Projekt IMST: Innovative Unterrichts- und Schulprojekte ausgezeichnet

Das Projekt IMST prämiert herausragende innovative Unterrichts- und Schulprojekte für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Deutsch und Technik sowie in verwandten Fächern im österreichischen Schul- und Bildungswesen mit insgesamt sechs IMST-Awards in verschiedenen Kategorien. Ziel von IMST ist es, eine Innovationskultur zur Stärkung des MINDT-Unterrichts (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Deutsch, Technik) an österreichischen Schulen zu etablieren und strukturell zu verankern. Das Kürzel IMST steht für „Innovationen Machen Schulen Top“.

Die Verleihung der IMST-Awards 2016 fand im Rahmen der IMST-Tagung an der Pädagogischen Hochschule in Klagenfurt statt. Jeder Award ist mit 1.500 Euro dotiert. An der Verleihung nahmen Landeshauptmann Peter Kaiser, Marlies Krainz-Dürr (Rektorin der Pädagogischen Hochschule Klagenfurt), Cristina Beretta (Vizerektorin für Lehre und Internationales an der Alpen-Adria Universität), Florian Sobanski (in Vertretung von Bildungsministerin Sonja Hammerschmied) sowie Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger und Vertreter der Sponsorfirmen teil.

Der Landeshauptmann hob den zentralen Wert der Bildung als Schlüssel für die individuelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft hervor. Er wies darauf hin, dass auch die digitale Bildung immer wichtiger werde, denn die Arbeitswelt ändere sich immer mehr durch die Digitalisierung und globalisiertes Wissen. Kaiser dankte allen Verantwortlichen und Teilnehmer/-innen am Förderprogramm IMST. Ein wichtiges Prinzip bilde dabei auch die Chancengerechtigkeit und die Offenheit im Umgang mit Diversität. IMST stehe für die Anregung und Förderung von Innovationen im Bildungsbereich sowie für engagierte Teamarbeit und Motivation und sei damit beispielgebend, so Kaiser.

Fünf IMST-Award-Gewinner/-innen bzw. Projekte wurden ausgezeichnet: Fremdensprache Mathematik (VS 1 Feldkirchen, Diplompädagogin Barbara Kullnig), NMS+robots (Neue MINDT-Sequenzen mit Robotern, EDV-Mittelschule Ferdinandeum, Graz, Sigrid Wozonig), Flipped Classroom an der BHAK Wien 11 (Geringerstraße 2, 1110 Wien, Mag. Stefan Schmid) und A-Learning Werkstatt – eine auf der E-Portfolio-Methode basierende Adventure Learning Kollektion mit Schwerpunkten: Medienbildung, außerschulische Lernorte und Gender & Diversitiy (VS Braunau, Tamara Rachbauer sowie „Die verrückten Zustände der Materie anhand der 4 Elemente“ (VS Campus Monte Laa, 1100 Wien, Silvia Mathes).

Beim Projekt „Fremdsprache Mathematik“ ging es darum, eine effektive, kostengünstige und alltagstaugliche Möglichkeit zu schaffen, die Fremdsprache Mathematik zu erlernen, zu festigen und anzuwenden. Ziel war es, die individuellen Fähigkeiten einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers – unabhängig von ihren persönlichen Fähig- und Fertigkeiten – zu erweitern und zu steigern. Die Patenschaft übernahm die Industriellenvereinigung Kärnten.

In Form eines fächerübergreifenden und fächerverbindenden Projektunterrichts zeigt „NMS+robots“ neue Möglichkeiten der MINDT-Unterrichtsgestaltung, die die nachhaltige Motivation der Schülerinnen und Schüler zum Ziel haben. Mit Hilfe von selbst gebauten und selbst programmierten Robotermodellen experimentieren und forschen die Schülerinnen und Schüler und erschließen so abstrakte Inhalte aus Mathematik, Informatik, Physik und Technik. Themen wie Kräfte, Statik, Bewegung und mehr werden für sie greif- und begreifbar. Die Patenschaft übernahm der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.

Mit der Methode den klassischen Unterricht auf den Kopf stellen und daraus lernen, befasst sich das Projekt „Flipped Classroom“. Schon seit Jahren setzen Lehrkräfte an der BHAK Wien 11 Lernvideos im Unterricht ein. Der Begriff „flipped“ (Englisch für „umgedreht“) deutet bereits an, dass hier mit Hilfe des Einsatzes neuer Medien der Unterricht im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf gestellt wird. Anstatt Inhalte wie in klassischen Settings während der Unterrichtsstunde zu vermitteln und das Üben nach Hause zu verlegen, werden die Lernenden angehalten, sich Videos in denen der Stoff vermittelt wird, als Hausübung anzusehen. Die Patenschaft für dieses Projekt übernahm die Wirtschaftskammer Österreich.

Auf der Online-Lernumgebung mit dem Titel „A-Learning Collection mit dem Schwerpunkt: außerschulische Lernorte mit multimedialer Ausstattung“ finden sich praktische Unterrichtsprojekte, welche die Autorin/Dozentin an der Universität Passau gemeinsam mit Lehramtsstudierenden im Rahmen eines von ihr geleiteten Seminars zu verschiedenen MINT-Themengebieten mit fächerübergreifenden Elementen (Englisch, Deutsch, Geschichte, Geografie, Politik, Kunst, Sport, etc.) entwickelt hat. Die hier gesammelten Unterrichtsprojekte können in der Primar- und Sekundarstufe an deutschen und österreichischen Schulen frei verwendet werden. Die einzelnen Unterrichtsprojekte heißen: Mit Smartphone & Tablet durch die Geschichte; Europa auf einen Klick – eine WebQuest-Expedition durch die Europäische Union; die Moodle-Planetenschule; Moodle-ePortfolio to go – Tierwanderung im Bayerischen Wald.

Im Zuge des Projekts „Die verrückten Zustände der Materie anhand der vier Elementen“ durften die teilnehmenden Kinder ihrem Forscherdrang an den Projekttagen freien Lauf lassen. Die Schüler und Schülerinnen von zwei ersten Klassen sowie die Vorschulkinder eines benachbarten Kindergartens nahmen daran teil. Die Kinder erwarben die Fachkompetenzen zunächst getrennt voneinander. Die Veranschaulichung des Themas gliederte sich in Versuchsstationen, Beobachtungsstationen, Experimentierecken und Bastelstationen und eine Sachbücher-Reihe. Insgesamt wurde Wert gelegt auf: Aktive Vernetzung zwischen Kindergarten und Schule. PädagogInnen mussten gemeinsam planen und Ziele formulieren, dadurch war eine enge Zusammenarbeit notwendig. Die Kinder haben in diesem Schuljahr nicht nur fachliche Kompetenzen erworben, sondern auch eine Menge soziale Kompetenz. Die Patenschaft für dieses Projekt übernahm Infineon Technologies Austria AG.

Näher präsentiert wurden die einzelnen Projekte von Erziehungswissenschaftler Peter Posch. Projektleiter Universitätsprofessor Konrad Krainer (Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung, Universität Klagenfurt) machte deutlich, wie schwierig guter Unterricht sei. Hier müssten viele Balancen gefunden werden, etwa zwischen Autonomie und Teamarbeit, zwischen Engagement und Reflexion, zwischen Fachkompetenz und fächerübergreifendem Arbeiten, zwischen Innovation und Routinen. Immer gehe es auch um soziale Kompetenzen, so Krainer, der allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie auch dem Land Kärnten dankte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Barbara Orasche und Josef Hödl-Weißenhofer.

Text: LPD Fotos: LPD/Helge Bauer

Ausschreibung »Innovative Bildungsinitiativen und/oder –konzepte«

Gesucht sind Ideen und Initiativen für

  • innovative (Weiter-)Bildungskonzepte/-projekte und/oder
  • attraktive Projekte des WissenstransfersEinreichfrist: 24. Oktober 2016www.lakeside-scitec.com/ausschreibung-bildungsinitiativenIn der Anlage finden Sie den Kurztext zur Ausschreibung, die Detailinformation samt Ablauf und das Einreichformular zu Ihrer Verwendung. Es wäre großartig, wenn wir auf Ihre Unterstützung zählen dürften und wir freuen uns auf Ihre diesbezügliche Nachricht.
  • Sollten Sie Rückfragen haben oder weitere Informationen brauchen, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren
  • Martin Krch (0463-228822-21; krch@lakeside-scitec.com)
  • Maria Mack (0463-228822-11; mack@lakeside-scitec.com)

 

  • Details und Einreichunterlagen:
  • Dotation: Mietfreie Nutzung von Räumen im »educational lab« im Lakeside Park, € 5.000,00 Umsetzungsbeitrag für das beste Projekt, Teilnahme und Teilhabe an Forschungsaktivitäten

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Bildungsinitiative_einreichformular

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BBOK Veranstaltung „Lehre on Air“

Auch heuer lädt die „Lehre On Air“ wieder dazu ein, unter freiem Himmel Betriebsluft zu schnuppern. Als besonderes Highlight bietet die Veranstaltung am 30.09.2016 von 13:00 – 17:00 Uhr diesmal eine einmalige Kulisse mit Blick über die Dächer von Klagenfurt. In luftiger Höhe, am oberen Parkdeck der City Arkaden, wird den BesucherInnen auf einem Areal von 1500 m² die Möglichkeit geboten, zu 48 verschiedenen Lehrberufen selbst zu werkeln. 28 Unternehmen quer durch alle Branchen aus den Bezirken Klagenfurt und St. Veit stellen sich und ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor. Gemeinsam können Jugendliche, ihre Eltern sowie alle Interessierten und Schaulustigen zu den jeweiligen Berufen typische Handgriffe und Tätigkeiten ausprobieren.

Das Arbeitsmarktservice (AMS) Kärnten, die Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Kärnten wie auch das  Test- und Ausbildungszentrum (TAZ) der WIFI Kärnten GesmbH, die Industriellenvereinigung Kärnten, AK YOUNG Kärnten, die Polytechnischen Schulen Kärnten, die Fachberufsschulen Kärnten und autArk – Soziale Dienstleistungs GmbH – informieren über Lehrberufe und Ausbildungsmöglichkeiten. Die BesucherInnen der „Lehre On Air“ können sich am Veranstaltungsareal frei bewegen und je nach Lust und Laune bei den einzelnen Ständen mitmachen bzw. sich informieren.

Einladung_Lehre On Air

AusstellerInnenverzeichnis 2016

Lehrberufsliste 2016

Innovative Schulprojekte ausgezeichnet

227 SchülerInnen mit 78 Projekten – so viele Jugendliche wie noch nie, haben heuer beim „innovation@school“-Award eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wieviel Potenzial in ihnen steckt. Aus den Einreichungen hatte eine hochkarätige Jury zehn Projekte für eine Umsetzungsphase ausgewählt. Das Siegerprojekt dieses Bewerbes, der vor allem die Kooperation zwischen den Kärntner Bildungsträgern und der heimischen Wirtschaft stärken soll, wurde in Anwesenheit von Landeshauptmann Peter Kaiser bekannt gegeben.

Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrikshalle oder im Forschungslabor, sondern im Klassenzimmer. Mit diesem Zitat von Henry Ford leitete Kaiser seine Rede ein. „Der ‚innovation@school‘-Award ist eine Aktivität die eine hohe Qualität an Kooperation erfordert und ermöglicht“, so der Landeshauptmann. Dass der Bewerb in eine positive Zukunft geht, würden die ständig wachsenden Teilnehmerzahlen beweisen. „Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen, werden wir auch mehr als je zuvor Kreativität brauchen um unser Land in eine gute Zukunft zu bringen“, so Kaiser.

Monika Kircher, Vorsitzende des Bundes IV-Ausschusses zur Forschung, Technologie und Innovation, betonte in ihrer Laudatio, dass Innovation vor allem das Gestalten der Zukunft beinhalte. Nicht nur die Kreativität sei gefragt, sondern auch die Umsetzung. Sie ermutigte die jungen Menschen, eingefahrene Wege zu verlassen und auch einmal zu riskieren, Fehler zu machen. Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl forderte die Zusammenarbeit aller Institutionen auch für die Zukunft. Man müsse sich zu den Talenten bekennen die wir im Land haben und ihnen auch Wege ermöglichen.

Gewinner des diesjährigen 12. „innovation@school“-Award und damit von 1.000 Euro ist das Projekt „Optocheck“ der HTBLA Mössingerstraße in Zusammenarbeit mit der Firma Wild in Völkermarkt. Der zweite Platz ging an die „E-Tourenski“ der HTBLVA Ferlach in Kooperation mit Atomic. Den dritten Platz teilten sich Mädchen der HTBLA Mössingerstraße mit dem von Infineon unterstützten Projekt „SPG-Stresstest Pattern Generator“ mit der HTBLVA Ferlach die gemeinsam mit der Firma Glock an der „Konstruktion und Realisierung einer Scheibenfräser-Lötvorrichtung“ gearbeitet haben.

Bei der Preisverleihung dabei waren unter vielen anderen auch Christoph Aste, Fachgruppen-Obmann Ingenieurbüros Kärnten, Kurt Gasser, Vize-Präsident der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten, Dietrich Kropfberger, Vorstand der Privatstiftung Kärntner Sparkasse, sowie LSR-Präsident Rudolf Altersberger und die Jury-Mitglieder. Durch den Abend führte Herwig Draxler, Geschäftsführer der Fachgruppe für Ingenieurbüros und der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft für Kärnten.

Text: Susanne Stirn
Foto: LPD/fritzpress

Notfall-Mappe Neu in NMS Klagenfurt Hasnerschule präsentiert

In der Klagenfurter NMS Hasnerschule wurde die neue Auflage 2016 der Notfallmappe offiziell im Beisein von Schulreferent und Katastrophenschutzreferent LH Peter Kaiser, des Amtsführenden Präsidenten des Landeschulrates, Rudolf Altersberger und Zivilschutzpräsident Rudolf Schober präsentiert und an Schuldirektor Oswald Krobath symbolisch übergeben.

„Mit der neu adaptierten Mappe, sie wurde im Jahr 2004 erstmals aufgelegt, wollen wir euch als Schüler/Innen aber auch die Pädagogen/Innen für Sicherheit und den Zivilschutz sensibilisieren und gleichzeitig informieren und aufklären was in Notfällen zu tun ist“, betonte der Landeshauptmann. Kärnten verfüge über ein gut funktionierendes Netzwerk der Sicherheit. Dazu zählen die Rettungs- und Einsatzorganisationen ebenso wie die Behörden. „Eine wichtige Säule spielt dabei die Bevölkerung und vor allem ihr als junge Menschen“, so Kaiser.

Die neu adaptierte Mappe beinhaltet bzw. beschreibt unter anderem Erste Hilfe Maßnahmen und lebensrettende Sofortmaßnahmen bei Unfällen im Unterricht, eine Checkliste für Notfälle, die wichtigsten Notfallnummern, Erdbebenmaßnahmen, Verhalten bei Bombendrohung, radioaktiver Bedrohung, Ozonalarm, Hochwasser/Murenabgängen, Geiselnahme, Krisenfälle und bei Chemieunfällen. Ebenfalls findet man in ihr eine Objektanalyse, Brandschutz- und Gebäudepläne, eine Räum- und Alarmordnung. u.v.m.

Altersberger gab bekannt, dass die Mappe ab heute auf der Landesschulrats-Website (www.lsr-ktn.gv.at) online gestellt werde und im Downloadbereich abrufbar sei „Es geht uns als Schulbehörde vor allem um Prävention und Information“, so der Amtsführende Präsident. Die Mappe, sie ist eine Initiative des Landesschulrates für Kärnten in Kooperation mit der AUVA, dem ÖJRK und dem Kärntner Zivilschutzverband, mit Unterstützung durch Landeshauptmann Peter Kaiser, erhalten alle 400 Kärntner Pflichtschulen als Hardware.

Schober in seiner Funktion als Zivilschutzpräsident betonte, dass es Hauptaufgabe des Zivilschutzverbandes sei, informierend, beratend und schulend in ganz Kärnten unterwegs zu sein. „Dazu brauchen wir euch als Partner. Die Mappe soll euch vorbereiten, dass ihr Rettungsmaßnahmen und richtige Schritte beherrscht“, so Schober.

Direktor Krobath teilte mit, dass an seiner Schule alle Klassen einen Erste Hilfe Unterricht erhalten. Die aktualisierte Notfallmappe werde man systematisch im Unterricht aufarbeiten.An der Präsentation nahmen auch der Sicherheitsbeauftrage des Landes, Markus Hudobnik und Siegfried Torta vom Landeschulrat Kärnten teil.

I N FO: Die Mappe ist unter http://www.lsr-ktn.gv.at/wp-content/uploads/2016/04/Notfallmappe.pdf abrufbar.

Text: Michael Zeitlinger
Foto: LPD/Peter Just

 

Jugendliche aus ganz Österreich stellten sich Polit-Quiz in Kärnten

Knifflige Fragen, rauchende Köpfe und Spannung bis zuletzt gab es beim Bundesfinale „Politische Bildung – Europa Quiz 2016“, das 2016 vom Landesschulrat für Kärnten veranstaltet wurde. Die Gesamtorganisation lag in den Händen der Landeskoordinatorin Mag. Gerlinde Duller. Inhaltlich tatkräftig unterstützt wurde sie dabei von Mag. Günter Walko und technisch von Jürgen Müller aus der EDV- Abteilung des LSR.

Der Wettstreit zwischen SchülerInnen aus allen Bundesländern ging vom 26.-28. April 2016 in Kärnten über die Bühne. Inhaltliche Schwerpunkte waren „Österreich und Europa nach 1945“, Wirtschaft, Umwelt, Nachhaltigkeit, Ressourcen, Migration und Integration in einer globalisierten Welt sowie Krisenherde auf der Welt und internationale Friedenssicherung. Bildungsreferent LH Peter Kaiser, Jugendreferentin LHStv.in Beate Prettner und Ausführender LSR-Präsident Rudolf Altersberger gratulierten den Finalisten.

Begeistert von so viel Interesse an politischen Belangen zeigte sich Kaiser bei seiner Begrüßungsrede. „Gesellschaftspolitisches Denken, kritisches Hinterfragen, um dann, wenn nötig, Veränderungen einzuleiten, ist wichtig“, betonte der Bildungsreferent. Darin, dass alle TeilnehmerInnen, die mit so viel Begeisterung bei der Sache waren, zu den Gewinnern gehören, waren er und Prettner sich einig.

„Die TeilnehmerInnen des Wettbewerbes haben ihr umfangreiches Wissen eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, sagte Prettner und sah damit den Vorwurf, die Jugend hätte kein Interesse an Politik, eindeutig widerlegt. Sie weiß: „Politische Bildung ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Jugendliche an Entscheidungsprozessen mitwirken können. Der Wettbewerb ‚Politische Bildung – Europa Quiz‘ leistet einen wichtigen Beitrag, das Interesse daran zu wecken.“

In Kärnten waren es rund 3.000 SchülerInnen aus 38 Schulen, die sich Anfang des Jahres am Schulwettbewerb „Quiz Politische Bildung-Europa-Quiz 2016“ beteiligten. 47 Kärntner SiegerInnen stellten sich schließlich beim Landeswettbewerb in Völkermarkt unter Beweis. Beim Bundesfinale konnten sich die Burgenländer vor Tirol und Salzburg den ersten Platz sichern.

Programm

Start des Bundeswettbewerbs war am 26.04.2016  im Musil-Museum mit einem Empfang durch Stadträtin Ruth Feistritzer sowie einer Führung durchs Museum mit Dr. Heimo Strempfl.

Unter dem Motto „Spurensuche –Erinnerungskultur“ wurde im Anschluss in Kleingruppen mit Dr. Nadja Danglmaier, Mag. Ilse Geson-Gombos und SchülerInnen der WIMO die Stadt Klagenfurt erkundet. Zielort war der Wappensaal und der Plenarsaal im Kärntner Landtag. Nach einer Begrüßung durch LT-Präs. Reinhart Rohr und einer kurzen Führung durch den Wappensaal wurden die ersten beiden Quizrunden „Erinnerungskultur und politische Arbeit der Landtage“ durchgeführt. Die dritte Quizrunde an diesem Nachmittag wurde als „Argumentationsrunde“ zum aktuellen Thema „Flüchtlinge“ im Spiegelsaal der Landesregierung ausgetragen.

Am 27.04.2016 haben nach einem einstündigen „Vorrundenspiel“ im Sportpark mit Führung durch Landessportdirektor Mag. Arno Arthofer und Olympiasieger Dr. Karl Schnabl die weiteren Quizrunden ganztägig an der AK Kärnten, im Konferenzsaal im 1. Stock, stattgefunden.

„Aktuelles zur EU – EU-Politik, Wirtschaft, Bildung“ wurde durch Dr. Johannes Maier von der EU-Landesstelle Kärnten abgefragt.

Der Filmproduzent Klaus Graf hat sich ebenfalls in den Dienst der Sache gestellt. Er ist als Fragenbringer in der Quizrunde „Vorsicht Falle – Geschichte leicht verfälscht!“ zum Einsatz gekommen.

Die Quizrunde „Zitate berühmter Persönlichkeiten“ wurde vom Verleger Dr. Heimo Strempfl, Leiter des Musilmuseums, unterstützt.

Studierende des Erasmus+ Programmes aus verschiedensten Ländern haben unter der Leitung von Dr. Pia-Maria Rabensteiner, die Sprachenrunde gestaltet.

Für die musikalische Quizrunde sorgten Frau Dr. Hildegard Falkensammer und Studierende der PH Kärnten Stefanie Sprachmann, Manuel Prawda und Kai Hebein.

Die Begrüßung aller TeilnehmerInnen erfolgte durch den Herrn Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser. Im Anschluss daran startete das große Finale, das in Form einer „Millionen-Show“ ausgetragen wurde.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Mag. Heinz Pichler und Angelika Hödl.

Der Landesschulrat für Kärnten führte diese Veranstaltung mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren aus Bund, Land, Politik und Wirtschaft durch.

Text: LSR/ Stirn/ Geistler-Quendler

Fotos: (c) kore/LSR

„Übergangsstufe für Flüchtlinge“ zeigt Erfolg

„We are the world“ sangen die Schülerinnen und Schüler des Projektes „Übergangsstufe an Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen für Flüchtlinge“ im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung aus voller Überzeugung. Bei dem Lehrgang handelt es sich um ein Bildungsangebot an asylwerbende Jugendliche ohne Kenntnisse der Unterrichtssprache Deutsch, die nach Absolvierung des Lehrganges den Besuch einer berufsbildenden (mittleren oder höheren) Schule oder einer dualen Ausbildung (Lehre) anstreben. Bei der Präsentation zeigten sich Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger von dem Projekt, das in Kärnten bislang nur an der WIMO in Kooperation mit der HAK 1 International in Klagenfurt durchgeführt wird, begeistert.

Schon der Begriff „Übergangsstufe“ zeige laut Kaiser, dass es bei dem Vorhaben vor allem darum gehe aufzusteigen – etwas zu überwinden. „Jugendliche bekommen Zugang zu den Möglichkeiten, die ihnen die Berufswelt hierzulande bietet“, sagte der Landeshauptmann und lobte das Engagement der betreuenden LehrerInnen, das weit über die Lehrverpflichtung hinausgehe. „Wie auch immer man zur Flüchtlingsproblematik stehen mag, ist eines doch ganz klar: Wenn die Menschen hier sind, haben sie ein Recht auf Integration“, so Kaiser. Man müsse ihnen unsere Sprache und unsere Werte vermitteln und ihnen damit das nötige Werkzeug in die Hand geben, um Teil unserer Gesellschaft zu werden.

„Schulen haben auch einen gesellschaftlichen Auftrag“, betonte Altersberger. Jene Qualifikationen, welche die Jugendlichen im Rahmen dieses Projektes erwerben, seien der Schlüssel zu einer guten Zukunft hier in Kärnten. Auch Altersberger wusste um die großen Bemühungen der Betreuer Bescheid, meinte aber auch: „Sie werden dafür mit dem Vertrauen und der Freude ihrer Schützlinge beschenkt.“

Der Lehrgang richtet sich an SchülerInnen zwischen 15 und 18 Jahren mit einem „Pflichtschulabschluss“ und vorgegebenen Englischkenntnissen. Das Team der Pädagoginnen und Pädagogen setzt sich nach den Erfordernissen der Lehrgangsziele zusammen. Die Fachpraxis wird als kaufmännisches beziehungsweise gastronomisches Praktikum unterrichtet. Koordiniert wird das Projekt vom Landesschulrat für Kärnten. Das Vorhaben soll im kommenden Schuljahr nicht nur fortgeführt, sondern eventuell auch auf einen weiteren Schulstandort ausgeweitet werden.

Moderatorin Ute Hofstätter-Pichler durfte zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Unter ihnen: Klagenfurts Stadträtin Ruth Feistritzer, Landesschulratsvizepräsidentin Elisabeth Dieringer-Granza, Gerhild Hubmann, Leiterin der Schulabteilung, Superintendent Manfred Sauer als Vertreter der Kirche, sowie Vertreter der Caritas, des Flüchtlingsreferates, der Arbeiterkammer als auch die Quartiergeber. Den pädagogischen Betreuerinnen und Betreuern des Projektes sowie den VertrauensschülerInnen dankten Kaiser und Altersberger persönlich im Rahmen einer Urkundenverleihung.

Text: Susanne Stirn
Foto: LPD/Fritzpress

Alle Menschen sind vor Gott gleich- eine interreligiöse Religionsstunde in der VS 8

Eine interreligiöse Religionsstunde „zum Herzeigen“ fand an der Dr. Karl Renner Schule – VS 8 in Klagenfurt statt. Die Volksschule besuchen 221 Schüler, davon 91 Kinder mit islamischem, 8 mit evangelischem, 80 mit katholischem und 28 mit orthodoxem Glauben. 13 Kinder sind ohne Bekenntnis.

Der Amtsführende Präsident des Landesschulrates, Rudolf Altersberger hat Medienvertreter eingeladen, um ein „Best-practice-Religionsprojekt“ im Pflichtschulbereich vorzustellen. Mit dem gemeinsamen Lied „Es ist ganz normal verschieden zu sein!“ der 4a Klasse beginnt diese dialogisch-konfessionelle Religionsstunde zum Thema Barmherzigkeit mit den vier Religionslehrenden Diana Erker (kath.), Mensur Memic (islam.), Vladan Pajic (orth.) und Alexandra Pernusch (kath.) sowie den 25 Kindern unterschiedlicher Religionen und Konfessionen (4 orth., 9 kath., 12 islam.). „Frieden beginnt immer im Kleinen. Durch den in Österreich einzigartigen gemeinsamen Religionsunterricht werden Vorurteile abgebaut, die Gemeinschaft über verschiedene Konfessionen hinweg gestärkt und den Kindern ein offener Einblick in andere Kulturen gewährt, “ so Altersberger.

Die katholische Religionslehrerin Diana Erker erklärte, dass die Menschen im Herzen einen Platz haben für alle, die sie mögen und auch für den barmherzigen Gott. Während einige Schüler eine goldene Mitte als Zeichen für Gott gestalten wird das Gebet gesungen: „Gemeinsam sind wir hier, wir bekennen uns zu dir, ganz still sind wir hier, unser barmherziger Gott!“ Mit der Geschichte vom Riesen und vom Zwerg erzählt der islamische Religionslehrer Mensur Memic wie sich zwei ungleiche Personen finden und gemeinsam einen Vogel retten. Im gemeinsamen Helfen und Gutes tun, werden aus Streitenden Freunde, die einander auf Augenhöhe begegnen. Ob die Kinder auch so etwas schon einmal erlebt haben, ist die Frage von Vladan Pajic und Alexandra Pernusch und wie man sich fühlt, wenn einer stark ist und einer schwach. Viele rote Herzen werden zur Mitte gelegt und die Kinder formulieren dabei ihre Fürbitten, sagen danke für alles Gute, das sie erleben dürfen und bitten um Frieden für die Welt und um Gesundheit für die Familie.

Zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten oder bei Schulfeiern kooperieren die Religionslehrer sowie an diesem Vormittag. Dies ist auch möglich, weil die unterschiedlichen konfessionellen Religionsstunden im Stundenplan parallel gelegt sind, weil auch Schulleiterin Dr. Angela Hensel diese Zusammenarbeit befürwortet und unterstützt und vor allem weil die Lehrenden sich gut verstehen und gerne miteinander unterrichten. „Mit einem ‚besonderen Stundenplan‘ wurde über Konfessionen hinweg das Ziel verfolgt, unseren Kindern verstärkt das Bewusstsein für soziale Fragen, für empathisches Einfühlen in den anderen, für Fragen zum positiven gemeinsamen Umgang in der Klasse und in der Schulgemeinschaft  zu vermitteln, “ so Direktorin Dr. Angela Hensel.

An diesem Tag genießen es die Kinder, den Journalisten Interviews zu geben und freuen sich auf die Berichte im Fernsehen und in den Zeitungen.

Fotos: (c) kore/LSR

Laufaktion der Kindernothilfe

Die Kindernothilfe Österreich möchte dieses Schuljahr wieder mit einer Laufaktion in den Schulen an den Start gehen und Schülerinnen und Schüler dazu motivieren, über den Tellerrand zu blicken. Nicht allen Kindern auf dieser Welt geht es gleich gut. Viele Mädchen und Buben in Afrika, Asien und Lateinamerika können nur davon träumen zur Schule zu gehen. Mit jedem gelaufenen Kilometer wird geholfen. Die Lehrerinnen und Lehrer planen einen Schullauf oder integrieren diesen in ein bestehendes Fest, währenddessen suchen sich die Schülerinnen und Schüler Sponsoren für den Lauf. Entweder spendet dieser pro Kilometer eine zu vereinbarende Summe (z.B. 5€ pro Kilometer) oder ganz einfach einen im Vorhinein definierten Fixbetrag. Die erlaufenen Beträge kommen dann in Armut lebenden Kindern zugute. Beispielsweise können mit 25 Euro dringend benötigte Schulsachen bereitgestellt werden. 250 Euro sorgen dafür, dass ein Kind in Afrika, Asien oder Lateinamerika ein ganzes Jahr lang zur Schule gehen kann und mit 1.000 Euro ist es möglich, einen dringend benötigten Kindergarten zu bauen.

Nähere Informationen finden Sie unter Information.

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