sonderschulklassen (-3).

Eine starke Zunahme verzeichnen die Ganztagesschulen. Laut Kaiser werden im heurigen Schuljahr 6.326 Kinder in Ganztagesschulen betreut werden. Das sind 60 Schüler/innen mehr und bedeutet eine Steigerung um 5,7 Prozent. Der Bildungsreferent erinnerte auch daran, dass Kärnten das einzige Bundesland sei, wo es für Nachmittagsgruppen eine eigene Förderung gibt. „Kärnten gibt im Jahr rund 1,5 Millionen Euro für Ganztagesgruppen aus und fördert zusätzlich zu den Bundesmitteln mit 8.000 Euro jede Gruppe. Das ist ein gut investiertes Geld“, so Kaiser.

Dezidiert hervorgehoben wurde von Kaiser der sonderpädagogische Förderbedarf, der aktuell für 1.741 Schüler/innen im Land bestehe. „Kärnten erbringt hier Leistungen gemäß einem Bundesgesetz, trotzdem werden die Kosten hin auf Länder und Gemeinden verlagert“, übte er erneut Kritik am Bund. Dieser gehe nämlich bei der finanziellen Abgeltung des zusätzlichen Lehrerbedarfs von 2,7 mit sonderpädagogischen Förderbedarf pro 100 Schüler/innen, einer längst überholten Zahl aus dem Jahr 1992 aus. „Tatsächlich hätten in Kärnten derzeit 5,7 von 100 Schüler/innen einen sonderpädagogischen Förderbedarf“, stellte er unmissverständlich klar.

Im Bereich der Elementarpädagogik hob der Bildungsreferent das neue Kinderstipendium und die positive Entwicklung der Kinderzahlen in den Betriebsformen (Kindergärten, Horte, Krippen, Kindertagesstätten…) hervor. Gegenüber dem Vorjahr steigt die Kinderanzahl von 20.485 auf 22.081, das bedeutet 1.596 Kinder mehr. 11.492 Kinder besuchen derzeit einen Kindergarten in Kärnten. Ein klares Bekenntnis gab es von Kaiser neben dem derzeitig verpflichtenden Kindergartenjahr für die 5-Jährigen für ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr. Das verpflichtende Kindergartenjahr besuchen 98,5 Prozent der 5-Jährigen (4.703 Kinder) bei den 4-jährigen Kindern sind es 91,9 Prozent (4.509 Kinder) und bei den unter 3-jährigen Kindern 22,6 Prozent.

Positiv entwickelt sich auch die Forcierung der Bildungszentren. Seit Mai 2015 sind 28 Bildungszentren in ganz Kärnten entstanden. Gesamt gibt es in Kärnten derzeit 301 Schulstandorte inklusive Exposituren. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das um sechs Direktionsstandorte weniger. Aufgelassen wurden die VS Edling, VS Pusarnitz, VS Ottmanach die SEF Klagenfurt Gutenberg, die VS 6 Klagenfurt und die LFS Drauhofen. Zusammengelegt wurden die NMS 1 und NMS 2 Spittal/Drau.

Erfreuliche Daten gibt es auch bei den Lehrlingszahlen. Bei ihnen ist eine Zunahme der Gesamtschülerzahl um 91 Schüler/innen gegenüber dem Vorjahr (7.313) zu verzeichnen.

Bildungsdirektor Klinglmair informierte über den Bereich der Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) und Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS). In beiden beträgt die Gesamtschülerzahl 26.727. Das bedeutet ein Minus von 42 Schüler/innen. 13.543 Schüler/innen werden eine AHS (-17), 13.136 eine BMHS (-25) besuchen. Im BMHS-Bereich gibt es im HTL- Bereich (+ 18) bzw. in der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP , +54) steigende Schülerzahlen. Zur Zentralmatura werden im heurigen Schuljahr 2.800 Maturant/innen antreten. Klinglmair erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass bei der letztjährigen Zentralmatura, Kärnten in vier von sechs Fächern die höchste Durchkommens-Rate aufzuweisen hatte.

Der Jahresleitsatz für das heurige Schuljahr lautet „Poltische Bildung und Demokratie“ auch angesichts des Jubiläumsjahres 2020 zu 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung. „Die Schulen sind aufgerufen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema und auch spezielle Schulprojekte zu entwickeln“, teilte Klinglmair mit. Mit der „Plattform Politische Bildung“ bzw. dem österreichweit einzigartigen gesetzlichen Schülerparlament sowie dem „Europa Quiz-Poltische Bildung“ nehme Kärnten eine Vorreiterrolle ein.

Kurz angerissen wurden vom Bildungsdirektor auch Schwerpunkte in den einzelnen Schultypen im kommenden Schuljahr. Im Bereich der Allgemeinen Pflichtschulen (APS) wird das Hauptaugenmerk neben dem Erwerb digitaler Fähigkeiten auf die Stärkung der Grundkompetenzen gelegt und das Projekt GRUKO weiter fortgeführt. Vertiefende Aktivitäten werden auch im Bereich der Begabungs- und Begabtenförderung gesetzt.

Im HTL-Bereich wurde die neue Chemie-Klasse und ein vier semestriges IT-Kolleg in der HTL Mössingerstraße hervorgehoben. An den Bundeshandelsakademien wie beispielsweise der Industrie HAK bzw. der Agrar-HAK in Althofen soll es eine verstärkte Vernetzung mit der Wirtschaft geben. An der Bundeshandelsakademie 1 in Klagenfurt wird der Unterricht der Zukunft in HAK 4.0 Klassen vollkommen digital gestaltet.

In den HUM-Schulen in Kärnten kommt es zur Einführung neuer Unterrichtsgegenstände wie „Wirtschaftswerkstatt“, „Unternehmens- und Dienstleistungsmanagement“ und „Unternehmensmanagement“. Die Digitalisierungsinitiative soll ebenso wie die Internationalität und Interkulturalität weiter forciert werden.

Im AHS-Bereich werden mehrjährige Projekte weitergeführt in Richtung Kompetenzorientierung, Ganztagesklassen und Gesundheitsprojekte.

Im Behördenbereich ist es geplant neue Anliegen und Reformen in das System zu integrieren. Dazu gehört das neue Dienstrecht für Lehrer/innen und die Semestrierung der Lehrpläne.

Bei der Pressekonferenz waren auch Bildungsabteilungsleiterin Gerhild Hubmann und Lehrer-Personalvertreter LAbg. Stefan Sandrieser anwesend.

Text: LPD Kärnten/Michael Zeitlinger
Fotos: LPD Kärnten/fritz-press

Medaillenregen für Kärntens Wissenschafternachwuchs

43 Nationen und 181 Studierende im Alter von 15 bis 18 Jahren nahmen auch heuer wieder an der IESO 2019 Erdwissenschaftsolympiade teil. Über einen sensationellen Erfolg durfte sich das Kärntner Team in Daegu in Südkorea freuen. Bildungsreferent LH Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair gratulieren ganz herzlich zu drei Gold-, zwei Silber- und einer Bronzmedaille in den internationalen Teamwettbewerben. Im Einzelbewerb gab es sage und schreibe vier Bronzenen für Leo Gaskin und Paul Hutze (beide BG Feldkirchen), Pascal Steiner (Perau Gymnasium Villach) und Matthias Ogris (BG St. Veit a. d. Glan). Mit ihnen fieberten Kirsten von Elverfeldt (AAU), Michael Lukas (HTL Leoben) und Delegationsleiter des Teams Austria, Christopher Wintschnig (BAfEP Klagenfurt).

„Die hoch motivierten Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, dass ein kleines Bundesland wie Kärnten auch bei internationalen Schulolympiaden ungemein erfolgreich sein kann“, so Kaiser. Sowohl der Bildungsreferent als auch Bildungsdirektor sprachen dem Betreuerteam für dessen ausgezeichnete Arbeit größten Dank, Anerkennung und Respekt aus. „Ihr habt nicht nur Mut, Ehrgeiz und Optimismus bewiesen sondern auch unser Bundesland auf eine ganz großartige Weise nach außen hin vertreten.“

Text: LPD Kärnten/ Susanne Stirn

Foto: Christopher Wintschnig

Lesachtaler BrotZeit: Bildungseinrichtungen im intergenerationellen Dialog

Der durchgängige Prozess vom Anbau und Verarbeitung des Getreides in hauseigenen Mühlen bis zum Brotbacken in hauseigenen Öfen hat im Lesachtal lange Tradition. Das Projekt BrotZeit führt Generationen zusammen und unterstützt die Weitergabe von Erfahrungswissen rund um die Herstellung von Brot und regionaler Identität.

Die Herstellung von Brot ist im Lesachtal ein wichtiger Bestandteil für die lokale Kultur und mit sinnlichen Erfahrungen, Ritualen und Bräuchen sowie persönlichen Geschichten verbunden. Dem zugrunde liegt ein breites Spektrum an regionalem Erfahrungswissen, das überwiegend mündlich weitergegeben wurde. Ziel des inter- und transdisziplinären Projekts BrotZeit war es, dieses Erfahrungswissen erstmals wissenschaftlich zu erheben, zu untersuchen und zu dokumentieren sowie im Sinne der kulturellen Nachhaltigkeit zeitgemäß und zukunftsgerecht aufzubereiten.

Gemeinsam mit dem Bildungszentrum Lesachtal (Projektverantwortliche Lehrer/in: Dipl. Päd. Hans Guggenberger, Dipl. Päd.in Petra Pargger) , der HLW Hermagor (Projektverantwortliche Lehrerin: Mag. Gabriele Waysocher) in Zusammenarbeit mit der Alpe-Adria-Universität, dem Kärntner Medienzentrum und lokalen Vereinen wurden für Schüler/innen passende Vermittlungs- und Inszenierungsformen entwickelt und umgesetzt, beispielsweise Brotbackworkshops, das gemeinsame Dreschen von Getreide, wie auch Erzählcafés und Zeitzeugeninterviews. Die Träger/innen des immateriellen Kulturerbes, angefangen bei den Bäuer/innen und Müller/innen bis hin zu den  Bäcker/innen und Kräutersammler/innen, haben ihr Wissen und Können mit den Jugendlichen bereitwillig geteilt, wodurch ein intensiver, intergenerationeller Dialog entstanden ist, der weit über das Thema Brotherstellung hinausging. Die gemeinsamen, praktischen Erfahrungen der jungen und älteren Generation, gewährten Einblicke in die lebendigen Traditionen zur Lesachtaler Brotkultur und wurden in zielgruppengerechter Form vermittelt, beispielsweise als Trickfilm, Rap oder in einem Theaterstück.

Als Multiplikator für zahlreiche andere Schul-Region-Universitätsprojekte stieß das Projekt BrotZeit sowohl im In- und Ausland auf großes Interesse. Die sehr enge Zusammenarbeit über Generationen hinweg (Alter von 7 bis 87 Jahren) ermöglichte die intergenerationelle Weitergabe von Erfahrungswissen und die direkte Einbeziehung von Jugendlichen. So entstanden Vernetzungen weit über das Thema hinaus, die zur kulturellen Nachhaltigkeit beitragen, förderlich für die Bewusstseinsbildung zu Landschaft und Kulturerbe sind und die die Gemeinschaftsbildung in der Region verstärken sowie weitere Projekte anstoßen.

Die Begegnungen und der Austausch mit Traditionsträger/innen haben die Jugendlichen dazu motiviert, sich intensiver mit dem immateriellen Kulturerbe ihrer Region auseinanderzusetzen und individuelle Talente zu entdecken. Das Verständnis füreinander wuchs in der Begegnung und Zusammenarbeit im gemeinsamen Thema „Brotkultur“ und zeigte auf, dass Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang bedeutet, achtsam und reflektiert Neues und Fremdes zu integrieren. In diesem Sinne wurde u.a. die Ausgestaltung des Lesachtales als Slow food travel Region vorangetrieben.

Text:  Österreichische UNESCO-Kommission (ÖUK), Zugriffsdatum: 5.9.19

Foto: Kärntner Medienzentrum, Zugriffsdatum: 5.9.19

Was ein Augenblick beim Junior Bachmann Literaturwettbewerb vermag…

Ende Juni 2019 fand die Lesung des diesjährigen Junior Bachmann Literaturwettbewerbs statt, der auch Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair beiwohnte. Dieser Schreibwettbewerb wurde bereits zum 27. Mal vom Ingeborg-Bachmann-Gymnasium Klagenfurt veranstaltet. Wie in den Vorjahren wurden die Siegertexte, die zuvor von einer fachkundigen Jury gelesen und bewertet wurden, im ORF Theater in Klagenfurt präsentiert. Die Schülerinnen durften vor der Originalkulisse von den „Tagen der deutschsprachigen Literatur“ ihre Werke live vor Publikum vortragen. Die Organisation führten Mag. Angelika Pum und Mag. Sarah Scherwitzl durch.

„Nur ein einziger Augenblick vermag oftmals unsere Welt, Werte und Haltungen blitzartig zu verändern. Hervorragende Erzählungen, großartige Texte, beeindruckende Gegenüberstellungen, einzigartige poetische Bearbeitungen – so ließe sich die Bandbreite der eingereichten Werke beim Junior Bachmann Literaturwettbewerb durch das Ingeborg-Bachmann-Gymnasium Klagenfurt stilistisch zusammenfassen, die getreu dem Wettbewerbsmotto „Augenblicke“ unseren Sichtweisen und Weltanschauungen schlagartig einen neuen Sinn verliehen: mit nur einem Gedicht, einer Erzählung, einer lebensweisenden Botschaft“, zeigte sich der Bildungsdirektor in seiner Eröffnungrede von den sprachlichen Leistungen der Jungautorinnen und –autoren beeindruckt.

Die Preisträgerinnen der drei Kategorien brillierten nicht nur durch schriftstellerisches Können, sondern auch durch Professionalität und beeindruckende Rhetorik. Die Texte der Schülerinnen wurden aus mehr als 420 Einsendungen ausgewählt.

Kategorie I

(10 bis 12-Jährige)

Platzierung Name Schule
1. Platz TAMME Clara Gymnasium der Ursulinen, Graz
2. Platz RENGER Emma Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Düsseldorf
2. Platz RODIGA Emma BG/BRG Lerchenfeld, Klagenfurt

 

Kategorie II

(13 bis 15-Jährige)

Platzierung Name Schule
1. Platz ROSCHITZ Magdalena Stiftsgymnasium St. Paul
2. Platz AAMRAOUI Saana Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Düsseldorf
3. Platz ROSCHER Marsha Peraugymnasium, Villach

 

Kategorie III

(16 bis 18-Jährige)

Platzierung Name Schule
1. Platz MICHELITSCH Mavie Anna Maria Peraugymnasium, Villach
2. Platz SPITZER Liv-Lauren Gymnasium der Ursulinen, Graz
3. Platz KATZ Leonie Gymnasium der Ursulinen, Graz

Text: IBG/Mag. Sarah Scherwitzl, Bildungsdirektion für Kärnten/Mag. Claudia Lautischer

Fotos: IBG/Ilja Mayrobnig, 6a

RINGFREI – Raderlebnistag Klagenfurt

Land und Stadt laden zum 1. Klagenfurter Rad-Erlebnistag am 20.9.2019 für Jung und Alt im Rahmen des Masterplans Radfahren Klagenfurt ein.

Viel Action wie Kinderparcours, BMX-Show, E-Bike-Testmöglichkeit und -Verleih, Gewinnspiel mit tollen Preisen, Schüler/innen-Rätsel-Rallye und Aktionen der Innenstadtkaufleute erwarten die Besucher/innen.

RINGFREI – Raderlebnistag Klagenfurt