Wissenschaft trifft Sport

Sport, Wirtschaft und Wissenschaft hängen stark zusammen. Mit dem Format Science meets Sports  will die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Klagenfurt diese Zusammenhänge aufzeigen und untersuchen. „Der Sport der Gegenwart ist digital, global, vernetzt und eine Quelle enormer Datenmengen“, sagt Alexander Brauneis, der gemeinsam mit Paul Schweinzer, Dmitri Blüschke und Patrick Holzmann die Veranstaltung initiiert hat. Im Fokus von Science meets Sports stehen Fragestellungen, wie die Wissenschaft mit Sportstatistiken oder Leistungsdaten von Athletinnen und Athleten umgeht, was Cristiano Ronaldo mit der Börse zu tun hat und ob man den Elfmeter besser nach links schießen sollte. Die wirtschaftliche Bedeutung des Spitzensports steigt in Kärnten und erfordert daher auch eine zunehmende ökonomische Betrachtung. Bei Science meets Sports werden diese Anforderungen und die Verknüpfung von Theorie und Praxis allen Sportinteressierten nähergebracht.

Am 9. Mai fand die Kick off-Veranstaltung zu Science meets Sports im Hörsaal 2 der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt statt. Nach einer Begrüßung von Bildungsdirektor Robert Klinglmair und wissenschaftlichen Inputs aus den Themengebieten der Wirtschaftswissenschaften, folgte ein Sporttalk mit den Spitzensportlern Beatrice Weiss (Triathlon), Hanno Douschan (Snowboard) und Philipp Pinter (Eishockey). Die teilnehmenden Schüler/innen sollen von den Erfahrungen der Spitzensportler/innen profitieren und ihnen wird das spannende Feld zwischen Wirtschaft und Sport näher gebracht. Hanno Douschan und Philipp Pinter haben an der Universität Klagenfurt ein Betriebswirtschaftsstudium abgeschlossen und Beatrice Weiss absolviert derzeit ihr Studium an der AAU.

Hanno Douschan holte den Vize-Weltmeistertitel im Snowboard-Cross bei der diesjährigen WM in Park City, USA und ist Bachelor-Absolvent des Studiums der Angewandten Betriebswirtschaftslehre. Er konnte Studium und Karriere durch das Programm Spitzensport und Studium unter einen Hut bringen. Auch Philipp Pinter ist einen ähnlichen Weg gegangen. „Ich wollte mich immer neben dem Sport auch einer weiteren Ausbildung widmen. Mein Ziel war es, das Studium abzuschließen, ganz egal, wie lange ich dafür brauche. Profisport war traumhaft – ich war dann im Studium genauso verbissen und motiviert. Außerdem kann der Sport ganz schnell vorbei sein, da hilft es natürlich sehr, wenn man sich nebenbei auch was aufgebaut hat“, so der ehemalige Eishockey-Profi.

Ebenso schlägt die Veranstaltung eine Brücke zur Praxis: Pinter ist heute für den Nachwuchs beim VSV verantwortlich und zeigt, wie Wissenschaft in der Praxis angewandt wird. Laut Pinter wird hier nichts mehr dem Zufall überlassen. „Sportdaten sind in der Tat nicht mehr wegzudenken. Allerdings neigt man heutzutage dazu, alles Mögliche zu ‚tracken‘.  Wichtig ist hier vor allem, dass man weiß, welche Daten auch wirklich relevant sind; sei es die Entwicklung der Athleten bzw. die Strategie, um Spiele und Meisterschaften zu gewinnen.“ Betrachtet man die langfristige Spielerentwicklung, so macht es für Pinter Sinn, gewisse Parameter zu testen und Daten in das Profil einzuarbeiten. Darauf basierend wird ein Entwicklungskonzept erstellt. „Im Idealfall entwickeln sich diese Daten in die richtige Richtung und auch die Leistung eines Spielers. Interessant wird es vor allem, wenn man die Daten über mehrere Jahre vergleichen kann“, sagt Pinter.

Dem kann sich auch Beatrice Weiss anschließen: Jedes Training wird analysiert, egal ob Puls, Wattwerte oder Höhenmeter. „Ich bin ein sehr datenfixierter Mensch, sie geben mir Sicherheit und Selbstvertrauen. Natürlich sollte das Gefühl nicht außer Acht gelassen werden, aber was wirklich aussagekräftig ist, sind die Daten, die man Dank der Wissenschaft bei jedem Training erheben kann.“ Dazu zählt für Weiss der Leistungstest, wo verschiedene Parameter beleuchtet werden, um zu überprüfen, ob das jeweilige Training in die richtige Richtung geht, oder ob man doch andere Reize setzen muss. „Im Triathlon und im Radsport werden viel Wert auf Aerodynamik gelegt. Auch hier ermöglicht uns die Wissenschaft wichtige Daten zu erheben“, sagt Triathletin Beatrice Weiss.

Bildungsdirektor Klinglmair begrüßt die Vortragsreihe „Science meets Sports“ und den neuen Sportschwerpunkt an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, da bereits frühzeitig im Pflichtschulbereich ein Fokus auf die nachhaltige Verankerung von gesunder Ernährung sowie Bewegung im Schul- als auch Lebensalltag gelegt wird und Kärnten im Schulsport österreichweit eine führende Rolle einnimmt. Zudem erhalten besonders talentierte Jugendliche – etwa im Schulsportleistungsmodell Kärnten – die Möglichkeit einer Kombination von Spitzensport und Schulausbildung; eine Initiative, welche sich an der AAU Klagenfurt mit dem Programm „Spitzensport & Studium“ fortsetzt. Insofern erscheint ein entsprechendes universitäreres Ausbildungsangebot im Sportbereich als besonders zielführend sowohl für die Jugendlichen selbst als auch den Hochschulstandort Kärnten, welcher auch einer möglichen Abwanderung junger Menschen zu Ausbildungszwecken entgegnen kann. Als besonders gewinnbringend lobt Bildungsdirektor Klinglmair den ausgeschriebenen Wettbewerb für vorwissenschaftliche Arbeiten mit Sportbezug, als damit einerseits das Interesse an der Thematik geweckt wird und andererseits eine weitere Kooperation zwischen Schule und Universität entstanden ist.

Text: aau, Bildungsdirektion für Kärnten

Foto: aau/KK

„Rote Haut ist out“ – Hautschutzkampagne startet in Kärntner Volksschulen

Im Sonnenmonat Mai fiel heuer in der Volksschule Rennweg der Startschuss zur Hautschutzkampagne „Sonne und Leben“ der Kärntner Gebietskrankenkasse und ihrer Kooperationspartner. Vorgestellt wurde das Präventionsangebot bestehend aus Vorsorge-Workshops für über 1.300 Schüler/innen in 17 Kärntner Volksschulen und die Bädertour in Kärntner Bädern.

Wenn der Sommer nicht mehr weit ist, nutzen viele Sonnenhungrige jede freie Minute für Ausflüge im Freien. Die sonnigen Tage werden in vollen Zügen genossen, bergen aber auch Risiken für die Gesundheit. Bewusstsein für die Gefahren von UV-Strahlen schafft die Hautschutzkampagne „Sonne und Leben“ 2019, die mit Workshops an Kärntner Volksschulen an den Start ging. Diese Vorsorgeaktion führt die Kärntner Gebietskrankenkasse gemeinsam mit der Ärztekammer – Fachgruppe Dermatologen, dem Gesundheitsreferat des Landes Kärnten, der Bildungsdirektion für Kärnten, der Kleinen Zeitung und der Apothekerkammer Kärnten durch.

In den Monaten Mai und Juni erarbeiten Ärzt/innen der Kärntner GKK gemeinsam mit Schüler/innen in Kurz-Workshops interaktiv und spielerisch das Thema Hautgesundheit. Über 1.300 Schüler/innen in 17 Volksschulen bekommen unter dem Motto „Hautschutz ist kinderleicht“ die Chance Hautprofis zu werden, erhalten eine Hauttypbestimmung und eine Plakette als Auszeichnung.

„Hautschutz beginnt bei den Kleinsten. Wir möchten das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit der Sonne schon bei den Volksschüler/innen schärfen und ihre Gesundheitskompetenz im frühen Alter stärken, denn die Gefahren und Folgen der Sonne werden leider immer noch sehr stark unterschätzt“, betonen KGKK-Obmann Georg Steiner, MBA und KGKK-Direktor Dr. Johann Lintner. „Die Kinder bekommen in den Workshops das Rüstzeug, um ihr erworbenes Wissen rund um das Thema Hautgesundheit in der Praxis anzuwenden“, ergänzen Steiner und Lintner.

„Die Sonne hat auch ihre Schattenseiten! Je früher man darüber Bescheid weiß, desto sicherer kann man die Sonne genießen“, sagt Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Ihr Appell lautet daher: „Wer seine Haut schützt, schützt seine Gesundheit!“ Prettner möchte schon die Jüngsten zu „kleinen HautschutzexpertInnen“ machen – dann können sie ihr Wissen ihren Eltern weitergeben, denn auch Große können von Kleinen lernen.“

„Wir wissen, dass es gerade die Sonnenbrände in der frühen Kindheit sind, die ein mögliches Hautkrebsrisiko in späterer Folge erhöhen können“, informiert Dr. Max Wutte, Fachgruppenobmann der Dermatologen der Ärztekammer für Kärnten. „Daher ist es besonders wichtig, die Sensibilisierungsarbeit so früh wie möglich zu beginnen und gerade dieser Zielgruppe näherzubringen, dass rote Haut nichts Normales ist.

Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair begrüßt die Initiative der KGKK zur Hautgesundheit sehr, da es gerade zu Beginn der Sommermonate unabdingbar ist, bereits im Volksschulalter anzusetzen, um SchülerInnen frühzeitig für den richtigen Umgang mit der Sonne zu sensibilisieren. „Die Folgeschäden, die durch intensiven Sonnenkonsum entstehen können, dürfen nicht unterschätzt werden und können sich erst in späteren Jahren zeigen. Gerade im Frühjahr, wo sich Kinder wieder vermehrt im Freien aufhalten, ist eine entsprechende Aufklärung als Vorsorgemaßnahme enorm wichtig. In interaktiven und spielerischen Präventionsworkshops werden unsere Volksschüler/innen zu kleinen Hautprofis ausgebildet. Das große Interesse der Kärntner Bildungseinrichtungen an den Workshops zeigt, wie wichtig Hautgesundheit gerade in jungen Jahren ist“, so der Bildungsdirektor.

Den Abschluss der Hautschutzaktion stellt Anfang Juli zum 19. Mal die Strandbadtour in Kärntner Bädern dar. Die Tourtermine werden über die Homepage der Kärntner GKK und vom Kooperationspartner Kleine Zeitung veröffentlicht. Auch heuer sind alle Kärnterinnen und Kärntner herzlich eingeladen, sich kostenfrei beraten zu lassen und das Angebot zu beanspruchen. Denn gerade das Bewusstsein zum Hautschutz im Alltag ist noch immer gering. „Im Urlaub ist es bereits vielen Menschen bewusst, sich entsprechend vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Im Alltag wird dies oft vergessen“, so Dermatologe Wutte. Dabei ist der Schutz vor der Sonne bzw. die Vermeidung von extremer Sonnenbestrahlung schon der erste wichtige Vorsorgefaktor im Kampf gegen Hauterkrankungen und -krebs, gefolgt von der Selbstkontrolle der Haut und der regelmäßigen Hautuntersuchung beim Facharzt.

Text&Fotos:KGKK

Spittal/Drau wird zur Bühne der Jugend

Rund 100 Schüler/innen werden ihr schauspielerisches Können am 23. und 24. Mai beim Schüler- und Jugend-Theaterfestival in Spittal zeigen. Das Festival macht bereits zum vierten Mal in der Lieserstadt Station und findet zum 5.Mal statt.

Von acht eingereichten Bewerbungen wurden in einer Jurysitzung vier ausgewählt, die an den beiden Festivaltagen aufgeführt werden. Moderiert wird die Veranstaltung von Poetry Slammerin Sabrina Öhler, die mit den Jugendlichen auch Workshops abhalten wird. Das zweitägige Programm ist prall gefüllt, die Veranstaltung ist für alle offen. Besonders Schulklassen sind eingeladen, sich das Festival und die dargebotenen Leistungen anzusehen. Zum Schluss winkt ein Publikumspreis von Landesrätin Sara Schaar (dotiert mit 300 Euro) sowie der Preis der Stadtgemeinde Spittal (dotiert mit 250 Euro).

Das Schüler- und Jugendtheaterfestival hat neben der künstlerischen Bedeutung für die Stadt und die Umgebung auch weitere positive Auswirkungen. Die Schauspieler/innen mit ihren Betreuer/innen übernachten in Spittal im Kolpingheim und nutzen die Infrastruktur, was der Region zusätzliche Wertschöpfung bringt.

Die Initiative ging vom Theaterpädagogen Günther Hollauf aus, der bereits seit 2008 die Theatergruppe „licHTerLoh“ an der HTL Villach leitet. Der Verein ist für die gesamte Organisation und Durchführung des Festivals verantwortlich. Die Schirmherrschaft hatte die letzten Jahre der Kärntner Landesschulrat inne. Heuer übernimmt diese die neu gegründete Bildungsdirektion für Kärnten unter Bildungsdirektor Robert Klinglmair.Der Grundgedanke des Festivals ist es, die kulturellen Leistungen der Schüler auch im Bereich des darstellenden Spiels in Kärnten zu würdigen.
„Ein Theaterfestival gibt den theaterbegeisterten Jugendlichen die Möglichkeit, ihr Können in einem größeren Rahmen unter Beweis zu stellen.

Darüber hinaus ist ein Festival ein unglaublicher Impuls für das Schultheater und die gesamte Kärntner Jugendkulturszene“, so Hollauf. Hauptsponsor ist das Landesjugendreferat mit Landesrätin Sara Schaar, in weiterer Folge auch die Abteilung Kultur des Landes Kärnten sowie der Kärntner Heimatdienst (KHD) mit seinem Obmann Josef Feldner.
Viele weitere Sponsoren (Raiffeisen Jugendclub, Lions Club ARTecon usw.) ermöglichen eine qualitativ hochwertige Umsetzung des diesjährigen Festivals.

ZUM PROGRAMM:

Donnerstag, 23. Mai:
10.30 Uhr: Eröffnung durch Bildungsdirektor Robert Klinglmair und Bürgermeister Gerhard Pirih
11.30 Uhr: Theater Club CHS Villach „Targa“ nach einer marokkanischen Volkssage (Hauptbühne)
14.30 bis 16.30 Uhr: Workshops im Schloss
16.30 Uhr: Theater Perau „Metamorphosen: Alte Geschichten…neu erlebt“ (Hauptbühne)
17.30 Uhr: Stückbesprechung mit Publikum, Schauspieler und Workshop-Leiter
20 Uhr: Poetry Slam (Hauptbühne)
21 Uhr: Party mit DJ Alexander Probst im Ortenburgerkeller

Freitag, 24. Mai:
11 Uhr: Turbo Theater Villach „Mayas Mad Dogs“ (Ortenburgerkeller)
14 bis 15.30 Uhr: Workshops im Schloss
16 Uhr: licHTerLoh – das Theater an der HTL Villach „Der Besuch der alten Dame oder Spiel mir das Lied vom Tod“ nach Dürrenmatt (Hauptbühne)
17.30 Uhr: Stückbesprechung und Voting für die Preise
18.30 Uhr: Verleihung der Preise

Kartenverkauf: Kartenbüro Porcia, Jugendliche 3 Euro (Festivalpass 8 Euro), Erwachsene 8 Euro (Festivalpass 20 Euro)

Text&Fotos: WOCHE Spittal/Drau, Verena Niedermüller

Zertifikatsverleihung 13. Businessplanwettbewerb

Am 29.04.2019 fand – in Anwesenheit des pädagogischen Leiters HR Mag. Klaus-Peter Haberl – die Zertifikatsverleihung für die Landessieger Kärnten statt. Dieser, vom Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung unterstützte Wettbewerb, fördert das unternehmerische Denken, Handeln und die Eigenverantwortung der TeilnehmerInnen. Durch den Prozess der Planerstellung wird es möglich, das umfangreiche theoretische Wissen fächerübergreifend in die Praxis umzusetzen sowie die Selbstorganisation und das selbständige und teamorientierte Arbeiten zu stärken.

In zwei Kategorien (Beste Geschäftsidee und Bester Businessplan) werden Pläne aufgrund der vorgegebenen Kriterien wie z.B. Grundelemente, Markt, Vertrieb, Geschäftsidee, Umsetzbarkeit und auch Finanzplanung erarbeitet. In diesem Jahr war der Fokus auf die Regionalität, die Nachhaltigkeit, auf die Umwelt und das soziale Engagement gerichtet. Immer verbunden mit einer digitalen Komponente.

Unternehmensgegenstand des Siegerprojektes ENDOPHARM sustainable packing GmbH der Kategorie „Bester Businessplan“ ist die Verwendung von umweltfreundlichen Verpackungsmaterialien wie z.B. Maisstärke, Zuckerrohr oder Algen als Kartonersatz für die Pharmaindustrie. Erstellt wurde dieser Plan von Jana Seefried, Samire Bajrami, Indira Zlibanovic und Alex Bresztowansky von der BHAK 1 International Klagenfurt. Betreut wurden sie von Mag. Monika Mratschnig.

Der Idee, regionale Produkte vor die Haustüre der Kunden zu bringen, haben sich im Plan „MYKÖRBERL“ das Team – bestehend aus Katharina Hohm, Linda Kranzelmüller, Eva Woschitz und Katharina Egger –  der HAK/HAS Spittal gewidmet. Unterstützt wurde das Siegerteam der Kategorie „Beste Geschäftsidee“ von Mag. Hilde Kleinfercher.

Beraten und bewertet wurden die Schüler/innen von Vertreter/innen der Bank Austria, der WKK, des KWF und des build! Gründerzentrums. Mit ihnen gibt es eine langjährige Zusammenarbeit, durch die auch ein Einblick in die Aufgabenbereiche dieser wichtigen Institutionen möglich wird.

 

Weitere Platzierungen:

Kategorie „Bester Businessplan“

  1. Platz: Das Team des ReVêtements Shops der BHAK 1 International Klagenfurt gründet ein Modelabel, das nur Stoffe ohne künstliche Färbemittel verwendet. Julian Wran und Lejla Guelue schützen die Umwelt zusätzlich durch Umarbeitung von zurückgegebenen Kleidungsstücken. Besprochen wird u.a. das Reparaturservice in der angeschlossenen Geschäftsbar. Betreuungslehrerin war Mag. Monika Mratschnig.
  2. Platz: „Schneller einkaufen geht nicht“ – das ist das Motto des Teams der Shopping Lane. Lukas Rieder, Julian Rieß und Edin Serdarevic (unterstützt von MMag. Gudrun Thaler) der BHAK 1 International Klagenfurt setzen eine App ein, mit deren Hilfe Einkäufe ohne Zeitdruck bestellt und dann zeitnah oder zu einer gewünschten Zeit abgeholt werden können.

 

Kategorie „Beste Geschäftsidee“

 

  1. Platz: Der etwas andere Snack, natürlich, köstlich, gesund und nachhaltig wird von den Teammitgliedern des Unternehmens „Fruitdoodles“ hergestellt. Getreu nach dem Motto „Refresh the trash“ bilden überreife Lebensmittel die Grundlage für die Produktion. Die Schüler/innen Lukas Kindler, Lena Pschernig, Jasmin Lagger und Tatjana Lacic von der HAK/HAS Spittal wurden von Mag. Hilde Kleinfercher betreut.

 

  1. Platz: Die App der HELPIES GMBH der HAK/HAS Spittal führt Menschen zusammen, die helfen wollen (durch persönlichen Einsatz oder monteär), aber nicht wissen wo und wie. So werden Unterstützungen in Einrichtungen für Kleinkinder, Senioren oder betreutem Wohnen möglich. Beraten wurden Melanie Moser, Caroline Posegger, Natascha Amlacher und Lauren Matijssen von Mag. Hilde Kleinfercher.

 

Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair gratuliert den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern herzlich zu ihren Erfolgsprojekten, die Vorzeigecharakter für ganz Österreich haben und spricht allen Betreuer/innen und Beteiligten seinen Dank für die tatkräftige Unterstützung und den lohnenden Einsatz aus.

 

Text&Fotos: Mag. Hannelore Frühwirth

Übungsfirma goes QualitätsAudit

Die Übungsfirmen stellen in Zusammenarbeit mit realen Betrieben ein wichtiges Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft dar. Eine Übungsfirma ist ein Modell eines realen Unternehmens, eine Unternehmenssimulation in den österreichischen berufsbildenden Schulen und der Erwachsenenbildung, vor allem in Handelsakademien und Handelsschulen. Die Schüler/innen können fächerübergreifend ihre bisher erlernten Kompetenzen (Fachwissen, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz und Selbstkompetenz) praktisch und vernetzt anwenden, erproben und erhöhen. In einer Übungsfirma werden alle betrieblichen Vorgänge, die auch in der realen Wirtschaft erforderlich sind, abgewickelt – die Übungsfirma ist Teil der Entrepreneurship Education.

Unternehmerisches Denken und Handeln, selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten sowie soziale und fachliche Kompetenzen stehen im Focus. Für die zukünftigen Entrepreneure sind Digitalisierung und Nachhaltigkeit ebenso gelebter Alltag in der Übungsfirma wie Netzwerken und Globalisierung.

Um alle betrieblichen Vorgänge so praxisgerecht wie möglich durchführen zu können, gibt es die Servicestelle der österreichischen Übungsfirmen ACT (Austrian Center for Training firms), wo ungefähr 1.000 aktive Übungsfirmen registriert sind. ACT bietet verschiedene Dienste und Einrichtungen für die Übungsfirmen (z. B. Firmenbuch, Gewerbebehörde, Bank, Finanzamt, Sozialversicherung, Webshop, Kreditkarte und Gericht).

Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses können sich alle aktiven Übungsfirmen aus Österreich, die im ACT-Firmenbuch eingetragen sind, einem externen QualitätsAudit unterziehen.

Das Grundkonzept der Zertifizierung liegt im PDCA-Kreislauf, wo Betriebe ausgehend von einer fundierten Planung Maßnahmen setzen und durchführen, diese dann überprüfen und Anpassungsmaßnahmen für die Zukunft aus den Ergebnissen ableiten. Wird der Unterricht in den Übungsfirmen in dieser Art geführt, sind gleichzeitig auch die Anforderungen des kompetenzorientierten Lehrplans abgedeckt.

Die Übungsfirmen haben zu drei Teilbereichen 24 verschiedene Muss-Kriterien zu erfüllen:

  • A-Bereich zum Geschäftsmodell: Ein Businessprofile für die Übungsfirma wird festgelegt, die Ziele und die Jahresschwerpunkte werden daraus abgeleitet. Die Übungsfirma stellt sich als Betrieb und als Lernort dar und gibt Einblicke in ihre Website und ihren ACT-Webshop.
  • B-Bereich zu den Geschäftsprozessen: Ausgehend von einem Investitionsplan und einer Plan-Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden komplette Geschäftsfälle, die Personalverrechnung und das Steuerwesen dargestellt. Natürlich werden hier alle Behördenwege praxisgerecht und digitalisiert mit den Online-Dienstleistungen von ACT abgewickelt.
  • C-Bereich zur Kompetenzentwicklung: Kompetenzchecks mithilfe von Online-Tools und Mitarbeitergespräche werden dargelegt.

Im Rahmen des QualitätsAudits 2019 haben österreichweit 4.000 Schülerinnen und Schüler bewiesen, dass sie für die Arbeitswelt 4.0 gerüstet sind. Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair gratuliert zu den erfolgreichen Zertifizierungen und ist stolz, dass die Handelsakademien in Kärnten mit ihren Übungsfirmen schon lange eine fruchtbringende Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft leben, die im Zuge der Schulautonomie und Bildungsreform einen immer größeren Stellenwert einnimmt.

Unsere Übungsfirmen sind unsere Zukunft.
Schule 4.0 und Digitalisierung 4.0 leben in diesem Konzept.

Folgende Übungsfirmen haben in Kärnten das QualitätsAudit erfolgreich absolviert: 

Name der

Übungsfirma

Leiter 1 Schule
Esprit Handels GmbH Mag. Roswitha Wimmer Hak 1 Klagenfurt
Two Stars
Autohandelsges. m. b. H.
Mag. Birgit Leitsberger und

Mag. Roswitha Wimmer

Hak 1 Klagenfurt
Liwu GetränkehandelsgesmbH Mag. Ester Keiler Hak 1 Klagenfurt
iVision IT-Dienstleistungen und Handels GmbH GmbH Mag. Gerhard Friesacher Hak 1 Klagenfurt
ERGONOMICA sit & walk Handels-Ges.m.b.H Mag. Helfried Geihofer Hak 1 Klagenfurt
Büroartikel GmbH MMag. Angelika Santler Hak 1 Klagenfurt
     
BauBaron Innen- und Außengestaltungs GmbH Mag. Arno Legat Hak Villach
Microsued-Verwaltung Handel GmbH Mag. Hannelore Frühwirth Hak Villach
     
printED GmbH Mag. Claudia Jessner Hak Spittal
BIOKO GmbH Mag. Hilde Kleinfercher Hak Spittal
style IT Ges.m.b.H Mag. Hilde Kleinfercher Hak Spittal
office&more GmbH Mag. Hilde Kleinfercher Hak Spittal
Electronic Trade Handels-Ges.m.b.H. MMag. Erwin Theuermann Hak Spittal
     
Art Creative GmbH Mag. Heike Straßer Hak Völkermarkt
MODELLWELT Modellbaufachhandel GmbH Mag. Günther Kurnig Hak Völkermarkt
CYBERBOX Handels GmbH Mag. Ulrike Messner-Lasnik Hak Völkermarkt
     
Bodyguards&Security Systems – Wachdienst-Sicherheitssysteme GmbH Mag. Christine Kleiber Hak Feldkirchen

Die Übungsfirma Two Stars Autohandels GmbH ist die erste vollkommen digital geführte (papierlose) Übungsfirma Österreichs, die das QualitätsAudit erfolgreich bestanden hat. Mit der Übungsfirma Esprit Handels GmbH konnte auch erstmals in Österreich eine Übungsfirma aus dem Abendschulbereich erfolgreich zertifiziert werden.

ÖKOLOG goes PUBLIC 3.0

Seit nunmehr 21 Jahren gibt es in Kärnten ausgezeichnete ÖKOLOG-Schulen. Insgesamt befinden sich derzeit folgende 52 Schulen im ÖKOLOG Netzwerk: 25 Volksschulen, 13 NMS, 3 AHS, 4 BHS, 1FBS, 2 LWFS, die Pädagogische Hochschule sowie 3 Sonstige Schulformen (PTS Spittal/Drau, SEF Seebach, Waldorfschule)

Lehrer/innen und Schüler/innen arbeiten gemeinsam an den brennenden Themen unserer Zeit. Die Auseinandersetzung mit Ökologie, Wirtschaft und sozialen Belangen ist in den meisten ÖKOLOG-Schulen und ÖKOLOG Pädagogischen Hochschulen im Leitbild bzw. Schulprogramm verankert und regt zu nachhaltigem Denken und Handeln an. Dabei werden Schulleitungen und Lehrer/innen durch ÖKOLOG, dem größten Netzwerk für Schule und Umwelt in Österreich, unterstützt und gefördert

Initiator des ÖKOLOG-Programms ist das Bildungsministerium. Seit Jahren setzen ÖKOLOG-Schulen das Unterrichtsprinzip „Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung“ um und vermitteln unseren Schüler/innen Kompetenzen für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft. Zahlreiche Projekte und die praktische Umsetzung im Schulalltag (wie Energie- und Ressourcen sparen, Abfallvermeidung, bewusste Ernährung) sorgen bei der Ausbildung junger Menschen für einen unschätzbar hohen Mehrwert für unser alltägliches Miteinander.

Um diese Leistungen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, hat das ÖKOLOG- Regionalteam Kärnten in Kooperation mit dem ehem. LSR, jetzt Bildungsdirektion für Kärnten, die Ausstellungsreihe „ÖKOLOG goes PUBLIC“ ins Leben gerufen. Gleichzeitig ist der Monat Mai zum „ÖKOLOG Monat“ erklärt worden. Themen aus dem vielschichtigen Bereich ÖKOLOG –  Natur- und Umwelt, Energie, Mobilität, Wasser, Abfall, Schul-Klassenklima, Soziales usw. stehen in diesem Zeitraum im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit.

Im Rahmen der diesjährigen Ausstellung im Mai 2019 präsentieren 9 ÖKOLOG – Schulen ihre besonderen Projekte im Bereich Umweltbildung und Nachhaltigkeit. Organisiert und kuratiert hat die Ausstellung das ÖKOLOG- Regionalteam Kärnten in Kooperation mit Bildungsdirektion für Kärnten. Die ausgestellten Projekte zeigen die Vielschichtigkeit des Zugangs und die Kreativität der Bearbeitung der Themenbereiche Umwelt, Energie, Wasser, Abfall, Klima, Schul-Klassenklima, Soziales, Kulturraum, Handwerk, u.v.m. Die Ausstellung kann noch bis 6. Juni 2019 in den Räumlichkeiten der Bildungsdirektion besucht werden.

ÖKOLOG-Schulen, die diesmal ausstellen:

  • VS 23 Wölfnitz – Thema: „Handwerk olé, Langeweile ade“ – handwerkliche Kompetenzen erweitern, Möglichkeiten finden, kreativ sein und nicht dauernd am Handy, z.B.: beleuchtete Bilder, Stricken mit selbstgebauter Strickmaschine, Brückenbau aus Restmaterialien
  • NMS Gegendtal-Treffen: Wasserprojekt/ Umgang mit Natur, Lebensquellwasser und Wassertiere, Wasserwelt Objektgestaltung, Recyclingmaterialien, erneuerbare Energie
  • VS St. Veit
    1.) Schulübergreifendes Projekt der VS St. Veit/Glan/und VS Straßburg: Physik zum Frühstück/physical breakfast; Forschungsfrage: Was haben Lawinen und Müsli gemeinsam? Unterrichtsmodule mit Knobelaufgaben in Deutsch und Englisch in unterschiedlichen Niveaus mit Freihandversuchen zum Thema Mischen und Entmischen
    2.) „Feliz NAWI-Daz“- Kooperationsprojekt, Schüler_innen/ Kinder mit  Migrationshintergrund erforschen Farben
  • NMS 10 Klagenfurt: „NMS10 – ökologisch, sozial, innovativ“;die Ausstellung bezieht sich auf diese Bereiche
  • HBLA Pitzelstätten – Umwelttag mit Stationenbetrieb in der Schule zu umweltfreundlichen, gesunden und nachhaltigen Alternativen in den Bereichen Kosmetik, Reinigung, Ernährung und Landwirtschaft.
    8 Stationen: Naturkosmetik, Insektenhotel, Reinigungsmittel, Saisonale Smoothies, Blumenwiese, Stofftaschen statt Plastiksäcke, Upcycling, Mülltrennolympiade
  • SFS Seebach – Inklusives Upcycling Kunstprojekt: Wunderland Papier und Stein in Kooperation mit der VS Gmünd
  • NMS Griffen: CO2- footprint, Nistkästen „for birds“
  • NMS Völkermarkt – Die tolle Knolle: ein besonderes Alternativprogramm mit Kartoffeln, mit denen im Physikunterricht sogar Strom erzeugt wurde
  • NMS Wölfnitz
    Thema 1: Nachhaltigkeit (Baumwolle statt Plastik) und Kreativität: Schülerinnen der 3. Klassen bestickten im Werkunterricht Baumwoll-Rucksäcke mit verschiedenen Motiven. Ansporn sollte es sein, nach einem Wandertag den Müll der mitgebrachten Jause auch wieder nach Hause zu tragen.
    Thema 2: Müllwerk wird Kunstwerk: Die Ökologieschüler der 2. Klassen besuchten die Ausstellung „Verlockungen des Alltags“ von Jan Henderikse in der Stadtgalerie Klagenfurt.  Anschließend gestalteten die Schüler/innen Assemblagen.

Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair hob bei der Ausstellungseröffnung die Bedeutung von Umwelterziehung in den Kärntner Schulen von der Volksschule bis zu den Höheren Schulen hervor. „Die Kreativität, der praxisorientierte und lebensnahe Ansatz bei der Bearbeitung der Thematiken im Unterricht nimmt einen wichtigen Stellenwert ein und sorgt somit für nachhaltiges Einprägen und positive Folgewirkungen in der Zukunft,“ zeigte sich der Bildungsdirektor vom vorbildlichen Engagement der Schüler/innen begeistert und sprach allen Lehrer/innen Dank aus, die mit ihrem Handeln und Wirken dazu beitragen, das Bewusstsein der Kinder im Umgang mit unserer Natur und Umwelt nachhaltig zu bilden und zu schärfen. Der Einsatz kreativer Methoden bewirkt eine Auseinandersetzung mit Werten und Haltungen und fordert Respekt für die natürlichen Ressourcen, heute und für zukünftige Generationen, ein.

Gesund – Gesünder – CHS Villach

Eine besondere Ehre wurde dem CHS Villach Anfang Mai zuteil: Für das überdurchschnittliche Engagement in Sachen Gesundheit durfte die Leiterin Petra Mayer ein Zertifikat seitens der KGKK und der PVA entgegennehmen. Während der letzten beiden Jahre nahm man am aktuell auslaufenden Projekt „Gesunde BMHS“ teil und konnte im Zuge dessen allerlei Gesundheitsförderndes in die Wege leiten.

Die Servicestelle „Schule“ der KGKK führt seit dem Schuljahr 2016/2017 in Kooperation mit der BVA Kärnten das Projekt „Gesunde BMHS“ an vier Kärntner berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) durch. „Gesunde BMHS“ ist ein Gesundheitsförderungsprogramm für Schulen, welche langfristig am Thema Gesundheit arbeiten möchten. Übergeordnetes Ziel ist es, den Lebensraum Schule für alle Beteiligten gesundheitsförderlich zu gestalten und motivierende Arbeits- und Lernbedingungen zu schaffen.

Die gesundheitsfördernden Maßnahmen des CHS Villach sind vielfältig: Nordic Walking, Achtsamkeits-Training, Bio-Produkte in der Betriebsküche sind nur einige der Schwerpunkte, die erfolgreich für alle im Schulleben involvierten Personen (Schüler/innen, Lehrer/innen & sonstige Mitarbeiter/innen) unter der Regie von Fachvorständin Gertraud Tomaschitz realisiert worden sind.

Das CHS Villach ist nicht nur die größte Schule Kärntens – Es ist vor allem bekannt dafür, dass trotz sehr hohem Leistungs-Niveau vor Ort auch eine besonders soziale Atmosphäre dominiert. Für Direktorin Petra Mayer steht dabei immer der Mensch im Mittelpunkt – zweifelsohne ein enorm wichtiges Fundament für die Gesundheit aller Menschen am CHS Villach.

 

Text: Corinna Kofler / CHS Villach

Fotos: Gert Steinthaler / CHS Villach

Das Siegerteam des Quiz „Politische Bildung-Europa-Quiz 2019“ auf Bildungsreise in Slowenien

Eine kleine, aber feine Reisegruppe traf sich am 23. April 2019 frühmorgens, also noch in den Osterferien, um sich auf den Weg nach Laibach/Ljubljana zu machen. Ein erster Stopp wurde bereits nach einigen wenigen Kilometern eingelegt, um bei den 1943 errichteten Außenlagern des KZ Mauthausen Nord und Süd am Loiblpass, der Menschen zu gedenken, die unter schrecklichsten menschenverachtenden Bedingungen den Tunnel durch die Karawanken graben mussten. Leider wissen viele Kärntnerinnen und Kärntnern immer noch nicht, dass es Häftlinge des Vernichtungslagers Mauthausen waren, die diesen Tunnel gegraben haben. Viele sind dabei zu Tode geschunden oder sogar vorsätzlich ermordet worden.

Von unserem sprach- und fachkundigen Reiseleiter, Mag. Dr. Theodor Domej, dem ehemaligen Fachinspektor für Slowenisch an mittleren und höheren Schulen in Kärnten, erhielten wir viele historische, aber auch aktuelle Informationen zu unserem Nachbarland Slowenien. Er erzählte uns u.a. vom berühmten slowenischen Architekten Jože Plečnik und zeigte uns im Rahmen der Stadterkundung einige seiner Bauten wie z. B. Tromostovje – die drei Brücken sowie die National- und Universitätsbibliothek. Dem Nationaldichter France Prešeren, der einige Zeit auch in Klagenfurt gelebt hatte, begegneten wir am Hauptplatz von Ljubljana in Form der überlebensgroßen Statue.

Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des slowenischen Parlaments mit einer englischsprachigen Führung und das Gespräch mit der Vorsitzenden der Österreich-Freundschafts – Parlamentsgruppe, Frau Abgeordnete Ljudmila Novak. Sie ist auch Kandidatin für die EU Wahl der Partei Nova Slovenija – Krscanska Ljudska Stranka und stellte uns auf Nachfrage  kurz ihre Pläne für die Zukunft Slowenien in der EU vor. Bereits von 2004 bis 2009 gehörte sie dem Europäischen Parlament an.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Innenstadt besuchten wir das Büro der deutschsprachigen Volksgruppen. Im Rahmen eines Round -Table Gesprächs mit dem Vorsitzenden der Deutschen Minderheit in Slowenien, Christian Lautischer gemeinsam mit Manuel Jug, dem jungen Vorsitzenden des Zentralverband Slowenischer Organisationen (ZSO) in Kärnten, erfuhren wir von den Bemühungen der Minderheit um Anerkennung als autochthone Volksgruppe und den Erhalt der Kultur und Sprache in Slowenien.

Der Gottscheer August Grill erzählte uns als Zeitzeuge in seiner Gottscheer Sprache (ein altertümlicher Dialekt) von der Gottschee/ Kočevje und der fast verlorenen Kultur, die es als Weltkulturerbe zu erhalten gäbe.

Der Aufstieg auf die Burg von Ljubljana, die imposant über der Stadtmitte thront, war nach einer kleinen Stärkung auf Einladung des Volksgruppenbüros trotz des Regens für die Gruppe leicht zu schaffen. Der Besichtigungsrundgang um den Dom St. Nikolaus rundete die Stadterkundung ab und das Abendessen war mit diesem Tagesprogramm redlich verdient.

Bereits um 08:00 Uhr starteten wir am zweiten Reisetag unsere Fahrt Richtung westlichster Gemeinde Sloweniens, Kobarid/Karfreit. Das erste Etappenziel war die Stadt Cerkno. Hier haben wir in einer Felsenschlucht das Partisanenlazarett „Bolnišnica Franja“ besichtigt. Der stete Aufstieg durch eine enge, steile Klamm, vorbei an einem tosenden Wasserfall, war besonders bei Regen, sehr eindrucksvoll. Wir konnten dabei ein ungefähres Bild davon bekommen, wie mühsam die Verwundeten und die Materialien an diesen versteckten Ort gebracht werden mussten.

In Kobarid/Karfreit besuchten wir  das Kobariški muzej- Museums des 1. Weltkrieges und erhielten im Rahmen einer zweistündigen, sehr engagierten Führung, die Schrecken der Schlachten des 1. Weltkrieges vermittelt.

Das Soča-Tal war der Schauplatz der größten Schlachten auf slowenischem Boden, die auch der amerikanische Schriftsteller Hemingway in seinem Roman „In einem andern Land“ beschrieben hat. Die größten Gefechte in einer Gebirgsregion in der Geschichte der Menschheit waren gekennzeichnet durch 11 blutige Offensiven der italienischen Armee sowie durch die letzte 12. Isonzoschlacht, genannt das Wunder von Karfreit (Kobarid), in der österreichisch-ungarische Soldaten mit Hilfe der deutschen Armee die Frontlinie zum Fluss Piavo schoben.

Nie mehr einen schrecklichen Krieg erleben müssen, sondern in Frieden und Freundschaft mit den Nachbarn leben dürfen, dieser Wunsch begleitete uns auf der Heimreise über den Predil-Pass nach Tarvisio und Klagenfurt. Die gesamte Reise war geprägt von einer guten, ausgelassenen Stimmung, einer ausgezeichneten Verpflegung und einer besonders netten Gemeinschaft.

Unser großer Dank geht an die Plattform Politische Bildung im Kärntner Landtag für die Ermöglichung dieser schönen und interessanten Reise, FI Dr. Michael Vrbinc für die hilfreiche Unterstützung bei der Organisation, Dr. Theodor Domej für die aufschlussreichen Führungen in der Stadt mit vielen Erzählungen und historischen Details sowie Alfred Wrulich und Christian Puck für die gute und sichere Fahrt über die Pässe.

Kurzbericht von Sebastian Ambrosch

Text&Fotos: Mag. Gerlinde Duller

FH Kärnten zeichnete österreichweit die besten Maturaprojekte aus

Nachweis von Glyphosat in Mais und Soja, App-Entwicklung für karitative Zwecke oder eine modulare Sitzgelegenheit für öffentliche Plätze: Vielfältig waren die Ideen des 14. österreichweiten Maturaprojekt-Wettbewerbs der FH Kärnten unter der Schirmherrschaft von Bildungsdirektor Robert Klinglmair. Prämiert wurden die drei besten Ideen in den Kategorien Gesundheit, Technik und Wirtschaft am 26. April 2019 auf dem FH-Campus Villach. Die drei Gewinnerteams aus Kärnten, Niederösterreich und Oberösterreich freuten sich über je 1.000 Euro Preisgeld.

In der Projektkategorie Gesundheit machte das Team der HLUW Yspertal aus Niederösterreich mit dem Projekt „Analyse und Nachweis von Glyphosat sowie die Betrachtung der rechtlichen Lage von Herbiziden und die Berichterstattung über diese im Laufe der letzten Jahre“ das Rennen. Florian Götzl und Christina Bauer beschäftigten sich mit der Forschungsfrage, welche Konzentration von Glyphosat in Mais und Soja aus der EU und Übersee nachgewiesen werden kann. Zu diesem Zweck wurden Proben aus verschiedenen Ländern und von verschiedenen Marken erstanden und mithilfe der HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) auf ihren Glyphosatgehalt getestet.

Die Gewinnerinnen in der Kategorie Wirtschaft, Alina Asciyan und Arijana Mekanovic von der HAK1 International Klagenfurt, beschäftigten sich im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der Entwicklung einer Donation App in Kooperation mit der Firma xamoom GmbH und der Erstellung eines Businessplans. Die App soll sämtlichen Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel Caritas, Rotes Kreuz, SOS Kinderdorf, Licht ins Dunkel, WWF und Non-Profit Organisationen im Sozialbereich die Möglichkeit bieten, sich auf einer gemeinsamen Plattform zu präsentieren und auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen.

Benjamin Höll, Florian Bundemayr und Severin Egger, drei Schüler der HTBLA Hallstatt aus Oberösterreich, überzeugten die Jury mit dem Projekt „Urban Furniture TRIBUS“ in der Projektkategorie Technik. Die Projektgruppe entwickelte eine modulare Sitzgelegenheit für öffentliche Plätze. Das Konzept namens „TRIBUS“ besteht aus drei Möbelteilen: einem Grundkörper – zum Sitzen, einem Verbindungsstück, welches die Grundkörper verbinden soll und ein Zusatzmöbel, welches ein Sitzen mit Rückenlehne ermöglicht.

Der Anerkennungspreis für besonderes Engagement zur Erhaltung von Tradition und Handwerk, ausgelobt vom Studienbereich Bauingenieurwesen & Architektur der FH Kärnten, ging ebenfalls nach Oberösterreich. Mit der Entwicklung und dem Bau eines zerlegbaren Podany-Hobel konnten Kristof Stögner, Lisa Obermüller und Christopher Salmon von der HTBLA Hallstatt mit dem Projekt „Podany-Hobel und Furnierarbeiten“ die Jury überzeugen.

Der Silicon Alps Sonderpreis „Smarte Systeme“, ausgelobt vom Silicon Alps Cluster, ging an zwei Projektteams der HTL Mössingerstraße und an ein Team der HTBLuVA Salzburg. Die drei besten Maturaarbeiten mit Bezug zu smarten Systemen wurden jeweils mit 500 Euro und einem 1-monatigen Praktikumsplatz bei einem der Silicon Alps Partner prämiert. Die Teams aus Kärnten und Salzburg überzeugten mit einer automatischen Tourenski Niveauregelung, einem interaktiven Reanimationstrainer und einem netzautarken und portablen Energiesystem.

Bis Ende März 2019 reichten Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich 115 Diplomarbeiten sowie vorwissenschaftliche Arbeiten ein. Vergeben wurden Geldpreise im Gesamtwert von 5.400 Euro von der Kärntner Sparkasse und 1.500 Euro vom Silicon Alps Cluster. Projektteams stellten ihre

eingereichten Projekte in Form einer Posterpräsentation vor, die Bewertung und Reihung erfolgte durch eine Fachjury auf dem Campus Villach der FH Kärnten, die für die Auslobung des Wettbewerbs verantwortlich zeichnet. Ziel des Maturaprojekt-Wettbewerbs ist es, Schülerinnen und Schüler vor ihrem Schulabschluss für wissenschaftliches Arbeiten zu begeistern. Die Jury war erneut begeistert von der hohen Qualität der eingereichten Projekte und freut sich mit den Projektbetreuer/innen bereits auf den Maturaprojekt-Wettbewerb im kommenden Schuljahr. „Die eingereichten Maturaprojekte waren sehr anspruchsvoll und auf hohem Niveau. Viele Projekte haben praxisnahe Problemstellungen sehr eindrucksvoll und professionell gelöst, was auf eine engagierte und ganzheitliche Auseinandersetzung mit der Themenstellung schließen lässt“, bekundet Thomas Kandolf, Juryvorsitzender und Head of Innovation Management & Patents bei Liebherr Hausgeräte in Lienz.

 

Alle Gewinner im Überblick

Projektkategorie Gesundheit

  1. Platz | HLUW Yspertal

„Analyse und Nachweis von Glyphosat sowie die Betrachtung der rechtlichen Lage von Herbiziden und die Berichterstattung über diese im Laufe der letzten Jahre“

 

  1. Platz | BG Porcia

„Mikroplastik und die Auswirkung auf den menschlichen Körper“

 

  1. Platz | HTBLA Braunau

„Sav/fe Food“

 

Projektkategorie Wirtschaft

  1. Platz | HAK 1 International Klagenfurt

„Donation App – Entwicklung eines Konzepts und eines Businessplans“

 

  1. Platz | BHAK Spittal/Drau

“Entwicklung eines Wanderpass-Systems für den Tourismusverband Radenthein-Döbriach“

 

  1. Platz | HLW Spittal/Drau

„Nachhaltigkeitsprojekt Energieautarkie“

 

Projektkategorie Technik

  1. Platz | HTBLA Hallstatt

„Urban Furniture TRIBUS“

 

  1. Platz | HTBLA Ried i. Innkreis

„Integration der Respiro Pick-up Technologie in den modernen Feldhäcksler“

 

  1. Platz | HTL Mössingerstraße

„STFS – Smart Tunnel Fire Simulator“

 

Silicon Alps Sonderpreis „Smarte Systeme“

HTL Mössingerstraße

„SKYSTEPS – Automatische Tourenski Niveauregelung“

 

HTBLuVA Salzburg

„Netzautarkes und portables Energiesystem“

 

HTL Mössingerstraße

„CPR Trainer“

 

Anerkennungspreis

HTBLA Hallstatt

„Podany-Hobel und Furnierarbeiten“

 

Text&Fotos: FH Kärnten

Erfolgreiche HTL-Projekte im „Jugend Innovativ“ Bundesfinale 2019

Zum dritten Mal in Folge wurde die HTL Mössingerstrasse beim Halbfinale des „Jugend Innovativ“ Wettbewerbs am 25.4.2019 in Weiz als innovativste Schule Kärntens 2019 ausgezeichnet! Zu diesem Erfolg trugen die Schülerinnen und Schüler sowie deren Betreuer bei. Sechs Projekte der Schule qualifizierten sich für das Semifinale, davon gleich vier der Abteilung Elektrotechnik.

Bei diesem Wettbewerb gibt es sieben Kategorien. Für jede Kategorie wurden in vier Halbfinalevents insgesamt fünf Finaltickets vergeben. Fünf der sechs Projekte waren den Kategorien „Engineering I“ und „Engineering II“ zugeteilt, eines in der Kategorie „Sustainable“. Heuer wurden insgesamt 438 Projekte eingereicht, in Engineering I und II gab es immerhin 299 Einreichungen! Drei Projekte der HTL Mössingerstraße und zwei Projekte der HTL Ferlach qualifizierten sich dabei für das Bundesfinale am 5. Juni 2019 in Wien.

 

Die besten Teams aus Kärnten: 

Projekt: Gailtal – Draisine
Schule: HTBLVA Ferlach
Kategorie: Design

Projekt: Kindergartenrucksack
Schule: HTBLVA Ferlach
Kategorie: Design

Projekt: Electric Differential Lock
Schule: HTL Mössingerstraße
Kategorie: Engineering I

Projekt: STFS – Smart Tunnel Fire Simulator
Schule: HTL Mössingerstraße
Kategorie: Engineering II

Projekt: SKYSTEPS – Automatische Tourenski Niveauregelung
Schule: HTL Mössingerstraße
Kategorie: Engineering II

Als „Innovativste Schule“ Kärntens wurde die HTL Mössingerstraße in Klagenfurt ausgezeichnet.​​​​​​

 

Text: HTL Mössingerstrasse

Fotos: Rauchecker Photography