Gesundheitspreis 2019: Kärnten feierte die besten gesunden Projekte

Geballte Gesundheit im Casineum Velden: Die besten der besten Kärntner Gesundheitsprojekte wurden hier vor den Vorhang geholt und mit dem Gesundheitspreis Kärnten 2019 ausgezeichnet. 48 Projekte schafften es – in drei Kategorien – in die Jurybewertung. „Es freut mich jedes Mal aufs Neue, wie kreativ, innovativ und vor allem nachhaltig die eingereichten Projekte sind. Sie sind ein untrügliches Zeichen dafür, welchen großen Stellenwert die Gesundheitsförderung in Kärnten genießt“, betonte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Mit dem Gesundheitspreis würden die Projektverantwortlichen ihre notwendige und verdiente Würdigung erfahren. „Der Preis soll als zusätzliche Motivation für die ‚Gesunden Gemeinden‘, deren Schulen und Kindergärten dienen, um ihre großen Bemühungen im Bereich der Gesundheitsförderung noch zu verstärken und damit auch Impulsgeber für andere sein“, erklärte Prettner.

Eine unabhängige externe Fachjury aus den Bereichen Gesundheit, Schule und Kindergarten bewertete die Projekte in den Kategorien „Allgemeine Gemeindeprojekte“, „Gesunde Schule“ und „Gesunder Kindergarten“. Die hervorragenden Projekte machten es der Jury nicht leicht, sich für die jeweiligen Top drei zu entscheiden. Dotiert wurde der Gesundheitspreis mit 8.000 Euro und der Siegerstatuette, der „Isis Noreia“.

Letztlich holte sich in der Kategorie „Allgemeine Gemeindeprojekte“ die „Gesunde Gemeinde“ Grafenstein mit ihrem Projekt „Alt und Jung – neuer Schwung“ den ersten Platz. In der Begründung hieß es, dass es die Marktgemeinde mit zahlreichen Maßnahmen geschafft habe, im Rahmen des Generationenprojekts das Gesundheitsbewusstsein von Kindern und Senioren zu stärken, Beziehungen zwischen Jung und Alt aufzubauen und durch gemeinsame Aktivitäten ein respektvolles, wertschätzendes und wertfreies Miteinander zu schaffen. Über Platz zwei freute sich die Gemeinde Maria Saal mit dem Projekt „Maria Saal – gesund, regional und ökosozial“. Platz drei holten sich die „Gesunden Gemeinden“ Wernberg und Klein St. Paul ex aequo. Wernberg überzeugte die Jury mit dem Projekt „WERNBERG BEWEGT – SAMMELPASS“ und Klein St. Paul mit dem Projekt „Viele Maßnahmen führen zu einem Ziel: Gesund in Klein St. Paul“.

In der Kategorie „Gesunde Schule“ wurde die Volksschule Globasnitz mit dem Projekt „Minifarant“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Das Schulprojekt überzeugte die Jury einerseits mit einer intensiven und nachhaltigen Auseinandersetzung mit Bioprodukten sowie regionalen Lebensmitteln und andererseits mit der Herstellung gesundheitsfördernder Produkte und Nutzung heimischer Ressourcen. Eine gesunde, regionale und saisonale Ernährung wurde dabei verstärkt in den Schul- und Lebensalltag eingebunden und auch Ernährungsgewohnheiten anderer Kulturen kennengelernt. Platz zwei ging an die Volksschule Schönweg aus St. Andrä. Platz drei holte sich die Clemens-Holzmeister-Schule aus Grafenstein mit dem Projekt: „Fit 4 Life“.

In der Kategorie „Gesunder Kindergarten“ wurde der Städtische Kindergarten Kunterbunt aus Ferlach zum großen Gewinner. Möglich machte das sein Projekt „Gesund und sicher durch das Kindergartenjahr“. Im Mittelpunkt des Projektes standen die Sensibilisierung der Kinder für Gefahren und der Umgang mit ihnen. Dabei wurde ein sinnvolles und richtiges Agieren in Notfallsituationen erlernt und durch Hilfeleisten oder Unterstützung anderer Sozialkompetenz erworben. Zudem wurden grob- und feinmotorische Fähigkeiten gefördert und ein verantwortungsvolles Verhalten in Gefahrensituationen auf dem Spielplatz, auf Turngeräten oder auf der Straße eingeübt. Groß war die Freude auch beim Pfarrkindergarten Köttmannsdorf, der den zweiten Platz für das Projekt „Wir bewegen uns durch das Jahr, mit viel Freude und Spaß – das ist klar“ erzielte. Platz drei ging an den Gemeindekindergarten Ebenthal mit dem Projekt „Gute Lebensqualität: wachsen-sichern-fördern“.

Für Bildungsdirektor Robert Klinglmair zeigen die eingereichten Schulprojekte für den 14. Gesundheitspreis des Landes Kärnten, dass die teilnehmenden Schulen das Thema „Gesunde Schule“ in sehr vielen unterschiedlichen Facetten beleuchten und mit großem Engagement bearbeiten. So finden sich Themenstellungen wie Achtsamkeit und bewusste Lebensführung, Bewegung, Ernährung, Konsumverhalten, Klimaschutz Persönlichkeitsentwicklung, Regionalität, Religiosität, Spiritualität bis hin zum Umgang untereinander und mit unserer Natur und Umwelt sowie Werthaltungen in den Unterlagen. „Besonders begrüßenswert und daher hervorzuheben sind dabei alle Maßnahmen der Einbindung des schulischen Umfelds (Eltern, Familie, Nachbarn, Vereine, Gemeindevertretung und Institution), um so die Bewusstseinsbildung auf eine breite und nachhaltige Basis zu stellen. Der kreative Zugang in der Aufbereitung und Bearbeitung der speziellen Themen mit den Schüler/innen, das fächerübergreifende Arbeiten im Unterricht sowie das beharrliche Verfolgen des Erreichens von Nachhaltigkeit sind Zeichen von großem Engagement und großer Professionalität“, sprach der Bildungsdirektor den Schulleiter/innen, Lehrer/innen, Projektleiter/innen und ganz besonders den Schüler/innen großen Dank und Anerkennung aus.

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten die Künstler Karen Asatrian, seine Tochter Zara Asatrian und Emil Krištof, die gemeinsam einen Klangraum aus Melodie, Harmonie und Rhythmus auf die Bühne zauberten. Durch die Veranstaltung führte Moderatorin Gabriela Zaucher.

Weitere Infos unter: www.gesundheitsland.at

Text: LPD Kärnten, Grabner/Böhm
Foto: Büro LHStv.in Prettner

Auf zum Frühjahrsputz – machen wir gemeinsam Kärnten sauber

Die große „Aktion Frühjahrsputz“ initiiert von der WOCHE in Kooperation mit dem ORF Kärnten und der Bildungsdirektion für Kärnten rückt das Thema Umweltschutz in den Vordergrund. Die Aktion startet am 23. April und dauert bis 10. Mai. Alle eingereichten Schulprojekte werden im Zeitraum vom 23. April bis 5. Mai in Radio Kärnten vorgestellt. In der zweiten Aktionswoche vom 6. bis 10. Mai verfolgt Radio Kärnten den Weg, den der gesammelte Müll geht. Kärntner Unternehmen aus dem Bereich Entsorgungs- und Ressourcenmanagement werden vorgestellt, Fragen zum Thema Mülltrennung und Recycling von Experten beantwortet.

In den letzten Jahren ist das so genannte „Littering“, also die Müllentsorgung entlang der Straßen und in der Natur, zu einem echten Problem geworden. Abfälle werden einfach achtlos aus dem Autofenster geworfen, viele bringen ihren Sperrmüll statt zur Entsorgung lieber in den Wald. Das verschandelt nicht nur die Landschaft, sondern gefährdet auch die Gesundheit von Tieren und setzt Umweltgifte frei. Kärntens Schülerinnen und Schüler gehen mit gutem Beispiel voran: In einem von der Bildungsdirektion für Kärnten initiierten Wettbewerb haben 19 Schulen aus dem ganzen Land ihre Ideen zum Thema Müllentsorgung, Müllvermeidung und Recycling eingebracht. Sämtliche Projekte werden im Zeitraum von 23. April bis 5. Mai in Radio Kärnten vorgestellt, dazu gibt es Tipps von Umweltexperten.

Die besten fünf Projekte werden im Rahmen einer Preisverleihung in der BKS-Zentrale in Klagenfurt am Montag, dem 27. Mai 2019 ab 10.00 Uhr geehrt. Die Gewinner-Projekte werden mittels Jury-Bewertung und ORF Online-Voting ermittelt. Die Abstimmung auf kaernten.ORF.at startet am 13. Mai und endet am 17. Mai.

Ziel ist neben der unmittelbaren Verschönerung der Landschaft vor allem, das Bewusstsein für Umweltschutz, Mülltrennung und Recycling wieder zu steigern. Jede und jeder soll sich für unser Land mitverantwortlich fühlen – und gemeinsam kann man Großes schaffen. Dieses Gefühl soll mit der Aktion vermittelt werden. Das nachhaltige Projekt wird von mehreren Kooperationspartnern unterstützt.

 

Text: ORF Kärnten

Foto: Peter Michael Kowal, WOCHE

 

MINT Kindergarten Sonnenschein besucht MINT HTL Ferlach

Die Begeisterung für Technik bei Kindern, hier vor allem bei Mädchen, zu wecken – dieses Ziel hat sich die EUREGIO HTBLVA Ferlach zum Vorsatz gemacht. Die Vorschulkinder des Kindergartens Sonnenschein, der ebenso wie die HTL Ferlach 2018 durch Bundesminister Dr. Heinz Faßmann mit dem MINT Gütesiegel (MINT=Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ausgezeichnet wurde,  besuchten – begleitet vom persönlichen Buddy der Industriedesignklasse – die HTL Ferlach, um sie kennen zu lernen.

Bereits im Schuljahr 2017/2018 entwickelten die Schüler/innen der 4. Jahrgänge im Schwerpunkt Industriedesign und Fertigungstechnik im Rahmen des Bildungspreises MINT ein Konzept für einen Workshop für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren mit technischen Inhalten aus dem HTL Alltag. Im Mittelpunkt stehen einerseits die Fertigung und der Bau von Objekten und andererseits die Werkstoffe mit deren Eigenschaften – und das alles erfahren die Kinder anhand eines Puzzle-Autos. Jedes Jahr haben Kindergartenkinder und Volkschulkinder die Möglichkeit, an diesem Workshop an der EUREGIO HTBLVA Ferlach teilzunehmen.

Im Rahmen von zwei Besuchen der Vorschulkinder des MINT Kindergarten Sonnenscheins an der HTL Ferlach erkundeten die Kinder das Design Center, wo sie den Werkstoff Clay begreifen und dem Laser beim Schneiden von einzelnen Puzzleteilen für ihr Auto zuschauen konnten. Ein Highlight war der Besuch in der Fertigungstechnikwerkstätte, wo sie über die Geschwindigkeit der großen CNC Maschine staunten, die Puzzleteile aus Kunststoff fräst. Beim Besuch der Werkstätte für Schmuck und Graviertechnik konnte sich jedes Kind sein persönliches Kettchen inkl. Anhänger fertigen und natürlich mit nach Hause mitnehmen. Beim zweiten Besuch wurde dann das Auto gebaut. Im Design Center wurden von den Kindern mit Unterstützung der Buddys die Puzzleteile der Autos mit den LED Leuchten zusammengeklebt. Aber damit nicht genug! Im Werkstoff Center konnten die Bestandteile des Autos – die Reifen aus Kunststoff, die Achsen aus Stahl und die Puzzleteile aus Holz im Stereomikroskop und im Auflichtmikroskop untersucht und bestaunt werden. Schließlich wurde getestet, ob die Autos bei einem Wettrennen in der Bibliothek auf der schiefen Ebene auch widrigen Bedingungen standhalten. So konnte jedes Kind mit einem leuchtenden Auto und leuchtenden Augen vom Besuch an der HTL Ferlach nach Hause gehen.

Begleitend zum Besuch an der HTL Ferlach wurde im Kindergarten Sonnenschein mit den Kindern vorbereitend gearbeitet. Nach dem ersten und zweiten Besuch beschrieben die Kinder anhand von Zeichnungen und Erzählungen ihre Erfahrungen und Erinnerungen in der HTL Ferlach, die wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Beide, die Besucher und die Gastgeber, waren bei diesem Projekt mit Freude und Begeisterung dabei, jene Eigenschaften, die wohl notwendig sind, um den Umgang mit Technik in den Köpfen unserer Jüngsten, vor allem aber auch Mädchen, zu verankern. Denn eines steht fest: die Begeisterung für Technik und MINT muss bei Burschen wie auch bei Mädchen geweckt werden, um zukünftig unseren jungen Menschen eine einzigartige Ausbildung anbieten zu können.

Text&Fotos: EUREGIO HTBLVA Ferlach

Nationalpark Hohe Tauern: Praxisnahe Bildung und umweltfreundliche Anreise

„Lernen von und in der Natur“ – unter diesem Motto können Kärntner Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Rangern des Nationalparks Hohe Tauern spannende Naturphänomene erforschen und in den drei „rangerlabs“ des Besucherzentrums Mallnitz eigenständig experimentieren. „Die ‚rangerlabs‘ sind Forschungswerkstätten mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten“, teilte Nationalparkreferentin LR Sara Schaar mit.

Egal ob das rangerlab „klima konkret“, „inspiration natur“ oder „kräuter“ besucht wird, jedes ist mit einer Outdoor-Exkursion – direkt in den Nationalpark – kombiniert. „In der freien Natur füllt sich dann der Rucksack mit Erlebnissen, denn: Der Nationalpark Hohe Tauern hält so einige Überraschungen bereit“, so Schaar. Wenn sich eine Schulklasse ausschließlich für den „Outdoor-Unterricht“ entscheidet, kann sie aus einem abwechslungsreichen Angebot an Projekttagen zu spannenden Themen, wie Gewässer, Gletscher, Geologie, Almen oder Wildtiere wählen. „Je nach Schulstufe und Themenschwerpunkt kann sich jede Klasse ihr ganz individuelles Programm zusammenstellen“, gab Schaar bekannt. Mit den Rangern geht es dann an ausgewählte Plätze, um die Geheimnisse der Natur zu erforschen. „An der frischen Luft funktioniert das Vermitteln von Lerninhalten natürlich am besten. Mit den Nationalpark-Rangern wird Unterricht zu einem echten Erlebnis“, so die Nationalparkreferentin.

Um die Vielfalt und Schönheit der Natur- und Kulturlandschaft mit eigenen Augen kennen zu lernen, besuchen jedes Jahr tausende Kärntner Schülerinnen und Schüler den Nationalpark Hohe Tauern. „Dabei nehmen sie so viele positive Eindrücke mit nach Hause und motivieren auch ihre Familien dazu, ihren Alltag umweltbewusster und nachhaltiger zu gestalten“, erklärte Schaar.

Durch die neue Kooperation mit den ÖBB können Schulklassen in den Aktionsmonaten Juni, September und Oktober heuer erstmals ihre An- und Abreise kostengünstig über die „Schulcard“ abwickeln. „So fängt das Umweltbewusstsein schon bei der Anreise an“, zeigte sich die Umweltreferentin über das neue Angebot erfreut. Eine gemeinsame Zugfahrt mit den Klassenkameraden mache Spaß, sei gut fürs Klima und somit auch gut für die Menschen auf unseren Planeten. „So wird bei den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig das Interesse für umweltbewusste Mobilität geweckt“, so Schaar.

„Gemeinsam mit dem Nationalpark Hohe Tauern garantieren die ÖBB eine sichere und zuverlässige An- und Rückreise“, ergänzte Reinhard Wallner von der ÖBB-Personenverkehr AG. „Wir sind bestrebt, gerade unsere künftigen Kundinnen und Kunden, die jetzt in der Ausbildung stehen, für die sanfte und ökologische Mobilität zu sensibilisieren.“

Auch Bildungsdirektor Robert Klinglmair und Nationalparkdirektor Peter Rupitsch begrüßten im Rahmen einer Pressekonferenz die Kooperation und hoben die Bedeutung der außerschulischen Weiterbildung sowie die Sensibilisierung in Hinblick auf die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel hervor. Die Bildungsdirektion für Kärnten unterstützt mit regelmäßigen Aussendungen an die Schulen die Bemühungen des Nationalparks Hohe Tauern, mit praxisnaher Bildung unsere Kärntner Schülerinnen und Schüler für den Umweltschutz zu sensibilisieren und gleichzeitig die Faszination Natur erlebbar zu machen. „Mit den Bildungsprogrammen des Nationalparks Hohe Tauern wird schon bei den Jüngsten angesetzt, um einerseits ein Bewusstsein für die Begrenzungen unserer Lebensressourcen zu schaffen und andererseits jene Handlungskompetenzen auszubilden, die für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt gefördert werden müssen“, streicht der Bildungsdirektor die Wichtigkeit von nachhaltigen Angeboten, interaktiven Workshops und hautnah erfahrbaren Projekten zu Umweltthemen hervor und begrüßt mit der ÖBB einen bewährten und zuverlässigen Mobilitätspartner.

Schaar verwies zudem auf die „Fridays for future“-Bewegung für mehr Klimaschutz: Gerade im Verkehrsbereich, der als Schlüsselsektor für das Erreichen der Klimaziele zu sehen sei, bedürfe es einer gemeinsamen Kraftanstrengung. „Deshalb freut es mich umso mehr, dass diese Kooperation mit der ÖBB auf die Beine gestellt wurde, um Kinder frühzeitig für umweltbewusste Fortbewegungsmittel zu begeistern. So wird ein wichtiger und nachhaltiger Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes geleistet“, betonte Schaar.

Text: LPD Kärnten, Pinter/Zeitlinger; Bildungsdirektion für Kärnten/Lautischer
Foto: Büro LR Schaar

Bildungszentrum Guttaring eröffnet

Volksschule, Kindergarten, Musikschule und Nachmittagsbetreuung befinden sich jetzt auch in der Marktgemeinde Guttaring unter einem Dach. Anfang April wurde das neue Bildungszentrum in Anwesenheit von Bildungsminister Heinz Faßmann, Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig, Landesrat Martin Gruber sowie Bildungsdirektor Robert Klinglmair eröffnet. In rund zwei Jahren Bauzeit wurden insgesamt fast 2,5 Mio. Euro aus Gemeinde-, Landes-, Bundes- und EU-Mitteln investiert. Der Marktgemeinde war es ein großes Anliegen den heimischen Roh- und Werkstoff Holz zu verwenden. Die bestehende Volksschule wurde im Sinne der Nachhaltigkeit und des Energiesparens saniert, die Jugendstilfassade blieb erhalten.

Kaiser zeigte sich mächtig stolz auf die Kinder, die das Eröffnungsprogramm toll mitgestaltet haben. Das neue Bildungszentrum bezeichnete er als Schmuckkästchen. Den Sozialreformer Julius Tandler zitierte er mit „Wer Kindern Paläste baut, reißt Kerkermauern nieder“. „Gute Bildung hat auch damit zu tun, dass man Kinder sich entwickeln lässt – in einem Raum, der neugierig macht und zum Lernen anregt. Mein Gefühl sagt mir, das ist in Guttaring exzellent gelungen“, so Kaiser. Bildungszentren punkten für ihn durch die niedrigeren Erhaltungskosten, aber insbesondere durch die Zusammenarbeit verschiedener Altersgruppen sowie Pädagoginnen und Pädagogen. Für das Bildungszentrum Guttaring hatte der Bildungsreferent Büchergutscheine mitgebracht.

Minister Faßmann sprach von einem erfreulichen Anlass. „Bei Spatenstichen und Eröffnungen für Bildungseinrichtungen hat man das Gefühl, da bleibt etwas“, sagte er. Solche Bauprojekte würden auch viel zur besseren Betreuung der Jugend beitragen. Einrichtungen in einem Bildungszentrum zusammenzulegen, bezeichnete der Minister als guten, effizienten Weg. „Das trägt außerdem zum Gemeindepatriotismus bei, damit nicht alle in die städtischen Zentren gehen“, so Faßmann.

Bürgermeister Herbert Kuss betonte, dass Guttaring eine energiesparende e5-Gemeinde sei. Die Kommune in der Norischen Region habe rund 1.500 Einwohner. 50 Kinder würden den Kindergarten, 66 die Volksschule, 30 die Nachmittagsbetreuung und über 100 die Musikschule besuchen. Laut Kuss wurden bei der Errichtung des Bildungszentrums Betriebe aus der Region beschäftigt. Volksschuldirektorin Barbara Engler ist selbst hier zur Schule gegangen. „Ich fahre jeden Tag heim zur Arbeit“, sagte sie bewegt.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair verwies auf die finanziellen und pädagogischen Synergien in einem Bildungszentrum. Von Gernot Ogris vom Kärntner Musikschulwesen gab es ein herzliches Dankeschön für die sehr gute Aufnahme in Guttaring. Kärntens Caritas-Direktor Josef Marketz zeigte sich stolz darauf, dass die Caritas gemeinsam mit der örtlichen Pfarre den Kindergarten betreiben darf.

Die Mittel zur Errichtung des Bildungszentrums stammen u.a. aus dem Kärntner Schulbaufonds, dem LEADER-Programm, das Teil des Österreichischen Programms für Ländliche Entwicklung ist, und dem Görtschitztalfonds. Vom ebenfalls fördergebenden Klima- und Energiefonds sprach Heinz Buschmann Grußworte.

Gesegnet wurde das neue Bildungszentrum von Dechant Lawrence Pinto und Pfarrer Hans-Joachim Freund. Für die herzliche musikalische Umrahmung sorgten die Kinder aus Kindergarten, Volks- und Musikschule.

Text: LPD Kärnten/Markus Böhm
Fotos: LPD Kärnten/fritzpress

Freie Schulplätze BMHS für das Schuljahr 2019/20

Liebe Schülerinnen und Schüler,  sehr geehrte Erziehungsberechtigte!

Gemäß Rundschreiben 07/2015 des Landesschulrates für Kärnten sind an nachfolgenden Schulen in Kärnten für das Schuljahr 2019/20 noch freie Schulplätze verfügbar.

 

BMHS

Kärnten ermittelte das Landessiegerteam des Politische Bildung-Europa-Quiz 2019

Nach einem Sieg beim letztjährigen Bundeswettbewerb für Kärnten stellten sich am 05.04.2019 im Congress Center Villach – nach einer Vorauswahl – die besten 18 Kandidat/innen in drei Teams den herausfordernden und kniffligen Fragen beim Landesfinale des Politische Bildung-Europa-Quiz 2019. Rund 2.000 Schüler/innen aus 32 Kärntner Schulen der Sekundarstufe I und II (von NMS, PTS, FBS AHS-Ober- und Unterstufe bis BMHS) haben sich im Vorfeld am Schulwettbewerb an ihrer Schule beteiligt.

Siegerteam des Landes Kärnten

Gerald Knapp (BG Tanzenberg)

Antonov Blagovest (BG Europagymnasium)

Sebastian Ambrosch (NMS Landskron)

Fabio Wucherer (HTBLA Villach)

Florian Stojec (BHAK Völkermarkt)

Simon Niederbichler (FBS St. Veit/Glan)

In den Finalrunden, die in Form einer „Millionenshow“ gestaltet waren, konnten die Teilnehmer/innen ihr umfangreiches Wissen unter Beweis stellen. Fragen zu folgenden Themenschwerpunkten standen dabei als Herausforderung am Programm:

  • Österreich ab 1900
  • Österreich und Europa nach 1945
  • Ge-/Bedenkjahre
  • Frauen – Politik
  • Aktuelle Themen (EU, Brexit, Globalisierung, Digitalisierung, Wirtschaft, Steuerpolitik, Soziales, Natur-Umweltschutz, Klimakatastrophe)
  • Demokratie – Direkte Demokratie
  • Berühmte Österreichische Persönlichkeiten (Politik, Literatur, Theater, Film, Sport, Medizin);
  • Aktuelle Herausforderungen in Wirtschaft, Gesellschaft, Flüchtlingsthematik, Migration, Integration und Inklusion in unserer globalisierten Welt
  • Krisenherde der Welt und Internationale Friedenssicherung
  • Umweltpolitik, Nachhaltige Entwicklung, Ressourcen und Konsumverhalten

Veranstalter des diesjährigen Landeswettbewerbs waren die Bildungsdirektion für Kärnten, die Wirtschaftsakademie HAK Villach sowie die Kärntner Tourismusschule Villach. Unterstützt wurde dieser Wettbewerb von zahlreichen Sponsoren aus Land, Gemeinde, Politik, Wirtschaft und anderen Stakeholdern. Als Hauptsponsoren für die Veranstaltung fungierten das Land Kärnten, die Plattform Politische Bildung im Kärntner Landtag, die ÖBB sowie die Stadt Villach, die zudem großartige Preise für die Siegerteams zur Verfügung stellten. Sie wollten das engagierte Interesse und das besondere Engagement im Bereich der Politischen Bildung auch mit Auszeichnungen und Preisen würdigen, wobei alle Teilnehmer/innen Gewinner/innen sind.

Sandra Agaton, eine Schülerin der Wirtschaftsakademie HAK Villach, sorgte mit ihrem gesanglichen Beitrag dafür, dass die Veranstaltung nicht nur informativ, sondern im einem würdigen Rahmen ablief; für das leibliche Wohl sorgte die Firma Transgourmet. Inhaltlich organisiert wurde die Veranstaltung vom Team „Politische Bildung“ unter Federführung von Landeskoordinatorin Mag. Gerlinde Duller.

Mit diesem österreichweit ausgetragenen Quiz soll die Bedeutung der Politischen Bildung an österreichischen und Kärntner Schulen besonders hervorgehoben werden. Anregungen für das Wecken von Interesse an und die Beschäftigung mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen sollen damit gefördert werden. Die Beteiligung am Quiz liefert sowohl für Lehrer/innen als auch für Schüler/innen Hilfestellung und Motivation für die tägliche Unterrichtsarbeit.

„Desto mehr die junge Generation über die Geschichte und die Funktionsweise der Politik weiß, desto besser wird sie ihre Zukunft aktiv mitbestimmen und gestalten können. Dass sie dazu das Zeug hat, hat sie heute erneut ganz klar unter Beweis gestellt“, zeigte sich Landtagspräsident Reinhart Rohr tief beeindruckt vom Wissen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Eine Aufgabe verantwortungsvoller Politik besteht darin, auch die jungen Kärntnerinnen und Kärntner politisch weiterzubilden und fit für Fragen der Zukunft zu machen, so Rohr, der dafür eigens das Online-Angebot „Plattform politische Bildung“ ins Leben gerufen hat. „Das soll neugierig machen und die Begeisterung für all die Möglichkeiten wecken, die das politische Feld schon jungen Menschen bietet.“

Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair hob in seinem Begrüßungsstatement hervor, dass das Interesse und Engagement für politische Bildung in unseren Schulen – gerade in Zeiten eines gesellschaftlichen Wandels – besonders wichtig ist und Kärnten mit zahlreichen Initiativen wie der „Plattform Politische Bildung“, dem gesetzlich verankerten Schülerparlament, welches kürzlich zum zweiten Mal stattfand aber auch dem heutigen Politische Bildung-Europa-Quiz wesentliche Akzente setzt und österreichweit eine Vorreiterrolle einnimmt. Zudem dankte er allen an der Veranstaltung beteiligten Pädagog/innen, Schüler/innen aber auch dem Organisationsteam sowie den zahlreichen Sponsoren für die Durchführung dieser lehrreichen und zugleich spannenden Veranstaltung. Er zeigte sich davon beeindruckt, dass sich so viele Schüler/innen aus ganz Kärnten aktiv beteiligt und ihr fachliches Wissen in den Bereichen Politik und Geschichte sowie zu Themen der EU unter Beweis gestellt haben.

„Die ÖBB unterstützt das Europaquiz um die Sensibilität der Jugend für die politischen Mechanismen, Institutionen und deren Zusammenhänge und Einfluss unter anderem auf Mobilität und Klimaschutz weiter zu vertiefen. Sinnbildlich ist diese „freitägige Veranstaltung“ auch ein Beitrag zur „Friday for Future“ Bewegung, die den Willen der Jugend zu mehr Klimaschutz und Mitbestimmung zum Ausdruck bringt“, so ÖBB-Regionalmanager Reinhard Wallner.

Text&Fotos: Bildungsdirektion für Kärnten

KGKK verleiht Plakette „G’sunde Lebenswelt Schule“ an die Volksschule Reißeck

Seit fast 15 Jahren bietet die KGKK ein Programm zur Gesundheitsförderung in Bildungseinrichtungen mit dem Titel „G’sunde Lebenswelt Schule“ an. Expertinnen der Service Stelle Schule unterstützen Schüler/innen und Lehrer/innen bei der Umsetzung. „Ziel dieses Angebotes ist es, die Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken“, informiert KGKK-Obmann Georg Steiner, MBA. „Schulen haben die Chance, vier Jahre an dem Prozess teilzunehmen. Nach den ersten zwei Projektjahren bekommen sie die Möglichkeit, die Plakette ‚G’sunde Lebenswelt Schule‘ zu beantragen und können somit für weitere zwei Jahre den Weg der Gesundheitsförderung gemeinsam mit der KGKK beschreiten“, ergänzt DI Elke Jenkner, Leiterin der Vertragspartnerabteilung in der KGKK. Mit dieser Plakette zeichnet die Kärntner Gebietskrankenkasse in jedem Schuljahr mehrere Projektschulen für ihr nachhaltiges Engagement in der schulischen Gesundheitsförderung aus. Dazu gehört auch die Volksschule Reißeck, die seit 2016 von der Service Stelle Schule betreut wird. Als Anerkennung für ihre Initiativen im Zeichen der Gesundheit übergab DI Elke Jenkner im Beisein von Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair und Doris Latschen, BEd BEd Dipl.Päd. MA  die Plakette „G’sunde Lebenswelt Schule“ an Schuldirektorin Brigitte Rindler. „Mit der Plakette erhalten Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler ein sichtbares Zeichen der Anerkennung dafür, dass sie ihre Lebenswelt auch weiterhin gesund gestalten“, gratulierte der Bildungsdirektor allen Beteiligten für ihr großartiges Engagement in der schulischen Gesundheitsförderung.

Der Projekttitel der VS Reißeck lautet: „G´sunde Lebenswelt Schule“. Die gesundheitsfördernden Maßnahmen der Bildungseinrichtung sind vielfältig. Sportliche Aktivitäten wie die tägliche 20-minütige „Bewegte Pause“, Verwendung des Bewegungskalenders im Unterrichtsalltag, Kinderyoga mit eigener Yogaexpertin, Verwendung von AUVA-Materialien und die Bewegungseinheit „Meinen Körper gesund bewegen“ mit ReferentInnen des ASKÖ und ASVÖ stehen regelmäßig auf dem Programm. Weiters werden die Schüler/innen der VS Reißeck für gesunde Ernährung sensibilisiert. Ein zentrales Anliegen ist es, ausgewogene Ernährung im Alltag der Schüler/innen zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Zu den verschiedenen „Ernährungsinitiativen“ zählen der Wassertag (alle Kinder und Lehrer/innen trinken an diesem Tag nur Wasser), Workshops der KGKK und der Seminarbäurinnen und einmal pro Monat die gesunde Jause in jeder Klasse. Gesetzt wurden auch Maßnahmen im Bereich der psychosozialen Gesundheit. Durch die Umsetzung von Workshops zur Suchtprävention und dem Workshop „Kinderpolizei“ für Schüler/innen der 3. Klasse sowie dem Trickfilmprojekt der 4. Klasse werden die Schüler/innen mental gestärkt. Weitere wichtige Schwerpunkte waren Lärmprävention, Zahngesundheit sowie Kooperationen mit der „Gesunden Gemeinde“, dem Kindergarten und regionalen Betrieben und AnbieterInnen.

Text&Foto: KGKK, Mag. Claudia Lautischer/Bildungsdirektion für Kärnten

10 Jahre Peer-Mediation

Peer-Mediationsprogramme wo Schüler/innen zu Schülermediator/innen ausgebildet werden, um bei gleichaltrigen oder jüngeren Schüler/innen im Konfliktfall vermittelnd tätig sein zu können, sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Kärntner Schulkultur geworden. In einem sehr feierlichen Rahmen wurden am 29. März 2019 10 Jahre Peer-Mediation an der HLW des Kärntner Caritasverbandes gefeiert.

Das Peer-Mediationsteam vor Ort mit Brigitte Jost-Kristof und  Elisabeth Laibacher gestalteten gemeinsam mit den Peer-Mediator/innen eine gelungene und ideenreiche Geburtstagsfeier, welche von Direktorin Lieselotte Tappler feierlich und humorvoll eröffnet wurde.

Ein Rückblick zur Entstehungsgeschichte wurde mit zahlreichen Rückmeldungen von Absolvent/innen der HLW Caritas gestaltet, welche aus verschiedenen Bundesländern angereist sind, um sich einerseits über die Weiterentwicklung von 10 Jahren Peer-Mediation an ihrem ehemaligem Schulstandort zu freuen und andererseits die Feiergäste wissen zu lassen, wie wertvoll diese Ausbildung nicht nur für sie während ihrer Schulzeit war, sondern wieviel sie auch für ihr jetziges berufliches Gestalten profitieren.

Sie bedankten sich im Rahmen ihrer Statements in unterschiedlicher Art und Weise für das Erwerben von unterschiedlichen Kommunikations- und Konfliktlösungskompetenzen bei ihren damaligen Peer-Coaches Ute Strempfl und Ria Schwenner, welche mit Unterstützung der Direktorin Lieselotte Tappler und den beiden Mitarbeiter/innen der Schulmediation in der Bildungsdirektion für Kärnten,  Anna Maria Gabalier und Josef Pötsch, vor mehr als 10 Jahren die Peer-Mediation an der HLW des Kärntner Caritasverbandes implementiert haben.

Unterschiedliche Erfahrungen, Sichtweisen und Dankesworte wurden sinnbildlich in Form eines Geschenkes weitergereicht. Caritasdirektor Josef Marketz bedankte sich für das große Engagement aller Beteiligten sowie SQM Renate Kanovsky-Wintermann als Vertreterin der Bildungsdirektion für Kärnten betonte, wie wichtig auch in Zukunft die Unterstützung solcher Inhalte zur Förderung eines respektvollen Miteinanders an den Kärntner Schulen sei. Die Leiterin des Bischöflichen Schulamtes Birgit Leitner und Wilfried Hude als Caritas-Bereichsleiter sowie Schulleiter der Schule für Soziale Betreuungsberufe und zahlreiche Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern waren ebenfalls unter den Feiergästen.

Text: Anna Maria Gabalier, BEd MA

Fotos: Mag. Renate Dexl