20 Jahre bilingualer Unterricht

Das BG/BRG Villach St. Martin und das BG/BRG Europagymnasium Klagenfurt haben einen Grund zu feiern: Seit 20 Jahren gibt es an diesen Schulen den Schwerpunkt bilingualer Unterricht (Content and Language Integrated Learning – CLIL), also integriertes Fremdsprachenlernen mit der Arbeitssprache Englisch.

Im Rahmen einer Feierstunde mit Ansprachen, Filmen und Musik an der Universität Klagenfurt dankten Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und der amtsführende Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger den Pädagoginnen und Pädagogen sowie Koordinatorinnen und Koordinatoren beider Schulen für ihr großes sprachlich-didaktisches und pädagogisches Engagement. Besonders bedankt wurden auch die Koordinatoren Renate Wurm-Smole (St. Martin) und Siegfried Pfeifer (Europagymnasium), die auch das Festprogramm vorbereitet hatten.

Wie der Landeshauptmann eingangs auf Englisch sagte, sei er gekommen, um zu loben und zu gratulieren. Vor 20 Jahren habe es diesen Weitblick gegeben, Englisch zum Schwerpunkt an diesen Schulen zu machen, was sich längst voll bestätige. Sprachen seien heute ein Produktionsfaktor der Zukunft und damit unverzichtbar, um einer immer internationaler werdenden Welt gerecht werden zu können. Er erwähnte in diesem Zusammenhang auch die sogenannten mehrsprachigen Kugy-Klassen am Slowenischen Gymnasium in Klagenfurt.

Der Landeshauptmann appellierte an die anwesenden Schülerinnen und Schüler, die Sprachkompetenz wo immer es möglich sei, zu fördern. Kaiser dankte allen Beteiligten und Förderern des CLIL, darunter auch dem früheren Direktor des Europagymnasiums, Günter Kreutzer, sowie dem früheren EU-Abgeordneten Hubert Pirker.

Auch der Landesschulratspräsident Altersberger sprach von einem Erfolgsmodell, das vor 20 Jahren begonnen wurde und nun könne man gewissermaßen ein pädagogisches Erntedankfest feiern. Der Landesschulrat unterstütze den bilingualen Unterricht weiterhin, denn es zeige sich, dass gerade internationale Unternehmen erfolgreich seien, die auf Faktoren wie sprachliche, kulturelle und soziale Kompetenzen setzen würden.

Die Direktorin des BG/BRG St. Martin (Villach), Roswitha Errath, betonte, wie unverzichtbar Englisch geworden sei. Sprache sei für die Wirtschaft essentiell, aber ebenso auch für die persönliche Entwicklung. Sie dankte den früheren und derzeitigen Lehrer- und Koordinatorenteams. Durch gutes Sprachenangebot fördere man auch die Verbesserung des Wirtschaftsstandortes Kärnten.

Auch der Direktor des Europagymnasiums Klagenfurt, Gerhard Hopfgartner, betonte den Mehrwert von Mehrsprachigkeit. Zwei Sprachen zu können, könne gleichsam ein doppeltes Leben bedeuten, denn Sprache und Sprechen sei Leben. Sprachkompetenz eröffne große Chancen, war man sich einig. Dies wurde auch durch Filmeinspielungen von Schülerinnen und Schülern der beiden Schulen deutlich gemacht. Über aktuelle Forschungsergebnisse informierten die Universitätsprofessoren Günther Sigott und Werner Delanoy.

 

 

Sozialdemokratischer Lehrerverein sucht Lehrer für Flüchtlingskinder

Der Sozialdemokratische Lehrerverein (SLÖ) ruft Lehrerinnen und Lehrer auf, die Flüchtlingskinder unterrichten möchten, sich beim Sekretariat des SLÖ zu melden. Gerade pensionierte Kollegen sollen hier besonders angesprochen werden. Vorallem das Unterrichten von Deutsch ist gefragt, aber auch für Musik, Werken und Turnen sollte es außerhalb des Regelunterrichts ein Bildungsangebot geben.

Aufgrund der bereits großen positiven Resonanz im Landesschulrat für Kärnten möchten wir ergänzend die folgende Kontaktstelle für engagierte und motivierte Lehrerinnen und Lehrer angeben:

Frau Monika Pucker ist vormittags unter 0463/55195 und per Mail unter monika.pucker@spoe.at zu erreichen. Die pensionierte Direktorin Ilse Domenig wird als Koordinatorin die Anmeldungen gewissenhaft durcharbeiten und entsprechende Zuteilungen treffen.

Der Amtsführende Präsident Rudolf Altersberger setzt sich dafür ein, Flüchtlingskindern die bestmöglichen Chancen auf Bildung zu geben und sieht die Aufgabe der Pädagoginnen und Pädagogen vorallem darin, Stabilität, Sicherheit, Vertrauen und ein Gefühl des Willkommenseins zu vermitteln.