Schul-Landes- und Bundeswettbewerb „Quiz Politische Bildung-Europa – Quiz 2017/18“

Für jeden Schultyp AHS (Unter- und Oberstufe), BHS, BMS, FBS und APS ab der 8. Schulstufe gibt es einen eigenen Fragenkatalog mit jeweils vorgegebener Punkteanzahl.

Die Fragenstellungen beziehen sich auf folgenden Themenkreise: BP-Wahl, Wahlkommission, ORF-Wahl, innen- und außenpolitische Ereignisse, Österreich, aktuelle Ereignisse in der EU, im internationalen Raum, neue Gesichter in der Politik, US-Wahlen, Wirtschaftspolitik, Handelsabkommen, Wirtschaftsbündnisse, erfolgreiche Start ups, Chronik-Fragen, Flüchtlingsthema-Asylfragen, Digitalisierung – Macht und Einfluss der neuen Medien, Frauenpolitik, Bildungspolitik, Vielfalt in Kärnten, Volksgruppen.

Der Landeswettbewerb findet am 16. März 2018 in Villach im Rathaus, Paracelsussaal, statt.

Mit der Austragung des Bundeswettbewerbs 2018 ist das Bundesland Steiermark befasst. Dieser findet vom 17. bis 18. April 2018 in Graz statt.

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Ankündigungsbericht

Technik pur für den Kindergarten St. Ruprecht

Die HTL Mössingerstraße ist seit Jahren bemüht, bereits Kindergartenkinder für die Technik zu begeistern. Die wirtschaftliche Praxis zeigt, dass Techniker/innen in allen Sparten gesucht und gebraucht werden. Interesse an der Technik wird aber schon im frühen Kindesalter geweckt. Daher ist es besonders wichtig, schon Kindergartenkindern die Gelegenheit zu geben, dass sie auch im Bereich der Technik spielerisch Erforschen und Entdecken.

Ein Teil dieser Bestrebungen durch die HTL Mössingerstraße, organisiert von den beiden Pädagogen Burkhard Grabner und Andrea Scheinig, sind das Kindergartenprojekt, die Ausbildung der Kindergartenpädagoginnen und die Ausstattung der Kindergärten mit technischen Materialien und Werkzeugen. Im Dezember 2017 erfolgte nun die technische Ausstattung des Kindergartens St. Ruprecht unter der Leitung von Sigrid Haberl. Möglich wurde dies aber erst durch die Unterstützung vieler.

Andrea Scheinig und Burkhard Grabner gewannen 2016 den Bildungspreis der B&C Privatstiftung, die für die Umsetzung an weiteren Standorten zusätzlich zum Preisgeld einen Fördertopf eingerichtet hat. Jeder Kindergarten, der das preisgekrönte Kindergartenprojekt umsetzt und 50 % Eigenmittel zur Verfügung stellt, kommt in den Genuss der Gelder des Fördertopfes. Durch die großzügige Unterstützung der Bildungsreferentin Stadträtin Ruth Feistritzer konnten die Eigenmittel im Kindergarten St. Ruprecht für die Ausstattung mit technischen Materialien und Werkzeugen gestellt werden. Alle Materialien und Werkzeuge sind in mobilen Trolleys untergebracht, damit die Kindergartenkinder flexibel spielen, ausprobieren und entdecken können. In weiterer Folge wird im Kindergarten St. Ruprecht eine vollständige Werkstatt mit Hilfe der HTL Mössingerstraße eingerichtet, die dann auch von den Hortkindern St. Ruprecht genützt wird. Dadurch wird das geweckte Technikinteresse weiterverfolgt. Beteiligt an diesem Projekt sind die Schüler/innen der 4. Klasse Fachschule der HTL Mössingerstraße mit kräftiger Unterstützung durch den Werkstätten-Lehrer Manfred Kahlbacher.

Zusätzlich zur Ausstattung des Kindergartens werden auch die Kindergartenpädagoginnen in einem Fortbildungskurs mit dem Thema Technik vertraut gemacht. Dieser Kurs wird dankenswerter Weise vom IBB (Institut für Bildung und Beratung) unter der Leitung von Dr. Gerald Salzmann angeboten und von Burkhard Grabner und Andrea Scheinig durchgeführt.

Der Erfolg dieser zahlreichen Aktivitäten, um Kinder für Technik zu begeistern, lässt sich beim aktiven Spielen und Entdecken an den leuchtenden Kinderaugen ablesen.

Text&Fotos: Mag. Andrea Scheinig, StadtPresse/Eggenberger

 

„Von Schönheit hell umflammt ist diese Erde“ – Erinnerungsbotschaften

Am 12. Jänner 2018 wurde an der WI´MO die Ausstellung „Von Schönheit hell umflammt ist diese Erde – Erinnerungsbotschaften“ von Direktor Mag. Hermann Wilhelmer, Univ. Prof. Dr. Peter Gstettner und Bildungsdirektor Rudolf Altersberger im Beisein der SchülerInnen sowie VertreterInnen vom Landesschulrat, Schulpartnern und der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt eröffnet. Mag. Ilse Geson-Gombos und Dipl. Päd. FOL Heidi Cas-Brunner gestalteten diese Ausstellung gemeinsam mit ihren SchülerInnen der 3 CHW und der 3 AHM, die ihre Gedanken und Erinnerungsbotschaften dazu präsentierten.

Betroffenheit kann die Grundlage für eine eingehende Beschäftigung mit den historischen Inhalten darstellen, ist jedoch kein Muss. Die Auseinandersetzung mit dem historischen Material ist das Tor zum Verständnis, aus welcher Katastrophe heraus die demokratischen Errungenschaften und Werte der heutigen Gesellschaft entstanden sind.

Die Ausstellung ist Resultat eines Prozesses zwischen SchülerInnen, den Guides in Mauthausen und Linz, LehrerInnen dieser Schule und Univ. Prof. Dr. Peter Gstettner, der die Ausstellung mit einem berührenden Vortrag eröffnete. Die schwarz-weißen Fotos des Memorials von Fachvorständin Heidelinde Cas-Brunner wurden von Prof. Gstettner mit Schilderungen der Realität im ehemaligen Konzentrationslager vervollständigt. Ursprünglich war angedacht, die Fotos mit Informationstexten auszustatten. Stattdessen erwarteten die Besucherinnen und Besucher zentrale Begriffe, die als Antithese zur nationalsozialistischen Gewaltherrschaft für eine demokratische Gesellschaft unverzichtbar sind. Gleichzeitig folgte die Ausstellung dem Auftrag der Jugend, das Leben zu feiern und zu genießen. Als Motto wurde ein Zitat aus Jura Soyfers im Konzentrationslager geschriebenen „Lied von der Erde“ genommen: „Von Schönheit hell umflammt ist diese Erde“.

Die Fotos sind mit den Begriffen Freiheit – Demokratie, Gemeinschaft – Zuhause, Leben – glücklich, Erinnerung – Hoffnung gepaart. Sie sind in der Auseinandersetzung der SchülerInnen mit der Zeit des Nationalsozialismus entstanden, und spiegeln den Wunsch nach einem friedvollen Zusammenleben in Europa und auf der ganzen Welt.

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) berichtet in seiner Grußbotschaft zu Beginn des neuen Jahres von ungebrochenem Interesse von Jugendlichen an den Führungen im Memorial Mauthausen. Warum besuchen Jugendgruppen in Scharen das Memorial, was wollen sie mitnehmen, was erhoffen sie sich dort zu hören und zu lernen?

69 Prozent der Jugendlichen interessieren sich nach eigenem Bekunden „sehr für die Zeit des Nationalsozialismus“, 80 Prozent halten Erinnern und Gedenken für sinnvoll, 59 Prozent empfinden Scham angesichts der Verbrechen. So die Resultate des Umfrageinstitut TNS Infratest für eine große deutschsprachige Zeitung. Jedoch, das wissen alle, die mit der Vermittlung von Geschichte zu tun haben: Verordnen kann man den Jugendlichen Betroffenheit und Erinnerungsarbeit nicht. Ist Betroffenheit notwendig? Alle Fotos der Ausstellung, bis auf eines, zeigen den ehemaligen Ort des Verbrechens, Mauthausen. In einem Foto sind SchülerInnen zu sehen, die sehr betroffen wirken.

Text: Mag. Ilse Geson-Gombos

Fotos: kore/LSR

 

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SCHÜLERBEITRÄGE Eröffnung

 

AHS – Fremdsprachenwettbewerb 2018

Der heurige AHS- Fremdsprachenwettbewerb des Landes Kärnten für Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch findet am 23. Februar 2018 von 8.30 -14 Uhr im Festsaal des WIFI Kärnten statt.

Ausschreibung 2018
Anmeldung-Zuslassungsbestimmungen 2018
Kriterienkatalog 2018
LEBENSLAUF_2018

Geballte Bildungskompetenz unter einem Dach

Die geballte Bildungskompetenz gastierte von 23. bis 25. November im Messezentrum Salzburg. Dort waren die Interpädagogica West, die Berufsinfomesse (BIM) sowie die Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung (BeSt³) unter einem Messedach vereint. Als Informationsplattform für Pädagogen, Entscheidungsträger und Bildungsinteressierte zeigte die von Reed Exhibitions organisierte Interpädagogica WEST mit 217 Ausstellern die Themenbereiche Lehr- und Lehrmittel; IT und digitale Medien; Ernährung, Raumkonzepte und Bewegung; Reisen, Natur und Kultur. Dazu gab es ein Fachprogramm mit rund 160 Diskussionen, Workshops sowie Side Events, wie es sie in dieser Dichte bei der Interpädagogica noch nie gegeben hat. Die Schwerpunkte der heurigen Messe lauteten Digitalisierung und digitale Bildung, Stärkenorientierung und Elementarpädagogik.

Der Landesschulrat für Kärnten war mit einem Infostand vor Ort, der von Anna Gabalier, M.A., Mag. Josef Pötsch und Mag. Julia Delbello hervorragend betreut wurde. Zur Eröffnung statteten der Amtsführende Präsident Rudolf Altersberger, LSR- Direktor Dr. Peter Wieser sowie Mag. Claudia Korentschnig der größten Bildungsmesse einen Besuch ab und staunten über das umfangreiche und vielfältige Schulangebot in den einzelnen Hallen. AP Rudolf Altersberger stellte sich im Bildungstalk gemeinsam mit dem Amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates von Salzburg, Johannes Plötzeneder und Rektorin der Pädagogischen Hochschule Salzburgs, Dr. Elfriede Windischbauer den Fragen des Moderators zur digitalen Bildung.

Da die Digitalisierung Leitthema der diesjährigen Interpädagogica WEST  ist, veranstaltet das Bundesministerium für Bildung die eEducation-Fachtagung erstmals im Rahmen dieser Bildungsfachmesse. Die eEducation-Fachtagung richtet sich an Pädagogen, welche die digitale Schulentwicklung am eigenen Schulstandort begleiten und umsetzen. Bei der eEducation-Fachtagung werden in Vorträgen und Praxisworkshops aktuelle Themen zum Technologieeinsatz im Unterricht bearbeitet. Dabei erfahren und erleben Lehrkräfte, wie man digitale Medien sinnvoll in den eigenen Unterricht einbauen kann, sodass für Schülerinnen und Schüler ein pädagogischer Mehrwert entsteht. Über 1.600 Schulen, die digitale Medien im Unterricht einsetzen und die digitale Schulentwicklung aktiv vorantreiben, haben sich im eEducation-Austria-Netzwerk zusammengeschlossen.

Auf der Interpädagogica WEST konnte ein digitales Musterklassenzimmers besichtigt werden, ein realitätsnahes Beispiel eines digitalisierten Klassenzimmers. Eingebaut ist ein Komplettsystem, dazu gehören Möbel ebenso wie Netzwerk (Internetanschluss, LAN und WLAN), Server, Endgeräte, Präsentationsgeräte bis hin zu Dokumentenkameras oder Druckern.

Zeitgleich zur Interpädagogica WEST fand die 3. Elementarpädagogische Fachtagung statt. Diese veranstaltete der Fachverlag „Unsere Kinder“ gemeinsam mit dem Zentrum für Kindergartenpädagogik des Landes Salzburg.

Text: Medienservice Reed Exhibitions Messe Salzburg, LSR/kore

Fotos: LSR/kore

 

Hocheffizente neue Photovoltaik-Anlage am Dach der HTL1 Lastenstraße

Seit erstem Juli 2017 ist die 59,94 kWp große Photovoltaik-Anlage am Dach des Werkstättentrakts der HTL1 Lastenstraße in Betrieb. In den ersten vier Monaten konnten 23277 kWh sauberer Strom erzeugt werden. Die Eigenverbrauchsquote liegt derzeit bei 88 %.

Die Schule arbeitet dafür mit einem niederländischen Unternehmen für autarke und erneuerbare Energie- und Speichersysteme zusammen. Die effiziente Speicherung dieser grünen Energie wird garantiert und für eine noch höhere Eigenverbrauchsquote gesorgt. Den Schülerinnen und Schülern der HTL 1 Lastenstraße wird durch diese Kooperation ermöglicht, Nachhaltigkeit und Energieeffizenz an Geräten zu studieren, welche dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

Text&Foto: HTL 1

Europäischer Tag der Sprachen in Kärntens Schulen

Am 26. September wird jährlich der Europäische Tag der Sprachen gefeiert, um auf die Sprachenvielfalt in Europa aufmerksam zu machen. Das Österreichische Sprachenkompetenzzentrum (ÖSZ) koordiniert im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung den Aktionstag und unterstützt die unterschiedlichen Projekte, die Lust aufs Sprachenlernen machen.

So haben in der WI’MO Klagenfurt die SprachenlehrerInnen am Vormittag eine lebendige Veranstaltung mit dem Titel „Kinder entdecken Sprachen“ geplant. SchülerInnen der Volksschule Hermagoras und der NMS Hasnerschule besuchten die WI’MO und erlebten Sprachen mit allen Sinnen. SchülerInnen der 5. Jahrgänge der WI’MO begleiteten ihre jungen Gäste und unterstützen sie in spielerischer Form beim Erwerb des „WI’MO Sprachenpasses“. Um diesen Sprachenpass zu erlangen, mussten folgende Stationen durchlaufen werden:

HÖREN: Get to know the English alphabet and numbers & Let’s sing together!

SEHEN: „Twister en fran çais.“ Spielerisch Farben lernen auf Französisch.

FÜHLEN: „¿Qué es esto?“ Lebensmittel mit verbundenen Augen „ertasten“ und die spanischen Bezeichnungen lernen.

RIECHEN: Che odore senti?“ Dinge mit verbundenen Augen „erriechen“ und die italienischen Bezeichnungen erfahren.

SCHMECKEN: „Was isst du gerade?“ Landestypische Köstlichkeiten mit verbundenen Augen „erschmecken“ und der Sprache zuordnen.

„EXPERTENQUIZ“ „Bist du bereit für den WI’MO Sprachenpass?“

Für die Teilnahme erhielten die jungen Gäste ein in der hauswirtschaftlichen Abteilung selbstgemachtes, kulinarisches Give-Away bzw. diverse Gewinnpreise.

Die Kinder der VS Hermagoras/Mohorjeva besuchten außerdem als „Lebende Grußsprachenkette – Živa jezikovna veriga pozdravov“ den Neuen Platz, die Landesregierung und den Landesschulrat, wo die Leute in verschiedenen Sprachen bzw. mit Liedern in beiden Unterrichtssprachen (Deutsch / Slowenisch) und Grußworten auf den europäischen Tag der Sprachen aufmerksam gemacht wurden.

Im Ingeborg-Bachmann-Gymnasium Klagenfurt feierten die Schülerinnen und Schüler den Tag der Sprachen mit einer Ausstellung zum Thema „Mit 80 Sprachen um die Welt“. In der Aula luden Heißluftballons dazu ein, mit den Übersetzungen der Wörter „Hallo, Danke, Auf Wiedersehen“ 80 neue Sprachwelten zu entdecken. Auf Bildern waren Redewendungen in den sechs Fremdsprachen zu lesen, die an der Schule unterrichtet werden (Englisch, Italienisch, Französisch, Latein, Spanisch, Russisch). In der Schulkantine konnten Spezialitäten aus verschiedenen Ländern bestellt werden, zum Beispiel „una ciabatta, per favore“ oder „a jacket potato, please“.

Im Rahmen des Grazer Sprachenfests des Sprachennetzwerks Graz verlieh das ÖSZ im Auftrag des BMB und der Nationalagentur Erasmus+ Bildung bereits zum 16. Mal das renommierte Europäische Sprachensiegel. Rund 60 Institutionen reichten 2017 ihre Initiativen zum Thema „Mehrsprachige Lernräume – zur Vielfalt ermutigen, zur Teilhabe befähigen“ ein. Die Kür der Gewinner war aufgrund der hohen Qualität der Projekte keine leichte Aufgabe für die Fachjury. Dennoch konnten u.a. ein Leuchtturmprojekt aus Kärnten die ExpertInnen überzeugen: Die VS Lind ob Velden organisierte gleich eine ganze SchulKulturWoche zum Thema „Kultur erleben Sprache verstehen – Impulse für Schule und Dorf“.

„Sprachen verbinden Menschen und schaffen Bildungsvielfalt. Daher geht ein großer Dank an die Pädagoginnen und Pädagogen, die wichtige Projekte initiieren, um die Sprachenvielfalt darzustellen und im schulischen Unterricht abzubilden,“ freute sich der Amtsführende Präsident Rudolf Altersberger über die vielen tollen Aktionen anlässlich des Sprachentages.

Text&Fotos: kore/LSR, ÖSZ

Schuljahr 2017/18: Bildungszentren weiter im Fokus

Was die insgesamt 61.107 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2017/18 erwartet, gaben Bildungsreferent LH Peter Kaiser und AP Rudolf Altersberger im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz im Medienraum der Kärntner Landesregierung bekannt. Der Ausbau und die Investitionen in Bildungszentren, die Ganztagesangebote und die österreichweit einzigartigen Fortschritte im Bereich der Inklusion stehen auch weiterhin im Fokus aller Bemühungen.

„Österreichweit einzigartig sind die Fortschritte, die wir im Inklusionsbereich machen“, freute sich Kaiser. 85 Prozent aller Kinder mit besonderem Förderbedarf würden bereits inklusiv betreut werden. Ziel bleibe laut Kaiser, bis zum Schuljahr 2019/20 in Kärnten keine Sonderschulen mehr zu benötigen. Den Rückgang der SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf um 142 Personen, wertete Kaiser als erfreulich. Immer noch liege man in diesem Bereich bei 4,2 Prozent – vom Bund refundiert werden aber lediglich 2,7 Prozent. „Ich kann nur darauf aufmerksam machen, dass das Land hier aus seinem Budget finanziert, was vom Bund gesetzlich vorgegeben wird“, so der Landeshauptmann. Insgesamt seien es in diesem Bereich rund acht Millionen Euro, die Kärnten aufzubringen hat, um den hohen Bildungsstandard auch halten zu können.

Auf seine insgesamt 92 Bildungszentren könne Kärnten stolz sein, betonte Kaiser. Die Erfahrungen seien durchwegs positive, auch wenn die Umstellung vielerorts für Aufregung sorge. Gerade in Anbetracht der Diskussion rund um drohende Schließungen von Schulstandorten, müsse man sich darauf konzentrieren, Angebote dort zu konzentrieren, wo sie auch Sinn machen, meinte der Landeshauptmann. Am Plan, in jeder Gemeinde, so dort auch gewünscht, einen Schulstandort zu erhalten, sei trotz jüngster Kritik des Landesrechnungshofes auch weiterhin nicht zu rütteln.

Das Land fördert die Umbauten und Sanierungen im Rahmen des Kärntner Schulbaufonds. Investitionen, die auch die heimische Baukonjunktur beleben. Insgesamt sind das 18,7 Millionen Euro. Zudem sind mehr als 14 Millionen Euro in laufenden Projekten gebunden.

Auch der Ausbau der Ganztagesschulen gehe gut voran. Rund 5499 Schülerinnen und Schüler werden im kommenden Schuljahr an 162 Standorten in Ganztagesschulen oder schulischer Ganztagesbetreuung unterrichtet werden. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von knapp zehn Prozent. Mit erleichtertem Zugang zu Förderungen des Landes, sollen künftig auch die Beiträge für Eltern gesenkt werden können und damit das Angebot attraktiver werden.

Mit dem Thema „Gegen Gewalt und Mobbing in Kindergärten und Schulen“ wolle man laut Altersberger im Schuljahr 2017/18 einen ganz klaren Schwerpunkt setzen. Man werde versuchen, die Kinder vor allem für den bedachten Umgang mit Sozialen Netzwerken zu sensibilisieren. Die Digitalisierung der Schulen stehe auch weiterhin im Mittelpunkt. Im Bereich der Internationalisierung sei man bemüht darum, das Angebot von Auslandserfahrungen für die Schülerinnen und Schüler noch auszubauen. Zudem arbeite man im Landesschulrat an einer erweiterten Begabtenförderung.
Mit einem karitativen Projekt wolle man heuer zudem Kindern in anderen Ländern helfen. „In vielen Gegenden dieser Welt sind Unterrichtsmittel rar. Wir bitten daher alle Eltern und Kinder, die Schultaschen oder ähnliches nicht mehr brauchen, diese im Landesschulrat abzugeben. Wir werden uns bemühen, Kindern die es schwer haben, den Schulstart ein wenig zu erleichtern“, formulierten Kaiser und Altersberger am Ende der Pressekonferenz ein ganz spezielles Anliegen.

Text: LPD/Susanne Stirn
Foto: Büro LH Kaiser

„Schule der Zukunft“ – Praxis-HAK-Jet gewinnt bundesweiten Wettbewerb

Es war eine Nachricht wie ein Sahnehäubchen am Zeugnistag eines erfolgreichen Schuljahres: Die Praxis-HAK Völkermarkt konnte einen vom Bundesministerium für Familie und Jugend in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung veranstalteten Kreativwettbewerb zum Thema „Wie wir in Zukunft mit digitalen Medien lernen werden“ für sich entscheiden. Erst wenige Tage zuvor wurden die beteiligten Schülerinnen und Schüler, Daniel Kulter (4AK), Chiara Ellensohn, Marie-Christin Kitz, Denise Leitner und Kea Metzler von Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser geehrt, nun folgte die sensationelle Meldung aus der Bundeshauptstadt.

Der prämierte Clip war das Ergebnis eines gemeinsamen Brainstormings von Lernenden und Lehrenden im Kontext unserer Initiativen im Rahmen des Jahres der digitalen Bildung. Koordiniert von Prof. Martin Erian und Prof. Mario Kraiger wurden gemeinsam Perspektiven entwickelt, wie die Idee von „Schule 4.0“ im Unterrichtsalltag Einzug halten kann, ohne gleich alle vorhandenen Strukturen über Bord zu werfen. Direktorin Michaela Graßler: „Bei so einer tiefgreifenden Veränderung unseres Alltags wollen wir die Schülerinnen und Schüler unbedingt mit ins Boot holen und ihre Ideen ernst nehmen. Die Arbeiten an diesem Film haben uns dabei wieder einen wichtigen Schritt weitergebracht. Dass das Engagement so belohnt wird, ist eine tolle Sache.“ Der Film ist via Facebook und YouTube abrufbar.

Facebook: https://www.facebook.com/PraxisHakVoelkermarkt/videos/799806340192143/

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=Phz9EvPME3c

 

Vollgas unterwegs im Jahr der digitalen Bildung: Digital kompetente Klassen in Kärnten

Die Digitalisierung durchdringt mittlerweile alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft und der Umgang mit digitalen Medien wird als eine wesentliche Kulturtechnik unserer Zeit wahrgenommen, die in Zukunft noch mehr Bedeutung gewinnen wird. Die digital vernetzte Welt beeinflusst die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und somit auch direkt oder indirekt den Unterricht. Damit sich Kinder in dieser digital vernetzten Welt zurechtfinden, müssen sie schon in der Volksschule beginnen digitale Kompetenzen zu erwerben. Dabei spielen in gleichem Maß technologische, gesellschaftlich-kulturelle sowie anwendungsbezogene Aspekte eine wichtige Rolle.

Viele Lehrerinnen und Lehrer arbeiten schon jetzt im Sinne dieser Entwicklung und integrieren anwendungsorientierte, gesellschaftlich-kulturelle und technologische Perspektiven der digitalen Bildung in ihren Unterrichtsalltag. Um diesen Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit zu bieten, ihre Bemühungen auch sichtbar zu machen, wurde das Projekt „Digital kompetente Klasse“ ins Leben gerufen. Zu diesem Projekt können sich Lehrpersonen aus den Volksschulen und Neuen Mittelschulen mit ihren Klassen anmelden.

In den Jahreszeugnissen von 53 Klassen der NMS und 6 Klassen von Volksschulen wird in diesem Schuljahr erstmals der Vermerk „Er/Sie hat am Projekt „Digital kompetente Klasse“ teilgenommen“ stehen: VS Ebenthal, VS Friesach, VS Himmelberg, VS Sörg, VS Ponfeld, NMS 11 Klagenfurt, BZ Lesachtal, NMS Ferlach, NMS Friesach, NMS St. Veit/Glan, NMS Weitensfeld, NMS Metnitz, NMS 2 Spittal, NMS Arnoldstein, NMS St. Jakob, NMS Griffen, NMS Griffen, NMS Völkermarkt, NMS Bad. St. Leonhard und NMS Wolfsberg

„Schülerinnen und Schüler, die geleitet Kompetenzen im Umgang mit den digitalen Medien erlernen und eintrainieren, können Gefahr und Nutzen erkennen und so ihr Lernen steuern. Die digitale Welt ermöglicht globale Perspektiven und bereitet auf die Arbeitswelt der Zukunft vor“, sagt Landesschulinspektorin Mag. Beatrice Haidl.

Mittels Umfrage wurde das Feedback zum Jahr der digitalen Bildung eingeholt. 72 Schulen haben in ihren Rückmeldungen festgehalten, dass eine Sensibilisierung der Lehrkräfte in Richtung neue Medien stattgefunden hat. „Lehrerinnen und Lehrer haben sich sowohl mit den Risiken, aber auch den großen Chancen, die die neuen Medien bieten, beschäftigt. Es konnten neue Impulse für die Weiterentwicklung gegeben werden. Negativ eingestellte Kolleginnen und Kollegen haben erkannt, dass die Medienkompetenz einen aktuellen Baustein unseres Schulsystems und somit einen unverzichtbaren Schlüssel zum Lernen darstellt. Sogar der Wunsch nach einem Pflichtfach wurde laut“, freut sich der Amtsführende Präsident Rudolf Altersberger darüber, dass im Jahr der digitalen Bildung eine erfolgreiche Sensibilisierung und Weiterentwicklung in Richtung digitale Kompetenzen in allen Schultypen gelungen ist. Die Sichtbarmachung in den Zeugnissen ist dabei das große Plus für Schülerinnen und Schüler.