#Erasmusdays 2019 am BG Tanzenberg

Europaweit fanden im Oktober die #Erasmusdays 2019 statt, so auch heuer erstmalig am BG Tanzenberg, wo gemeinsam mit der Bildungsdirektion für Kärnten diese Veranstaltung durchgeführt wurde.Verschiedenste Erasmusplusprojekte wurden vor zahlreichen Gästen, unter anderem Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser, Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair, Mag. Ursula Panuschka von der Nationalagentur Lebenslanges Lernen, ehemaliger Amtsführender Präsident des Landesschulrates Rudolf Altersberger, zahlreichen Direktor/innen und Erasmuspluskoordinator/innen diverser Kärntner Schulen sowie Vertreter/innen der Medien präsentiert.

Die Projektleiter Studienrat Günther Prommer und MSc Silvia Quendler stellten deren neues Konsortiumprojekt vor, welches auch Lehrer/innen, Direktor/innen und Schulbediensteten die Chance bietet, an Erasmusplusprojekten teilzunehmen. Ein“ school-to-school Projekt“, welches  Schüler/innen des BG Tanzenberg einen 2-monatigen Aufenthalt an einer der drei Partnerschulen in Italien und Irland ermöglicht, fand besonderes Interesse.

Der Hausherr Direkor Gerald Horn erwähnte die Vorteile einer Teilnahme an einem Erasmusplusprojekt wie die immense Verbesserung der Sprachkenntnisse, das Kennenlernen einer neuen Kultur, das Sammeln vieler neuer Erfahrungen und das Schließen wertvoller Freundschaften.

Mit den Klängen der  Europahymne, gesungen vom BG Tanzenberg, unter der Leitung von Mag. Sylvia Steinkellner und der Schulband wurde eine vom Klub der Köche Kärnten eigens kreiierte Erasmustorte als krönender Abschluss angeschnitten und verspeist.

Text&Fotos: Günther Prommer

Landtagsenquete zu „Veränderte Gesellschaft, veränderte Familie, veränderte Schule“

Im Landesarchiv in Klagenfurt fand eine Enquete des Kärntner Landtages zum Thema „Veränderte Gesellschaft, veränderte Familie, veränderte Schule – Den aktuellen Herausforderungen im Schullalltag erfolgreich begegnen“, statt.

Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser begann sein Statement mit einem Zitat des britischen Naturforschers Charles Darwin: „Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel“. Davon betroffen sei nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Schulen, die ständig mit großen Herausforderungen konfrontiert werden. „Veränderungen sind Kennzeichen von Gesellschaften und ihren Kulturen. Allerdings geschahen diese Veränderungen früher in einer deutlich geringeren Geschwindigkeit“, betonte Kaiser. Dass sich die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen vielfältig und nachdrücklich verändert habe, sei ein Faktum. Auf diesen schnellen Wandel müssen auch die Schulen reagieren, wenn sie ihren Bildungsauftrag gerecht werden wollen.

Dass das Bildungssystem sich dabei in einer ambivalenten Situation befinde sei ebenfalls klar. Einerseits soll und muss die Schule modern und innovativ sein und auf die Veränderungen reagieren und die Schülerinnen und Schüler auf deren Zukunft vorbereiten. Andererseits habe die Schule jedoch die Aufgabe bestimmte Inhalte und Werte zu wahren und an die nächste Generation zu übermitteln. „Diesen Spagat zu leisten ist außerordentlich schwierig. Die Herausforderungen an die Lehrerinnen und Lehrer bzw. die Schulorganisation aber auch an die Erziehungsberechtigten wachsen rapide“, so Kaiser.

Durch die Digitalisierung unserer Lebenswelt gäbe es zudem ein verändertes Sozialverhalten. Machte man sich bis zur Jahrtausendwende in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen vor allem über die Dauer und die Inhalte von Fernsehsendungen Sorgen, so wechselt seit dem Aufkommen von Handys und Internet sogar die Expertenrolle. „Kinder weisen ihre Eltern in den Umgang mit den neuen Medien ein“, stellte der Landeshauptmann fest. Einen entscheidenden Einfluss auf das Verhalten von Jugendlichen haben auch die Social Media Communities. „Traditionelle soziale Netze wie Vereine, Kirchen, politische Gruppierungen verlieren vor allem in den Städten an Bedeutung“, so Kaiser.

Den bisherigen Lernraum Schule und Bildung werde man künftig in einem höheren Maße als bisher als Lebensraum zu sehen haben. Daher sei es wichtig, neue Maßnahmen anzudenken. „Dazu gehört die Errichtung von Bildungszentren ebenso wie von Ganztagesschulen und modernen Elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen“, so Kaiser, der auch davon überzeugt ist, dass man mit Clustern und der Schulautonomie die eine oder andere Ressource ebenfalls noch heben werde können.

Landtagspräsident Reinhart Rohr betonte, dass die gesellschaftlichen Veränderungen auch deutlich spürbar in Schulen zu bemerken seien. „Es gilt künftig viele Fragen zu lösen und jeder ist aufgefordert, seinen Beitrag dazu zu leisten“, so Rohr. Kärnten zur kinder- und jugendfreundlichsten Region zu machen sei das erklärte Ziel. Bei der Enquete, sie wurde von Christof Glantschnig (ORF Kärnten) moderiert, nahmen fünf Referenten zum Thema Stellung.

Primarius Wolfgang Wladika (Klinikum Klagenfurt) referierte zum Thema – „Die Unangepassten – Schnittstelle zwischen Schule und Kinder- und Jugendneuropsychiatrie“. Lob gab es vom Abteilungsvorstand der Neurologie und Psychiatrie des Kindes und Jugendalters für das Modell der Time Out Gruppen für verhaltensauffällige Kinder. Im heurigen Schuljahr gibt es in Kärnten insgesamt 39 solcher Gruppen.

Bildungssprecher NAbg. Wendelin Mölzer thematisierte „Wahlfreiheit und Vielfalt des Angebotes sichern die Qualität in der Bildungspolitik“. Er bescheinigte dem Bildungssystem viele positive Eckpunkte. Forciert gehört für ihn die Schulautonomie und der Ausbau einheitlicher Bildungsstandards.

Univ. Prof Heinz Faßmann, Bundesminister a.D. für Bildung Wissenschaft und Forschung, stellte „Veränderte demographische Strukturen, veränderte Schule? – Aktuell Herausforderungen im Bildungssystem“ in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Er verneinte nicht, dass die Zuwanderung neue Wert-, Normen- und Sozialisationsmuster mit sich bringe. „Die Herausforderungen und Anforderungen an das Bildungssystem und die Gesellschaft haben sich geändert. Die Politik muss in die Gesellschaft hineinhören. Bund und Länder sollten sich nicht kontrovers im Bildungsbereich gegenüberstehen“, betonte Faßmann.

Dieter Duftner, CEO Duftner digital Group, ließ mit dem Thema „Der (einzige) Weg aus der Kreidezeit- Bildung radikal und realistisch digitalisieren“ aufhorchen. Univ. Prof. Peter Schlögl (Institut für Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) beleuchtete „Die Schule von heute für die Welt von morgen“.

Bei der Enquete ebenfalls vor Ort: Landesrat Martin Gruber, dritter Landtagspräsident Josef Lobnig, Klubobmann Markus Malle, die stellvertretenden Klubobleute Andreas Scherwitzl und Christian Leyroutz, zahlreiche Abgeordnete, der stellvertretende Landesamtsdirektor Markus Matschek, Bildungsdirektor Robert Klinglmair sowie Vertreter/innen von Ämtern und Behörden.

Text: LPD Kärnten/Michael Zeitlinger
Foto: LPD Kärnten/Gert Eggenberger

Gelebte Nachhaltigkeit am CHS Villach

Dass das Thema Nachhaltigkeit am CHS Villach kein aktueller Trend ist, sondern schon seit längerem von der kompletten Schul-Gemeinschaft aus Überzeugung tagtäglich gelebt wird, stellte Kärntens größte Schule vor einigen Tagen gleich mehrfach entsprechend zu Beweis: Für ihr jahrzehntelanges & unvergleichliches Engagement in Sachen Bio wurde Fachvorständin Gertraud Tomaschitz im Rahmen des „Alpe-Adria-Bio-Festes“ in Villach der Ehrentitel „Bio-Botschafterin“ verliehen. Sie und ihr Team sind auch verantwortlich dafür, dass die schulinterne Betriebsküche kürzlich mit dem Güte-Siegel „Gesunde Küche“ ausgezeichnet wurde.

Ziel dieser Initiative ist es, in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung allen die bestmögliche Verpflegung anzubieten, um ihre Gesundheit zu fördern und aufrechtzuerhalten. Die Auswahl von frischen, saisonalen und regionalen Lebensmitteln mit einem entsprechenden Bio-Anteil zählt ebenso zu den verpflichtenden Kriterien der „Gesunden Küche“ wie ein Mindest-Angebot an Vollkornprodukten, Fisch oder vegetarischen Speisen. Fleisch darf dabei nur max. 2 x pro Woche am Speiseplan stehen. Bei der Zubereitung wird auf die richtige Auswahl von hochwertigen Fetten und Ölen geachtet.

Unabhängig davon, setzt man am CHS Villach auch nachhaltige Alltags-Akzente wie die Verbannung von Kunststoff-Bechern bei den Getränke-Automaten, den besonders sorgsamen Umgang mit Kopier-Papier, die Anschaffung & Verwendung von schulinternen Fahrrädern für Erledigungen in der näheren Umgebung zur Reduzierung von Abgasen durch PKW oder Motorroller und vieles mehr.

Im heurigen Schuljahr wollen Leiterin Petra Mayer und das gesamte CHS-Team den Fokus auf weitere Innovationen in Sachen Umweltschutz setzen. Sie ist gemeinsam mit Schüler/innen und Kolleg/innen bereits begeistert am Planen ebendieser.

Text&Foto: CHS Villach

Marathon im Sinne des Klimaschutzes

„Nicht zuletzt durch die weltweiten „Fridays for Future“ Demonstrationen unterstützt die Bildungsdirektion für Kärnten Initiativen, die mit praxisnaher Bildung nachhaltig für den Naturschutz sensibilisieren und gleichzeitig die Faszination Natur erlebbar machen. Das Kunstprojekt „FOR FOREST“ verbindet Kunst und Natur auf einzigartige Weise miteinander und bietet für Schüler/innen sowie Pädagog/innen im multifunktionalen Raum des Klagenfurter Stadions eine gute Möglichkeit zur Reflexion in Hinblick auf die Kostbarkeit unserer Natur“, zeigt sich Bildungsdirektor Robert Klinglmair begeistert über die größte Kunstinstallation Österreichs im öffentlichen Raum.

Auch für die HAK Villach steht das Schuljahr im Zeichen der Nachhaltigkeit und des Klimawandels. So haben sportliche Schüler /innen und Lehrer/innen per Rad oder im Laufschritt einen Marathon von Villach nach Klagenfurt zum Kunstprojekt „For Forest“ gestartet. Mit dem Bezwingen der 42 Kilometer langen Strecke, die entlang des Drauradweges und der Wörtherseesüdufer-Straße führt, will man ein Zeichen für den Klimaschutz setzen. „Damit soll das Bewusstsein für den Umweltschutz bei Lehrer/innen und Schüler/innen gestärkt werden“, sagt Direktorin Melitta Trunk. Das sportliche Vorhaben meisterten die Schüler/innen und Lehrer/innen mit Bravour, gegen Mittag trafen sie im Stadion ein.

Die Aktion ist Teil einer Aktivität der Wirtschaftsakademie Villach im Rahmen des schulinternen Schwerpunktes „Unser Beitrag zum Bewusstseinschaffen für den Klimaschutz.“ Auch weitere Projekte sind in der Kunst- und Schreibwerkstatt noch geplant. „600 Schülerinnen und Schüler werden von 23. September bis 11.Oktober „For Forest“ und dort den Workshop Wald und Forstwirtschaft besuchen. Die Anreise erfolgt per Zug“, sagt Trunk. Ende November wird es eine Foto-Ausstellung zum Thema Klimaschutz geben. Im schuleigenen Sportpark sollen zudem Bäume gepflanzt werden.

Text: Bildungsdirektion für Kärnten/ Mag. Claudia Lautischer, Kleine Zeitung/ 23.September 2019

Fotos: HAK Villach

Kärntner Schüler/innen sind keine „Sprachmuffel“

Dies beweist die Tatsache, dass auch heuer wieder mehr als 300 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 22 Schulen im WIFI Kärnten die Prüfung für die begehrten und international anerkannten Zertifikate

  • Cambridge English: Preliminary
  • Cambridge English: First
  • Cambridge English: Advanced
  • Business English Certificates (BEC) Vantage

der Universität Cambridge erfolgreich abgelegt haben.

Weltweit sind es jährlich mehr als 5,5 Millionen Kandidatinnen und Kandidaten in über 135 Ländern, die an dieser zweitägigen Prüfung – schriftlich und mündlich – teilnehmen. Die Motivation dafür ist unterschiedlich. Die Verbesserung der beruflichen Chancen steht aber mit Sicherheit an oberster Stelle, da immer mehr Arbeitgeber und Universitäten weltweit die Cambridge-Zertifikate als Nachweis hoher sprachlicher Kompetenz anerkennen.

Den Kärntner Schülerinnen und Schülern wurden die begehrten Diplome Ende September im Rahmen einer offiziellen Feier im WIFI Kärnten von der Vize-Präsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten, Carmen Goby, dem Bildungsdirektor der Bildungsdirektion für Kärnten, Dr. Robert Klinglmair und dem Institutsleiter des WIFI Kärnten, Mag. Andreas Görgei, überreicht.

Text&Foto: Wifi Kärnten/ Mag. Irene Filley

 

Österreichs einzigartiges Schulprojekt feiert 10. Geburtstag

Seit zehn Jahren gibt es in der Mössingerstraße in Klagenfurt die Kooperation zwischen der HTL und dem Gymnasium und seit zehn Jahren ist man die einzige nachhaltige Schulkooperation in ganz Österreich. Im Beisein von Landeshauptmann Peter Kaiser wurde das in der Aula der HTL nicht nur gebührend gefeiert, sondern  ehemalige Lehrer/innen des Projektes waren anwesend ebenso wie Absolvent/innen und aktive Schüler/innen und Pädagog/innen. Unter ihnen derjenige, der das Projekt vor zehn Jahren ermöglicht hat: der ehemalige Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger.

Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser gratulierte allen, die das Projekt über so lange Zeit zu einem Erfolgsmodell gemacht haben, „mit dem Kärnten eine Vorreiterrolle im Bildungswesen in ganz Österreich einnimmt“. „Sie alle haben zusammengeführt, was in der Gesellschaft und in der Ausbildung unserer Jugend notwendig ist. Technik ist Fortschritt, Technik bedeutet Jobchancen“, so Kaiser. Seit zehn Jahren werde an den beiden Schulen genetzwerkt, was die jüngste Bildungsreform als Neuerung vorsieht. „Seit zehn Jahren gehen Sie alle einen großartigen Weg der Kooperation Schulen und Wirtschaft, des Zusammenhalts. Kärnten ist stolz auf diese Vorreiter“, sagte Kaiser.

Die Schulkooperation wird ermöglicht und finanziert durch Eltern und Sponsoren wie die Industriellenvereinigung, Infineon, Elin, die FH Kärnten und die Kelag. Das ursprüngliche Ziel hat sich nicht verändert: Durch das Projekt wird die technisch-naturwissenschaftliche Ausbildung im Land forciert, wird das Technikinteresse schon in den unteren Schulstufen geweckt und bildet Kärntens Schülerinnen und Schüler entsprechend dem Bedarf des Arbeitsmarktes aus. Die Zahlen belegen: 1999 beim Start der Kooperationsklasse meldeten sich 27 Schüler/innen an, heute sind es bis zu 70. In Summe haben über 300 Schülerinnen und Schüler sich über diese Kooperation mit der Technik vertraut gemacht, Absolvent/innen studieren an der Technischen Uni Wien.

Claudia Mischensky von der Industriellenvereinigung sagte daher: „Wir sind von Beginn an dabei und heute sehen wir, dass wir uns weniger Sorgen um unsere Zukunft machen müssen. Wir haben von Beginn an an das Projekt geglaubt und die Notwendigkeit gesehen in MINT-Fächer zu investieren!“. Auch Bildungsdirektor Robert Klinglmair verwies auf die Bildungsreform, die nun die Kooperation Schulen-Wirtschaft ermöglicht. „Das wird hier in der Mössingerstraße seit zehn Jahren gelebt, die Wirtschaft beteiligt sich, die Barrieren zwischen den Schulen wurden abgeschafft“, so Klinglmair.

Der Erfolg der Kooperationsklassen liegt in der Teamarbeit, der konsequenten Verbindung zwischen Theorie und Praxis, dem fächer- und schulübergreifende Arbeiten sowie dem Tutoren-System, bei dem Schüler/innen und Lehrer/innen auf Augenhöhe zusammenarbeiten und Schüler/innen Schüler/innen helfen. Ein einstündiger verpflichtender Freigegenstand verbunden mit einem vierstündigem Blockunterricht einmal im Monat und Unterricht in Kleingruppen sind die organisatorische Grundlage für die Kooperationsklassen.

Redaktion: LPD Kärnten/Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD Kärnten/Arnold Pöschl

Kärnten, Schulsportland Nummer 1 in Österreich

Der Schulsportbericht für das Jahr 2018/19 liegt vor und einmal mehr steht unter Beweis, dass Kärnten unter den Bundesländern die Nase vorne hat. Mit dem Bericht konnte Landeshauptmann und Sportreferent Peter Kaiser im Rahmen einer Pressekonferenz im Klagenfurter Lerchenfeld Gymnasium belegen, „dass Kärnten das Schulsportland Nummer 1 in Österreich ist“. Gemessen wird das an der Anzahl der Jugendlichen, die an Sport-Wettkämpfen teilnehmen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Deshalb verlangte Kaiser auch: „Wir brauchen einen „sport-motorischen Schulterschluss mit dem Bund. In einem zweiten, verpflichtenden, Kindergarten Jahr müssen Bewegung und Sport eine fixe Einrichtung sein, um motorische Defizite zu beseitigen, bzw. erst gar nicht mehr aufkommen zu lassen!“

In Zahlen gegossen bedeutet der Schulsportbericht, dass über 30.000 Kinder im Schuljahr 2018/19 an Wettkämpfen in 39 Sportarten teilgenommen haben. „Das bedeutet, dass nahezu die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler Kärntens sich sportlich betätigen und an Wettkämpfen teilnehmen. Das ist gesundheitsfördernd, wirkt präventiv. Wichtig sind aber auch die sozialen Kontakte, die entstehen und der Umgang mit Siegen und Verlieren, der hierbei erlernt wird. Außerdem wird der Gemeinschaftssinn geprägt“, fasste Kaiser die Vorteile der Schulsportaktivitäten in Kärnten zusammen. Auch heuer würden laut Kaiser wieder drei Bundes-Meisterschaften in Kärnten ausgetragen: Leichtathletik als die generell größte Schulsportveranstaltung, Orientierungslauf und Volleyball Oberstufe.

Ergänzt werden die zahlreichen Meisterschaften durch den Breitensport. Auch hier legt man im gesamten Schulsport einen massiven Schwerpunkt. „Wir müssen die Bewegung im Schulalltag fix verankern, damit Sport, Bewegung und gesunde Ernährung so früh wie möglich in den Lebensalltag der jungen Menschen integriert werden“, betonte der Bildungsdirektor des Landes, Robert Klinglmair. Für Kaiser ist demnach klar: „Kärnten muss das Schulsportland Nummer 1 in Österreich bleiben!“

Der Schulsportkoordinator Manuel Oraze konnte berichten, dass es bei 45 Landesmeisterschaften, die im letzten Schuljahr ausgetragen wurden, zahlreiche Stockerlplätze von den 30.858 Schülerinnen und Schüler für Kärnten erreicht wurden. So haben über 2.500 Kinder bei den Kindersicherheitsolympiaden teilgenommen, oder über 750 bei den Schisicherheitstagen, um zwei Beispiele zu nennen. Die Schulprojekte Volksschule in Bewegung/Soccer for Kids mit 54 teilnehmenden Teams und die Leichtathletik-Offensive, bei der 1.000 Schülerinnen und Schüler aus 24 Schulen pro Woche ihren Sportunterricht absolvieren, zählen überdies zu den breitenwirksamsten Projekten im Schulsport.

Aber auch im Breitensport konnten beeindruckende Zahlen geliefert werden. Fachinspektor Hannes Wolf: „7.190 Kinder haben wir durch Breitensport-Aktionen an den Sport, die Bewegung an eine aktive Lebensführung herangeführt. Sport und Schule sind untrennbar mit einander verbunden, wenn es um die Basis für ein gesundes Leben geht!“ In Zukunft sei das Thema Inklusion stärker bei sportlichen Aktivitäten von Seiten der Schulen zu berücksichtigen.

Intensiv wird im gesamten Schulsport auch daran gearbeitet, die Sportvereine in Kärnten bei ihrer Nachwuchsarbeit zu unterstützen. Für Schulen besteht die Möglichkeit, sechs Unterrichtseinheiten pro Klasse mit einem Spotverein zu vereinbaren.

Schulsportkoordinator Bernt Lex erklärte, dass 150 Sportvereine eingebunden waren mit 4.345 teilnehmenden Schülern. „Trainer und Betreuer kommen in die Schulen, damit Kinder verschiedene Sportarten ausprobieren können und sich dann für den einen oder anderen Verein begeistern. Wir schaffen eine Win-Win-Situation für Vereine und die Schülerinnen und Schüler“, so Lex.

Text: LPD Kärnten/ Gerlind Robitsch

Fotohinweis: LPD Kärnten/Bauer

BuddyGuard – Schüler/innen helfen Schüler/innen

Hinter dem Buddy-Projekt steht die Idee, dass Jugendliche besonders Vertrauen zu Gleichaltrigen aufbauen und aus diesem heraus unterstützend wirken.
Auf der Basis dieser Idee betreuen Schüler/innen der Oberstufe am BRG Spittal seit mehreren Jahren ihre jüngeren Mitschüler/innen in der Unterstufe. Sie sind Anlaufstelle für unterschiedliche Probleme und helfen, aufeinander zu achten, einander zu unterstützen und leisten somit einen wesentlichen Beitrag zu einem guten Klassen- und Schulklima.

Die jährliche gemeinsame „Kick-Off-Veranstaltung“ zum BuddyGuard-Projekt fand heuer vom 17. – 19. September 2019 am Gut Rojachhof in Lendorf statt, an welcher 79 Schülerinnen und Schüler der 9. – 12. Schulstufe des BRG Spittal teilnahmen.

Im Rahmen von verschiedenen Workshops werden die Schüler/innen über Kurzvorträge, Trainings, Selbsterfahrungselemente und Gemeinschaftsaktivitäten auf ihre Arbeit und Rolle als Buddy vorbereitet. Schüler/innen, welche schon länger am Projekt teilnehmen, können ihre Erfahrungen an Jüngere weitergeben, zusätzlich ihr Wissen und ihre Kompetenzen vertiefen und sich in weiterer Folge auch zu Peer-Mediator/innen ausbilden lassen.

Ausgebildet und begleitet werden die Schüler/innen von einem sehr engagierten und kompetenten Peer-Coaches-Team am Schulstandort. Zusätzlich übernehmen externe Trainer/innen Ausbildungselemente während der Workshoptage – mitunter als Trainerin präsent war Anna Maria Gabalier, MA von der Schulmediation der Bildungsdirektion für Kärnten.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Schüler/innen des BRG Spittal, welche sich zusätzlich im Rahmen ihrer Buddyarbeit für ein respektvolles Miteinander am Schulstandort einsetzen sowie Mag. Martina Brunner, Mag. Manuela Kapeller, MMag. Johann Laßnig-Walder und Mag. David Pontasch vom Peer-Coaches-Team, welches mit viel Einsatz und Engagement und mit tatkräftiger Unterstützung des Schulleiters Prof. Mag. Norbert Santner über die letzten Jahre das Buddy-Projekt nachhaltig und damit vorbildhaft an ihrem Schulstandort implementiert haben.

Text&Foto: Anna Maria Gabalier, BEd MA

 

Verdienstvolle Persönlichkeiten ausgezeichnet

In einem feierlichen Rahmen im Spiegelsaal der Landesregierung erwies neben LH Peter Kaiser auch LHStv.in Beate Prettner 30 Kärntnerinnen und Kärntnern die Ehre. Die verdienstvollen Persönlichkeiten erhielten vor fast 100 Besucher/innen ihre Bundes- und Landesauszeichnungen sowie Berufstitel verliehen.

„Wenn wir Bundes- und Landesauszeichnungen verleihen, ist das auch ein Moment, um zu reflektieren, warum wir das tun. Wir wollen nicht alleine einem Gesetz entsprechen, sondern die Politik des Landes erachtet es für wichtig, Menschen, die für unser Kärnten viel Herausragendes leisten, auszuzeichnen. Sichtbar wird dabei auch die Themenbreite“, erklärte Landeshauptmann Peter Kaiser in seiner Begrüßung.

All jenen, die ihre Auszeichnungen erhalten sei größter Respekt und höchste Anerkennung entgegen zu bringen, da sie über ihren Beruf hinaus für die Gesellschaft, für das Land tätig sind. Ob es um friedensstiftende Maßnahmen geht, oder um die für das Land so wichtige Einigung in der Ortstafelfrage bis hin zur Versöhnung der Volksgruppen, ob es um die Rechte und Anliegen der Frauen geht oder um Vereinstätigkeiten – das ehrenamtliche Engagement kenne laut Kaiser keine Grenzen.

„Würde man die ehrenamtlichen Leistungen in Geld umrechnen, käme man auf die volkswirtschaftliche Leistung von rund einem Drittel des Landesbudgets. Was Sie alle ehrenamtlich machen, ist ehrenvoll“, sagte Kaiser.

Für die feierliche musikalische Umrahmung sorgte die Mauthner Kirchtagsmusi.

Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich:
Helga EMPERGER

Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich:
Franz JAMMER, ehrenamtlicher Erntereferent

Großes Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten:
Dr. MES Marjan Borut STURM, Pensionist

Ehrenzeichen des Landes Kärnten:
Mag.a phil. Maria Magdalena CERVENKA, freie Lektorin
SR Wolfgang Erwin KABAS, Landwirt
Siegfried KULTERER, Künstler
Dr. jur. Werner MITTERBACHER, Pensionist
Dietmar TUNKEL, Eventreiseveranstalter

Kärntner Lorbeer für ehrenamtliche Tätigkeit in Gold mit Brillanten:
Johann PLESIN, ehem. Funktionär Sportverein St. Stefan im Gailtal

Kärntner Lorbeer für ehrenamtliche Tätigkeit in Silber:
Helmut ZUSCHNIG, geschäftsführender Obmann Turnverein Treibach-Althofen

Kärntner Lorbeer für ehrenamtliche Tätigkeit in Bronze:
Harald KUNDERT, Mauthner Kirchtagsmusi
Gertraut BUCHBAUER, ehem. Obfrau der Bürgerfrauen Wolfsberg
Gilda RIEBLER, ehem. Obfrau der Goldhaubenfrauen Spittal
Sybille SEIWALD, ehem. Obfrau der Bürgerfrauen Hermagor

Berufstitel „Regierungsrat/Regierungsrätin“:
Peter HORN, Bediensteter des Amtes der Kärntner Landesregierung Abteilung
Adolf MALLE, Bediensteter des Amtes der Kärntner Landesregierung BH Klagenfurt Land
Gottfried PASTERK, Bediensteter des Amtes der Kärntner Landesregierung Abteilung
Manfred POMPREIN, Bediensteter des Amtes der Kärntner Landesregierung Abteilung

Berufstitel „Hofrat/Hofrätin“:
Dir. Mag. Harald KUCHLER, Direktor BG/BRG Mössingerstraße Klagenfurt

Berufstitel „Oberstudienrat/Oberstudienrätin“:
VDin Marlene MESSNER, VS 21 Klagenfurt-Hörtendorf
Profin Mag.a Barbara PFEILER, BRG Klagenfurt Viktring
Profin Mag.a Ingeborg PILS-FEICHTER, BRG Feldkirchen
Vl.in Mag.a Dr.in Eva Maria VERHNJAK-PIKALO, BG/GRG Alpen Adria Gymnasium Völkermarkt

Berufstitel „Oberschulrat/Oberschulrätin“:
VD Volkmar RADL, Volksschule Glanegg
VDin Mag.a Franziska SCHWAIGER, Volksschule Döbriach
VDin Veronika ZEINER, Volksschule Bad Kleinkirchheim

Berufstitel „Schulrat/Schulrätin“:
VOLin Ulrike BRAUNECKER, Volksschule 9 Klagenfurt
OLinNMS Elisabeth HIMMEL, Neue Mittelschule 2 Klagenfurt
VOLin Gerda HUTTER, Volksschule Weißenstein
OLin Birgit LATTACHER, MA, NMS 12 Klagenfurt

Text: LDP Kärnten/Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LDP Kärnten/Fritzpress

 

Neue Mittelschule Lind eröffnet

Mit einer modernen und zukunftsweisenden Infrastruktur jungen Menschen die Basis für eine gute Ausbildung schaffen – das war das erklärte Ziel beim der Generalsanierung der Neuen Mittelschule Lind in Villach. Entstanden ist dabei eine flexible Lernlandschaft die nunmehr Platz für zwölf Klassen inklusive Ganztagesschule bietet. Eröffnet wurde die Schule in Anwesenheit von Bildungsreferent LH Peter Kaiser und dem ersten Landtagspräsidenten Reinhart Rohr. „Ein großer Tag nicht nur für Schüler/innen und Lehrer/innen, sondern auch für die Stadt Villach“, waren sich Bürgermeister Günther Albel, Schulreferentin Vzbgm. Gerda Sandriesser und Baureferent Harald Sobe in ihren Interviews auf der Bühne einig.

In einer launigen Ansprache unterstrich Kaiser die große Bedeutung dieses Projektes für die Kärntner Bildungslandschaft. „Ich bin so schnell, dass ich, als ich gestern Nacht im Hotelzimmer den Lichtschalter umlegte, im Bett lag bevor das Licht aus war“, zitierte Kaiser Muhammad Ali und sprach damit den Schwerpunkt Sport in der Schule an. „Bewegung begünstigt die Aufnahmefähigkeit des Gehirns – die Kombination von Bildung und Sport ist daher eine gute“, so Kaiser – das mache sich am sportlichen und freundlichen Lehrerinnen und Lehrern sowie an motivierten Schülerinnen und Schüler bemerkbar.

Bewegungsraum, Werkräume, Zentralgarderobe, Technikräume und Lehrküche wurden im Untergeschoss neu ausgerichtet, ebenso erfolgte eine Neuausrichtung des Speisesaals, der Aula und des Multifunktionsraumes. Neu organisiert wurden auch die Außenflächen, um Bewegungsflächen, Unterrichtsergänzungs-Flächen sowie Spiel- und Sportbereiche im Freien zu schaffen. Die Kosten beliefen sich auf rund 9,2 Millionen Euro.

Text: LPD Kärnten/Susanne Stirn
Foto: LPD Kärnten/Höher