„S‘COOL Jugendfonds“ prämiert überzeugende Schulprojekte

Grenzüberschreitende Kärntner Schulprojekte mit Slowenien oder Italien werden jährlich durch den „Jugendfonds S‘COOL“ des Villacher ATRIO prämiert. Auch in diesem Jahr wurde eine Vielzahl von Einreichungen von einem Beirat gesichtet, dem unter anderen Landeshauptmann Peter Kaiser, Villachs Bürgermeister Günther Albel und ATRIO-Center-Manager Richard Oswald angehörten.

Ende April wurden die diesjährigen Siegerprojekte ausgezeichnet. Landeshauptmann Peter Kaiser betonte bei seiner Begrüßung im Villacher ATRIO den besonderen Standort Kärntens im Herzen der Alpen-Adria-Region. „Unsere jungen Menschen haben durch diesen weiten Horizont ganz besondere Fähigkeiten.“ Dies lasse sich auch an den laufenden Bildungsstatistiken ablesen. „Dafür möchte er allen Pädagoginnen und Pädagogen für ihr tägliches Engagement danken“, so der Landeshauptmann, der sich von den Siegerprojekten begeistert zeigte.

Über einen Scheck in der Höhe von 9.000 Euro konnten sich vier HTL-Schulen (Klagenfurt, Villach, Wolfsberg, Ferlach) und zwei Berufschulen (Wolfsberg, Villach) aus Kärnten freuen. Gemeinsam mit der Partnerschule Omnicomprensivo aus Tarvis haben die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Walter Krobath ein innovatives Projekt umgesetzt: Seit 2013 bauten sie in über 8.000 Arbeitsstunden das leistungsstärkste Fernaufklärungs-Flugboot der österreichisch-ungarischen Armee auf Basis von historischen Originalplänen nach. Das 18×12 Meter große Werk ist noch bis 15. Mai auf der ATRIO-Plaza zu besichtigen.

1.000 Euro Förderbeitrag sicherten sich die Schülerinnen und Schüler der NMS Weitensfeld, die sich mit Partnerschulen aus Friaul und Slowenien unter dem Motto „Vergiss mein nicht. Türen auf – Augen auf“ auf gemeinsame und spannende Spurensuche zu verfallenen und vergessenen Plätzen in der Region begaben. Daraus entstand eine dreisprachige Videodokumentation, die online, unter anderem auf YouTube (https://youtu.be/GUswghvfQTA) angesehen werden kann.

Um ein Projekt beim S’COOL Jugendfonds einreichen zu können, muss dieses von zumindest zwei Schulen grenzüberschreitend erarbeitet werden, eine Schule muss dabei jedenfalls in Kärnten lokalisiert sein. Die Ausschreibungsfrist für nächstes Jahr läuft bereits und endet am 31. Dezember 2019. Projekte können online auf der Homepage des ATRIO eingereicht werden. Bei der Preisverleihung anwesend waren unter anderen Bildungsdirektor Robert Klinglmair und Militärkommandant Walter Gitschthaler.

Text: LPD Kärnten/Fabian Rauber
Foto: LPD Kärnten/Höher

HTL Ferlach startet vielversprechende Kooperation mit italienischer Maschinenbau-Firma in Kärnten

Seit knapp 20 Jahren wird an der HTL Ferlach im Ausbildungsbereich Maschinenbau – Industriedesign die zweite lebende Fremdsprache Italienisch zusätzlich zu Englisch unterrichtet. Auf der einen Seite stärkt das Erlernen der italienischen Sprache die Kompetenz der jungen und zukünftigen Absolvent/innen, da das Design seine Wurzeln in Italien hat und ebenfalls Weltruf genießt. Auf der anderen Seite erhöht dieser zusätzliche Sprachenerwerb den Wert der Absolvent/innen der HTL Ferlach speziell am Kärntner Arbeitsmarkt. Die HTL Ferlach ist die einzige HTL Österreichs, an der eine zusätzliche Sprache unterrichtet wird.

Genau dieser Umstand, nämlich dass die Schüler/innen der HTL Ferlach nicht nur für gehobene technische Berufe ausgebildet werden, sondern neben Englisch auch noch Italienisch erlernen, hat die renommierte italienische Firma Danieli & C. Officine Meccaniche S.p.a dazu veranlasst, eine Zusammenarbeit mit der HTL Ferlach zu initiieren: Der Danieli-Konzern hat Sitz in Buttrio, Friaul-Julisch Venetien und beschäftigt weltweit über 9.000 MitarbeiterInnen. Zum Tätigkeitsbereich des Unternehmens gehören der Bau von schlüsselfertigen Stahlwerken und die Stahlproduktion mit der Tochtergesellschaft ABS. Seit 2008 gibt es eine Niederlassung in Völkermarkt, Kärnten. An diesem Standort finden 40 MitarbeiterInnen eine Beschäftigung, die in der Produktion von hochpräzisen Spezialgeräten für Walzwerke tätig sind.

In den vergangenen Wochen hat der Österreich Geschäftsführer, Simone Bergamasco, die HTL Ferlach besucht. Darauf folgte der Besuch des Hauptsitzes des Konzerns in Buttrio von zwei Schulklassen zusammen mit den verantwortlichen Lehrer/innen sowie der Direktorin Mag. Silke Bergmoser. Den österreichischen Gästen wurden die beeindruckenden Werkstätten gezeigt und technische und organisatorische Erläuterungen, insbesondere in Bezug auf die Danieli Academy gegeben, einem strategischen Instrument zur Organisation von Schulungs- und Weiterbildungsprogrammen für das Personal.

Bei dieser Gelegenheit präsentierten Simone Bergamasco und Tiziano De Giorgio die in Völkermarkt hergestellten Produkte, veranschaulichten deren Besonderheiten und zeigten der Schule einen Ansatzpunkt für mögliche Weiterentwicklungen und Verbesserungen auf. Zur Ausarbeitung eines Projektbereichs mit Danieli in Völkermarkt überlegen die SchülerInnen gegenwärtig, wie ein Ideenwettbewerb für eine designorientierte technische Lösung gestaltet werden kann.

Text&Fotos: HTBLVA Ferlach

Kärntens beste Nachwuchs-Redner/innen ausgezeichnet

Rhetorische Talente aus ganz Kärnten gaben sich beim Finale des 67. Landes-Jugendredewettbewerbs im Klagenfurter ORF-Theater die Klinke bzw. das Mikrofon in die Hand. Die Jugendlichen unterschiedlicher Schulstufen, die bereits bei den Vorausscheidungen am 9. April in Villach und am 11. April in Klagenfurt die Jury von sich überzeugen konnten, traten in den Kategorien „Klassische Rede“ (Unterkategorien: 8. Schulstufe, Polytechnische Schule, AHS/BHS), „Spontanrede“ und „Neues Sprachrohr“ an. Jugend-Landesrätin Sara Schaar zeigte sich von der Courage der Jugendlichen, sich mit ihrer Rede vor einem großen Publikum zu präsentierten sowie von der Bandbreite an Themen, mit denen sie sich auseinandersetzten, beeindruckt.

„Hut ab vor diesen jungen Sprachtalenten, die zu wichtigen Gesellschafts- und Jugend-Fragen Stellung beziehen und versuchen, andere Menschen mit ihrer Rede mitzureißen und von sich zu überzeugen. Da sind Jugendliche am Wort, die sich Gedanken machen, die sich mutig und kritisch mit einem Thema und verschiedenen Sichtweisen befassen und sich ihre eigene Meinung bilden“, so Schaar. Als Jugendreferentin stimmen sie solche Auftritte zuversichtlich: „Eine lebendige, demokratische Gesellschaft lebt davon, dass sich junge Menschen kein Blatt vor den Mund nehmen und ihre Gedanken frei äußern und artikulieren können – und das in einer respektvollen Art und Weise, ohne andere abzuwerten. Der Landes-Jugendredewettbewerb bietet Jugendlichen dafür eine gute Plattform.“

Die heurigen Siegerinnen und Sieger, die Kärnten in weiterer Folge beim Bundes-Jugendredewettbewerb von 25. bis 29. Mai 2019 in Wien vertreten werden, konnten die Jury neben ihrem sprachlichen Geschick auch mit ihrer Persönlichkeit überzeugen. In der Kategorie „Klassische Rede“ holten sich Elias Stricker von der NMS Velden (Kategorie: 8. Schulstufe), Leonie Wank von der PTS Villach (Kategorie: Polytechnische Schule) und Paulina Tontsch vom Peraugymnasium Villach (Kategorie: AHS/BHS) den „Stockerlplatz“. Als Sieger in der Kategorie „Spontanrede“ ging Maximilian Buchwald vom Europagymnasium Klagenfurt hervor, in der Kategorie „Neues Sprachrohr“ konnte das Trio Theresa Aschbacher, Katharina Rauter und Christina Sandrisser von der NMMS Gmünd überzeugen und sich den ersten Platz holen.

Die diesjährige Jury setzte sich aus Heinz Ortner (Jury-Vorsitzender, Direktor der Kärntner Verwaltungsakademie), Anja Glüsing (Gesangs- und Sprechtrainerin), Gerlinde Duller (Bildungsdirektion Kärnten), Maria Eggert und Tanja Scherer (Abteilung 13 – Gesellschaft und Integration) zusammen.

Text: LPD Kärnten, Pinter/Böhm
Foto: Büro LR.in Schaar

„Viertes Forum Industrie und HTL“ in der Mössingerstrasse

„Andere Länder beneiden uns um die HTL-Ausbildung und deren Absolventen“, sagte Timo Springer, geschäftsführender Gesellschafter der gleichnamigen Maschinenfabrik und Kärntner IV-Präsident beim „Forum Industrie und HTL“. Oft sei ein weiterführendes (technisches) Studium nach der Matura gar nicht nötig. Die Absolvent/innen seien fachkundige Praktiker/innen, die gerade jetzt händeringend gesucht werden. Er wies in seinem Input neben den vielen positiven Kooperationsmodellen zwischen Industrie und HTL aber auch auf die sich rasch weiter entwickelnden Qualifikationsanforderungen der Betriebe hin. Es sind neue Berufe und Berufsbilder im Entstehen, die HTL müssen mit ihren Ausbildungen ständig am Puls der Zeit sein, um den Schülerinnen und Schülern heute und morgen optimale Beschäftigungsmöglichkeiten in der Industrie zu sichern. Künftig werde es vermehrt Coding-Spezialisten, Data Scientists, Künstliche-Intelligenz-Manager und Visualisierungsspezialisten brauchen, um nur einige dieser Jobs zu nennen. Zuvor hatte Springer bereits die Grundbegriffe der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz und deren Implikationen aufs Tagesgeschäft sowie auf Produkte und Geschäftsmodelle, am Beispiel seines Unternehmens erläutert. Die Innovationsabteilung des Betriebs besteht überwiegend aus Mitarbeiter/innen mit HTL-Abschluss. Er ist beeindruckt von den Ausbildungen und der Qualität an den Kärntner HTL und bekräftigt einmal mehr, dass dieser Schultyp zu den wichtigsten für die Industrie in Kärnten und ganz Österreich zählt.

Bereits zum vierten Mal fand das Forum Industrie und HTL der Industriellenvereinigung Kärnten und Bildungsdirektion für Kärnten statt. Diesmal übernahm die HTL Mössingerstrasse Klagenfurt die Gastgeberrolle. Direktor Hubert Lutnik freute sich in seiner Begrüßung über die zahlreiche Teilnahme seitens der Industrie und allen anderen Kärntner HTL. In seiner Keynote sprach Bildungsdirektor Robert Klinglmair unter anderem über die neue Struktur und Funktionsweise der Bildungsdirektion. Seine ganzheitliche Sicht zu Bildung, Demografie, regionalen Aspekten, Industrie und Beschäftigung vermittelte den Zuhörer/innen großes Verständnis für die Situation der Menschen in Bildung und die Erfordernisse der Unternehmen, mit den richtig qualifizierten und verfügbaren Mitarbeiter/innen auch am globalen Markt reüssieren zu können. Gerade im Zusammenhang mit dem Schlagwort Fachkräftebedarf sind die Vertiefung der MINT-Kompetenzen, eine punktgenaue und umfassende Berufs- und Bildungsorientierung und eine weitere Stärkung der Kooperationen zwischen Industrie und technisch-berufsbildenden Schultypen ein Gebot der Stunde. Darüber stehe natürlich die Notwendigkeit, allen Kindern die Grundkompetenzen in der Volksschule umfassend zu vermitteln – ein zentrales Element der Chancengerechtigkeit für das weitere Bildungs- und Arbeitsleben. Klinglmair plädierte dafür, die Reformbemühungen im Bildungswesen, auch wenn diese teils nicht sofort implementiert werden bzw. wirken können, als Chance zu sehen und zu unterstützen.

Das Forum dient vor allem zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch zwischen Industrievertretern und Höheren Technischen Bundeslehranstalten. Mitinitiator Wolfgang Pucher von der IV freute sich, dass auch heuer wieder angeregt diskutiert wurde, durch das Gespräch und den Austausch von Informationen verbessere sich die ohnehin sehr gute Kooperationskultur weiter, man entwickle neue Ideen, initiiere Projekte. HTL-Direktor Hubert Lutnik berichtet im Zuge der Vorstellung seiner Schule auch davon, dass aus Gesprächen beim Forum 2018 das Projekt Chemie-HTL-Klasse entstanden sei, ein wichtiges neues Angebotselement seiner Schule für die Kärntner Chemische Industrie. Aus den kurzen Berichten der Direktor/innen der weiteren vier Kärntner HTL erfuhren die Zuhörer/innen, dass innovative und wegweisende Projekte und Kooperationen quasi an der Tagesordnung sind. Das freute auch den Forums-Initiator der Bildungsdirektion, Axel Zafoschnig, der trotz schwieriger demografischer Situation auf die guten Schüler/innen- und Absolvent/innenzahlen hinweist. Er ist einer von drei österreichischen Autonomiebotschaftern im Schulwesen und setzt große Hoffnung in die steigende Flexibilität des Bildungssektors durch die voranschreitende Schulautonomie.

Text&Fotos: Mag. (FH) Wolfgang Pucher, Industriellenvereinigung Kärnten

Gesundheitspreis 2019: Kärnten feierte die besten gesunden Projekte

Geballte Gesundheit im Casineum Velden: Die besten der besten Kärntner Gesundheitsprojekte wurden hier vor den Vorhang geholt und mit dem Gesundheitspreis Kärnten 2019 ausgezeichnet. 48 Projekte schafften es – in drei Kategorien – in die Jurybewertung. „Es freut mich jedes Mal aufs Neue, wie kreativ, innovativ und vor allem nachhaltig die eingereichten Projekte sind. Sie sind ein untrügliches Zeichen dafür, welchen großen Stellenwert die Gesundheitsförderung in Kärnten genießt“, betonte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Mit dem Gesundheitspreis würden die Projektverantwortlichen ihre notwendige und verdiente Würdigung erfahren. „Der Preis soll als zusätzliche Motivation für die ‚Gesunden Gemeinden‘, deren Schulen und Kindergärten dienen, um ihre großen Bemühungen im Bereich der Gesundheitsförderung noch zu verstärken und damit auch Impulsgeber für andere sein“, erklärte Prettner.

Eine unabhängige externe Fachjury aus den Bereichen Gesundheit, Schule und Kindergarten bewertete die Projekte in den Kategorien „Allgemeine Gemeindeprojekte“, „Gesunde Schule“ und „Gesunder Kindergarten“. Die hervorragenden Projekte machten es der Jury nicht leicht, sich für die jeweiligen Top drei zu entscheiden. Dotiert wurde der Gesundheitspreis mit 8.000 Euro und der Siegerstatuette, der „Isis Noreia“.

Letztlich holte sich in der Kategorie „Allgemeine Gemeindeprojekte“ die „Gesunde Gemeinde“ Grafenstein mit ihrem Projekt „Alt und Jung – neuer Schwung“ den ersten Platz. In der Begründung hieß es, dass es die Marktgemeinde mit zahlreichen Maßnahmen geschafft habe, im Rahmen des Generationenprojekts das Gesundheitsbewusstsein von Kindern und Senioren zu stärken, Beziehungen zwischen Jung und Alt aufzubauen und durch gemeinsame Aktivitäten ein respektvolles, wertschätzendes und wertfreies Miteinander zu schaffen. Über Platz zwei freute sich die Gemeinde Maria Saal mit dem Projekt „Maria Saal – gesund, regional und ökosozial“. Platz drei holten sich die „Gesunden Gemeinden“ Wernberg und Klein St. Paul ex aequo. Wernberg überzeugte die Jury mit dem Projekt „WERNBERG BEWEGT – SAMMELPASS“ und Klein St. Paul mit dem Projekt „Viele Maßnahmen führen zu einem Ziel: Gesund in Klein St. Paul“.

In der Kategorie „Gesunde Schule“ wurde die Volksschule Globasnitz mit dem Projekt „Minifarant“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Das Schulprojekt überzeugte die Jury einerseits mit einer intensiven und nachhaltigen Auseinandersetzung mit Bioprodukten sowie regionalen Lebensmitteln und andererseits mit der Herstellung gesundheitsfördernder Produkte und Nutzung heimischer Ressourcen. Eine gesunde, regionale und saisonale Ernährung wurde dabei verstärkt in den Schul- und Lebensalltag eingebunden und auch Ernährungsgewohnheiten anderer Kulturen kennengelernt. Platz zwei ging an die Volksschule Schönweg aus St. Andrä. Platz drei holte sich die Clemens-Holzmeister-Schule aus Grafenstein mit dem Projekt: „Fit 4 Life“.

In der Kategorie „Gesunder Kindergarten“ wurde der Städtische Kindergarten Kunterbunt aus Ferlach zum großen Gewinner. Möglich machte das sein Projekt „Gesund und sicher durch das Kindergartenjahr“. Im Mittelpunkt des Projektes standen die Sensibilisierung der Kinder für Gefahren und der Umgang mit ihnen. Dabei wurde ein sinnvolles und richtiges Agieren in Notfallsituationen erlernt und durch Hilfeleisten oder Unterstützung anderer Sozialkompetenz erworben. Zudem wurden grob- und feinmotorische Fähigkeiten gefördert und ein verantwortungsvolles Verhalten in Gefahrensituationen auf dem Spielplatz, auf Turngeräten oder auf der Straße eingeübt. Groß war die Freude auch beim Pfarrkindergarten Köttmannsdorf, der den zweiten Platz für das Projekt „Wir bewegen uns durch das Jahr, mit viel Freude und Spaß – das ist klar“ erzielte. Platz drei ging an den Gemeindekindergarten Ebenthal mit dem Projekt „Gute Lebensqualität: wachsen-sichern-fördern“.

Für Bildungsdirektor Robert Klinglmair zeigen die eingereichten Schulprojekte für den 14. Gesundheitspreis des Landes Kärnten, dass die teilnehmenden Schulen das Thema „Gesunde Schule“ in sehr vielen unterschiedlichen Facetten beleuchten und mit großem Engagement bearbeiten. So finden sich Themenstellungen wie Achtsamkeit und bewusste Lebensführung, Bewegung, Ernährung, Konsumverhalten, Klimaschutz Persönlichkeitsentwicklung, Regionalität, Religiosität, Spiritualität bis hin zum Umgang untereinander und mit unserer Natur und Umwelt sowie Werthaltungen in den Unterlagen. „Besonders begrüßenswert und daher hervorzuheben sind dabei alle Maßnahmen der Einbindung des schulischen Umfelds (Eltern, Familie, Nachbarn, Vereine, Gemeindevertretung und Institution), um so die Bewusstseinsbildung auf eine breite und nachhaltige Basis zu stellen. Der kreative Zugang in der Aufbereitung und Bearbeitung der speziellen Themen mit den Schüler/innen, das fächerübergreifende Arbeiten im Unterricht sowie das beharrliche Verfolgen des Erreichens von Nachhaltigkeit sind Zeichen von großem Engagement und großer Professionalität“, sprach der Bildungsdirektor den Schulleiter/innen, Lehrer/innen, Projektleiter/innen und ganz besonders den Schüler/innen großen Dank und Anerkennung aus.

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten die Künstler Karen Asatrian, seine Tochter Zara Asatrian und Emil Krištof, die gemeinsam einen Klangraum aus Melodie, Harmonie und Rhythmus auf die Bühne zauberten. Durch die Veranstaltung führte Moderatorin Gabriela Zaucher.

Weitere Infos unter: www.gesundheitsland.at

Text: LPD Kärnten, Grabner/Böhm
Foto: Büro LHStv.in Prettner

Auf zum Frühjahrsputz – machen wir gemeinsam Kärnten sauber

Die große „Aktion Frühjahrsputz“ initiiert von der WOCHE in Kooperation mit dem ORF Kärnten und der Bildungsdirektion für Kärnten rückt das Thema Umweltschutz in den Vordergrund. Die Aktion startet am 23. April und dauert bis 10. Mai. Alle eingereichten Schulprojekte werden im Zeitraum vom 23. April bis 5. Mai in Radio Kärnten vorgestellt. In der zweiten Aktionswoche vom 6. bis 10. Mai verfolgt Radio Kärnten den Weg, den der gesammelte Müll geht. Kärntner Unternehmen aus dem Bereich Entsorgungs- und Ressourcenmanagement werden vorgestellt, Fragen zum Thema Mülltrennung und Recycling von Experten beantwortet.

In den letzten Jahren ist das so genannte „Littering“, also die Müllentsorgung entlang der Straßen und in der Natur, zu einem echten Problem geworden. Abfälle werden einfach achtlos aus dem Autofenster geworfen, viele bringen ihren Sperrmüll statt zur Entsorgung lieber in den Wald. Das verschandelt nicht nur die Landschaft, sondern gefährdet auch die Gesundheit von Tieren und setzt Umweltgifte frei. Kärntens Schülerinnen und Schüler gehen mit gutem Beispiel voran: In einem von der Bildungsdirektion für Kärnten initiierten Wettbewerb haben 19 Schulen aus dem ganzen Land ihre Ideen zum Thema Müllentsorgung, Müllvermeidung und Recycling eingebracht. Sämtliche Projekte werden im Zeitraum von 23. April bis 5. Mai in Radio Kärnten vorgestellt, dazu gibt es Tipps von Umweltexperten.

Die besten fünf Projekte werden im Rahmen einer Preisverleihung in der BKS-Zentrale in Klagenfurt am Montag, dem 27. Mai 2019 ab 10.00 Uhr geehrt. Die Gewinner-Projekte werden mittels Jury-Bewertung und ORF Online-Voting ermittelt. Die Abstimmung auf kaernten.ORF.at startet am 13. Mai und endet am 17. Mai.

Ziel ist neben der unmittelbaren Verschönerung der Landschaft vor allem, das Bewusstsein für Umweltschutz, Mülltrennung und Recycling wieder zu steigern. Jede und jeder soll sich für unser Land mitverantwortlich fühlen – und gemeinsam kann man Großes schaffen. Dieses Gefühl soll mit der Aktion vermittelt werden. Das nachhaltige Projekt wird von mehreren Kooperationspartnern unterstützt.

 

Text: ORF Kärnten

Foto: Peter Michael Kowal, WOCHE

 

MINT Kindergarten Sonnenschein besucht MINT HTL Ferlach

Die Begeisterung für Technik bei Kindern, hier vor allem bei Mädchen, zu wecken – dieses Ziel hat sich die EUREGIO HTBLVA Ferlach zum Vorsatz gemacht. Die Vorschulkinder des Kindergartens Sonnenschein, der ebenso wie die HTL Ferlach 2018 durch Bundesminister Dr. Heinz Faßmann mit dem MINT Gütesiegel (MINT=Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ausgezeichnet wurde,  besuchten – begleitet vom persönlichen Buddy der Industriedesignklasse – die HTL Ferlach, um sie kennen zu lernen.

Bereits im Schuljahr 2017/2018 entwickelten die Schüler/innen der 4. Jahrgänge im Schwerpunkt Industriedesign und Fertigungstechnik im Rahmen des Bildungspreises MINT ein Konzept für einen Workshop für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren mit technischen Inhalten aus dem HTL Alltag. Im Mittelpunkt stehen einerseits die Fertigung und der Bau von Objekten und andererseits die Werkstoffe mit deren Eigenschaften – und das alles erfahren die Kinder anhand eines Puzzle-Autos. Jedes Jahr haben Kindergartenkinder und Volkschulkinder die Möglichkeit, an diesem Workshop an der EUREGIO HTBLVA Ferlach teilzunehmen.

Im Rahmen von zwei Besuchen der Vorschulkinder des MINT Kindergarten Sonnenscheins an der HTL Ferlach erkundeten die Kinder das Design Center, wo sie den Werkstoff Clay begreifen und dem Laser beim Schneiden von einzelnen Puzzleteilen für ihr Auto zuschauen konnten. Ein Highlight war der Besuch in der Fertigungstechnikwerkstätte, wo sie über die Geschwindigkeit der großen CNC Maschine staunten, die Puzzleteile aus Kunststoff fräst. Beim Besuch der Werkstätte für Schmuck und Graviertechnik konnte sich jedes Kind sein persönliches Kettchen inkl. Anhänger fertigen und natürlich mit nach Hause mitnehmen. Beim zweiten Besuch wurde dann das Auto gebaut. Im Design Center wurden von den Kindern mit Unterstützung der Buddys die Puzzleteile der Autos mit den LED Leuchten zusammengeklebt. Aber damit nicht genug! Im Werkstoff Center konnten die Bestandteile des Autos – die Reifen aus Kunststoff, die Achsen aus Stahl und die Puzzleteile aus Holz im Stereomikroskop und im Auflichtmikroskop untersucht und bestaunt werden. Schließlich wurde getestet, ob die Autos bei einem Wettrennen in der Bibliothek auf der schiefen Ebene auch widrigen Bedingungen standhalten. So konnte jedes Kind mit einem leuchtenden Auto und leuchtenden Augen vom Besuch an der HTL Ferlach nach Hause gehen.

Begleitend zum Besuch an der HTL Ferlach wurde im Kindergarten Sonnenschein mit den Kindern vorbereitend gearbeitet. Nach dem ersten und zweiten Besuch beschrieben die Kinder anhand von Zeichnungen und Erzählungen ihre Erfahrungen und Erinnerungen in der HTL Ferlach, die wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Beide, die Besucher und die Gastgeber, waren bei diesem Projekt mit Freude und Begeisterung dabei, jene Eigenschaften, die wohl notwendig sind, um den Umgang mit Technik in den Köpfen unserer Jüngsten, vor allem aber auch Mädchen, zu verankern. Denn eines steht fest: die Begeisterung für Technik und MINT muss bei Burschen wie auch bei Mädchen geweckt werden, um zukünftig unseren jungen Menschen eine einzigartige Ausbildung anbieten zu können.

Text&Fotos: EUREGIO HTBLVA Ferlach

Nationalpark Hohe Tauern: Praxisnahe Bildung und umweltfreundliche Anreise

„Lernen von und in der Natur“ – unter diesem Motto können Kärntner Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Rangern des Nationalparks Hohe Tauern spannende Naturphänomene erforschen und in den drei „rangerlabs“ des Besucherzentrums Mallnitz eigenständig experimentieren. „Die ‚rangerlabs‘ sind Forschungswerkstätten mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten“, teilte Nationalparkreferentin LR Sara Schaar mit.

Egal ob das rangerlab „klima konkret“, „inspiration natur“ oder „kräuter“ besucht wird, jedes ist mit einer Outdoor-Exkursion – direkt in den Nationalpark – kombiniert. „In der freien Natur füllt sich dann der Rucksack mit Erlebnissen, denn: Der Nationalpark Hohe Tauern hält so einige Überraschungen bereit“, so Schaar. Wenn sich eine Schulklasse ausschließlich für den „Outdoor-Unterricht“ entscheidet, kann sie aus einem abwechslungsreichen Angebot an Projekttagen zu spannenden Themen, wie Gewässer, Gletscher, Geologie, Almen oder Wildtiere wählen. „Je nach Schulstufe und Themenschwerpunkt kann sich jede Klasse ihr ganz individuelles Programm zusammenstellen“, gab Schaar bekannt. Mit den Rangern geht es dann an ausgewählte Plätze, um die Geheimnisse der Natur zu erforschen. „An der frischen Luft funktioniert das Vermitteln von Lerninhalten natürlich am besten. Mit den Nationalpark-Rangern wird Unterricht zu einem echten Erlebnis“, so die Nationalparkreferentin.

Um die Vielfalt und Schönheit der Natur- und Kulturlandschaft mit eigenen Augen kennen zu lernen, besuchen jedes Jahr tausende Kärntner Schülerinnen und Schüler den Nationalpark Hohe Tauern. „Dabei nehmen sie so viele positive Eindrücke mit nach Hause und motivieren auch ihre Familien dazu, ihren Alltag umweltbewusster und nachhaltiger zu gestalten“, erklärte Schaar.

Durch die neue Kooperation mit den ÖBB können Schulklassen in den Aktionsmonaten Juni, September und Oktober heuer erstmals ihre An- und Abreise kostengünstig über die „Schulcard“ abwickeln. „So fängt das Umweltbewusstsein schon bei der Anreise an“, zeigte sich die Umweltreferentin über das neue Angebot erfreut. Eine gemeinsame Zugfahrt mit den Klassenkameraden mache Spaß, sei gut fürs Klima und somit auch gut für die Menschen auf unseren Planeten. „So wird bei den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig das Interesse für umweltbewusste Mobilität geweckt“, so Schaar.

„Gemeinsam mit dem Nationalpark Hohe Tauern garantieren die ÖBB eine sichere und zuverlässige An- und Rückreise“, ergänzte Reinhard Wallner von der ÖBB-Personenverkehr AG. „Wir sind bestrebt, gerade unsere künftigen Kundinnen und Kunden, die jetzt in der Ausbildung stehen, für die sanfte und ökologische Mobilität zu sensibilisieren.“

Auch Bildungsdirektor Robert Klinglmair und Nationalparkdirektor Peter Rupitsch begrüßten im Rahmen einer Pressekonferenz die Kooperation und hoben die Bedeutung der außerschulischen Weiterbildung sowie die Sensibilisierung in Hinblick auf die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel hervor. Die Bildungsdirektion für Kärnten unterstützt mit regelmäßigen Aussendungen an die Schulen die Bemühungen des Nationalparks Hohe Tauern, mit praxisnaher Bildung unsere Kärntner Schülerinnen und Schüler für den Umweltschutz zu sensibilisieren und gleichzeitig die Faszination Natur erlebbar zu machen. „Mit den Bildungsprogrammen des Nationalparks Hohe Tauern wird schon bei den Jüngsten angesetzt, um einerseits ein Bewusstsein für die Begrenzungen unserer Lebensressourcen zu schaffen und andererseits jene Handlungskompetenzen auszubilden, die für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt gefördert werden müssen“, streicht der Bildungsdirektor die Wichtigkeit von nachhaltigen Angeboten, interaktiven Workshops und hautnah erfahrbaren Projekten zu Umweltthemen hervor und begrüßt mit der ÖBB einen bewährten und zuverlässigen Mobilitätspartner.

Schaar verwies zudem auf die „Fridays for future“-Bewegung für mehr Klimaschutz: Gerade im Verkehrsbereich, der als Schlüsselsektor für das Erreichen der Klimaziele zu sehen sei, bedürfe es einer gemeinsamen Kraftanstrengung. „Deshalb freut es mich umso mehr, dass diese Kooperation mit der ÖBB auf die Beine gestellt wurde, um Kinder frühzeitig für umweltbewusste Fortbewegungsmittel zu begeistern. So wird ein wichtiger und nachhaltiger Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes geleistet“, betonte Schaar.

Text: LPD Kärnten, Pinter/Zeitlinger; Bildungsdirektion für Kärnten/Lautischer
Foto: Büro LR Schaar

Bildungszentrum Guttaring eröffnet

Volksschule, Kindergarten, Musikschule und Nachmittagsbetreuung befinden sich jetzt auch in der Marktgemeinde Guttaring unter einem Dach. Anfang April wurde das neue Bildungszentrum in Anwesenheit von Bildungsminister Heinz Faßmann, Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig, Landesrat Martin Gruber sowie Bildungsdirektor Robert Klinglmair eröffnet. In rund zwei Jahren Bauzeit wurden insgesamt fast 2,5 Mio. Euro aus Gemeinde-, Landes-, Bundes- und EU-Mitteln investiert. Der Marktgemeinde war es ein großes Anliegen den heimischen Roh- und Werkstoff Holz zu verwenden. Die bestehende Volksschule wurde im Sinne der Nachhaltigkeit und des Energiesparens saniert, die Jugendstilfassade blieb erhalten.

Kaiser zeigte sich mächtig stolz auf die Kinder, die das Eröffnungsprogramm toll mitgestaltet haben. Das neue Bildungszentrum bezeichnete er als Schmuckkästchen. Den Sozialreformer Julius Tandler zitierte er mit „Wer Kindern Paläste baut, reißt Kerkermauern nieder“. „Gute Bildung hat auch damit zu tun, dass man Kinder sich entwickeln lässt – in einem Raum, der neugierig macht und zum Lernen anregt. Mein Gefühl sagt mir, das ist in Guttaring exzellent gelungen“, so Kaiser. Bildungszentren punkten für ihn durch die niedrigeren Erhaltungskosten, aber insbesondere durch die Zusammenarbeit verschiedener Altersgruppen sowie Pädagoginnen und Pädagogen. Für das Bildungszentrum Guttaring hatte der Bildungsreferent Büchergutscheine mitgebracht.

Minister Faßmann sprach von einem erfreulichen Anlass. „Bei Spatenstichen und Eröffnungen für Bildungseinrichtungen hat man das Gefühl, da bleibt etwas“, sagte er. Solche Bauprojekte würden auch viel zur besseren Betreuung der Jugend beitragen. Einrichtungen in einem Bildungszentrum zusammenzulegen, bezeichnete der Minister als guten, effizienten Weg. „Das trägt außerdem zum Gemeindepatriotismus bei, damit nicht alle in die städtischen Zentren gehen“, so Faßmann.

Bürgermeister Herbert Kuss betonte, dass Guttaring eine energiesparende e5-Gemeinde sei. Die Kommune in der Norischen Region habe rund 1.500 Einwohner. 50 Kinder würden den Kindergarten, 66 die Volksschule, 30 die Nachmittagsbetreuung und über 100 die Musikschule besuchen. Laut Kuss wurden bei der Errichtung des Bildungszentrums Betriebe aus der Region beschäftigt. Volksschuldirektorin Barbara Engler ist selbst hier zur Schule gegangen. „Ich fahre jeden Tag heim zur Arbeit“, sagte sie bewegt.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair verwies auf die finanziellen und pädagogischen Synergien in einem Bildungszentrum. Von Gernot Ogris vom Kärntner Musikschulwesen gab es ein herzliches Dankeschön für die sehr gute Aufnahme in Guttaring. Kärntens Caritas-Direktor Josef Marketz zeigte sich stolz darauf, dass die Caritas gemeinsam mit der örtlichen Pfarre den Kindergarten betreiben darf.

Die Mittel zur Errichtung des Bildungszentrums stammen u.a. aus dem Kärntner Schulbaufonds, dem LEADER-Programm, das Teil des Österreichischen Programms für Ländliche Entwicklung ist, und dem Görtschitztalfonds. Vom ebenfalls fördergebenden Klima- und Energiefonds sprach Heinz Buschmann Grußworte.

Gesegnet wurde das neue Bildungszentrum von Dechant Lawrence Pinto und Pfarrer Hans-Joachim Freund. Für die herzliche musikalische Umrahmung sorgten die Kinder aus Kindergarten, Volks- und Musikschule.

Text: LPD Kärnten/Markus Böhm
Fotos: LPD Kärnten/fritzpress

Freie Schulplätze BMHS für das Schuljahr 2019/20

Liebe Schülerinnen und Schüler,  sehr geehrte Erziehungsberechtigte!

Gemäß Rundschreiben 07/2015 des Landesschulrates für Kärnten sind an nachfolgenden Schulen in Kärnten für das Schuljahr 2019/20 noch freie Schulplätze verfügbar.

 

BMHS