Schularten

Allgemeines zur Volksschule

Bildungsziel der Volksschule?
Die Volksschule hat in den ersten vier Schulstufen (Grundschule) die Aufgabe, eine für alle Schüler gemeinsame Elementarbildung unter Berücksichtigung einer sozialen Integration behinderter Kinder zu vermitteln.

Die Volksschule hat in der 5. bis 8. Schulstufe (Oberstufe) die Aufgabe, eine grundlegende Allgemeinbildung zu vermitteln, so wie die Schüler je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit für das Berufsleben und zum Übertritt in mittlere Schulen oder in höhere Schulen zu befähigen.

Aufbau und Organisation der Volksschule

Die Volksschule umfasst jedenfalls die Grundschule, bestehend aus der Grundstufe 1 und der Grundstufe 2. Die Grundstufe 1 umfasst bei Bedarf die Vorschulstufe so wie die 1. und 2. Schulstufe. Die Grundstufe 2 umfasst die 3. und 4. Schulstufe. Bei Bedarf ist auch eine Oberstufe zu führen, die die 5. bis 8. Schulstufe umfasst. Die Volksschule wird in der Grundstufe 1 entweder mit einem getrennten Angebot von Vorschulstufe sowie 1. und 2. Schulstufe oder mit einem gemeinsamen Angebot von Schulstufen geführt. Die diesbezügliche Entscheidung trifft das Amt der Kärntner Landesregierung nach Anhörung des Schulforums, des Schulerhalters und des Kollegiums des Bezirksschulrates.

Aufnahme in die 1. Klasse der Volksschule

Kinder, die bis 31. 8. des Jahres das 6. Lebensjahr vollenden und schulreif sind, sind in die 1. Klasse der Volksschule aufzunehmen. Sie sind zu den festgelegten Terminen bei der Leitung jener Volksschule einzuschreiben, deren Sprengel die einzuschreibenden Kinder angehören. Die Erziehungsberechtigten haben die Kinder bei der Einschreibung nach Tunlichkeit persönlich vorzustellen. Bei der Schülereinschreibung ist die Geburtsurkunde und im Falle, dass die Erziehungsberechtigten nicht die leiblichen Eltern des Kindes sind, ein Nachweis über die Erziehungsberechtigung im Original vorzulegen.

Vorzeitige Aufnahme in die 1. Klasse der Volksschule

Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, jedoch bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres das 6. Lebensjahr vollenden, sind auf Ansuchen ihrer Erziehungsberechtigten in die 1. Schulstufe aufzunehmen, wenn sie schulreif sind. Schulreif ist ein Kind, wenn angenommen werden kann, dass es dem Unterricht in der ersten Schulstufe zu folgen vermag, ohne körperlich oder geistig überfordert zu werden.

Das Ansuchen der Erziehungsberechtigten auf vorzeitige Aufnahme in die Volksschule ist innerhalb der Frist für die Schülereinschreibung beim Leiter jener Volksschule einzubringen, die das Kind besuchen soll. Der Schulleiter hat zur Feststellung, ob das Kind die Schulreife aufweist, die persönliche Vorstellung des Kindes zu verlangen und ein schulärztliches Gutachten einzuholen. Ferner hat er ein schulpsychologisches Gutachten einzuholen, wenn die Erziehungsberechtigten dies verlangen oder dies zur Feststellung der Schulreife erforderlich erscheint und die Erziehungsberechtigten des Kindes dieser Untersuchung zustimmen. Der Schulleiter hat über das Ansuchen sodann ohne unnötigen Aufschub zu entscheiden.

Stellt sich nach dem Eintritt eines vorzeitig aufgenommenen Kindes in die 1. Schulstufe heraus, dass die Schulreife doch nicht gegeben ist, so ist die vorzeitige Aufnahme durch den Schulleiter zu widerrufen. Aus dem gleichen Grund können die Erziehungsberechtigten das Kind vom Besuch der 1. Schulstufe abmelden. Widerruf und Abmeldung sind jedoch nur bis zum Ende des Kalenderjahres der Aufnahme zulässig.

Aufnahme in die Vorschulstufe

Kinder, die bis 31. 8. des Jahres das 6. Lebensjahr vollenden und noch nicht schulreif sind, sind in die Vorschulstufe aufzunehmen.

Voraussetzungen für das Aufsteigen in die höhere Schulstufe

Schüler der 1. Schulstufe der Volksschule sind ohne Rücksicht auf die Beurteilung im Jahreszeugnis berechtigt, in die 2. Schulstufe aufzusteigen.

Schüler der 2. und 3. Schulstufe der Volksschule sind zum Aufsteigen in die nächst höhere Schulstufe berechtigt,

wenn ihr Jahreszeugnis in allen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält, wobei die Beurteilung in den Pflichtgegenständen Musikerziehung, Bildnerische Erziehung, Schreiben, Technischen Werken, Textiles Werken sowie Leibesübungen außer Betracht bleibt, oder

wenn das Jahreszeugnis zwar in einem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält, der betreffende Pflichtgegenstand in einer höheren Schulstufe lehrplanmäßig vorgesehen ist und die Schulkonferenz feststellt, dass der Schüler aufgrund seiner Leistungen in den übrigen Pflichtgegenständen die Voraussetzungen zur erfolgreichen Teilnahme am Unterricht der nächst höheren Schulstufe aufweist.

Wiederholung einer Schulstufe in der Volksschule

Ein Schüler darf eine Schulstufe der Volksschule wiederholen, wenn er zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe nicht berechtigt ist bzw. wenn der Schüler die 4. Schulstufe der Volksschule nicht erfolgreich abgeschlossen hat.

Ein Schüler, der zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt ist bzw. die 4. Schulstufe der Volksschule erfolgreich abgeschlossen hat, ist zur Wiederholung dieser Schulstufe berechtigt, wenn die Aufholung eines Leistungsrückstandes, der aus entwicklungs- oder milieubedingten oder aus gesundheitlichen Gründen eingetreten ist, ermöglicht werden soll und die Einordnung des Schülers in die neue Klassengemeinschaft zu erwarten ist. Die freiwillige Wiederholung ist von den Erziehungsberechtigten zu beantragen und von der Schulkonferenz zu bewilligen, sofern die obgenannten Voraussetzungen vorliegen. Ein derartiges Ansuchen ist jedoch nur solange zulässig, als der Schüler noch nicht die nächsthöhere Schulstufe besucht.

Erfolgreicher Abschluss der Volksschule (Grundschule)

Ein Schüler hat die vierte Klasse der Volksschule erfolgreich abgeschlossen, wenn das Jahreszeugnis in allen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält.

Möglichkeiten nach Abschluss der Volksschule (Grundschule)

Mittelschule

Allgemeinbildende höhere Schule

 

Allgemeines zur Mittelschule

Bildungsziel der Mittelschule

Die Mittelschule hat die Aufgabe in einem vierjährigen Bildungsgang eine grundlegende Allgemeinbildung zu vermitteln sowie die Schüler*innen je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit für das Berufsleben und zum Übertritt in mittlere Schule oder höhere Schule zu befähigen.

Aufbau und Organisation der Mittelschule

Die Mittelschule schließt an die 4. Stufe der Volksschule an und umfasst 4 Schulstufen (5. bis 8. Schulstufe). Die Schüler*innen der Mittelschule sind ohne Berücksichtigung ihrer Leistungsfähigkeit in Klassen zusammen zu fassen. Jeder Schulstufe hat eine Klasse zu entsprechen.

Sonderformen der Mittelschule

Als Sonderformen gibt es: 

      • Mittelschule unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung (Musik MS)
      • Mittelschule unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung (Sport MS)
      • Mittelschule unter besonderer Berücksichtigung der skisportlichen Ausbildung (Ski MS)

Wiederholung einer Schulstufe

Ein/e Schüler*in darf eine Schulstufe wiederholen, wenn er/sie zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe nicht berechtigt ist und er/sie im Falle der Wiederholung der Schulstufe die zulässige Höchstdauer des Schulbesuches nicht überschreiten würde.

Ein/e Schüler*in, der/die zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt ist, darf diese Schulstufe wiederholen, wenn die Aufholung eines Leistungsrückstandes, der aus entwicklungs- und milieubedingten oder aus gesundheitlichen Gründen eingetreten ist, ermöglicht werden soll und die Einordnung des Schülers in die neue Klassengemeinschaft zu erwarten ist. Eine freiwillige Wiederholung der letzten Stufe der besuchten Schulart ist unzulässig. Die freiwillige Wiederholung ist von den Erziehungsberechtigten zu beantragen und von der Klassenkonferenz zu bewilligen, sofern die obgenannten Voraussetzungen vorliegen. Ein derartiges Ansuchen ist jedoch nur zulässig, als der/die Schüler*in noch nicht die nächsthöhere Schulstufe besucht.

Wann ist ein Schüler zum Ablegen von Wiederholungsprüfungen berechtigt? 

      • Ein/e Schüler*in darf zu Beginn des folgenden Schuljahres in einem oder zwei Pflichtgegenständen die Wiederholungsprüfungen ablegen,
      • wenn ein/e Schüler*in im Jahreszeugnis in zwei Pflichtgegenständen mit „Nicht genügend“ beurteilt wurde,
         

Der MS-Lehrplan

Der MS-Lehrplan verbindet den Leistungsanspruch der AHS-Unterstufe mit einer neuen Lern- und Lehrkultur. Die Orientierung an den Potenzialen und Talenten der Schülerinnen und Schüler steht im Vordergrund.
Neben den Sonderformen der Musik-Mittelschulen und der Sport-Mittelschulen, sieht der MS-Lehrplan vier mögliche Schwerpunktbereiche vor:

  1. Sprachlich-humanistisch-geisteswissenschaftlich
  2. Naturwissenschaftlich-mathematisch
  3. Ökonomisch-lebenskundlich
  4. Musisch-kreativ


Darüber hinaus können weitere autonome Schwerpunktsetzungen an den jeweiligen Schulstandorten vorgenommen werden.
Zahlreiche Mittelschulen bieten ganztägige Betreuungsformen. Informationen dazu können bei der zuständigen Bildungsdirektion eingeholt werden.

Pädagogische Merkmale und Besonderheiten zur Differenzierung und Individualisierung

Grundsätzlich werden in der Mittelschule alle Schülerinnen und Schüler in allen Unterrichtsgegenständen gemeinsam in der Klasse unterrichtet. Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem Lerntempo unterstützen einander und profitieren voneinander.
In den Pflichtgegenständen Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache sowie in Pflichtgegenständen eines (schulautonomen) Schwerpunktbereiches sind aus den folgenden pädagogischen Fördermaßnahmen von den Lehrerinnen und Lehrern in koordiniertem Zusammenwirken mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter auszuwählen:

 

  1. Individualisierung des Unterrichts,
  2. differenzierter Unterricht in der Klasse,
  3. Begabungs- einschließlich Begabtenförderung,
  4. Maßnahmen der inklusiven Pädagogik und Diversität,
  5. Förderung in temporär gebildeten Schülergruppen,
  6. Förderung in Förder- bzw. Leistungskursen,
  7. Unterrichten im Lehrerteam (Teamteaching) und
  8. Förderung in dauerhaften Schülergruppen ab der 6. Schulstufe.


Leistungsbeurteilung NEU ab dem Schuljahr 2020/21

In der 5. Schulstufe wird das Notensystem wie in der Volksschule mit der 5-teiligen Notenskala in allen Unterrichtsgegenständen fortgeführt.

Ab der 6. Schulstufe wird bei der Beurteilung der Leistungen der Schülerinnen und Schüler in den Unterrichtsgegenständen Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache zwischen zwei Leistungsniveaus, mit den Bezeichnungen „Standard“ und „Standard AHS“, unterschieden. In beiden Leistungsniveaus sind Noten von 1-5 möglich. Dabei entspricht die Beurteilung

  • nach dem Bildungsziel des Leistungsniveaus „Standard AHS“ der Beurteilung an der AHS-Unterstufe,
  • mit „Genügend“ im Leistungsniveau „Standard AHS“ der Beurteilung mit „Gut“ im Leistungsniveau „Standard“,
  • mit „Nicht Genügend“ im Leistungsniveau „Standard AHS“ bestenfalls der Beurteilung mit „Befriedigend“ im Leistungsniveau „Standard“,
  • mit „Sehr gut“ im Leistungsniveau „Standard“ zumindest der Beurteilung mit „Befriedigend“ im Leistungsniveau „Standard AHS“.

Im Zeugnis wird ausgewiesen, nach welchem der beiden Leistungsniveaus eine Schülerin bzw. ein Schüler beurteilt wurde. Die Zuordnung der Schülerinnen und Schüler zum jeweils anderen Leistungsniveau ist jederzeit möglich.

Ergänzende Rückmeldung

Zusätzlich zur Beurteilung mit Ziffernnoten werden durch die folgenden besonderen Elemente die Stärken, Fähigkeiten und Talente der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt gerückt:

Ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung (EDL)

Die Ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung hält in schriftlicher Form die Leistungsstärken sowie die Lernfortschritte der Schülerin bzw. des Schülers fest. Sie wird in der 5. bis 7. Schulstufe zusammen mit dem Jahreszeugnis, in der 8. Schulstufe gemeinsam mit der Schulnachricht ausgehändigt.

Kinder-Eltern-Lehrer/innen-Gespräche (KEL-Gespräche)

KEL-Gespräche sind Kinder-Eltern-Lehrpersonen-Gespräche, die regelmäßig stattfinden. Schülerinnen und Schüler führen mit ihren Eltern und Lehrkräften gemeinsam ein Gespräch über Lernerfolge, Lernfortschritte und Lernprozesse. Die Schülerinnen und Schüler werden auf diese Form der Rückmeldung in der Schule vorbereitet. Die KEL-Gespräche stärken das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler und sorgen darüber hinaus für ein wertschätzendes Schulklima.

Übertrittsberechtigungen NEU ab dem Schuljahr 2020/21

Übertritt in eine allgemeinbildende oder berufsbildende höhere Schule (mit Matura, zum Beispiel AHS, HTL, HAK, BORG, HLW)

Eine Schülerin oder ein Schüler, die oder der die erste Klasse der Mittelschule erfolgreich absolviert hat, darf in die zweite Klasse der AHS-Unterstufe wechseln, sofern die Beurteilung in den Gegenständen Deutsch, Lebende Fremdsprache und Mathematik nicht schlechter als „Gut“ ist.

Nach erfolgreichem Abschluss der zweiten, dritten oder vierten Klasse der Mittelschule ist der Übertritt in die nächste Klasse einer höheren Schule möglich, wenn die Schülerin oder der Schüler in allen leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen gemäß dem höheren Leistungsniveau (Standard AHS) oder gemäß dem niedrigeren Leistungsniveau (Standard) nicht schlechter als mit „Gut“ beurteilt wurde.

Aus jenen Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, ist eine Aufnahmsprüfung abzulegen. Dies gilt für den Übertritt in eine allgemeinbildende höhere Schule auch für jene Pflichtgegenstände, die die Schülerin bzw. der Schüler bisher nicht besucht hat, die jedoch in der angestrebten Klasse weiterführend unterrichtet werden.

Abweichend von den vorstehenden Bestimmungen setzt die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die 2., 3. oder 4. Klasse einer allgemeinbildenden höheren Schule den Besuch der vorhergehenden Stufe der Mittelschule oder der Sonderschule voraus.

Übertritt in eine mindestens 3-jährige mittlere Schule (ohne Matura, z.B. Fachschule, Handelsschule)

Voraussetzung für die Aufnahme in eine berufsbildende mittlere Schule ist der erfolgreiche Abschluss der 8. Schulstufe. Zusätzlich zum erfolgreichen Abschluss der 8. Schulstufe setzt die Aufnahme in eine mindestens dreijährige berufsbildende mittlere Schule von Schülerinnen und Schülern der Mittelschule voraus, dass sie in den Gegenständen Deutsch, Lebende Fremdsprache und Mathematik gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder gemäß dem Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als mit „Befriedigend“ beurteilt wurden. Aus jenen leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen, in denen diese Voraussetzungen nicht erfüllt werden, ist eine Aufnahmsprüfung abzulegen.

Übertritt in die Polytechnische Schule
Der Übertritt in eine Polytechnische Schule steht allen offen.

Übertritt von der AHS-Unterstufe in die Mittelschule
Schülerinnen und Schüler, die eine Schulstufe der AHS-Unterstufe erfolgreich abgeschlossen haben, sind berechtigt in die nächsthöhere Schulstufe einer Mittelschule zu wechseln.
Aufsteigen in die 6. Schulstufe: Schüler/innen, die in der 5. Schulstufe einer AHS in einem oder zwei Pflichtgegenständen mit „Nicht genügend“ beurteilt wurden, sind berechtigt Wiederholungsprüfungen abzulegen. Bei mehr als zwei negativen Beurteilungen müssen sie die 5. Schulstufe in der Mittelschule jedenfalls wiederholen.
Aufsteigen in die 7. und 8. Schulstufe: Schüler/innen, die in der 6. bzw. 7. Schulstufe einer AHS in jenen Pflichtgegenständen, die in der Mittelschule leistungsdifferenziert geführt werden, mit „Nicht genügend“ beurteilt wurden, sind zum Aufstieg in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt und werden dort dem Leistungsniveau „Standard“ zugeordnet.
Bei der Beurteilung mit „Nicht genügend“ in einem oder zwei nicht differenzierten Pflichtgegenständen sind sie berechtigt Wiederholungsprüfungen abzulegen. Bei mehr als zwei negativen Beurteilungen in nicht differenzierten Pflichtgegenständen muss die Schulstufe auch in der Mittelschule wiederholt werden.

 

Allgemeines zur Sonderpädagogik

Sonderpädagogischer Förderbedarf

Ein Sonderpädagogischer Förderbedarf liegt dann vor, wenn ein Kind infolge physischer oder psychischer Behinderung dem Unterricht in der Volks- oder Hauptschule oder Polytechnischen Schule ohne sonderpädagogische Förderung nicht zu folgen vermag.

Dies wird in der Regel nur dann ins Auge zu fassen sein, wenn alle Maßnahmen der Regelsschule zur Förderung eines Kindes erschöpft sind bzw. nicht ausreichen.

Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfes

Der Sonderpädagogische Förderbedarf wird vom zuständigen Bezirksschulrat mittels Bescheid festgestellt. In diesem Bescheid wird vom Bezirksschulrat weiters festgelegt, nach welchem Lehrplan das Kind zu unterrichten ist und ob dieser Lehrplan in allen oder nur in einzelnen Unterrichtsgegenständen anzuwenden ist.

Beantragung des Sonderpädagogischen Förderbedarfes

Ein Sonderpädagogischer Förderbedarf kann beantragt werden:

    • von den Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten des Kindes
    • vom Leiter der Schule, dem das Kind zur Aufnahme vorgestellt wurde
    • vom Leiter der Schule, die das Kind besucht
  • von Amts wegen durch den Bezirksschulrat

Was ist der Entscheidung des Bezirksschulrates zugrunde zulegen?

    • ein sonderpädagogisches Gutachten
    • erforderlichenfalls ein amts- oder schulärztliches Gutachten
    • mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten ein schulpsychologisches Gutachten
  • ferner können die Erziehungsberechtigten Gutachten von Personen vorlegen, welche das Kind bisher pädagogisch, therapeutisch oder ärztlich betreut haben.

Sonderpädagogische Förderung

    • Organisatorisch: 
      Entweder durch Integration in der Regelschule oder durch den Besuch der jeweiligen Sonderschule
    • Personell: 
      Durch den Einsatz von Sonderpädagogen zur Gänze oder teilweise
  • Inhaltlich: 
    Durch den Unterricht nach dem im Bescheid entsprechend festgelegten Lehrplan. Dieser Lehrplan kann in allen oder in einzelnen Unterrichtsgegenständen zur Anwendung kommen.

Berechtigung zum Aufsteigen mit Sonderpädagogischem Förderbedarf

Ein Schüler mit Sonderpädagogischem Förderbedarf, der in die Regelschule integriert ist, ist berechtigt, in die nächsthöhere Schulstufe aufzusteigen, wenn diese dem Schüler insgesamt eine bessere Entwicklungsmöglichkeit bietet; hierüber hat die Klassenkonferenz zu entscheiden.

Sonderpädagogische Zentren

Um die Sonderpädagogische Arbeit professionell, effizient und bedürfnisbezogen leisten zu können, wurden in allen Bezirken Sonderpädagogische Zentren eingerichtet, deren Aufgaben es ist, integrationsbegleitende Maßnahmen zu setzen und Beratung anzubieten.

 

Allgemeines zur Sonderschule

Bildungsziel der Sonderschule

Die Sonderschule in ihren verschiedenen Arten hat physisch- oder psychisch behinderte Kinder in einer ihrer Behinderungsart entsprechenden Weise zu fördern, ihnen nach Mög-lichkeit die den Volksschulen oder Hauptschulen oder Polytechnischen Schulen entsprechende Bildung zu vermitteln und ihre Eingliederung in das Arbeits- und Berufsleben vorzubereiten. Sonderschulen, die unter Bedachtnahme auf den Lehrplan der Hauptschule geführt werden, haben den Schüler je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit auch zum Übertritt in mittlere oder höhere Schulen zu befähigen.

Aufbau und Organisation der Sonderschule

Die Sonderschule hat acht, im Falle der Einbeziehung der Polytechnischen Schule oder eines Berufsvorbereitungsjahres neun Schulstufen.

Arten der Sonderschulen

Folgende Arten von Sonderschulen kommen in Betracht:

    • Allgemeine Sonderschule
    • Sonderschule für körperbehinderte Kinder
    • Sonderschule für sprachgestörte Kinder
    • Sonderschule für schwerhörige Kinder
    • Sonderschule für Gehörlose
    • Sonderschule für sehbehinderte Kinder
    • Sonderschule für blinde Kinder
    • Sondererziehungsschule (für erziehungsschwierige Kinder)
  • Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder

Berechtigung zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe

Ein Schüler einer Sonderschule ist zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe be-rechtigt, wenn sein Jahreszeugnis in allen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält, wobei die Beurteilung in den Pflichtgegenständen Musikerziehung, Bildnerische Erziehung, Schreiben, Technisches Werken, Textiles Werken, Ernähung und Haushalt sowie Leibesübungen außer Betracht bleibt.

Ein Schüler einer Sonderschule ist weiters zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt, wenn das Jahreszeugnis zwar in einem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält, der betreffende Pflichtgegenstand in einer höheren Schulstufe lehrplanmäßig vorgesehen ist und die Schulkonferenz feststellt, dass der Schüler aufgrund seiner Leistungen in den übrigen Pflichtgegenständen die Voraussetzungen zur erfolgreichen Teilnahme am Unterricht der nächsthöheren Schulstufe aufweist.

In Sonderschulen für schwerstbehinderte Kinder und in Sonderschulen für mehrfachbehinderte Kinder hat die Schulkonferenz nach dem Entwicklungsstand des Schülers zu entscheiden, ob er zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe geeignet ist.

Wiederholung einer Schulstufe

Ein Schüler darf eine Schulstufe der Sonderschule wiederholen, wenn er zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe nicht berechtigt ist und er im Falle der Wiederholung der Schulstufe die zulässige Höchstdauer des Schulbesuches nicht überschreiten würde.

Ein Schüler, der zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt ist bzw. die letzte Stufe der Sonderschule erfolgreich abgeschlossen hat, ist zur Wiederholung dieser Schulstufe berechtigt, wenn die Aufholung eines Leistungsrückstandes, der aus entwicklungs- oder milieubedingten oder aus gesundheitlichen Gründen eingetreten ist, ermöglicht werden soll und die Einordnung des Schülers in die neue Klassengemeinschaft zu erwarten ist. Die freiwillige Wiederholung ist von den Erziehungsberechtigten zu beantragen und von der Schulkonferenz zu bewilligen, sofern die obgenannten Voraussetzungen vorliegen. Ein derartiges Ansuchen ist jedoch nur solange zulässig, als der Schüler noch nicht die nächsthöhere Schulstufe besucht.

Berechtigung zur Ablegung von Wiederholungsprüfungen

Wird die Sonderschule mit Klassenlehrersystem geführt, ist die Durchführung von Wiederholungsprüfungen unzulässig.

Andernfalls darf ein Schüler zu Beginn des folgenden Schuljahres in einem oder zwei Pflichtgegenständen eine Wiederholungsprüfung ablegen, wenn der Schüler im Jahreszeugnis in diesen Pflichtgegenständen mit „Nicht genügend“ beurteilt wurde.

 

Allgemeines zur Polytechischen Schule

Die Polytechnische Schule unterstützt Jugendliche im letzten Jahr der allgemeinen Schulpflicht in ihrer Entscheidung für den Einstieg ins Berufsleben über die duale Berufsausbildung (Lehre) oder weiterführende Bildungswege. Im Mittelpunkt dieses Überleitungsprozesses stehen die individuellen Interessen, Neigungen, Begabungen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler.

Dauer und Zielgruppe
Die Polytechnische Schule umfasst ein Schuljahr und wird primär von jenen 14- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schülern als 9. Schulstufe genutzt, die unmittelbar nach der allgemeinen Schulpflicht einen Beruf erlernen wollen.

Berufsorientierung und Berufsfindungsprozess
In einer Orientierungsphase zu Beginn des Schuljahres werden die Interessen der Jugendlichen durch vielfältige Informationen, Betriebserkundungen und erste praktische Erfahrungen geweckt bzw. gefestigt für ihre anstehende Berufs- und Bildungswahlentscheidung.

Berufsgrundbildung
In Form von Fachbereichen (Wahlpflichtbereichen), die großen Berufsfeldern der Wirtschaft entsprechen, wird den Jugendlichen eine allgemeine Berufsgrundbildung als Vorbereitung für den künftigen Beruf angeboten:
•    Metall
•    Elektro
•    Bau
•    Holz
•    Handel/Büro
•    Dienstleistungen
•    Tourismus
Die Einrichtung eines autonomen Fachbereiches wie z.B. Gesundheit und Soziales, Mechatronik o. Ä. bietet den Schulen die zusätzliche Möglichkeit, auf regionale Gegebenheiten und die Bedürfnisse der Wirtschaftsbetriebe im näheren Umfeld einzugehen.
Jede Schülerin und jeder Schüler wählt einen Fachbereich aus dem Angebot des Standortes aus.

Lernen für die Praxis
In den allgemeinen Pflichtgegenständen und den Fachbereichen werden grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse ( Schlüsselqualifikationen ) vermittelt. Die Pflichtgegenstände Deutsch, Englisch und Mathematik werden in Leistungs- oder Interessendifferenzierung unterrichtet. Durch betont handlungsorientiertes Lernen soll die Erschließung der individuellen Begabungen und die Lernmotivation gefördert werden.

Möglichkeiten der Ausbildung nach Abschluss der Polytechnischen Schule
•    Lehre
•    Berufsbildende mittlere Schule
•    Berufsbildende höhere Schule
•    Landwirtschaftliche Fachschule
•    Höhere landwirtschaftliche Lehranstalt

 

Allgemeines zur Berufsschule

Bildungsziel der Berufsschule

Die Berufsschule hat die Aufgabe, in einem berufsbegleitenden fachlich einschlägigen Unterricht den berufsschulpflichtigen Personen die grundlegenden theoretischen Kenntnisse zu vermitteln, ihre betriebliche Ausbildung zu fördern und zu ergänzen sowie ihre Allgemeinbildung zu erweitern.

Aufbau und Organisation der Berufsschulen

Die Berufsschulen umfassen so viele Schulstufen, wie es der Dauer des Lehrverhältnisses entspricht.

Die Berufsschulen können geführt werden

    • als ganzjährige Berufsschulen
    • als lehrgangsmäßige Berufsschulen
  • als saisonmäßige Berufsschulen

Voraussetzungen für die Aufnahme in die Berufsschule

Voraussetzung für die Aufnahme in die Berufsschule ist, dass der Schüler die allgemeine Schulpflicht erfüllt hat.

Berufsschulpflicht

Die Berufsschulpflicht ist eine berufsbegleitende Schulpflicht für alle Lehrlinge, die neben den Verpflichtungen des Lehr- oder Ausbildungsverhältnisses zu erfüllen ist.

Beginn und Ende der Berufsschulpflicht

Die Berufsschulpflicht beginnt mit dem Eintritt in ein Lehrverhältnis oder ein Ausbildungsverhältnis und dauert bis zu dessen Ende, längstens aber bis zum erfolgreichen Abschluss der letzten lehrplanmäßig vorgesehenen Schulstufe der in Betracht kommenden Berufsschule.

Berechtigung zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe

Schüler der Berufsschule sind zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt,

    • wenn ihr Jahreszeugnis in allen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält.
  • wenn das Jahreszeugnis zwar in einem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält aber der Schüler nicht auch schon im Jahreszeugnis des vorhergegangenen Schuljahres in demselben Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ erhalten hat und die Klassenkonferenz feststellt, dass der Schüler aufgrund seiner Leistungen in den übrigen Pflichtgegenständen die Voraussetzungen zur erfolgreichen Teilnahme am Unterricht der nächsthöheren Schulstufe im Hinblick auf die Aufgabe der betreffenden Schulart aufweist.

Wiederholung einer Schulstufe

Ein Schüler darf eine Schulstufe wiederholen, wenn er zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe nicht berechtigt ist und er im Falle der Wiederholung der Schulstufe die zulässige Höchstdauer des Schulbesuches nicht überschreiten würde. Hiebei ist zu beachten, dass der Besuch einer Berufsschule längstens bis zum Ende des Unterrichtsjahres zulässig ist, in dem das Lehrverhältnis endet.

Berechtigung zum Ablegen von Wiederholungsprüfungen

Ein Schüler darf in einem oder zwei Pflichtgegenständen eine Wiederholungsprüfung ablegen,

    • wenn der Schüler im Jahreszeugnis in Pflichtgegenständen ohne Leistungsgruppen mit „Nicht genügend“ beurteilt wurde, oder
    • der Schüler in der niedrigeren Leistungsgruppe eingestuft war und mit „Nicht genügend“ beurteilt wurde, oder
  • der Schüler in der letzten Stufe der Berufsschule in der höheren Leistungsgruppe eingestuft war und mit „Nicht genügend“ beurteilt wurde.

Möglichkeiten nach Abschluss der Berufsschule

  • Berufsreifeprüfung

 

Allgemeines zur allgemeinbildenden höheren Schule (AHS)

Bildungsziel der allgemeinbildende höhere Schule

Die allgemeinbildende höhere Schule hat die Aufgabe, den Schülern eine umfassende und vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln und sie zugleich zur Hochschulreife zu führen.

Aufbau und Organisation der allgemeinbildenden höheren Schule

Die allgemeinbildende höhere Schule mit Unter- und Oberstufe schließt an die 4. Stufe der Volksschule an und umfasst 8. Schulstufen (5. bis 12. Schulstufe); die Unterstufe und die Oberstufe umfassen je 4 Schulstufen.

Das Oberstufenrealgymnasium schließt an die 8. Schulstufe an und umfasst eine vierjährige Oberstufe (9. bis 12. Schulstufe).

Formen der allgemeinbildenden höheren Schule

Es gibt folgende Formen der allgemeinbildenden höheren Schule:

    • mit Unter- und Oberstufe:
      • das Gymnasium
      • das Realgymnasium
      • das wirtschaftskundliche Realgymnasium
    • nur mit Oberstufe:
    • das Oberstufenrealgymnasium

Sonderformen der allgemeinbildenden höheren Schule

Als Sonderform der allgemeinbildenden höheren Schule gibt es: Gymnasium, das Realgymnasium und das wirtschaftskundliche Realgymnasium für Berufstätige allgemeinbildende höhere Schule unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung allgemeinbildende höhere Schule unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung.

Voraussetzungen für die Aufnahme in die allgemeinbildende höhere Schule

Aufnahme in die 1. Klasse einer allgemeinbildenden höheren Schule Aufnahme in die 5. Klasse eines Oberstufenrealgymnasiums

Berechtigung zum Aufsteigen in die höhere Schulstufe

Ein Schüler ist zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt, wenn sein Jahreszeugnis in allen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält.

Ein Schüler ist auch dann zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt, wenn bei Wiederholen von Schulstufen das Jahreszeugnis in höchstens einem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält und dieser Pflichtgegenstand vor der Wiederholung der Schulstufe zumindest mit „Befriedigend“ beurteilt wurde.

Ein Schüler ist weiters zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt, wenn das Jahreszeugnis zwar in einem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält, aber der Schüler nicht auch schon im Jahreszeugnis des vorhergegangenen Schuljahres in demselben Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ erhalten hat, der betreffende Pflichtgegenstand in einer höheren Schulstufe lehrplanmäßig vorgesehen ist und die Klassenkonferenz feststellt, dass der Schüler auf Grund einer Leistungen in den übrigen Pflichtgegenständen die Voraussetzungen zur erfolgreichen Teilnahme am Unterricht der nächsthöheren Schulstufe im Hinblick auf die Aufgabe der betreffenden Schulart aufweist.

Berechtigung zur Ablegung von Wiederholungsprüfungen

Ein Schüler darf zu Beginn des folgenden Schuljahres in einem oder zwei Pflichtgegenständen eine Wiederholungsprüfung ablegen, wenn der Schüler im Jahreszeugnis in diesen Pflichtgegenständen mit „Nicht genügend“ beurteilt wurde.

Abschluss der allgemeinbildenden höheren Schule

Der Bildungsgang der allgemeinbildenden höheren Schule wird durch die Reifeprüfung abgeschlossen.

Möglichkeiten der Ausbildung nach Abschluss der Unterstufe (8. Schulstufe)

    • Allgemeinbildende höhere Schule
    • Berufsbildende mittlere Schule
    • Berufsbildende höhere Schule
    • Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik
    • Landwirtschaftliche Fachschule
    • Höhere landwirtschaftliche Lehranstalt
  • Polytechnische Schule Lehre (sofern der Schüler bereits die allgemeine Schulpflicht erfüllt hat)

Möglichkeiten der Ausbildung nach Ablegung der Reifeprüfung

    • Fachhochschule
    • Kolleg
    • Pädagogische Akademie
    • Universität
  • Lehre

 

Allgemeines zur berufsbildenden mittleren und höheren Schule

Berufsbildende höhere Schulen (BHS) 
 Höhere berufliche Ausbildung und fundierte Allgemeinbildung 
• Dauer 5 Jahre 
• Abschluss: Reife- und Diplomprüfung 
• Vorteile: direkter Berufseinstieg, berufliche Berechtigungen 
• Weiterqualifizierungsmöglichkeit: Universität, Fachhochschule, Pädagogische Hochschule

Berufsbildende mittlere Schulen (BMS) 
• Vermittlung beruflicher Qualifikationen und Allgemeinbildung 
• Dauer 3 oder 4 Jahre 
• Abschluss: Abschlussprüfung 
• Vorteile: direkter Berufseinstieg, berufliche Berechtigungen 
• Weiterqualifizierungsmöglichkeit: Aufbaulehrgang/Berufsreifeprüfung 
• Ein- bis dreijährige Fachschulen 
• Abschluss: 9. Schuljahr/ Abschlussprüfung 

Voraussetzung für den Besuch einer berufsbildenden Schule 
• Erfolgreicher Abschluss der 8. Schulstufe 
• In manchen Fällen erforderlich: Aufnahme- oder Eignungsprüfung 

Voraussetzung für den Besuch einer berufsbildenden Schule für Erwachsene 
(viele Schulen und Kollegs werden als modularisierte Abendschulen geführt) 

• Erfolgreicher Abschluss der 8. Schulstufe und vollendetes 17. Lebensjahr 

Zu den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen in Kärnten gehören die Bereiche 

HTL Höhere technische Lehranstalten und technische Fachschulen

HAK Handelsakademien und Handelsschulen

HUM Höhere wirtschaftliche Lehranstalten und Fachschulen 
Höhere Lehranstalten für Mode und Bekleidungstechnik 
Lehranstalten für Tourismus und Hotelfachschule 
Sozialschulen

BAfEP Bundesbildungsanstalt für Elementarpädagogik

Nähere Informationen zu den einzelnen Schultypen unter downloads.

 

Allgemeines zur Bundes-Bildungsanstalt für Elementarpädagogik

Bildungsziel der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik

Die Bildungsanstalt für Elementarpädagogik hat die Aufgabe, den Schülern jene Berufsgesinnung sowie jenes Berufswissen und Berufskönnen zu vermitteln, das für die Erfüllung der Erziehungs- und Bildungsaufgaben in den Kindergärten erforderlich ist und sie zugleich zur Hochschulreife zu führen.

Aufbau und Organisation der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik geregelt

Die Bildungsanstalt für Elementarpädagogik schließt an die 8. Schulstufe an und umfasst fünf Schulstufen (9. bis 13. Schulstufe)

Jeder Bildungsanstalt für Elementarpädagogik ist ein Übungskindergarten einzugliedern. Darüber hinaus sind geeignete Kindergärten als Besuchskindergärten vorzusehen.

Anmeldung und Voraussetzungen für die Aufnahme in die Bildungsanstalt für Elementarpädagogik

Die Anmeldung in die 1. Klasse der Bundes-Bildungsanstalt für Elementarpädagogik hat zu den festgelegten Terminen bei der Leitung der Schule erfolgen.

Eine Anmeldung zu einem späteren Zeitpunkt kann nur erfolgen, wenn wichtige, in der Person des Aufnahmsbewerbers oder seiner Erziehungsberechtigten liegende Gründe die rechtzeitige Anmeldung verhindert haben. Die Entscheidung über das Vorliegen derartiger Gründe trifft der Schulleiter.

Die Anmeldung ist von den Erziehungsberechtigten, bei eigenberechtigten Aufnahmsbewerber von diesen selbst, vorzunehmen. Bei der Anmeldung ist die Schulnachricht über das erste Semester der Schulstufe, die vom Aufnahmsbewerber zur Zeit des Aufnahmeantrages besucht wird, im Original vorzulegen.

Aufnahmsvoraussetzungen:

Aufnahmsvoraussetzungen in die 1. Klasse einer Bildungsanstalt für Elementarpädagogik ist der erfolgreiche Abschluss der 8. Schulstufe und die Ablegung einer Eignungsprüfung.

Der erfolgreiche Abschluss der 8. Schulstufe ist in folgenden Fällen erfüllt:

Jahreszeugnis der 8. Stufe der Volksschule, der 4. Stufe der Hauptschule oder der 4. oder 5. Stufe der allgemeinbildenden höheren Schule weist in allen Pflichtgegenständen (ausgenommen in den Pflichtgegenständen Latein und Geometrisches Zeichnen sowie in zusätzlichen schulautonomen Pflichtgegenständen und in besonderen Pflichtgegenständen an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung) eine Beurteilung auf und enthält in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“.

Der Schüler hat nach erfolgreichem Abschluss der 7. Schulstufe der Volksschule oder der 3. Klasse der Hauptschule oder der 3. Klasse einer allgemeinbildenden höheren Schule die Polytechnische Schule erfolgreich abgeschlossen.

Der Schüler hat nach mindestens 8-jähriger Schullaufbahn einen ausländischen Schulbesuch erfolgreich abgeschlossen. Sofern der ausländische Schulbesuch keinen positiven Abschluss in Deutsch enthält, ist eine Externistenprüfung über den Lehrstoff des Unterrichtsgegenstandes Deutsch in der Hauptschule abzulegen.

Eignungsprüfung:

Die Eignungsprüfung der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik umfasst:

    • eine Prüfung in Deutsch, Lebender Fremdsprache sowie Mathematik und
  • eine praktische Prüfung

Die Prüfungen in Deutsch, Lebender Fremdsprache sowie Mathematik entfallen in folgenden Fällen:

    • Das Jahreszeugnis der 4. Klasse der allgemeinbildenden höhere Schulen weist in allen Pflichtgegenständen (ausgenommen in den Pflichtgegenständen Latein und Geometrisches Zeichnen sowie in zusätzlichen schulautonomen Pflichtgegenständen und in besonderen Pflichtgegenständen an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung) eine Beurteilung auf und in keinem Pflichtgegenstand die Note ‚Nicht genügend‘.
  • Das Jahreszeugnis der 4. Klasse der Hauptschule weist in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen in der höchsten Leistungsgruppe eine positive Beurteilung oder in der mittlere Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als ‚Gut‘ oder in der mittleren Leistungsgruppe Beurteilungen mit ‚Befriedigend‘ auf und die Klassenkonferenz hat festgestellt hat, dass der Schüler auf Grund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen der höheren An­stalten der Lehrerbildung und der Erzieherbildung genügen wird.

Die praktische Prüfung müssen alle Aufnahmsbewerber ablegen. Sie dürfen jedoch erst nach erfolgreicher Ablegung der Prüfung in Deutsch, Lebender Fremdsprache sowie Mathematik bzw. wenn diese Prüfungen auf Grund des Zeugnisses entfallen sind, zur praktischen Prüfung antreten.

Die praktische Prüfung dient der Feststellung, ob der Aufnahmsbewerber für die Anforderungen der zu vermittelnden berufsspezifischen Ausbildungsinhalte hinsichtlich

    • der musikalischen Bildbarkeit, insbesondere der Fähigkeit zum Erfassen und Nachvollziehen von Rhythmen und Melodien, sowie der Voraussetzung für die Erlernung der im Lehrplan vorgesehene Instrumente,
    • der Fähigkeit zu schöpferischem Gestalten
    • der körperlichen Gewandtheit und Belastbarkeit,
  • der Kontakt und Kommunikationsfähigkeit geeignet ist.

Weitere Vorgangsweise

Schüler, die die Aufnahme in die Bundes-Bildungsanstalt für Elementarpädagogik anstreben, haben bis spätestens Dienstag der letzten Schulwoche die Geburtsurkunde sowie ihr Jahreszeugnis im Original bei der Leitung der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik vorzulegen

Berechtigung zum Aufsteigen in die höhere Schulstufe

Ein Schüler ist zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt, wenn sein Jahreszeugnis in allen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist und in keinem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält.

Ein Schüler ist auch dann zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt, wenn bei Wiederholen von Schulstufen das Jahreszeugnis in höchstens einem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält und dieser Pflichtgegenstand vor der Wiederholung der Schulstufe zumindest mit „Befriedigend“ beurteilt wurde.

Ein Schüler ist weiters zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt, wenn das Jahreszeugnis zwar in einem Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ enthält, aber der Schüler nicht auch schon im Jahreszeugnis des vorhergegangenen Schuljahres in demselben Pflichtgegenstand die Note „Nicht genügend“ erhalten hat, der betreffende Pflichtgegenstand in einer höheren Schulstufe lehrplanmäßig vorgesehen ist und die Klassenkonferenz feststellt, dass der Schüler auf Grund einer Leistungen in den übrigen Pflichtgegenständen die Voraussetzungen zur erfolgreichen Teil-nahme am Unterricht der nächsthöheren Schulstufe im Hinblick auf die Aufgabe der betreffenden Schulart aufweist.

Wiederholung einer Schulstufe

Ein Schüler darf eine Schulstufe wiederholen, wenn er zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe nicht berechtigt ist und er im Falle der Wiederholung der Schulstufe die zulässige Höchstdauer des Schulbesuches nicht überschreiten würde.

Ein Schüler, der zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt ist, darf diese Schulstufe wiederholen, wenn die Aufholung eines Leistungsrückstandes, der aus entwicklungs- und milieubedingten oder aus gesundheitlichen Gründen eingetreten ist, ermöglicht werden soll und die Einordnung des Schülers in die neue Klassengemeinschaft zu erwarten ist. Eine freiwillige Wiederholung der letzten Stufe der be-suchten Schulart ist unzulässig. Die freiwillige Wiederholung ist von den Erziehungsberechtigten zu beantragen und von der Klassenkonferenz zu bewilligen, sofern die obgenannten Voraussetzungen vorliegen. Ein derartiges Ansuchen ist jedoch nur solange zulässig, als der Schüler noch nicht die nächsthöhere Schulstufe besucht.

Ablegen von Wiederholungsprüfungen

Ein Schüler darf zu Beginn des folgenden Schuljahres in einem oder zwei Pflichtgegenständen eine Wiederholungsprüfung ablegen, wenn der Schüler im Jahreszeugnis in diesen Pflichtgegenständen mit „Nicht genügend“ beurteilt wurde.

Abschluss der Schule

Die Ausbildung an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik wird durch die Reife- und Diplomprüfung abgeschlossen. Termine für Reife- und Diplomprüfung (Verordnungsblatt des Landesschulrates für Kärnten

Möglichkeiten der Ausbildung nach Ablegung der Reifeprüfung

    • Fachhochschule
    • Kolleg einer anderen Schulart
    • Pädagogische Hochschule "Viktor Frankl Hochschule"
  • Universität
Veröffentlicht am 11.12.2019