Kärntner Schülerlandtag hat Mitgestaltungsmöglichkeit

„Kärnten sei für viele namhafte Experten in Sachen Mitgestaltungsmöglichkeit für Schülerinnen und Schüler das positive Beispiel für Österreich“, sagte Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser im Rahmen des Schülerlandtages in Klagenfurt. „Schülerlandtage hätten im Zuge des Kärntner Demokratiepaketes an Mitgestaltungsmöglichkeiten gewonnen. Man habe sich von „Parlament spielen“ zu einer Einrichtung weiterentwickelt, die in der Verfassung fest verankert sei“, so der Landeshauptmann. Begrüßt im Kärntner Landtag wurden die Schülerparlamentarier auch von Landtagspräsident Reinhart Rohr und Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger.

„Demokratie lebt vom Mitentscheiden und daher bin ich über diese positive Entwicklung sehr stolz“, betonte der Bildungsreferent. Der Schülerlandtag sei im Rahmen des Kärntner Demokratiepaketes nicht nur erwähnt und eingerichtet, sondern dessen Beschlüsse müssten von den Abgeordneten des Hohen Hauses auch verpflichtend behandelt werden. Das sei etwas Großartiges, der Verdienst von vielen und ein großer Schritt in Richtung Demokratie. „Ich gratuliere Euch, ich gratuliere uns und ich gratuliere dem Land Kärnten“, sagte der Landeshauptmann.

Die Landesschülervertretung (LSV) ist in Österreich die gewählte gesetzliche Vertretung der Schülerinnen und Schüler eines Bundeslandes. Sie wird am Ende des Schuljahres von den Schulsprechern des jeweiligen Bundeslandes gewählt. Für jeden Bereich aus den Schularten Allgemeinbildende Höhere Schulen (AHS), Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen (BMHS) und Berufsschulen (BS) werden ein Landesschulsprecher und mehrere Stellvertreter gewählt. Die drei Landesschulsprecher jedes Bundeslandes sind auch Mitglieder der Bundesschülervertretung. In Kärnten besteht die Landesschülervertretung aus insgesamt 15 Personen. Beim Schülerlandtag treffen sich LSV-Vertreter mit politischen Entscheidungsträgern, um Schulpolitik aktiv mitzugestalten. Die 2015 gewählten Landesschulsprecherinnen und Landesschulsprecher sind Lara Santer (AHS, 17 Jahre, BRG Viktring), Raimund Freithofnig (BMHS, 18 Jahre, Kärntner Tourismusschulen) und Peter Kollnitzer (BS, 18 Jahre, FSB St. Veit).

Text: Ulli Sternig
Foto: LPD/Peter Just

HAK Villach setzt mit Ausstellung „Nach-Denk-Mäler“

Die Kunstwerkstatt der HAK Villach hat Respekt und Wertschätzung für kulturelle Diversität im Projekt „Wir alle kommen aus anderen Ländern“ aufgearbeitet. Ein Teil davon ist die Ausstellung „Nach-Denk-mal“, die im Schulhaus zu bewundern ist. Die 72 Schülerinnen und Schüler haben unter Leitung von Direktorin Melitta Trunk verschiedene „Nach-Denk-Mäler“ gesetzt, um die Vielfalt an der Schule mit 14 Nationen zu verarbeiten und Internationalität darzustellen. So wurde die Fassade bildnerisch gestaltet und der Stiegenaufgang regt mit Sprüchen und Fotos zum Nachdenken an. Auch an einem Theaterstück wurde geschrieben.

Ausstellung des BG Tanzenberg im LSR

Am 15.10.2015 fand in Anwesenheit des Amtsführenden Präsidenten Rudolf Altersberger und des Direktors Gerald Horn die feierliche Eröffnung der Ausstellung des BG Tanzenberg statt. Beide nutzten die Gelegenheit, um auf die Chance zu verweisen, dass sich die Tradition Tanzenbergs mit aktuellen Projekten in der Öffentlichkeit verbindet. Der Fachinspektor für Bildnerische Erziehung, Manuel Pichler, bedankte sich bei den anwesenden Bildnerischen ErzieherInnen für die visuelle PR. BE Fachkoordinator Johannes Kölz griff in seiner Rede den Stellenwert der Bildnerischen Erziehung im Rahmen der neuen Reifeprüfung auf und nahm exemplarisch das Thema „Krieg, Gewalt und sozialer Protest in der Kunst“ stellvertretend für die kompetenzorientierten Aufgabenstellungen zur Verdeutlichung. Weiters erläuterte er der Vielzahl der Anwesenden, dass es sich bei den gezeigten Werken um einen Querschnitt durch alle Schulstufen handelt, die eine Vielzahl an bildnerischen Techniken spiegeln. Gezeigt wurden auch Kostüme und Ergebnisse eines Recycling Mode Projekts, das von den Bildnerischen Erzieherinnen Monja Petersen und Jehona Shaqiri-Petritz mit viel Aufwand initiiert wurde. Den musikalischen Rahmen bildete die Band unter Leitung von Dominik Maringer, sowie eine Abordnung des Schulchors unter Sylvia Steinkellner. Zu sehen ist die Bandbreite der Arbeiten bis Dezember in den Räumlichkeiten des LSR für Kärnten.

Skikarten Info

Nach intensiven Verhandlungen mit der Fachgruppe der Seilbahnen in Kärnten und Frau FI Prof. HR Mag. Renate Macher-Meyenburg konnten für Schüler/innen folgende Konditionen für die Wintersaison 2015/16 ausverhandelt werden:

  1. Volksschulen: (Wahl zwischen a) oder b))
  2. Erlebnistag im Schnee: eintägig im Zeitraum vom 18.-22.1.2016: Gratiskarte
  3. 3 Tage im Paket: € 10.-
  1. Sekundarstufe I und II: (NMS, ASO, AHS, BMHS)
  2. Wintersportwoche an mindestens fünf unmittelbar aufeinanderfolgenden Tagen verbunden mit Nächtigungen in einem Auswärtsquartier in Kärnten: pro Skitag € 7.- bei 5 Tagen € 35.-

 

Anträge werden den Schulen zugeschickt.

20 Jahre bilingualer Unterricht

Das BG/BRG Villach St. Martin und das BG/BRG Europagymnasium Klagenfurt haben einen Grund zu feiern: Seit 20 Jahren gibt es an diesen Schulen den Schwerpunkt bilingualer Unterricht (Content and Language Integrated Learning – CLIL), also integriertes Fremdsprachenlernen mit der Arbeitssprache Englisch.

Im Rahmen einer Feierstunde mit Ansprachen, Filmen und Musik an der Universität Klagenfurt dankten Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und der amtsführende Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger den Pädagoginnen und Pädagogen sowie Koordinatorinnen und Koordinatoren beider Schulen für ihr großes sprachlich-didaktisches und pädagogisches Engagement. Besonders bedankt wurden auch die Koordinatoren Renate Wurm-Smole (St. Martin) und Siegfried Pfeifer (Europagymnasium), die auch das Festprogramm vorbereitet hatten.

Wie der Landeshauptmann eingangs auf Englisch sagte, sei er gekommen, um zu loben und zu gratulieren. Vor 20 Jahren habe es diesen Weitblick gegeben, Englisch zum Schwerpunkt an diesen Schulen zu machen, was sich längst voll bestätige. Sprachen seien heute ein Produktionsfaktor der Zukunft und damit unverzichtbar, um einer immer internationaler werdenden Welt gerecht werden zu können. Er erwähnte in diesem Zusammenhang auch die sogenannten mehrsprachigen Kugy-Klassen am Slowenischen Gymnasium in Klagenfurt.

Der Landeshauptmann appellierte an die anwesenden Schülerinnen und Schüler, die Sprachkompetenz wo immer es möglich sei, zu fördern. Kaiser dankte allen Beteiligten und Förderern des CLIL, darunter auch dem früheren Direktor des Europagymnasiums, Günter Kreutzer, sowie dem früheren EU-Abgeordneten Hubert Pirker.

Auch der Landesschulratspräsident Altersberger sprach von einem Erfolgsmodell, das vor 20 Jahren begonnen wurde und nun könne man gewissermaßen ein pädagogisches Erntedankfest feiern. Der Landesschulrat unterstütze den bilingualen Unterricht weiterhin, denn es zeige sich, dass gerade internationale Unternehmen erfolgreich seien, die auf Faktoren wie sprachliche, kulturelle und soziale Kompetenzen setzen würden.

Die Direktorin des BG/BRG St. Martin (Villach), Roswitha Errath, betonte, wie unverzichtbar Englisch geworden sei. Sprache sei für die Wirtschaft essentiell, aber ebenso auch für die persönliche Entwicklung. Sie dankte den früheren und derzeitigen Lehrer- und Koordinatorenteams. Durch gutes Sprachenangebot fördere man auch die Verbesserung des Wirtschaftsstandortes Kärnten.

Auch der Direktor des Europagymnasiums Klagenfurt, Gerhard Hopfgartner, betonte den Mehrwert von Mehrsprachigkeit. Zwei Sprachen zu können, könne gleichsam ein doppeltes Leben bedeuten, denn Sprache und Sprechen sei Leben. Sprachkompetenz eröffne große Chancen, war man sich einig. Dies wurde auch durch Filmeinspielungen von Schülerinnen und Schülern der beiden Schulen deutlich gemacht. Über aktuelle Forschungsergebnisse informierten die Universitätsprofessoren Günther Sigott und Werner Delanoy.

 

 

Sozialdemokratischer Lehrerverein sucht Lehrer für Flüchtlingskinder

Der Sozialdemokratische Lehrerverein (SLÖ) ruft Lehrerinnen und Lehrer auf, die Flüchtlingskinder unterrichten möchten, sich beim Sekretariat des SLÖ zu melden. Gerade pensionierte Kollegen sollen hier besonders angesprochen werden. Vorallem das Unterrichten von Deutsch ist gefragt, aber auch für Musik, Werken und Turnen sollte es außerhalb des Regelunterrichts ein Bildungsangebot geben.

Aufgrund der bereits großen positiven Resonanz im Landesschulrat für Kärnten möchten wir ergänzend die folgende Kontaktstelle für engagierte und motivierte Lehrerinnen und Lehrer angeben:

Frau Monika Pucker ist vormittags unter 0463/55195 und per Mail unter monika.pucker@spoe.at zu erreichen. Die pensionierte Direktorin Ilse Domenig wird als Koordinatorin die Anmeldungen gewissenhaft durcharbeiten und entsprechende Zuteilungen treffen.

Der Amtsführende Präsident Rudolf Altersberger setzt sich dafür ein, Flüchtlingskindern die bestmöglichen Chancen auf Bildung zu geben und sieht die Aufgabe der Pädagoginnen und Pädagogen vorallem darin, Stabilität, Sicherheit, Vertrauen und ein Gefühl des Willkommenseins zu vermitteln.