Workshops Schüler/innen helfen Schüler/innen

Um den Inhalt und die pädagogische Arbeit zum Thema „Peer-Mediation“ an den Kärntner Schulen zusätzlich zu unterstützen, werden auch wieder in diesem Schuljahr in den Räumlichkeiten der Bildungsdirektion für Kärnten ausgewählte Veranstaltungen und Workshops angeboten. Diese sind inhaltlich sowohl für bereits ausgebildete und zukünftige Peer-Mediator/innen sowie für Buddies und jene Schüler/innen, die helfend und unterstützend anderen Schüler/innen zur Seite stehen, konzipiert und werden von der Schulmediation in Kooperation mit verschiedenen Institutionen gestaltet.

• Workshop I: „Gewaltfreie Kommunikation“
• Workshop II: „Net Attack – Wenn dir das Internet blöd kommt! Wehr dich gegen Mobbing im Netz“
• Workshop III: „Wenn sich zwei streiten…“ – Umgang mit Konflikten
• Workshop IV: „Der Klassenrat“
• Workshop V: „Arbeit mit Gruppen – Kooperation & Teamarbeit“
• Workshop VI: „Phasen der Mediation – Rollenspiele und Übungen“
• Vernetzungstreffen der Peer-Coaches

Im Dezember 2018 fanden die ersten Workshops dieser Veranstaltungsreihe zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ statt, welche von Anna Maria Gabalier, BEd MA gestaltet wurden – gefolgt von den Workshops zum Thema „Net Attack – Wenn dir das Internet blöd kommt! Wehr dich gegen Mobbing im Netz“, welche von Mag. (FH) Martina Kugi und Mag. Eva Krainer vom Mädchenzentrum Klagenfurt am 15. und 17. Jänner 2019 Umsetzung fanden.

Insgesamt nahmen bis jetzt an den beiden Workshopangeboten 121 engagierte Schüler/innen mit ihren begleitenden Pädagog/innen von neun unterschiedlichen Schulstandorten des Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Höheren Schulbereichs teil. Es folgen weitere Workshops mit verschiedene Themenfeldern, welche in den nächsten Monaten Umsetzung finden und teilweise bereits jetzt schon ausgebucht sind.

Mit großem Interesse und viel Engagement waren die Schüler/innen bei der Sache. Miteinander wurden in den ersten Workshops die Grundlagen und unterschiedlichen Schritte der Gewaltfreien Kommunikation spielerisch erarbeitet, geübt und reflektiert, um eine gewaltfreie Konfliktaustragung zu verstärken. Es gab viele neue Informationen zu Gefahren, Potenziale, Vor- und Nachteile neuer Medien sowie Zusammenhänge zu (Cyber-)mobbing, damit die Schüler/innen in Zukunft gezielter gewalttätige Handlungen im Netz wahrnehmen, benennen und vielleicht sogar mithelfen können diese zu vermeiden. Zusätzlich konnten sich die Schüler/innen und Pädagog/innen miteinander vernetzen und voneinander wissen lassen, wie an ihren Schulstandorten helfend und unterstützend gearbeitet wird.

Text&Fotos: Anna Maria Gabalier, BEd MA

„inspire! Lab“ – Raum für Kreativität, Ideen und Innovationen

Schülerinnen und Schülern, Studierenden und jungen Entrepreneuren Raum für Kreativität, Ideen und Innovationen zu geben, ist das Ziel des „inspire! Labs“ im Klagenfurter Lakeside-Park. Durch Vernetzung mit Alumni, Partnern, Start-Ups und etablierten Unternehmen soll aufstrebenden Innovatorinnen und Innovatoren bei ihren gesellschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Lösungen tatkräftig unter die Arme gegriffen werden. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Instituts für Innovationsmanagement und Unternehmensgründern der Alpen-Adria-Universität, der Bildungsdirektion sowie den Handelsakademien und Handelsschulen Kärntens.

Seitens des Regierungskollegiums stellten sich Landeshauptmann Peter Kaiser und LR.in Sara Schaar als Gratulanten bei der Feier zum einjährigen Bestehen ein. Bildungsreferent LH Kaiser betonte, das „inspire! Lab“ sei eine der innovativsten Ideen in der universitären Landschaft. „Es freut mich, dass heute so viele Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bereich der Bildung hier sind. Ich wünsche mir noch viele inspirierende Ideen aus dem „inspire! Lab“, die wir möglicherweise auch in der Politik umsetzen können“, so Kaiser.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair bezeichnete das „inspire! Lab“ als innovativen Raum, der Ideen schaffen will. „Ich freue mich sehr über die Erfolge der Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden“, so Klinglmair, der der Institution noch viele weitere Jahre wünschte.

Universitäts-Vizerektorin Doris Hattenberger bezeichnete das heutige Jubiläum als etwas ganz Besonderes. „Mit dem ersten Geburtstag hat das „inspire! Lab“ sein erstes Bewährungsjahr erfolgreich absolviert. An die 1.000 Studentinnen und Studenten haben hier gearbeitet und es sind ebenso wissenschaftliche Publikationen aus diesem Raum erschienen“, so die Vizerektorin. Es sei ein sehr überzeugendes Projekt, erklärte Hattinger. „Die Labor-Idee ist ein hervorragender Rahmen für die Freiheit der Gedanken. Wir können uns damit als Universität mit Unternehmen und Schulen vernetzen. Lassen sie sich weiterhin inspirieren!“, so die Vizerektorin.

Institutsvorstand Universitätsdekan Erich Schwarz und Klaus-Peter Haberl, Leiter des Pädagogischen Dienstes, begrüßten die zahlreich anwesenden Gäste und gaben einen kurze historische Zusammenfassung über die Entwicklung des Labors. „Mit dem „inspire! Lab“ hat die Universität Klagenfurt, gemeinsam mit ihren Partnern, einen weiteren Baustein für Kärntens unternehmerisches Ökosystem gesetzt. Viele Absolventinnen und Absolventen sind hier sehr erfolgreich geworden, in diesem Labor werden Ideen direkt in Prototypen übersetzt“, so Schwarz, der sich bei allen Kooperationspartnern und Sponsoren des Projekts herzlich für die Unterstützung bedankte. Das „inspire! Lab“ werde zukünftig kontinuierlich weiterentwickelt und weiterhin die Rolle eines „Ideen-Inkubators“ übernehmen, so Schwarz.

Als Keynote-Speakerin referierte die Bildungsinnovatorin und Gründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“, Margret Rasfeld, über die notwendigen Bildungssysteme der Zukunft. Diese sollen mutige, begeisterungsfähige, kreative und verantwortungsvolle Zukunftsgestalterinnen und -gestalter hervorbringen, so Rasfeld. Durch das Programm führte der Künstler und Kabarettist Christian Hölbling. Angeboten werden im „inspire! Lab“ unter anderem innovative Veranstaltungsangebote mit Platz für Schüler/innen- und Studierendengruppen bis zu 30 Personen. Mehr Informationen zu den Angeboten sind unter www.aau.at/inspire abrufbar.

Text: LPD Kärnten/ Fabian Rauber
Foto: LPD Kärnten/fritz-press

1. Kärntner Lehrlingsmesse informiert über spannende Welt der Lehrberufe

Im Seepark Hotel in Klagenfurt wurden Details über den aktuellen Stand für die erste Kärntner Lehrlingsmesse, sie geht vom 31. Jänner bis 2. Februar am Klagenfurter Messegelände über die Bühne, bekanntgegeben. Seitens des Regierungskollegiums nahmen Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Lehrlingsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig an der Pressekonferenz teil.

Der Landeshauptmann zeigte sich erfreut, dass die Lehrlingsmesse ins Leben gerufen wurde und hofft, dass sie sich als fixe Einrichtung in den nächsten Jahren etablieren werde. Gleichzeitig dankte er allen teilnehmenden Unternehmen, dass sie ihre Erfahrungen an Lehrstellensuchende weiter geben würden, sowie den Sozialpartnern, der Messe und dem Medienpartner. „Bei der Messe wird interessierten, talentierten, jungen Menschen die Möglichkeit geboten sich ausführlich über diverse Berufsarten zu informieren“, betonte Kaiser. Gleichzeitig gab es von ihm ein klares Bekenntnis zum dualen Ausbildungssystem. „Mit ihm gewinnt die Lehre an Attraktivität und Qualität“.

„Ich bin ein Fan der Kärntner Lehrlinge. Jede Berufsbranche braucht gut ausgebildete Lehrlinge und ich freue mich über die Initiative und den breiten Schulterschluss aller“, hob Lehrlingsreferentin Schaunig hervor. Der Wirtschaftsstandort Kärnten brauche in der Zukunft die klügsten Köpfe und Hände. „Sie sind für das Land wichtig und die beste Werbung“, sagte Schaunig.

Zur schulbezogenen Veranstaltung wurden seitens der Bildungsdirektion Kärnten 2.400 Schülerinnen und Schüler ab der 7. Schulstufe aus ganz Kärnten eingeladen. Sie werden an zwei Tagen von 9 bis 16 Uhr von FachberufsschullehrerInnen und BerufsschülerInnen durch sechs Messe-Stationen (Industrie Aussteller, Industrie Hands-on, Lebende Baustelle, Gewerbe & Handwerk, Handel & Gewerbe & Handwerk-Aussteller, Gastronomie/Dienstleistung/Office/Gesundheit, Karriere-/Service- Lounge) geführt. Dabei soll ihnen ein Ein- und Überblick über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei den diversen Lehrberufen gegeben werden. Am 2. Feber ist die Lehrlingsmesse für alle Interessierten als öffentlicher Familientag von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Weitere Gesprächspartner waren Bildungsdirektor Robert Klinglmair, Berufsschul-Landesschulinspektor Herbert Torta, IV Kärnten Präsident Timo Springer, der Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, Jürgen Mandl und AK Kärnten Vizepräsident Gerald Loidl. Im Rahmen des Abends wurde auch die Online-Video Plattform „Lehrlings.TV“ präsentiert.

„In einer von Strukturwandel und Digitalisierung gekennzeichneten Arbeitsgesellschaft und den damit diskutierten Fachkräftemangel liegt der Fokus sehr stark auf der höchsten Qualifikationsebene, wie etwa Studienabsolventinnen und -absolventen in MINT-Fächern. Die Basis und das Rückgrat einer funktionierenden Wirtschaft sind jedoch die Fachkräfte auf mittlerer Qualifikationsebene; gerade die duale Ausbildung, ein einzigartiges Erfolgsmodell um das uns die ganze Welt beneidet, bietet mit über 200 verschiedenen Lehrberufen eine exzellente Ausbildung mit enormen Zukunftschancen,“ hob Bildungsdirektor Klinglmair hervor. Die „1. Kärntner Lehrlingsmesse“ versucht einerseits durch einen Schulterschluss von Politik, Wirtschaft, Bildung und weiteren relevanten Stakeholdern das Image sowie den Stellenwert der Lehre weiter zu erhöhen und bietet gleichzeitig die praktische Möglichkeit eines den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entsprechenden Ausbildungsweg zu finden, um den Fachkräftenachwuchs- speziell im technischen Bereich- für den Kärntner Wirtschaftsstandort zu sichern und junge Menschen bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. „Auf diesem Wege darf ich der Lehrlingsmesse viel Erfolg wünschen und hoffe, im nächsten Jahr noch breiter aufgestellt eine Fortsetzung zu unterstützen“, begrüßt Bildungsdirektor Robert Klinglmair die gemeinsame Initiative. Auch freue es ihn, dass im Bereich der Lehrlingsausbildung zwischen Angebot und Nachfrage ein Umdenkprozess hin zu Innovation und Digitalisierung stattfindet und mit „Lehrlings.TV“ eine zeitgemäße Online-Video Plattform in den Startlöchern steht.

Text: LPD Kärnten/Michael Zeitlinger, Bildungsdirektion für Kärnten/Claudia Lautischer
Fotohinweis: LPD Kärnten/Helge Bauer

An der HTL-Mössingerstraße stimmt die Chemie

In der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt wurde im Rahmen einer Pressekonferenz von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, gemeinsam mit Bildungsdirektor Robert Klinglmair, Axel Zafoschnig von der Bildungsdirektion, Schuldirektor Hubert Lutnik , Alexander Bouvier, von der Treibacher Industrie und Vorsitzender der Fachvertretung der Chemischen Industrie Kärnten und Initiator Klaus Raunegger (Geschäftsführer Merck-Spittal), der neue, schulautonome Ausbildungsschwerpunkt „Analytische Chemie und Digitalisierung“ vorgestellt. Mit der Chemie-Klasse bzw. dem neuen Chemieschwerpunkt ab dem Schuljahr 2019/20 soll dem Fachkräftemangel proaktiv vorgebeugt werden.

„Eine der innovativsten Schulen Kärntens regiert auf die Entwicklungen am Arbeitsmarkt und bietet den ersten Chemie-Schwerpunkt Kärntens an“, zeigte sich der Landeshauptmann über das Pilotprojekt äußerst erfreut. Mit dem neuen Ausbildungsschwerpunkt könne sich Kärnten als Bildungsland weiter etablieren und biete für den Arbeitsmarkt ein weiteres, fundiertes, kreatives und innovatives Bildungs- und Ausbildungsangebot an, das sich an den Anforderungen der Arbeitswelt orientiere. „Damit geben wir jungen Menschen die Möglichkeit, sich bei uns in Kärnten das Rüstzeug zu holen, um sich später beruflich erfolgreich verwirklichen zu können. Die technische Ausbildung vor Ort ist wichtig, damit wir die Menschen in Kärnten halten“, betonte Kaiser. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf einen weiteren neuen Ausbildungszweig in Kärnten zwischen der HBLA Pitzelstätten und der HTL Klagenfurt Lastenstraße.

Für Bildungsdirektor Robert Klinglmair ist der neue Chemie-Schwerpunkt ein innovativer Akt, der dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirkt. Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels stellt die zu geringe Verfügbarkeit von qualifiziertem Humankapital einen Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung und Positionierung Kärntens als Technologiestandort dar. „Umso erfreulicher ist es, dass die HTL Mössingerstraße bereits die Spezialisierungsmöglichkeiten der Schulautonomie nutzt und auf innovativem Wege die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft verstärkt ausbaut. Nur so kann dem Fachkräftemangel proaktiv vorgebeugt werden“, ist der Bildungsdirektor überzeugt. Seitens der Bildungsdirektion wird die Adaptierung des Chemiesaales finanziell unterstützt.

Axel Zafoschnig betonte, dass ein derartiges Projekt nur mit einem innovativen Direktor und motivierten Lehrern umzusetzen sei. „Die Schulautonomie ist der Schlüssel zur schulischen Freiheit und ermöglicht so ein Projekt. Das Ziel für ganz Kärnten muss es sein, den Fachkräftenachwuchs zu sichern und damit die Abwanderung zu stoppen“, so Zafoschnig.

Hubert Lutnik gab bekannt, dass man 30 Schülerinnen und Schüler in die Chemie-Klasse aufnehmen werde und die Lehrpläne für die praktische Ausbildung zusammen mit den Industrievertretern festgelegt werden. Den Ausbildungszweig Biomedizin- und Gesundheitstechnik besuchen 250 Jugendliche, von denen 50 Prozent Mädchen sind.

Alexander Bouvier hob die Bedeutung der Chemischen Industrie für Kärnten hervor. „Ihr gehören 48 Betriebe mit 3.000 Beschäftigten an und sie bringt eine Wertschöpfung von 1,1 Milliarden Euro“, teilte er mit.
Die Fachvertretung der Chemischen Industrie Kärnten unterstützt das Projekt mit 20.000 Euro bzw. mit Praktika und Chemikalien. Ein Großteil der apparativen Erstinvestition wird durch den KWF mit 100.000 Euro finanziert. „Die Chemie-HTL-Klasse soll langfristig eine qualitativ hochwertige Ausbildung künftiger Mitarbeiter sicherstellen. Daher war es selbstverständlich, dass wir uns an der Ausbildung auch finanziell beteiligen“, erklärte Bouvier.

Initiator Klaus Raunegger sprach von einer klugen Zusammenarbeit und Kooperation, da die Chemische Industrie und Analytische Chemie über ein großes Potential in Kärnten verfüge. „Junge Leute, die sich für eine derartige Ausbildung interessieren haben tolle Berufsaussichten und einen sicheren Arbeitsplatz“, strich er hervor.

Text: LPD Kärnten/Michael Zeitlinger
Foto: LPD Kärnten/Helge Bauer

Aufnahmeverfahren

Chancen der Bildungsreform gemeinsam nutzen

Bildungsreform und der Start der Bildungsdirektion bringen viele Veränderungen, Herausforderungen – aber vor allem auch Chancen – für die Schulen. Die Direktorinnen und Direktoren der Kärntner Pflichtschulen wurden vom Zentralausschuss für allgemeinbildende Pflichtschulen (ZA) zu einer Informationsveranstaltung ins Casineum Velden eingeladen. Als Bildungsreferent nahm dabei auch Landeshauptmann Peter Kaiser Stellung.

Es gehe u.a. darum, dass mehr Bildungsangebote im Klassenzimmer landen und auch um eine Entpolitisierung, meinte Kaiser über die Bildungsreform, an der er auch selbst mitgearbeitet hat. „Lassen Sie uns das gemeinsam umsetzen und Bildungsziele anstreben“, richtete er sich an das Auditorium. Kärnten investiere viel in die Bildung, gebe 23,59 Prozent des 2,5 Milliarden Euro schweren Budgets 2019 für diesen Bereich aus. Bildung sei zudem ein prioritärer Standortfaktor, was man derzeit auch beim Erstellen eines Standortmarketingkonzeptes für Kärnten klar festlege. „Ohne Bildung ist in keinem Bereich Verbesserung oder Fortschritt möglich“, so Kaiser.

Dem Landeshauptmann ist der Ausbau ganztägiger Schulformen wichtig und er verwies auf die Bildungszentren, die insbesondere auch die demographische Entwicklung mitberücksichtigen würden. „Gut ist, dass ein Umdenken einsetzt von Kinderbetreuungs- zu Kinderbildungseinrichtungen“, meinte er die Elementarpädagogik ansprechend. Das Soziale, das Kreative und vor allem digitale Fähigkeiten seien den Kindern und Jugendlichen ebenso zu vermitteln. Kaiser verhehlte nicht, dass sich die gesellschaftlichen Aufgaben der Schule erweitern würden: „Immer öfter ist Elternhauserziehung zu kompensieren oder zu ersetzen.“

„Bildung ist nichts Starres, für immer Gültiges. Sie ist ein Prozess, der gestaltet werden muss, damit wir als Gesellschaft nicht stehen bleiben“, sagte er weiters. Er rief in diesem Sinne auch zu einem kritischen Evaluieren der Bildungsreform auf. Auf jeden Fall berge die Reform viele Chancen in sich, die es gemeinsam zu nutzen gelte.

Als Gastgeber ging Personalvertreter Landtagsabgeordneter Stefan Sandrieser in seinen Ausführungen speziell auf die Schulautonomie ein sowie auf die nunmehr neue Lehrerauswahl durch die Schulleitungen bei Nachbesetzungen. Wie seine Stellvertreterin Evelin Nuart versicherte er die Unterstützung durch die Personalvertretung und kündigte weitere Informationsveranstaltungen in den Bezirken an.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair informierte u.a. über den Stand der Einrichtung der Bildungsdirektion als neue gemeinsame Behörde sowie die Umsetzung der Bildungsreform. Ein Kernstück, um Kärntens Bildungssytem für die Herausforderungen der Zukunft zu wappnen, sind die neuen SchulqualitätsmanagerInnen (früher Schulaufsicht), welche bildungspolitische Reformvorhaben konzipieren und gemeinsam mit den SchulleiterInnen die standort-und regionsspezifische Schulentwicklung weiterführen sollen. Als Ziel für das Jahr 2019 steht die überlegte Strukturierung des pädagogischen Dienstes im Vordergrund; es sollen aber auch im Bereich der Mehrsprachigkeit und Internationalisierung sowie Digitalisierung Schwerpunkte gesetzt werden. Auch gilt es den weiteren Ausbau von Bildungszentren und Ganztagesschulen voranzutreiben.

Am Podium saß auch der Veldener Volksschuldirektor Thomas Millonig. Er veranstaltet Jour fixe für Schulleiterinnen und Schulleiter, in denen man „Themen, die die Schule bewegen, bespricht und als Multiplikatoren hinausträgt“.

Text: Markus Böhm/LPD Kärnten, Claudia Lautischer/Bildungsdirektion für Kärnten
Foto: ZA/Krebs

„EU aktuell“ – Eugen Freund im Dialog mit SchülerInnen der WIMO Klagenfurt

Mitte Dezember besuchte der bekannte ehemalige ORF Journalist und EU Abgeordnete Eugen Freund die WIMO Klagenfurt und stellte sich den interessanten Fragen der Jugendlichen zum Thema „EU aktuell“. Die Veranstaltung mit 200 Schülerinnen und Schülern wurde moderiert von Junior EU Botschafterin Meryem Amet (4CHW) und Nico Sprachmann (4DHW). Eingeleitet wurde die Veranstaltung von Schulqualitätsmanagerin HR Dr. Renate Kanovsky-Wintermann in ihrer Funktion als Leiterin des EU-Büros in der Bildungsdirektion Kärnten sowie von Prof. Mag. Ilse Geson-Gombos, der Senior Botschafterin des EU Parlaments.

Die WIMO Klagenfurt ist Botschafterschule des Europäischen Parlaments und über mehrere Erasmus-Projekte sowie über eTwinning-Projekte europaweit vernetzt. Seit mehr als 10 Jahren absolvieren die Schülerinnen und Schüler ihr dreimonatiges Pflichtpraktikum im europäischen „Ausland“. Die aktuellen Entwicklungen in Europa werden an der WIMO in mehreren Unterrichtsfächern genau beobachtet. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Expertinnen und Experten aus Brüssel immer wieder Gäste an der WIMO sind und den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort stehen.

„Im Rahmen unserer „EU-aktuell“ – Veranstaltung, war es für die vierten und fünften Jahrgänge der WI‘MO eine große Freude, Eugen Freund, MEP „Member of European Parliament“, näher kennenlernen zu dürfen. Wir hatten in Vorbereitung auf das Treffen viel recherchiert und uns sehr viele Fragen für unseren Gesprächspartner überlegt. Die Themen, die Herr Freund sehr ausführlich beantwortete, bezogen sich auf seine Entscheidung, vom Journalismus in die Politik zu wechseln, seine Arbeitsbereiche als Abgeordneter zum Europäischen Parlament, Abläufe und Abstimmungen im EU Parlament, die EU und Umwelt sowie zur Außen- und Flüchtlingspolitik der EU. Wir waren sehr beeindruckt von seinen Ausführungen und anschaulichen Beispielen, und es hat uns dazu motiviert, uns im Vorfeld zu den EU-Wahlen im nächsten Jahr noch ausführlicher zu EU-Politik und Abläufen im EU-Parlament zu informieren. Außerdem war es ein besonderes Erlebnis und Vergnügen, diese Veranstaltung moderierend mitzugestalten, “ zeigten sich Meryem Amet und Nico Sprachmann begeistert.

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Text&Fotos: OSTR Prof. Mag. Hermann Wilhelmer/Die WIMO

Bildungsdirektion nahm Arbeit auf

Die Möglichkeiten der Bildungsreform, wie etwa der neuen Schulautonomie, bestmöglich ausschöpfen und Kärnten als Bildungsstandort weiter zu attraktivieren – das sind die Ziele von Bildungsdirektor Robert Klinglmair, Klaus Peter Haberl als pädagogischem Leiter und Peter Wieser als Leiter des Präsidialbereichs. Gemeinsam leiten sie die Agenden der seit 1. Jänner 2019 bestehenden Bildungsdirektion für Kärnten. Dort sind ab sofort die Aufgaben des bisherigen Landesschulrates und Teile der Schulabteilung des Landes vereint. Damit sollen künftig mehr Transparenz und Effektivität in der Schulverwaltung einhergehen.

„Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten sind nicht nur wichtig, um der Abwanderung vorzubeugen, sondern auch ein wesentlicher Standortfaktor: Unternehmen ebenso wie hochqualifizierte Arbeitskräfte aus anderen Ländern in und außerhalb Österreichs, lassen sich dort nieder, wo sie bestens ausgebildete Fachkräfte bzw. die besten Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für ihre Kinder vorfinden“, weiß auch Bildungsreferent LH Peter Kaiser um die Bedeutung und Chance der neu entstandenen Institution.

Voller Motivation sieht auch Bildungsdirektor Robert Klinglmair den künftigen Aufgaben entgegen: „Wir wollen pädagogisch durchstarten und die Möglichkeiten des Bildungsreformpakets für eine regionsspezifische Weiterentwicklung des Bildungsstandortes Kärnten ausschöpfen.“ Einen bildungspolitischen Schwerpunkt will Klinglmair in Bezug auf die Digitalisierung und die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) wie auch eine verstärkte Vernetzung von Schule und Wirtschaft legen. Geplant sei auch der weitere Ausbau von Bildungszentren aber auch der Ganztagesschule in Kärnten.

Text: LPD Kärnten/Susanne Stirn

Foto: LPD Kärnten

KTS-Schülerinnen erfolgreich bei AEHT Wettbewerben

Dieses Jahr war die Kärntner Tourismusschule wieder bei den Wettbewerben der AEHT – Association of European Hotel und Tourism Schools präsent, welche in Leeuwarden/Niederlande stattfanden. Die Schule wurde von einer Mädchengruppe mit Nikoletta Chalkia (Patisserie), Lisa Mara Stöffler (Restaurantservice), Jennifer Hubmann (Weinsommelier) und Sarah Lee Schuster (Barista) vertreten. Die KTS-Frauenpower trat gegen insgesamt 355 WettkämpferInnen aus über 29 Nationen an. Alle konnten mit wertvollen Erfahrungen, und Lisa Mara Stöffler und  Sarah Lee Schuster mit einer Bronzemedaille, heimkehren. Für die kräftige Unterstützung und Begleitung bedankt sich das Team bei FOL Dipl.-Päd. Heinrich Strasser BEd und FOL Dipl-Päd. Hermann Rauter. Für die Chance teilzunehmen ein herzliches Dankeschön an Dir. Mag. Dr. Gerfried Pirker, Fachvorstand Dipl-Päd. Josef Trieb BEd und an die Sponsoren Villacher Bier, Kärntner Milch, RUEFA Reisen, Trauner Verlag, Giesser Messer und den Elternverein der KTS.

Text&Fotos: KTS Villach

Erasmus+ Budget verdoppelt – Fortsetzung für das Erfolgsförderprogramm

Eine Kärntner Delegation bestehend aus Landesschulinspektorin Renate Kanovsky-Wintermann, Michael Mattersdorfer, Martin Tänzer und Günther Malle folgte der Einladung von Bundesminister Heinz Faßmann Ende November ins Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung nach Wien. Bei einem freundlichen Empfang im Rahmen einer Feierstunde wurde von Bundesminister Heinz Faßmann die weitere Unterstützung für Erasmus+ Projekte für die neue Förderperiode versichert, da die Verhandlungen über die Zukunft des Programms im Rahmen der Austrian Presidency of the Council of the European Union 2018 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten.

Für das neue EU Programm für Bildung, Jugend und Sport wird in der Förderperiode von 2021 bis 2027 ein Budget von 30 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, mit dem verstärkt physische wie auch virtuelle Mobilitäten für die Teilnahme von rund 12 Millionen Menschen gefördert werden sollen. Die grenzüberschreitende Mobilität für Menschen aller Altersgruppen und die Zusammenarbeit im Rahmen europäischer Projekte soll weiterhin im Mittelpunkt stehen. Für Österreich ist auf Basis der mindestens 30 Mrd. Euro für das Gesamtprogramm ein Budget von 523.740.000 für die sieben Programmjahre zu erwarten. Das bedeutet eine Erhöhung um 125% im Vergleich zu Erasmus+.

„Das Plus hat eine Symbolkraft und das Nachfolgeprogramm von Erasmus+ soll nicht nur finanziell ausgeweitet, sondern auch attraktiver, flexibler und effizienter werden, d.h. mehr Studierende, Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Lehrlinge sollen in das Programm aufgenommen werden und ein niederschwelligerer Zugang für Menschen mit Benachteiligungen ermöglicht werden. Wer Europa selbst erlebt, entwickelt auch eine europäische Identität“, so Bundesminister Faßmann, dem es wichtig ist, ein Europa des Wissens, des Friedens und der Völkerverständigung zu schaffen.

„Durch die Erhöhung des Fördergeldes werden In Zukunft noch weitere Schulen, die bisher noch nicht in den Genuss von Auslandsmobilitäten gekommen sind, Bewilligungen für die Durchführung ihrer Projekte bekommen“, so Erasmus+ Kärnten Koordinatorin Renate Kanovsky-Wintermann, für die es Teil jeder Ausbildung sein sollte, über den Tellerrand zu blicken und andere Kulturen kennenzulernen.

Text: LSR/Claudia Lautischer

Foto: BMBWF/Martin Lusser

 

Feierstunde für pensionierte Pädagoginnen und Pädagogen

Im Klagenfurter Konzerthaus wurden Ende November rund 160 Pädagoginnen und Pädagogen aus Berufsbildenden Höheren Schulen, Gymnasien, Allgemeinbildenden Pflichtschulen und Fachberufsschulen von Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Kaiser eröffnete die Feierstunde mit seinem Dank an die anwesenden Pädagoginnen und Pädagogen. „Ich stehe heute als Bildungsreferent mit einem lachenden und einem weinenden vor ihnen. Mit einem weinenden Auge, weil es nicht leicht ist, von einem Tag auf den anderen auf so viele wichtige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verzichten zu müssen. Das lachende Auge teilt ihre Freude, dass sie ihre jahrzehntelange Berufung zu einem erfolgreichen Ende gebracht haben“, so Kaiser. Der Bildungsbereich genieße in Kärnten einen hohen Stellenwert, für den auch die Lehrerinnen und Lehrer immer gekämpft haben. „23 Prozent des Landesbudgets gehen in den Bildungsbereich, das ist auch der Verdienst ihrer guten Arbeit. Ihr Wirken hat damit das erreicht, was es erreichen sollte. Ich danke im Namen der Kärntner Landesregierung jedem und jeder Einzelnen für ihr Wirken zum Wohle des Landes – genießen sie ihren Ruhestand möglichst lange“, so der Landeshauptmann.

Klinglmair drückte seine große Freude und Ehre aus, als Bildungsdirektor bei diesem würdevollen Empfang dabei sein zu können und brachte den Lehrkräften seine Wertschätzung für ihre wichtige Arbeit in den letzten Jahrzehnten entgegen. „Bildung ist das wesentlichste Gut, das wir haben. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn sie ihre große Expertise auch in Zukunft in den Bildungsbereich einbringen würden und so auch unseren Nachwuchs unterstützen können“, so Klinglmair.

Auch Landtagsabgeordneter Stefan Sandrieser, Vorsitzender des Zentralausschusses für Allgemeine Pflichtschulen, sprach den Pädagoginnen und Pädagogen seine Wertschätzung für ihr jahrzehntelanges Wirken aus. Die Lehrerschaft sei gerade in den letzten Jahren immer wieder kritisch von der Öffentlichkeit betrachtet worden. „Unser Berufsstand hatte es nicht immer leicht und ihr seid vielen Veränderungen ausgesetzt gewesen. Ich danke euch für euer Engagement und hoffe, ihr bringt euch weiterhin in wichtige Bildungsdiskussionen ein“, erklärte Sandrieser.

Die Pädagoginnen und Pädagogen erhielten Ehrenurkunden und kleine Präsente. Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgte „DuettNett“ – Nina Reyes an der Querflöte und Vukašin Mišković an der Gitarre. Unter den Ehrengästen waren unter anderem Klubobmann und Landtagsabgeordneter Markus Malle, Landesschulratsdirektor Peter Wieser sowie der ZA-FBS-Vorsitzende Johann Schnögl.

Text: LPD Kärnten/Fabian Rauber

Fotos: LPD Kärnten/fritzpress